Über dieses E-Book
Top-Model Fallon O‘Connell ist entschlossen, Stefano Lucchesis feurigem Charme zu widerstehen. Beharrlich geht sie ihm während der Modeaufnahmen in seinem romantischen Castello auf Sizilien aus dem Weg. Doch der Multimillionär will sie erobern und er ist ein Mann, der niemals aufgibt! Aber was Stefano wirklich für sie empfindet, erfährt Fallon erst nach einem dramatischen Unfall. Das Ende ihrer Karriere scheint gekommen. Wendet der leidenschaftliche Italiener sich jetzt von ihr ab - oder liebt er sie genug, um in dieser schweren Zeit zu ihr zu halten?
Sandra Marton
<p>Sandra Marton träumte schon immer davon, Autorin zu werden. Als junges Mädchen schrieb sie Gedichte, während ihres Literaturstudiums verfasste sie erste Kurzgeschichten. „Doch dann kam mir das Leben dazwischen“, erzählt sie. „Ich lernte diesen wundervollen Mann kennen. Wir heirateten, gründeten eine Familie und zogen aufs Land. Irgendwann begann ich, mich mehr und mehr für die Gemeinde zu engagieren. Bis mir eines Tages klar wurde, dass mein großer Traum gerade verloren ging. Also beschloss ich, etwas dagegen zu unternehmen.“ Sandra Marton setzte sich an ihren Schreibtisch und schrieb eine Geschichte, die von Liebe, Leidenschaft und dem Traum vom großen Glück handelte. „Als ich hörte, dass ein Verlag den Roman veröffentlichen wollte, konnte ich es selbst kaum fassen“, erinnert sie sich. Seitdem ist Sandra Marton ihrem Traum treu geblieben. Inzwischen hat sie über 80 Romane geschrieben, deren leidenschaftliche Helden die Leserinnen in aller Welt begeistern. Mit ihrem eigenen Helden lebt die Autorin weiterhin glücklich auf einer Farm in Connecticut.</p>
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Buchvorschau
Sizilianischer Zauber - Sandra Marton
IMPRESSUM
Sizilianischer Zauber erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2003 by Sandra Myles
Originaltitel: „The Sicilian Surrender"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe
Band 1636 - 2006 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Übersetzung: Maria Rasche
Umschlagsmotive: Belitas / GettyImages
Veröffentlicht im ePub Format in 08/2017 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733779702
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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BACCARA, BIANCA, JULIA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY
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1. KAPITEL
Die Sonne stand wie ein blassgoldener Ball am Himmel, während der übers Meer kommende Schirokko durch die Ruinen des Castellos heulte. Der Klang erinnerte an das Gebrüll der aufständischen Gladiatoren, die diesen Teil Siziliens einst gegen den Machtanspruch des alten Roms verteidigt hatten.
An diese Männer dachte Stefano Lucchesi, als er die letzte der Steinstufen erklomm, die auf die Klippe führten. Im Westen schlummerte friedlich der Ätna in der feuchtwarmen Luft. Unter ihm brachen sich die stürmischen Wellen des Mittelmeers an den Felsen.
Wie oft wohl mochte an dieser Stelle ein Wächter gestanden und nach dem Feind Ausschau gehalten haben? Römer, Griechen, Araber und Normannen, sie alle hatten auf ihren Eroberungsfeldzügen hier Blut vergossen, während draußen auf dem Meer, einem Rudel hungriger Wölfe gleich, Piraten auf der Lauer gelegen hatten, um unvorsichtige Schiffe zu kapern.
Das Land seiner Vorfahren war von einem Eindringling nach dem anderen erobert worden, bis es ihm endlich gelungen war, seine Fesseln abzuschütteln. Dann allerdings schuf es sich seinen inneren Feind – in Gestalt von Feudalherren, die sich nicht scheuten, die Menschen, die dieses karge Land bestellten, rücksichtslos auszubeuten.
Stefano Lucchesi kehrte dem Meer den Rücken, schob die Hände in die Taschen seiner Jeans und ließ den Blick über seinen Besitz schweifen. Die Zeit war nicht sehr pfleglich mit ihm umgegangen. Eingestürzte Steinmauern und ein paar Säulen, mehr war von dem Castello nicht geblieben.
