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Ein Fürst, ein Schloss – und Benjamin: Fürstenkinder 69 – Adelsroman
Ein Fürst, ein Schloss – und Benjamin: Fürstenkinder 69 – Adelsroman
Ein Fürst, ein Schloss – und Benjamin: Fürstenkinder 69 – Adelsroman
eBook99 Seiten1 StundeFürstenkinder

Ein Fürst, ein Schloss – und Benjamin: Fürstenkinder 69 – Adelsroman

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Über dieses E-Book

In der völlig neuen Romanreihe "Fürstenkinder" kommt wirklich jeder auf seine Kosten, sowohl die Leserin der Adelsgeschichten als auch jene, die eigentlich die herzerwärmenden Mami-Storys bevorzugt.
Ihre Lebensschicksale gehen zu Herzen, ihre erstaunliche Jugend, ihre erste Liebe – ein Leben in Reichtum, in Saus und Braus, aber oft auch in großer, verletzender Einsamkeit.
Große Gefühle, zauberhafte Prinzessinnen, edle Prinzen begeistern die Leserinnen dieser einzigartigen Romane und ziehen sie in ihren Bann.

Ich bedaure sehr, dass wir Sie gehen lassen müssen. Aber Sie wussten ja bereits bei Ihrer Einstellung, dass Kurt nach seinem zwölften Geburtstag ins Internat geht.« Hanna nickte. Ja, sie hatte es gewusst. Aber das machte ihr den Abschied auch nicht leichter. Sie hatte den Jungen, dessen Kindermädchen sie vier Jahre lang gewesen war, lieb gewonnen. »Was haben Sie jetzt vor?«, wollte Renate Kersting wissen. Hanna zuckte mit den Schultern. »Ich habe keine Ahnung«, gestand sie. »Leicht wird es nicht werden, eine neue Stelle zu finden, die es mir erlaubt, auch Benjamin gerecht zu werden.« Genau das war einer der Gründe gewesen, weshalb sie damals die Stelle als Kindermädchen bei dem Industriellenehepaar Kersting angenommen hatte. Sie konnte ihren eigenen Sohn Benjamin mitbringen, der mittlerweile fünf Jahre alt war. Vielmehr fast schon sechs Jahre alt. Auf diese Tatsache legte der Kleine großen Wert, wenn die Rede auf sein Alter kam. »Ich werde Sie vermissen, Hanna«, sagte Renate Kersting herzlich. »Sie haben sich immer so liebevoll um Kurt gekümmert. Ich werde mich darum kümmern, dass Sie so schnell wie möglich eine neue Stelle finden.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum20. Sept. 2022
ISBN9783740971977
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    Buchvorschau

    Ein Fürst, ein Schloss – und Benjamin - Linda Lorentz

    Fürstenkinder

    – 69 –

    Ein Fürst, ein Schloss – und Benjamin

    Als ein kleiner Junge Fürst Jonas’ Herz anrührte

    Linda Lorentz

    Ich bedaure sehr, dass wir Sie gehen lassen müssen. Aber Sie wussten ja bereits bei Ihrer Einstellung, dass Kurt nach seinem zwölften Geburtstag ins Internat geht.«

    Hanna nickte. Ja, sie hatte es gewusst. Aber das machte ihr den Abschied auch nicht leichter. Sie hatte den Jungen, dessen Kindermädchen sie vier Jahre lang gewesen war, lieb gewonnen.

    »Was haben Sie jetzt vor?«, wollte Renate Kersting wissen.

    Hanna zuckte mit den Schultern. »Ich habe keine Ahnung«, gestand sie. »Leicht wird es nicht werden, eine neue Stelle zu finden, die es mir erlaubt, auch Benjamin gerecht zu werden.«

    Genau das war einer der Gründe gewesen, weshalb sie damals die Stelle als Kindermädchen bei dem Industriellenehepaar Kersting angenommen hatte. Sie konnte ihren eigenen Sohn Benjamin mitbringen, der mittlerweile fünf Jahre alt war. Vielmehr fast schon sechs Jahre alt. Auf diese Tatsache legte der Kleine großen Wert, wenn die Rede auf sein Alter kam.

    »Ich werde Sie vermissen, Hanna«, sagte Renate Kersting herzlich. »Sie haben sich immer so liebevoll um Kurt gekümmert. Ich werde mich darum kümmern, dass Sie so schnell wie möglich eine neue Stelle finden. Zumindest das sind wir Ihnen schuldig.«

    *

    Bereits wenige Tage später, erhielt Hanna von ihrer Arbeitgeberin einen positiven Bescheid. »Ich habe eine neue Stelle für Sie«, sagte Frau Kersting freudestrahlend. »Eine alte Schulkameradin von mir sucht ein Kindermädchen. Weniger für ihren zwölfjährigen Sohn Nils, als für ihre Tochter Svenja. Svenja ist übrigens im gleichen Alter wie Benjamin.« Kurz verdunkelte sich Regine Kerstings Miene. »Die arme Annelore«, sagte sie mehr zu sich als zu Hanna gewandt. »So jung und schon so viel Leid.«

    »Gibt es da etwas, das ich wissen sollte«, hakte Hanna nach, »wenn ich diese Stelle tatsächlich bekommen sollte?«

    »Wenn Sie diese Stelle tatsächlich bekommen sollten?«, wiederholte Renate Kersting belustigt. »Ich habe Annelore so von Ihnen vorgeschwärmt, dass es nur an Ihnen liegt, ob Sie meiner Bekannten zusagen oder nicht. Um aber auf Ihre Frage zurückzukommen: Ja, da gibt es etwas, das Sie wissen sollten. Annelore ist seit drei Monaten verwitwet.«

    »Das tut mir sehr Leid für Ihre Bekannte«, erwiderte Hanna betroffen.

