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Happy End mit dem Outback-Milliardär?
Happy End mit dem Outback-Milliardär?
Happy End mit dem Outback-Milliardär?
eBook206 Seiten3 StundenJULIA

Happy End mit dem Outback-Milliardär?

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Über dieses E-Book

Als Studentin Ari bei einem exklusiven Ball kellnert, trifft sie den Playboy-Milliardär Reid Blake wieder. Vor sechs Monaten hat sie ihm nach seinem Unfall in den einsamen Weiten des Outbacks das Leben gerettet – da war sie bereits heimlich fasziniert von ihm. Und als Reid sie jetzt mit einem verlangenden Kuss überrascht, kann sie ihr Glück kaum fassen. Für einen Moment fühlt sie sich wie Cinderella. Doch sie darf nicht vergessen: Reid und sie trennen Welten! Wird ihr Traumprinz sie immer noch wollen, wenn die Uhr Mitternacht schlägt?

SpracheDeutsch
HerausgeberCORA Verlag
Erscheinungsdatum23. Dez. 2023
ISBN9783751519014
Happy End mit dem Outback-Milliardär?
Autor

Kelly Hunter

<p>Obwohl sie von Beruf Naturwissenschaftlerin ist, hatte Kelly Hunter schon immer eine Schwäche für Märchen und Fantasiewelten und findet nichts herrlicher, als sich in einem guten Buch zu verlieren. Sie ist glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und drückt sich gerne davor, zu kochen und zu putzen. Trotz intensiver Bemühungen ihrer Familie kann sie Sport nichts abgewinnen. Dafür liebt sie es umso mehr, im Garten zu arbeiten und sich um ihre Rosen zu kümmern. Kelly wurde in Australien geboren und unternahm ausgedehnte Reisen. Zwar genießt sie es, in verschiedenen Teilen der Erde zu leben und zu arbeiten, bezeichnet aber Australien nach wie vor als ihre Heimat.</p>

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    Buchvorschau

    Happy End mit dem Outback-Milliardär? - Kelly Hunter

    IMPRESSUM

    JULIA erscheint in der Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH, Hamburg

    © 2023 by Kelly Hunter

    Originaltitel: „Cinderella and the Outback Billionaire"

    erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London

    in der Reihe: MODERN ROMANCE

    Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.

    © Deutsche Erstausgabe 2023 in der Reihe JULIA, Band 2629

    Übersetzung: Kara Wiendieck

    Abbildungen: Harlequin Books S. A., alle Rechte vorbehalten

    Veröffentlicht im ePub Format in 12/2023 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.

    E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck

    ISBN 9783751519014

    Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.

    CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

    Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:

    BACCARA, BIANCA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY

    Alles über Roman-Neuheiten, Spar-Aktionen, Lesetipps und Gutscheine erhalten Sie in unserem CORA-Shop www.cora.de

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    1. KAPITEL

    „Du musst jetzt gehen."

    Stirnrunzelnd schaute Reid Blake von seinem Computer auf. Gerade hatte er anfangen wollen, seine E-Mails zu lesen. So beeindruckend Judah auch war – sein Ruf passte perfekt zu seinem grimmigen Blick –, so wenig ließ er sich von den markigen Worten seines großen Bruders einschüchtern. „Warum? Ich bin doch eben erst gekommen. Außerdem hat deine wundervolle Tochter mich zu ihrer Teeparty im Schrank unter der Treppe eingeladen. Sie hat Muffins für uns gebacken."

    Bei der Erwähnung seiner Tochter wurde Judahs Gesicht weicher – genau, wie es sein sollte. Piper Blake besaß einen messerscharfen Verstand und das Gesicht eines Engels. Es glich einem Wunder, dass Daddy Judah überhaupt jemals Nein zu ihr sagen konnte. Aber wenn er es gelegentlich tat, dann weil es zum Besten der Neunjährigen war.

    Von ihrem nachsichtigen Onkel Reid hatte sie keinerlei vernünftige Ratschläge zu erwarten.

    Seufzend lehnte Judah sich gegen den verzierten hölzernen Türrahmen. In dem Haus in Jeddah Creek gab es viele mit Ornamenten und Schnitzereien versehene Elemente, was auf Judahs adelige Herkunft als englischer Lord hinwies, obwohl er im australischen Outback aufgewachsen war. „Wenn du jetzt nicht gehst, solltest du besser eine Plane über diesen Schrotthaufen spannen, den du Hubschrauber nennst. Von Westen her zieht ein Staubsturm auf."

