Über dieses E-Book
Crys wollte nur eins: Erholung! Auf einem luxuriösen Schloss will sie zusammen mit ihrer Freundin endlich einmal die Seele so richtig baumeln lassen. Aber in Yorkshire verläuft alles ganz anders, als gedacht! Zu Crys Überraschung erwartet l sie in Falcon House nicht Molly, sondern deren Bruder Sam. Der äußerst attraktive —-Drehbuchautor fasziniert Crys sofort. In hitzigen Wortgefechten fliegen die Fetzen, aber Sams Art, ihre Meinungsverschiedenheiten in versöhnliche Bahnen zu lenken, gefällt ihr außerordentlich gut. Stürmisch erwidert sie seine leidenschaftlichen Küsse - Crys hat sich Hals über Kopf verliebt, doch Sam will sich niemals binden ...
Carole Mortimer
Carole Mortimer was born in England, the youngest of three children. She began writing in 1978, and has now written over one hundred and seventy books for Harlequin Mills and Boon®. Carole has six sons, Matthew, Joshua, Timothy, Michael, David and Peter. She says, ‘I’m happily married to Peter senior; we’re best friends as well as lovers, which is probably the best recipe for a successful relationship. We live in a lovely part of England.’
Ähnlich wie Falcon House - Schloss der Hoffnung
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Rezensionen für Falcon House - Schloss der Hoffnung
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Buchvorschau
Falcon House - Schloss der Hoffnung - Carole Mortimer
Carole Mortimer
Falcon House - Schloss der Hoffnung
IMPRESSUM
„Falcon House - Schloss der Hoffnung" erscheint in der Harlequin Enterprises GmbH
Veröffentlicht im ePub Format im 08/2012 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
eBook-Produktion: readbox, Dortmund
ISBN 978-3-86494-270-9
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
ROMANA, BIANCA, BACCARA, TIFFANY, MYSTERY, MYLADY, HISTORICAL
www.cora.de
1. KAPITEL
Draculas Schloss!
Nein, nach kurzer Überlegung entschied Crys, dass diese Bezeichnung Dracula gegenüber ein wenig zu unfreundlich sei.
Sie war seit Stunden unterwegs und hatte nun den Wagen an einer Zufahrt angehalten, in der Hoffnung, trotz des rasch dichter werdenden Nebels ein Hinweisschild zu entdecken. Als sie den Namen des Anwesens in eine der Steinsäulen gemeißelt sah, die das windschiefe Tor flankierten, traute sie ihren Augen kaum. Fassungslos blickte sie zu dem monströsen Haus hinüber, das sich am Ende der verwilderten Allee abzeichnete. Viktorianische Gotik – und, nach den unzähligen Anbauten zu urteilen, so ziemlich jede andere architektonische Stilrichtung seither.
Das ganze Gebilde war eine Beleidigung für Crys‘ ausgeprägten Sinn für Ästhetik.
Dies konnte unmöglich ihr Ziel sein – das in Yorkshire gelegene Domizil von Nancys älterem Bruder. Nancy war ihre beste Freundin. Zugegeben, ein bisschen exzentrisch und auch etwas unkonventionell, aber wie hätte Crys ahnen sollen, dass diese Eigenarten offenbar familientypisch waren?
Stirnrunzelnd betrachtete Crys die Inschrift. Trotz des dichten Moosbefalls war der Name „Falcon House deutlich lesbar. Sie griff nach dem Brief, den Nancy ihr vor wenigen Tagen geschickt hatte, und überflog den Inhalt, bis sie zu der Stelle mit der Wegbeschreibung kam. Kein Zweifel, Sam Bartons Heim hieß „Falcon House
!
Haus? Mit seinen hohen Zinnen und Türmen glich es eher einer Festung, um deren Mauern so etwas wie ein Burggraben verlief.
Vielleicht wohnte Sam hinter diesem Monstrum? Hatte Nancy nicht irgendwann einmal erwähnt, ihr Bruder würde das Anwesen für einen verreisten Freund hüten? Angesichts dieses Steinhaufens wunderte es Crys nicht im Mindesten, dass der Besitzer sich lieber woanders aufhielt.
Sie gelangte zu dem Schluss, dass dies die Lösung sein müsse. Wenn sie die Allee hinunter und über die morsche Zugbrücke fuhr, würde sie garantiert auf ein kleineres – und behaglicheres – Gebäude stoßen.
Leider musste sie ein paar Minuten später enttäuscht feststellen, dass sie sich geirrt hatte. Nachdem sie die von Schlaglöchern übersäte Zufahrt passiert und den Innenhof erreicht hatte, erkannte sie, dass es keine weiteren Behausungen gab. An der Rückfront erstreckte sich lediglich ein Stück Land, das früher vermutlich ein Garten gewesen war, inzwischen aber ebenso mit Gestrüpp und Unkraut überwuchert war wie der Burggraben.
