Hübsch, blond, Millionärin!: Der neue Dr. Laurin 80 – Arztroman
Von Viola Maybach
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Über dieses E-Book
Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt.
Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen.
Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert.
Die Fahrt verlief in tiefem Schweigen. Volker Vondahl warf seiner Tochter, die auf der Rückbank saß, immer wieder einen forschenden Blick zu, den sie jedoch nicht erwiderte. Seine Frau Gesine neben ihm auf dem Beifahrersitz merkte seine Unruhe und griff kurz nach seiner rechten Hand, die auf dem Lenkrad ruhte. Er dankte ihr mit einem Lächeln, seine Unruhe aber blieb. Was war nur mit Kristin los? Er kannte seine Tochter gut genug, um zu wissen, dass er sie nicht anzusprechen brauchte: Sie wollte nicht reden. Ihr Gesicht war wie versteinert, die Lippen presste sie fest zusammen, ihr ganzer Körper schien stocksteif zu sein. Dabei hatte sie vor nicht einmal einer halben Stunde eine äußerst erfreuliche Nachricht erhalten. Er selbst an ihrer Stelle wäre außer sich gewesen vor Freude angesichts der schier unendlichen Möglichkeiten, die sich ihr aufgrund dieser Nachricht boten. Nicht so Kristin. Sie wirkte wie gelähmt. Er war froh, als sie ihr Haus endlich erreicht hatten. Kristin wohnte noch bei ihnen, hatte ihnen aber vor Kurzem mitgeteilt, sie würde sich ein Zimmer in einer WG suchen. Gesine und ihm war das nur recht gewesen, sie hatten immer Angst davor gehabt, dass Kristins Blick auf die Welt zu einseitig blieb, weil sie nichts anderes kannte als das Leben, das ein Kind vermögender Eltern eben führte. Doch im Grunde hatten sie schon früh gemerkt, dass sie diese Angst nicht hätten haben müssen. Kristin war schon immer neugierig gewesen und hatte sich ihre Freundinnen und Freunde nicht danach ausgesucht, aus welchen Familien sie stammten. Jeglicher Standesdünkel lag ihr fern. »Lasst uns einen Tee zusammen trinken«, schlug Gesine vor. »Einverstanden?
Viola Maybach
Viola Maybach war als Fernsehredakteurin und -produzentin tätig. Heute arbeitet sie als Autorin in verschiedenen Bereichen und lebt in Frankfurt.
Andere Titel in Hübsch, blond, Millionärin! Reihe ( 30 )
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Buchvorschau
Hübsch, blond, Millionärin! - Viola Maybach
Der neue Dr. Laurin
– 80 –
Hübsch, blond, Millionärin!
… und doch verwünscht Kristin ihr Erbe
Viola Maybach
Die Fahrt verlief in tiefem Schweigen. Volker Vondahl warf seiner Tochter, die auf der Rückbank saß, immer wieder einen forschenden Blick zu, den sie jedoch nicht erwiderte. Seine Frau Gesine neben ihm auf dem Beifahrersitz merkte seine Unruhe und griff kurz nach seiner rechten Hand, die auf dem Lenkrad ruhte. Er dankte ihr mit einem Lächeln, seine Unruhe aber blieb. Was war nur mit Kristin los?
Er kannte seine Tochter gut genug, um zu wissen, dass er sie nicht anzusprechen brauchte: Sie wollte nicht reden. Ihr Gesicht war wie versteinert, die Lippen presste sie fest zusammen, ihr ganzer Körper schien stocksteif zu sein. Dabei hatte sie vor nicht einmal einer halben Stunde eine äußerst erfreuliche Nachricht erhalten. Er selbst an ihrer Stelle wäre außer sich gewesen vor Freude angesichts der schier unendlichen Möglichkeiten, die sich ihr aufgrund dieser Nachricht boten. Nicht so Kristin. Sie wirkte wie gelähmt.
Er war froh, als sie ihr Haus endlich erreicht hatten. Kristin wohnte noch bei ihnen, hatte ihnen aber vor Kurzem mitgeteilt, sie würde sich ein Zimmer in einer WG suchen. Gesine und ihm war das nur recht gewesen, sie hatten immer Angst davor gehabt, dass Kristins Blick auf die Welt zu einseitig blieb, weil sie nichts anderes kannte als das Leben, das ein Kind vermögender Eltern eben führte. Doch im Grunde hatten sie schon früh gemerkt, dass sie diese Angst nicht hätten haben müssen. Kristin war schon immer neugierig gewesen und hatte sich ihre Freundinnen und Freunde nicht danach ausgesucht, aus welchen Familien sie stammten. Jeglicher Standesdünkel lag ihr fern.
»Lasst uns einen Tee zusammen trinken«, schlug Gesine vor. »Einverstanden? Ich muss das alles erst einmal verarbeiten.«
Kristin nickte schweigend und folgte ihren Eltern ins Haus. Gesine ging sofort in die Küche. Das Personal war schon gegangen, sie waren also unter sich, und so setzte sich Volker einfach an den Küchentisch. Schon als kleiner Junge hatte er gern in der Küche gesessen, bei der Köchin, die ihn nach Strich und Faden verwöhnt hatte. Es war seinen Eltern trotz zahlreicher Bemühungen nicht gelungen, ihn davon zu überzeugen, dass die Küche für den einzigen Sohn des Hauses kein angemessener Aufenthaltsort war. Er musste noch immer lächeln, wenn er daran dachte: Heute ging es Kristin so wie ihm damals. Mit dem Unterschied freilich, dass Gesine und er es gern sahen, wenn sie sich dort aufhielt und mit der Köchin plauderte. Die beiden hatten sich schon immer gut verstanden.