Aber vielleicht war das ja gut so. Es lag eine gewisse Ironie darin, wie die Zeit die Waagschalen der Gerechtigkeit am Ende ausbalanciert hatte. Was sein Urgroßvater dreimal wiederaufgebaut und sein Großvater in einer blutigen Fehde schließlich ganz verloren hatte, war schon vor langer Zeit zerfallen.
Sogar das Land war verscherbelt worden. Doch Stefano hatte den berühmten Anwalt Jack Lenard beauftragt, es von griesgrämigen alten Männern in ausgebeulten schwarzen Anzügen Stück für Stück zurückzukaufen. Stefano hatte einen mehr als fairen Preis geboten, aber am Ende war der Anwalt mit leeren Händen zurückgekehrt.
Dabei schienen die alten Männer ein Interesse daran zu haben, das karge und weitgehend unfruchtbare Land möglichst schnell loszuwerden. Bis sie den Namen des Käufers hörten.
„Lucchesi?", fragten sie.
Einer spuckte gar auf den Boden, um seiner Verachtung Ausdruck zu verleihen.
Stefano war überrascht, dass der Name nach mehr als siebzig Jahren immer noch so viel Empörung hervorrief. Sein Anwalt grinste nur und riet ihm, sich Der Pate anzusehen.
„So ist die Mafia eben, fügte Jack hinzu. „Als jemand, der sizilianisches Blut in den Adern hat, müssten Sie das eigentlich wissen. Diese Burschen kannten Ihren Großvater. Sie haben ihn gehasst. Warum sollten sie Ihnen da entgegenkommen?
Ja, warum?
Stefanos Kenntnisse über die Mafia waren begrenzt. Sein Großvater war Jahrzehnte vor seiner Geburt von Sizilien nach Amerika ausgewandert. Als sein Vater starb, war Stefano noch ein Baby gewesen. Und zwölf beim Tod seiner Mutter, die mit ihm, immer auf der Suche nach einem neuen Kick, durchs Land gezogen war. Daraufhin hatten ihn seine Großeltern väterlicherseits, die er kaum kannte, zu sich genommen.
Sie hatten es mit dem intelligenten, zähen Jungen, der seine Ängste mit Arroganz zu tarnen pflegte, bestimmt nicht immer leicht gehabt. Seine Großmutter hatte ihm Essen und Kleidung gegeben, sonst aber hatte sie sich nicht weiter um ihn gekümmert. Sein Großvater hatte ihn ertragen, diszipliniert und schließlich von ganzem Herzen geliebt.
Dass Stefano das, was Jack „das Mafia-Gen" nannte, nicht im Blut hatte, hing vielleicht damit zusammen, dass sein Großvater schon alt gewesen war, als er Stefano zu sich genommen hatte. Er hatte ihm nie Geschichten von Blutvergießen und Rache erzählt, sondern immer nur von La Sicilia, vom Castello Lucchesi, den Klippen, dem Vulkan und dem Meer.
Dies war das Erbe, das in Stefanos Adern pochte, ein Erbe, das er liebte und wertschätzte, obwohl er es nie mit eigenen Augen gesehen hatte.
Erst auf dem Totenbett hatte der Alte zu Stefano mit leiser Stimme von Ehre und Stolz und la famiglia gesprochen. Er hatte ihm erzählt, warum er seinen Besitz zurückgelassen hatte und nach Amerika ausgewandert war. Um zu retten, was zu retten war: Stefanos Vater und so indirekt auch ihn selbst, Stefano.
„Ich werde alles zurückholen", hatte Stefano damals gelobt.
Das brauchte Zeit. Jahre voller Ungeduld auf dem College, in denen er nur darauf wartete, endlich seinen Abschluss in der Tasche zu haben. Während verschiedener Praktika in den Sommerferien war ihm klar geworden, dass er beruflich seinen eigenen Weg gehen wollte, ohne auf die – oft genug verlogene – Hilfe bestimmter Seilschaften angewiesen zu sein.