Crys parkte den Wagen und stieg aus. Während sie die verkrampften Muskeln lockerte, betrachtete sie die rostigen Fallrohre an der Fassade und die Ziegel, die sich vom Dach gelöst hatten und zu Boden gefallen waren. Die Fenster im Erdgeschoss hatte man entweder mit Brettern vernagelt oder mit Vorhängen vor neugierigen Blicken geschützt. In den oberen Stockwerken schienen die Scheiben zwar noch intakt zu sein, aber zu verwaisten Räumen zu gehören.
Das Ausmaß der Verwahrlosung überzeugte Crys, dass hier tatsächlich niemand wohnen konnte. Es …
Plötzlich drang ein Geräusch an ihr Ohr.
Ein undefinierbarer, dumpfer Laut, aber immerhin ein Lebenszeichen. Es kam offenbar von der Stirnseite des Hauses.
Sie zögerte. Sollte sie dem nachgehen und womöglich ihren Hals riskieren? Oder wäre es klüger, einfach wieder ins Auto zu klettern und die Flucht zu ergreifen?
Letzteres war eindeutig verlockender. Andererseits … Hatte sie das letzte Jahr nicht damit verbracht, schwierigen Situationen auszuweichen? War es nicht endlich Zeit, sich der Wirklichkeit zu stellen? War dies nicht der Grund, weshalb sie Nancys Einladung angenommen hatte, sie für ein paar Tage bei deren Bruder zu treffen?
War hier und jetzt allerdings der rechte Ort und Zeitpunkt, für ein solches Wagnis?
Es hatte einen großen Schritt für sie bedeutet, Nancys Angebot überhaupt zu akzeptieren und die lange, anstrengende Fahrt von London nach Yorkshire allein zu machen. Und all das nur, um mit einem Spukschloss konfrontiert zu werden. Die wabernden Nebelschwaden verliehen ihm ein mysteriöses Flair und steigerten Crys‘ Unbehagen, obwohl das Anwesen allem Anschein nach unbewohnt war.
Wäre da nicht dieses rhythmische Scharren gewesen …
Sicher gibt es dafür eine logische Erklärung, sagte sie sich energisch. Sie musste nur hingehen und es herausfinden. Falls es sich um einen dürren Zweig handeln sollte, der von dem scharfen Wind gegen eine der blinden Scheiben gepeitscht wurde – gut. War das Geräusch jedoch menschlichen Ursprungs, würde sie sich einfach nach dem Weg zu Sam Bartons Haus erkundigen und weiterfahren.
Ihre Entschlossenheit geriet allerdings erheblich ins Schwanken, als sie in den Torbogen trat, der in den Vorhof mündete, und sich dem größten Hund gegenübersah, der ihr je begegnet war.
Crys schnappte erschrocken nach Luft und blieb wie angewurzelt stehen. Der Hund fletschte die Zähne und knurrte drohend, während er die Muskeln anspannte, als wollte er sie jeden Moment anspringen. Der durchdringende Blick der hellen Augen und das donnergleiche tiefe Grollen aus der mächtigen Brust übten eine geradezu hypnotische Wirkung auf sie aus.
„Was ist los, Merlin?" rief eine körperlose Stimme.
Ein eiskalter Schauder lief Crys über den Rücken.
Woher kam diese Stimme? Außer der gefährlich wirkenden Bestie vor ihr konnte Crys in dem dichten Dunst nichts erkennen, und dennoch hatte sie zweifelsfrei eine Stimme gehört. Und zwar eine männliche, wie sie glaubte. Sicher war sie jedoch nicht, da der Nebel alle Laute verzerrt und dumpfer klingen ließ.
Aber wen interessierte es schon, ob die Stimme einem Mann oder einer Frau gehörte, solange es eine Stimme war! Momentan wünschte Crys sich nichts mehr als die Anwesenheit eines anderen menschlichen Wesens.
Sofern es menschlich war …
Reiß dich zusammen, befahl sie sich ungeduldig. Okay, die Situation war gruselig – rings um sie wabernder Nebel, hinter ihr ein Stein gewordener Albtraum, vor ihr der Hund von Baskerville, der ihr den Weg versperrte –, aber all das war kein Grund, in Panik zu geraten und die Flucht zu ergreifen!
Oder vielleicht doch?
Das Riesenvieh konnte jederzeit die Lust am Knurren verlieren und sich stattdessen auf sie stürzen, um ihr die Kehle zu zerfetzen. Sie …
„Ich warne dich, Merlin. Wenn du noch mehr Kaninchen bis in ihre Löcher verfolgst, komme ich nicht und grabe dich wieder aus", ertönte erneut die körperlose Stimme.
Es war ein Mann! Er war irgendwo ganz in der Nähe, dessen war Crys sich jetzt sicher. Nahe genug, um sie vor diesem wilden Hund zu retten, wie sie hoffte.
„Hilfe!"
