Über dieses E-Book
Auf dem imposanten Schloss in Monte Estella beginnt für Phillippa ein Märchen der Liebe. Doch dann erfährt sie: Ihr Traummann Max ist der Thronfolger des kleinen Staates! Zweifel erwachen in ihr. Wird der Prinz sie, die bürgerliche Australierin, wirklich zu seiner Prinzessin machen?
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Buchvorschau
Komm auf mein Schloss, Prinzessin - Marion Lennox
IMPRESSUM
Komm auf mein Schloss, Prinzessin erscheint in der Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH, Hamburg
© 2007 by Marion Lennox
Originaltitel: „The Prince’s Outback Bride"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA EXTRA, Band 276
Übersetzung: Gudrun Bothe
Umschlagsmotive: inarik, Naddiya, Roman Kulinskiy/GettyImages
Veröffentlicht im ePub Format in 07/2021
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783751507899
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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PROLOG
„Wir haben keine Wahl." Prinzessin Charlotte de Gautier ruhte auf einem der komfortablen Liegesofas und verfolgte beunruhigt ihren Sohn, der in ihrem eleganten Salon an den Champs-Élysées nervös auf und ab lief.
„Wir müssen es einfach tun", sagte sie fest. „Es liegt in unserer Verantwortung."
„Nein, das tut es nicht. Die Fürstenfamilie von Monte Estella ist seit Generationen nicht mehr als ein degenerierter Haufen von Schwächlingen und Versagern. Sei lieber froh darüber, dass wir sie endgültig los sind."
„Ja, sie waren … korrupt und unfair, aber jetzt bietet sich uns endlich die Gelegenheit zur Wiedergutmachung."
„Wiedergutmachung? Mit dem Tod von Prinz Bernard ist das letzte Band zwischen uns zerrissen. Gott sei Dank, kann ich nur sagen, nach allem, was sie dir angetan haben …"
„Ich rede nicht von der Fürstenfamilie, sondern von der unterdrückten Bevölkerung Monte Estellas."
„Was mit Monte Estella geschieht, ist nicht deine Angelegenheit."
„Das ist nicht wahr, Max. Vergiss nicht, dass es hier um dein Geburtsrecht geht."
„Nicht um meines", wehrte er brüsk ab. „Ganz egal, was du darüber sagst oder denkst. Es wäre Thierrys Vorrecht und Pflicht gewesen, wenn ihn die Zugehörigkeit zu dieser dekadenten Familie nicht das Leben gekostet hätte. Von mir denkt jeder, dass ich nicht mehr bin als der uneheliche Sohn der Exfrau eines toten Prinzen", schloss er bitter. „Ich kann gehen, wohin ich will. Wir können gehen."
Seine Mutter war unter den harten Worten zusammengezuckt und bereute, sich auf diese Auseinandersetzung nicht besser vorbereitet zu haben. Sie hatte so sehr gehofft, dass Kronprinz Bernard einen Sohn und Erben bekommen würde, und nun war er tot. Damit blieb nur einer übrig … Maxime de Gautier – ihr geliebter Sohn.
Quasi seit seinem fünfzehnten Lebensjahr war Charlotte auf ihren Sohn angewiesen. Ohne aufzubegehren, hatte er sie gepflegt und war immer für sie da gewesen. Und jetzt … nachdem sie alles versucht hatte, ihn aus dem Blickfeld der Fürstenfamilie herauszuhalten, und besonders aus einer möglichen Erbfolge, schien es so, als bliebe ihm gar keine andere Wahl, als die Last der Regentschaft auf seine Schultern zu nehmen.
Max drehte noch nervös ein paar Runden, ehe er am Fenster stehen blieb und auf das geschäftige Treiben in der Pariser Prachtstraße hinunterstarrte. Wie konnte seine Mutter auch nur daran denken, etwas Derartiges von ihm und von sich zu verlangen? Dass es ihrer beider Leben beeinflussen würde, daran bestand für Max kein Zweifel. Charlotte de Gautier … zurück im gnadenlosen Rampenlicht des öffentlichen Interesses … als Mutter des neuen Prinzregenten …
Abrupt wandte sich Max um. „Ja, ich habe eine Verantwortung, sagte er fest. „Und zwar dir gegenüber, niemandem sonst.