    „Verflixt! Reid atmete ganz langsam aus und presste seine Handballen auf die Augen, während er den Stuhl vom Schreibtisch nach hinten rückte. Hier draußen existierten die Internetverbindungen bestenfalls sporadisch. Das hier war seine letzte Chance, seine beruflichen Mails herunterzuladen, bevor das Netz komplett ausfiel. „Wie kommt es, dass jedes Mal, wenn ich ein paar Tage frei habe, um nach Cooper’s Crossing zu fahren, das Wetter umschlägt? Sind die Götter nicht der Meinung, dass ich auch mal eine Pause von diesem Wahnsinn verdient habe? Denn, glaub mir, ich freue mich auf die Einsamkeit.

    „Dann raus aus dem Internet und such sie", gab Judah zurück.

    „Geht nicht. Ich warte auf die Rückmeldung zu dem neuen Prototyp, den ich Anfang der Woche verschickt habe. Es ist nicht leicht, ein genialer Motorenentwickler, ein Workaholic und ein milliardenschwerer Playboy zu sein. Ich bin ein guter Fang. Ein Hengst. Es fällt mir wirklich nicht leicht, dir das sagen zu müssen."

    „Bist du fertig?"

    „Man weiß nie, was ein Mensch von einem will. Dein Geld oder deine Liebe. Möglicherweise den Prototyp des neuen solarbetriebenen Motors, der die kommerzielle Luftfahrt revolutionieren wird. Ich stecke in einer existenziellen Krise."

    Judah musterte ihn ausdruckslos. „Du bist kein Playboy."

    „Stimmt. Aber für die Medien ist das irrelevant. Du weißt das, ich weiß das, und die wenigen Frauen, mit denen ich im Laufe der Jahre ernsthaft zusammen war, wissen das auch. Aber der Rest der Menschheit sieht das anders."

    „Apropos Frauen, mit denen du …"

    „Lassen wir das!"

    „Würde ich gerne. Aber dein Freund Carrick Masterton hat neulich angerufen. Du sollst Trauzeuge bei seiner Hochzeit sein."

    „Ich habe ihm bereits abgesagt."

    Lass dich nie mit der Schwester deines besten Freundes ein. Vor einigen Jahren hatte Reid diese Regel gebrochen, weil er gehofft hatte, dass Jenna die Richtige sein könnte. Stattdessen hatte sie nach nur sechs Monaten voller intimer Gespräche, Reisen und diverser Aufmerksamkeiten, alle Informationen, die sie über ihn gesammelt hatte, an die Presse verkauft und sich selbst zur Umweltaktivistin erklärt. Ihn hingegen hatte sie als intellektuell verkrüppelten Kapitalisten abgestempelt, der sich einen Dreck um die Natur scherte, obwohl er sich nach außen hin ganz anders präsentierte. Als delikate Fußnote hatte sie sich über seine sexuellen Fähigkeiten lustig gemacht und ihn als kalt und herzlos hingestellt. Ihre Aussagen hatten ihn einige vielversprechende Geschäftsbeziehungen und einen seiner ältesten Freunde gekostet. „Jenna ist eine der Brautjungfern. Offenbar ist sie bereit, die Vergangenheit ruhen zu lassen."

    Skeptisch hob Judah eine Augenbraue. „Wie großzügig von ihr."

    „Das ist es. Willst du sonst noch etwas über mein Privatleben wissen?"

    Beschwichtigend hob Judah die Hände. „Ganz ruhig."

    „Wenn Carrick wieder anruft, sag ihm, dass du nicht mein Privatsekretär bist."

    „Hab ich schon. Ich wollte eher wissen, wie du damit umgehst."

    „Offensichtlich nachtragend und verletzt – zumindest werden sie das so darstellen. Einen Moment gab Reid seine flapsige Fassade auf. „Bei dieser Einladung konnte ich von Anfang an nur verlieren. Mein Hochzeitsgeschenk an Carrick sind zwei Wochen Urlaub auf einer Riffinsel. Vor ein paar Tagen hat meine Sekretärin die Unterlagen an ihn geschickt. Ich vermute, dass er deshalb hier angerufen hat.