Fabelhaft, ihre Lippen waren so starr, dass der Schrei kaum mehr als ein Quieken war! Trotzdem genügte es, um das tiefe, bedrohliche Knurren in wütendes Gebell zu verwandeln. Das Biest war eindeutig bereit, sie in Stücke zu reißen!
„Hilfe!" Der zweite Ruf war lauter. Laut genug, um gehört zu werden, wie sie im Stillen flehte. Ihr Vertrauen in die Gutmütigkeit des Hundes war inzwischen restlos verflogen.
„Verdammt, Merlin! Was, zum Teufel …? Aus, Merlin!"
Sofort verebbte das Kläffen zu einem leisen Winseln.
Keine drei Meter von Crys entfernt tauchte ein Kopf aus dem Boden auf: ein dunkler, zerzauster Schopf, ein stoppeliger Dreitagebart bedeckte die untere Hälfte eines Gesichts, aus dem sich smaragdgrüne Augen geradewegs durch den Nebel zu brennen schienen.
Aber immerhin hatte der Hund seinem Herrn gehorcht und sich hingelegt, selbst das Winseln war verstummt – lediglich sein Blick war unverwandt auf Crys gerichtet. Er wartete eindeutig auf den Befehl zum Angriff.
Allerdings hatte sie nicht die Absicht, sich zu bewegen. Sie war unfähig, sich von der Stelle zu rühren, seit der Kopf aus dem Boden gewachsen war.
Vielleicht war dies tatsächlich Draculas Schloss. Vielleicht …
Ihr stockte der Atem, als der Mann sich mit Hilfe eines Spatens aus der Grube hievte. Das Loch im Erdreich war knapp zwei Meter lang, einen Meter breit und wer weiß wie tief …! Die langen Beine des Mannes steckten in schwarzen Jeans, und über seiner breiten Brust spannte sich ein dicker schwarzer Pullover. Das dunkle, wellige Haar fiel ihm bis auf die Schultern. Er war über einsachtzig, und sein muskulöser Körper wirkte genauso sprungbereit wie der seines Hundes noch vor wenigen Sekunden.
Bei näherer Betrachtung gelangte Crys zu dem Schluss, dass der Hund vermutlich harmloser sei! Nervös befeuchtete sie sich die trockenen Lippen. „Hallo."
„Hallo?" erwiderte er spöttisch.
Durch das Erlebnis mit dem Hund und das darauf folgende Auftauchen des Mannes aus dem Nichts war sie zwar noch immer durcheinander, aber keineswegs eingeschüchtert.
„Was tun Sie da?" Sie deutete auf die Grube. Es war Januar, also zu spät, um den Garten umzugraben, und zu früh für Pflanzungen. Und nach den Ausmaßen des Lochs zu urteilen …
Er furchte die Brauen über den funkelnden grünen Augen. „Was denken Sie denn?"
Trotz seines ungepflegten Äußeren besaß der Mann eine kultivierte Stimme, die Crys unter anderen Umständen durchaus sympathisch gefunden hätte.
Unter anderen Umständen …
Fröstelnd schaute sie zu der Grube hinüber, die er ausgehoben hatte. „Ich habe keine Ahnung."
Der Mann hatte sich nicht bewegt, und doch sah er auf einmal angespannt aus, der Spaten in seiner Hand wirkte fast bedrohlich. „Raten Sie mal", verlangte er.
Crys schluckte trocken. Es war einfach lächerlich. Sie wollte sich nur nach Sam Bartons Haus erkundigen und sich nicht auf ein Quiz mit einem Fremden einlassen. Einem gefährlich aussehenden Fremden zudem.
„Es tut mir wirklich Leid, dass ich Sie gestört habe …"
„Sie stören Merlin mehr als mich", unterbrach er sie kühl.
„Merlin? Ach, Sie meinen den Hund."
Das Untier saß jetzt zu Füßen seines Herrn und ließ sie nicht aus den Augen. Als sein Name fiel, begann es erneut zu knurren.
„Er schätzt es nicht, wenn man ihn so bezeichnet", meinte der Mann trocken.
„Aber sagten Sie nicht gerade, dass er so heißt?" fragte Crys verwirrt.
„Stimmt. Er nickte. „Ich bezog mich auf Ihre Bezeichnung seiner Art.
„Aber …"
Der Mann ließ sie nicht ausreden. „Sie und ich, wir beide wissen, was er ist. Merlin ist derjenige, der in diesem Punkt Zweifel hegt. Ich finde, wir sollten seine kleine Marotte akzeptieren."
Crys betrachtete das hechelnde Tier. „Und zu welcher … Familie gehört er?" Es war offenbar besser, Vorsicht walten zu lassen. Immerhin hatte Merlin gerade erst wieder aufgehört zu knurren.
„Zu den Irischen Wolfshunden. Nun ja, es ist gewiss nett, den Tag mit Ihnen zu verplaudern …", sein Tonfall strafte die Worte Lügen, „… aber wie Sie sehen, muss ich ein Grab ausheben. Wenn Sie also