„Du weißt, dass es nicht so ist, mein Junge, erwiderte sie leise. „Du hältst das Schicksal eines ganzen Landes in deinen Händen.
„Das ist nicht fair."
„Nein …, murmelte sie rau. „Das ist das Leben nie.
Mit raschen Schritten lief er zum Sofa hinüber. „Tut mir leid, Mama, versicherte er reuig. „So habe ich es nicht gemeint.
„Ich weiß, aber diese unerwartete Situation ist eine Herausforderung, der wir uns beide stellen müssen."
„Aber du hast so viel aufgegeben, um mich aus der Erbfolge herauszuhalten, und jetzt so einfach nachzugeben …"
„Ich gebe nicht einfach nach und schon gar nichts zu, unterbrach seine Mutter ihn energisch. „Ich werde das Geheimnis um deine Geburt mit ins Grab nehmen. Und dir hätte ich gar nichts darüber erzählen sollen, aber es erschien mir so wichtig, dass du die Regentschaft antreten …
Ihre Stimme verebbte. „Vielleicht kommt es ja auch gar nicht dazu. Wenn dieses Kind nicht der neue Kronprinz werden kann …"
„Was dann? Rückst du dann etwa mit der Wahrheit heraus?"
„Nein, kam es entschieden zurück. „Ich will auf keinen Fall, dass du die Krone übernimmst.
„Aber ein unbekanntes Kind soll das deiner Meinung nach ruhig tun?"
„Ja, genau das ist es doch", erklärte sie fast eifrig. „Der neue Thronfolger ist unbekannt. Ohne dass eine Geschichte voller Hass und Ablehnung auf ihm lastet. Möglicherweise ist genau das die Chance, auf die unser Land so lange gewartet hat."
„Unser Land?"
„Ja, das ist es für mich noch immer … trotz allem. Charlotte schaute mit einem schmerzvollen Lächeln zu ihrem Sohn auf. „Ich war zwar fast noch ein Kind, als ich heiratete, aber ich lernte schnell, dieses Land zu lieben … in erster Linie die Menschen. Und die Sprache und die wunderschöne Natur … ach, eigentlich alles. Außer den Herrschern natürlich
, fügte sie trocken hinzu.
„Deshalb will ich auch, dass du die vorläufige Regentschaft übernimmst. Nur du kannst dem kleinen Prinzen helfen. Ich kenne die korrupten Politiker und die Gefahren, vor denen du das Kind beschützen musst. Denn wenn sie ihn in die Finger bekommen, ihn manipulieren und zu ihren Zwecken missbrauchen, wird alles nur noch schlimmer."
Sie zögerte kurz, gab sich dann aber einen Ruck. „Wie ich es sehe, gibt es nur zwei Möglichkeiten – du akzeptierst die Regentschaft und tust dein Möglichstes, das Kind, und damit die Bevölkerung von Monte Estella zu beschützen, oder wir ziehen unserer Wege und überlassen das Land dem sicheren Untergang."
„Und was ist mit der dritten Alternative …? Max ließ seine Mutter keine Sekunde aus den Augen. „Mit der Wahrheit?
„Nein! Nicht nach all dem, was ich auf mich genommen habe. Du willst es doch gar nicht, und ich … ich könnte es nicht ertragen …"
„Nein, stimmte er ihr mit rauer Stimme zu. „Nein, natürlich nicht.
„Danke. Ihre Stimme klang wie erloschen. „Was wirst du jetzt tun? Hast du mir nicht erzählt, der Junge sei ein Waisenkind? Gut, das muss nicht automatisch bedeuten, dass er niemand hat, der sich um ihn sorgt. Was, wenn diese Person ihn nicht freigeben will?