    „Du schickst ihn auf unsere Insel?"

    „Natürlich nicht. Denn unmittelbar nach ihrer Ankunft werden Bilder von unserem Strandhaus im Internet landen. Carricks Verlobte arbeitet als Influencerin."

    „Na großartig", murmelte Judah.

    „Ich habe für sie eine Luxusinsel gebucht, mit der wir nichts zu tun haben. Sie werden es dort lieben … falls sie das Geschenk annehmen."

    „In Ordnung."

    „Halt die Augen auf nach der Schlagzeile, die meine skrupellose Großzügigkeit und meine unsensible Hartherzigkeit oder beides enthüllt."

    Judah nickte. „Die lasse ich rahmen und hänge sie im Billardzimmer auf."

    Das brachte Reid zum Lächeln – genau wie sein großer Bruder es beabsichtigt hatte. „Die Sache ist die, dass ich meinem alten Schulfreund durchaus eine beständige und glückliche Ehe wünsche. Hoffentlich findet er in seiner Braut alles, wonach er sich sehnt. Verdammt, das wünsche ich mir auch für mich."

    So nah war er seit Jahren nicht mehr daran, sich seine Einsamkeit einzugestehen.

    Seufzend legte Judah seine große Hand auf seinen Nacken – ein sicheres Zeichen dafür, dass er sich mit der Wendung, die das Gespräch genommen hatte, unwohl fühlte. „Bleibst du oder gehst du?"

    „Ich gehe. Gleich nachdem er einen Blick auf das Wetter geworfen hatte. Oder vielleicht auch nicht, wenn man bedachte, wie lange es dauerte, die Informationen aus dem Netz zu laden. „Ich mache mich sofort auf den Weg – sobald ich mein Törtchen abgeholt und mich von deinen Frauen verabschiedet habe. Dir ist klar, dass sie mich lieber mögen als dich?

    „Wenn ich das wirklich glauben würde, müsste ich dich erschießen."

    „Das sagst du so leicht … aber würdest du es wirklich tun?"

    Judah grinste. „Man sagt ja, Übung macht den Meister."

    Das Geplänkel war ein weiterer Beweis dafür, wie gefestigt ihre Bruderbeziehung war. In diesen Tagen konnten sie frei über den Vorfall sprechen, der Judah sieben Jahre im Gefängnis gekostet hatte. Allerdings hegte Reid seinen eigenen Verdacht, was in jener Nacht der Schießerei passiert war. Doch egal, wie oft er versucht hatte, Judah dazu zu bringen, ihm alles zu erzählen, sein großer Bruder hatte ihm nie die ganze Geschichte anvertraut. Als er jünger war, hatte dieser Mangel an Vertrauen ihn richtiggehend zermürbt. Heute jedoch war er zu der Meinung gelangt, dass die Leute nicht alles „wissen müssen".

    „Staubsturm im Anmarsch, wiederholte Judah. „Hast du nicht gesagt, du willst gehen?

    Das würde er auch. Ihm blieb keine Zeit, auf die Wetterkarte zu warten, die vielleicht nie geladen wurde. „Wir sehen uns in einer Woche."

    „Das Haus in Cooper’s Crossing ist mit Vorräten ausgestattet und bereit für dich."

    „Oh, das hättest du nicht zu tun brauchen."

    „Habe ich auch nicht. Gertie hat sich darum gekümmert."

    Seit Reid zurückdenken konnte, hatte Gertie als Haushälterin in Jeddah Creek gearbeitet. Sie betreute noch zwei weitere Farmen im Outback und drehte alle zwei Wochen eine Runde zu den drei Anwesen. Als Reid und Judah das Haus der Coopers im Norden gekauft hatten, war es absolut sinnvoll gewesen, diese Rotation beizubehalten.

    „Sicheren Flug."

    Reid nickte, während er seinen Laptop und die Kabel in einer Tasche verstaute. Seit er ein Teenager war, flog er Hubschrauber und seit seinen frühen Zwanzigern entwarf und baute er sie auch. Der „Moskito vor der Tür besaß einen revolutionären Motor und eine doppelt so große Reichweite wie vergleichbare Konkurrenten. „Ich bin immer vorsichtig.