Zum Glück für ihn hielt sich auch Gesine gerne in der Küche auf, für ihn war das eine wichtige Gemeinsamkeit. Sie waren überhaupt eine sehr andere Familie als die, in der er seinerzeit aufgewachsen war. Ja, sie wohnten noch immer in der alten Villa, die sein Großvater einst erbaut hatte. Natürlich war sie mittlerweile mit allem Komfort ausgestattet, den der moderne Mensch glaubte, haben zu müssen, aber es war noch immer die alte Villa, in der er jede Ecke, jedes Versteck, jede knarrende Treppenstufe, jede kleine Delle im Parkett kannte. Er liebte dieses Haus, und er war froh, dass seine Frau und seine Tochter es auch liebten.
Sein Vater hatte ihnen die Villa überlassen, er hatte für seine Frau und sich eine Größere, Prächtigere gebaut, die Volker insgeheim scheußlich fand. Nach dem viel zu frühen Tod seiner Mutter hatte sein Vater dann noch einige einsame Jahre in dem ›Klotz‹, wie Gesine und Volker das Haus nannten, verbracht, dann war er so krank geworden, dass sie ihn gebeten hatten, zu ihnen zu ziehen. Es wunderte Volker noch heute, dass sein Vater ihrer Bitte seinerzeit tatsächlich entsprochen hatte. Das Zusammenleben in der alten Villa hatte dann erstaunlich reibungslos funktioniert, was natürlich auch an Kristin gelegen hatte. Ihr Opa und sie, das hatte von Anfang an gepasst, trotz aller Wesensunterschiede.
Als sie alle drei vor ihren dampfenden Teetassen saßen, machte Kristin endlich den Mund auf. »Ich will das Geld nicht. Ich will endlich so sein wie alle andern. Es war schon blöd genug, dass immer alle mit mir befreundet sein wollten, weil ihr reich seid. So kam es mir jedenfalls vor. Ich war mir nie sicher, ob euer Geld gemeint war oder vielleicht doch ich als Person. Aber wenn ich jetzt sogar selbst reich sein soll, ist es noch viel schlimmer. Das kann ich einfach nicht!«
Weder Gesine noch Volker begingen den Fehler, darauf sofort etwas zu erwidern. Beide kannten ihre Tochter. Jedes Wort hätte sofort Kristins Widerspruch hervorgerufen, in den sie sich nur immer weiter hineingesteigert hätte. Man musste Geduld haben und vorsichtig sein, wenn man bei ihr etwas erreichen wollte.
»Ich lehne das Erbe ab!«, sagte Kristin.
»Das kannst du natürlich machen«, erwiderte Volker gelassen.
Sein Vater war vor Kurzem gestorben, nach langem Leiden. Es war eine Erlösung gewesen, für alle Beteiligten. Er trauerte dennoch um den alten Mann, mit dem er vor allem in jungen Jahren so heftige Kämpfe hatte ausfechten müssen. Wie viele Patriarchen hatte auch Hans-Ernst Vondahl viel zu lange darauf beharrt, die Geschicke des von ihm gegründeten Unternehmens für qualitativ hochwertige Küchengeräte weiterhin maßgeblich zu bestimmen, obwohl ihm selbst kaum entgangen sein dürfte, dass seine Kräfte schwanden – und zwar ziemlich schnell.
Erst in den letzten Jahren, als er schon deutlich von seiner Krebserkrankung gezeichnet war, hatte er seinen Platz für Volker geräumt, und es war gerade noch einmal gut gegangen. Sein Vater war starrsinnig und misstrauisch geworden in seinen letzten Jahren und hatte nicht mehr auf seine Manager hören wollen. So war es zu einigen schlimmen Fehlentscheidungen im Unternehmen gekommen … Er würde noch zwei, drei Jahre brauchen, um die Folgen dieser Fehler zu beseitigen, aber er würde es schaffen.
Er selbst hatte, um den ständigen familiären Konflikten aus dem Weg zu gehen, in mehreren anderen Firmen verantwortungsvolle Posten innegehabt, bis er von seinem Vater gebeten worden war, ›nach Hause‹ zu kommen. Im Nachhinein fand er, dass es für ihn persönlich ein Glück gewesen war, dass sein Vater so lange auf dem Chefsessel geblieben war. Er hatte in aller Ruhe Erfahrungen sammeln und aus diesen lernen können. Außerdem half es ihm jetzt, dass er auch andere Unternehmen kennengelernt hatte und also wusste, dass es nicht die eine richtige Lösung für alle Probleme gab. Man musste flexibel bleiben, weil sich die Welt ständig veränderte – und genau diese Lektion hatte sein Vater nicht gelernt. Er war davon ausgegangen, dass er schon alles richtig machen würde, weil er sich ja ständig informierte und zunächst wohl auch das meiste richtig gemacht hatte. Aber die Welt war seit der Firmengründung nicht stehen geblieben, einige neue Entwicklungen hatte er schlicht und einfach nicht mitbekommen. Das rächte sich noch immer.
Und nun waren seiner einzigen Enkelin Kristin fünf Millionen seines Vermögens zugefallen. Sein Vater, der alte Fuchs, hatte schon vor vielen Jahren angefangen, Kristin jährlich Geld zu schenken, um ihr später eine hohe Erbschaftssteuer zu ersparen. Niemand hatte davon gewusst, auch er selbst nicht. Er konnte seinen Vater nur bewundern