„Ich habe ein paar vorläufige Recherchen in dieser Richtung angestrengt, gab Max fast widerwillig zu. „Sein rechtskräftiger Vormund ist eine Freundin der Familie, auf jeden Fall nicht mit ihm verwandt. Sie ist achtundzwanzig und scheint den Jungen zu betreuen, seit seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Keine schlechte Konstellation, würde ich sagen. Möglicherweise ist eine so junge Frau sogar froh darüber, die Verantwortung für ein fremdes Kind abgeben und sich wieder ihrem eigenen Leben widmen zu können.
„Es ist eine große Verantwortung, einen Jungen seines Alters auf den Thron zu setzen, aber mit dir an seiner Seite …"
„Nicht wirklich an seiner Seite, Mama, unterbrach er sie rasch. „Im Hintergrund, aus der Ferne. Ich kann nicht alles andere aufgeben, egal, wie du darüber denkst.
Max vergrub die Hände tief in den Hosentaschen und trat wieder ans Fenster, um erneut auf die Straße zu starren. „Es mag ja sein, dass dieser Junge nach Jahrhunderten der erste anständige Regent von Monte Estella wird. Was auch keine Kunst ist, bei den Vorgängern, schloss er zynisch. „Aber du hast recht. Wir können ihn nicht sich selbst überlassen. Ich werde stellvertretend für ihn die Geschicke des Landes lenken, bis er einundzwanzig ist.
„Dann willst du in Monte Estella leben?"
„Nein. Nein, und wenn nicht diese fatale familiäre Verbindung zu dem Fürstenhaus bestünde, würde ich mich der Aufgabe leichten Herzens entledigen. Aber heute Morgen hat mich Charles Mevaille aufgesucht. Wahrscheinlich der letzte nicht korrupte Politiker, der das Land verlassen musste, weil Levout es ihm unmöglich gemacht hat zu bleiben. Er hat mir sehr deutlich vor Augen geführt, was passieren muss, um Monte Estella wieder auf die Beine zu helfen. Die Gesetzeslage ist zwar ziemlich kompliziert und undurchsichtig, aber wie es scheint, darf ich als Halbbruder des letzten Thronerben durchaus die Zügel in die Hand nehmen. Und als Prinzregent auf Zeit werde ich es eben von hier aus tun."
„Aber das Kind …"
„Wir werden das beste Kindermädchen engagieren, das verspreche ich dir, Mama. Er wird in einem Schloss aufwachsen, mit allem, was man sich nur wünschen kann."
„Aber … Charlotte zog Hannibal an sich und kraulte sein weiches Fell. Der Pudelmischling war ihr liebster Gefährte, wenn sie mal eine treue Seele an ihrer Seite brauchte. „Der Gedanke ist einfach fürchterlich, ein armes unschuldiges Kind in diese Lage zu bringen und …
„Er ist ein Waisenkind, Mama, erinnerte Max sie sanft. „Ich weiß zwar nicht, unter welchen Bedingungen er in Australien lebt, aber was du anfangs sagtest, stimmt schon. Wenn Monte Estella erst einmal wieder zum Leben erweckt, die Wirtschaft angekurbelt und die Menschen wieder voller Hoffnung sind, bedeutet es für den Jungen die Chance seines Lebens.
„Wohlhabend zu sein, meinst du?, flüsterte Charlotte. „Berühmt? Max, ich dachte wirklich, ich hätte dir andere, höhere Werte vermittelt.
„Natürlich hast du das, sagte er zerknirscht. „Ich wollte es dir doch nur leichter machen. Soweit ich weiß, hat der Junge keine Familie in Australien, nur die Frau, die sich um ihn kümmert und ihn vielleicht doch nicht loswerden will. Sie könnte mit hierherkommen und ihm das Einleben erleichtern. Und falls nicht, finden wir das beste Kindermädchen der Welt. Wir werden für ihn sorgen
, versicherte Max noch einmal.
„Aus der Ferne …"
„Es wird alles gut werden."
„Wenn die Frau das Kind herausgibt."
„Warum sollte sie nicht?", fragte ihr Sohn aufrichtig erstaunt.
„Vielleicht hat sie ja mehr Verstand, als ich es vor vierzig Jahren bewiesen habe", murmelte Charlotte kaum hörbar.
„Du warst damals blutjung,