Sein Zimmergenosse TJ sah das genauso. TJ wusste alles über Computer. Zu jener Zeit konnte man praktisch über Nacht mit einem der wie Pilze aus dem Boden schießenden Internetunternehmen zum Milliardär werden. TJ würde einer dieser Milliardäre werden. TJ hatte eine tolle Idee, er hatte die Fähigkeiten und eine Vision …
Alles, was er jetzt noch brauchte, war ein Startkapital.
An einem Tag im Winter stieg Stefano, in der Tasche das sauer verdiente Stipendium fürs letzte Semester, in seinen klapprigen VW. Er fuhr in Richtung Yale und weiter nach Norden. Dort gab es ein Casino, wo er sich an einer Pokerrunde mit hohem Einsatz beteiligte. Das war die erste unvernünftige Handlung, zu der er sich hinreißen ließ, seit er seinem Großvater auf dem Totenbett versprochen hatte, die Ehre der Lucchesis wiederherzustellen. Aber diesmal weigerte er sich, vernünftig zu sein.
Stattdessen redete er sich ein, dass er sich nach Monaten harter Arbeit einen freien Tag redlich verdient hatte. Er war ein guter Pokerspieler, im College spielten sie oft, eines Nachts hatte er bei einem solchen Spiel sogar seinen VW gewonnen.
An jenem Tag im Casino gewann Stefano allerdings mehr als einen klapprigen VW.
Er gewann auf Anhieb mehrere Tausend Dollar.
Man bot ihm an, kostenlos im Hotel des Casinos zu übernachten. Er taumelte in sein Zimmer, duschte, schlief, aß, und wenig später saß er wieder am Spieltisch. Nach drei Tagen kehrte er schließlich ins College zurück und warf seinem verblüfften Zimmergenossen ein kleines Vermögen aufs Bett.
„Ich brech zusammen. Hast du eine Bank ausgeraubt oder was?"
„Dein Startkapital, erklärte Stefano. „Ich steige mit einundfünfzig Prozent ein.
Stefanos Wangenmuskeln zuckten, während er nachdenklich übers Meer schaute. Ein Dutzend Jahre im Schnelldurchlauf.
Das Start-up-Unternehmen hatte ihn reicher gemacht, als er sich je hätte träumen lassen. Doch trotz seines Vermögens, das er nach und nach in Fluggesellschaften, texanisches Öl und Luxusapartmenthäuser in Manhattan investierte, hatte er nie das seinem Großvater gegebene Versprechen vergessen.
Vor zwei Jahren schließlich war er angetreten, es einzulösen, aber die Unterredung mit seinem Anwalt hatte ihn daran erinnert, dass die vergessen geglaubte Vergangenheit offenbar immer noch lebendig war.
Der heiße Schirokko zerrte an Stefano, peitschte ihm dunkle Strähnen in das markante Gesicht. Er strich sich das Haar zurück und versenkte die Hände wieder in seinen Hosentaschen.
„Verdoppeln Sie einfach das Angebot", hatte er seinen Anwalt angewiesen.
„Auf keinen Fall. So viel ist das Land nicht wert …"
„Das Land nicht, aber ihr Stolz. Unterbreiten Sie den Burschen das Angebot, aber weisen Sie darauf hin, dass ich ebenfalls meinen Stolz habe. Machen Sie den Leuten klar, dass dies ein Angebot ist, das sie nicht ablehnen können."
Danach hatte Jack lange geschwiegen.
„Sie haben sich diese Filme angesehen, richtig?", hatte er schließlich gefragt.
Stefano hatte gelacht. „Machen Sie einfach nur das Angebot und informieren Sie mich, was dabei rausgekommen ist."
Diese Geschichte lag nunmehr hinter ihm. Jetzt gehörte alles ihm, das Land, die Klippen, die Überreste des Castellos und der grenzenlos weite Blick. Ebenso wie das Haus, das er jenseits der Ruinen erbaut hatte. Es verschmolz mit der felsigen Küstenlandschaft und war mit Steinen der alten Burg erbaut – ein schönes Haus mit hohen Decken und Außenwänden aus Glas, durch die man auf den Vulkan und das Meer hinausschauen konnte.
Stefano lächelte. Wenn das sein Großvater sehen könnte.
Heute Abend, wenn der Mond aufgegangen war, würde er noch einmal hierher zurückkommen, mit einer Flasche moscato und einem Glas. Dann würde er all jenen zuprosten, die lange vor ihm da gewesen waren.