    Zwanzig Minuten später, nach einem kurzen Sicherheitscheck und zwei Muffins, befand Reid sich in der Luft und flog Richtung Norden. Weitere Passagiere gab es nicht. Endlich war er allein und so glücklich, wie schon lange nicht mehr.

    Judah war der eigenbrötlerische Rebell der beiden Blake-Brüder, was bedeutete, dass Reid oft derjenige war, der sich um die Verwaltung ihrer verschiedenen Firmenbeteiligungen kümmerte. Reid war der Mann für die Öffentlichkeit, der gesellige Showman, mit dem jeder ohne Angst reden konnte. Niemand – selbst sein Bruder nicht – wusste, wie sehr er die ständige Kontrolle hasste, der er vierundzwanzig Stunden am Tag ausgesetzt war – ganz zu schweigen von der fröhlichen Playboy-Fassade, die er über die Jahre gepflegt hatte. Denn allmählich schien ihm dieses Image eine schlechte Idee zu sein. Vor allem, weil er nach all den Jahren nicht mehr wusste, wie er überhaupt noch Menschen an sich heranlassen sollte.

    Jeder Schritt seiner Ingenieurfirmen wurde vom Markt, von anderen Unternehmen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und einer stetig wachsenden Zahl von Lobbygruppen genauestens geprüft. Seine Worte besaßen Gewicht in der Branche und konnten Aktienkurse beeinflussen. Insgeheim sehnte er sich nach den guten alten Zeiten zurück, als er sich mit siebzehn Jahren allein nur um sich und eine riesige Rinderzucht hatte kümmern müssen.

    Damals waren seine Eltern gerade gestorben und sein Bruder saß im Gefängnis, weil er einen Mann erschossen hatte.

    Ja, die gute alte Zeit.

    Nach Judahs Entlassung hatten sie riesige Gebiete im australischen Outback aufgekauft und in ein Reservat verwandelt. Niemand hatte Reid aufgehalten, als er Geld in die Erforschung erneuerbarer Energien und Prototypen für klimafreundlichere Triebwerke steckte. Es waren einfach keine anderen Erwachsenen da, die ihn davor gewarnt hätten, dass auf viel Geld und Macht noch mehr Geld und noch mehr Macht und noch mehr Verantwortung folgen konnte – ganz gleich, ob man dafür bereit war oder nicht. Doch die Brüder hatten bewiesen, dass sie bereit waren. Reid war stolz auf das, was Judah und er erreicht hatten und weiterhin anstrebten. Aber an manchen Tagen – und dieser gehörte dazu –, wollte er einfach nur den blauen Himmel um sich herum und die rote Erde mit ihrer spärlichen Pflanzenwelt unter sich sehen. Nach Monaten unermüdlicher harter Arbeit – intellektuell, sozial und politisch – und viel zu vielen Menschen um sich herum, die ihn drängten, gleichzeitig schneller und langsamer, seitwärts und über eine Klippe zu gehen, gab es keinen besseren Ort auf der Welt als Zuhause.

    Er steuerte den kleinen Helikopter über das vertraute Terrain immer weiter nach Norden, wobei er seine Aufmerksamkeit zwischen der rauen Schönheit des Landes und der dünnen Staubschicht am Horizont im Westen aufteilte. Staubstürme waren keine Seltenheit in dieser Region, doch es empfahl sich nicht, in einen hineinzufliegen. Selbst die Luftströmungen vor einer Staubfront waren gefährlich. Wenn er landen und sich von dem Sturm überrollen lassen müsste, würde er das tun, doch gerne machte er dergleichen nicht.

    Sein Plan war es, rechtzeitig nach Hause zu gelangen.

    „Komm schon, mein kleiner Schatz, gib mir alles, was du hast." Er drückte das Gaspedal durch und spürte, wie ein vertrautes Gefühl von Freude ihn durchströmte. Nach dem Tod seines Vaters und vor Judahs Entlassung war er ein einsamer Teenager mitten im Nirgendwo gewesen. Das Fliegen war seine erste große Liebe gewesen … und stand für ihn immer noch an gleicher Stelle wie Sex.

    Nicht, dass er das jemals zugegeben hätte. Die Gefahr, sich lächerlich zu machen, war einfach zu groß.

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