    Renate Kersting winkte ab. »Ich glaube nicht, dass es eine sehr glückliche Ehe war. Das soll natürlich nicht heißen, dass Annelore von Bertrich froh ist über den Tod ihres Mannes. Ich glaube jedoch, dass sich ihr Schmerz über den Verlust in Grenzen hält. Es ist Nils, der ihr Sorgen macht. Offenbar kommt der Junge über den Tod seines Vaters nicht hinweg. Er scheint seit dieser Zeit ein wenig schwierig zu sein, und natürlich würden auch Sie damit konfrontiert, wenn Sie die Stelle annehmen.«

    »Davor habe ich keine Angst.« Hanna schüttelte den Kopf. »Ausschlaggebend wäre für mich nur, ob Ihre Bekannte und ich uns verstehen.«

    »Ja, natürlich«, stimmte Frau Kersting ihr zu. »Deshalb haben mein Mann und ich auch beschlossen, dass wir Sie zwei Wochen früher freigeben. Natürlich werden wir Ihnen diese Zeit bezahlen. So haben Sie Gelegenheit, die Fürstin Bertrich kennen zu lernen.«

    Hanna nickte. Natürlich war sie interessiert. Im Grunde blieb ihr auch nichts anderes übrig, da es für sie kaum Alternativen gab.

    *

    Auf dem Bahnsteig in Westerland blieb Hanna wartend stehen und sah sich suchend um. Die Fürstin hatte ihr ausrichten lassen, dass sie abgeholt würde.

    Es dauerte eine Weile, bis die anderen Reisenden sich in alle Richtungen verlaufen hatten. Zuletzt standen nur noch sie, Benjamin und eine junge Frau mit kurzen dunklen Locken auf dem Bahnsteig. Lächelnd kam die Frau auf sie zu.

    »Hanna Draeger?«, fragte sie.

    Hanna nickte und wies auf Benjamin. »Das ist mein Sohn Benjamin.«

    Die junge Frau beugte sich zu Benjamin hinab und strich ihm liebevoll über den Kopf. »Meine Tochter Svenja dürfte in deinem Alter sein. Ich bin sicher, ihr werdet euch gut verstehen.«

    Hanna warf ihrem Sohn, der gerade den Mund zu einer Erwiderung öffnete, einen scharfen Blick zu und schüttelte kaum merklich den Kopf. Sie kannte ihn gut genug, um zu wissen, was er antworten wollte.

    »Weiber sind doof.«

    Seit einiger Zeit gab er diesen Spruch zum Besten, wenn von ihm­ die Ungeheuerlichkeit verlangt wurde, mit einem Mädchen zu spielen.

    »Hm«, war alles, was Benjamin ziemlich schlecht gelaunt von sich gab.

    »Ich bin übrigens Annelore von Bertrich«, stellte die junge Frau sich vor.

    Hanna mochte ihre neue Arbeitgeberin auf Anhieb und bewunderte es insgeheim, dass die junge Fürstin sich nicht zu schade war, ihr neues Kindermädchen persönlich vom Bahnhof abzuholen. Sie half Hanna sogar, die schweren Koffer zu tragen.

    Hanna stieß einen begeisterten Ausruf aus, als Annelore den Wagen vor ihrem Haus parkte. Es war eines der für die Insel typischen Häuser mit tief herabgezogenen, reetgedecktem Krüppelwalmdach inmitten der Dünen. Das Rauschen der Nordsee war zu hören. Tief atmete Hanna die salzige Luft ein. »Schön«, meinte sie andächtig. »Genauso habe ich es mir vorgestellt.«

    »Ich freue mich, dass es Ihnen gefällt.« Die Fürstin wies mit dem Daumen hinter sich. »Ihr Kleiner wird noch nichts dazu sagen können, er schläft tief und fest.«

    »Am besten lasse ich ihn einfach schlafen«, beschloss Hanna. »Die lange Bahnfahrt hat ihm ziemlich zugesetzt, er war bereits bei der Ankunft ziemlich unleidlich. Ich fürchte, er wird geradezu unerträglich, wenn ich ihn jetzt wecke.«

    »Das kenne ich«, stimmte die Fürstin ihr zu. »Wenn meine Tochter nicht ausgeschlafen ist, entwickelt sie sich zu einer richtigen Nervensäge. Was nicht heißt«, fügte sie augenzwinkernd hinzu, »dass sie nicht auch im ausgeschlafenen Zustand recht anstrengend sein kann.«

    Während sie sprach, schloss Annelore von Bertrich die Tür zu ihrem Haus auf.

    »Mami! Mami! Mami!«, war die laute Stimme eines kleinen Mädchens zu vernehmen. Im nächsten Moment kam sie um die Ecke geschossen. Eine Miniaturausgabe von Annelore. Allerdings nicht mit deren Trauer in den Augen, sondern einem Schalk, der verriet, dass das Kind für jeden Streich zu haben war.

    »Der Nils will mich im Keller einsperren.«

    »Stimmt ja gar nicht!« Jetzt kam auch der große, schlaksige Junge um die Ecke des Ganges. »Ich wollte sie in ihrem Zimmer

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