Und er würde alles tun, diesen Ort vor der Welt geheim zu halten.
Für die Boulevardpresse wäre es ein gefundenes Fressen. Die Neuigkeit wäre ein Sahnehäubchen auf all den Gerüchten, die über ihn in Umlauf waren. Zum Beispiel, dass er dabei war, sich ein Imperium aufzubauen. Er war ein Mann mit Geheimnissen. Er war uno lupo solo. Ein einsamer Wolf.
Damit zumindest hatten sie recht. Durch Lucchesi Enterprises war Stefano zu einer öffentlichen Person geworden. Das war der Grund dafür, weshalb er mit Adleraugen über seine Privatsphäre wachte.
Beim Bau seines neuen Hauses hatte er nur Firmen beauftragt, die bereit gewesen waren, eine Geheimhaltungsklausel zu unterschreiben. Und er hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass er über seine Anwälte gnadenlos auf Einhaltung dieser Klausel bestehen würde. Natürlich war damit immer noch nicht garantiert, dass absolut nichts durchsickerte, aber mehr konnte er nicht tun.
Vor einer Weile hatte er einen Hubschrauber gehört. Was nichts Ungewöhnliches war, Hubschrauber gehörten immerhin zum einundzwanzigsten Jahrhundert. Trotzdem schaute er jetzt in den Himmel, in der Befürchtung, dass ihm die Paparazzi womöglich schon auf den Fersen waren.
„Ste-fa-no!"
Stefano lauschte mit angehaltenem Atem. War das der Wind? Bestimmt.
„Ste-fa-no. Halloho! Hörst du mich nicht?"
Er stutzte. Der Wind konnte keine Sätze bilden, konnte nicht die schlanke Gestalt einer Frau zeichnen, die vom Fuß der Klippe zu ihm aufschaute, wobei sie sich mit einer Hand das windzerzauste Haar aus dem Gesicht hielt, während sie die andere als eine Art Trichter an den Mund gelegt hatte.
Carla? Sein Herz begann schneller zu klopfen. Unmöglich. Sie war in New York. Dort hatte er sie letzte Woche weinend zurückgelassen. Doch als ihr klar geworden war, dass er es ernst meinte, hatte sie aufgehört zu weinen und ihm ihre Meinung ins Gesicht geschleudert.
Angefangen hatte es damit, dass sie unangemeldet bei ihm hereingeplatzt war. Er hatte gerade am Esszimmertisch gesessen, Kaffee getrunken und sich die Fotos angeschaut: Felsen, an denen sich schäumend die Wellen brachen, die alte Burgruine, das neue Haus.
„Oh mein Gott, sagte sie nun atemlos. „Was ist denn das, Schatz?
Es wäre sinnlos gewesen, Unwissenheit vorzuschützen. Der Architekt hatte eine hübsche Mappe zusammengestellt, und jedes Foto war fein säuberlich beschriftet.
Castello Lucchesi, Sizilien.
„Ein Haus."
„Dein Haus", korrigierte sie, in dieser atemlosen Art, auf die er früher so abgefahren war, aber das war vorbei. „Und es würde sich perfekt auf dem Titelblatt der ersten Ausgabe von Bridal Dreams machen."
„Kommt gar nicht infrage."
„Hör zu, Stefano", sagte sie, wobei sie sich auf seinen Schoß setzte. „Du weißt, dass ich dafür bezahlt werde, aus Bridal Dreams das beste Frauen- und Lifestylemagazin der Welt zu machen. Die erste Ausgabe kann für mich entscheidend sein."
Er ließ sich nicht erweichen. Da drehte sie sich auf seinem Schoß um, setzte sich im Reitersitz auf ihn und presste ihren heißen Mund auf seinen.
In diesem Moment hätte er sie hinauswerfen sollen, so viel war ihm heute klar. Ihre Beziehung war schal geworden; es war vorbei, und er wusste es. Er hatte an Carla das Interesse verloren – sie war egozentrisch und oberflächlich und erwartete Dinge von ihm, die er ihr nicht geben wollte: einen Platz in seinem Leben, eine gemeinsame Zukunft.
Es
