Das neue Fräulein Lehrerin: Toni der Hüttenwirt Classic 27 – Heimatroman
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Liebe und Gefühle, nach Heimat und bodenständiger Natur bildet Kern und Botschaft dieser unvergleichlichen Romanserie.
Toni hielt mit dem Geländewagen vor dem Bürgermeisteramt. Er stieg aus und warf einen Blick auf die Ladefläche hinter der Rückbank. Dort lag Bello. Er war nach dem Besuch beim Tierarzt noch ziemlich benommen. »Schlaf schön! Ich bin gleich wieder da.« In diesem Augenblick kam Bürgermeister Fellbacher aus dem Rathaus. »Grüß Gott, Fellbacher! Dich wollte ich besuchen!« »Grüß Gott, Toni! Dann gehen wir rein! Was gibt's?« »Des können wir auch schnell hier bereden! Ich habe eigentlich nur eine Frage.« Fritz Fellbacher sah, daß Tonis Hund im Auto lag. »Was hat er? Der sieht net gut aus!« »Ich war in Kirchwalden beim Tierarzt! Der Bello, der mußte operiert werden an der Pfote.« »Was net sagen tust!
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Buchvorschau
Das neue Fräulein Lehrerin - Friederike von Buchner
Toni der Hüttenwirt Classic
– 27 –
Das neue Fräulein Lehrerin
Irgendwann findet jeder Topf seinen Deckel...
Friederike von Buchner
Toni hielt mit dem Geländewagen vor dem Bürgermeisteramt. Er stieg aus und warf einen Blick auf die Ladefläche hinter der Rückbank. Dort lag Bello. Er war nach dem Besuch beim Tierarzt noch ziemlich benommen.
Voller Mitleid streichelte Toni den Neufundländerrüden und flüsterte:
»Schlaf schön! Ich bin gleich wieder da.«
In diesem Augenblick kam Bürgermeister Fellbacher aus dem Rathaus.
»Grüß Gott, Fellbacher! Dich wollte ich besuchen!«
»Grüß Gott, Toni! Dann gehen wir rein! Was gibt’s?«
»Des können wir auch schnell hier bereden! Ich habe eigentlich nur eine Frage.«
Fritz Fellbacher sah, daß Tonis Hund im Auto lag.
»Was hat er? Der sieht net gut aus!«
»Ich war in Kirchwalden beim Tierarzt! Der Bello, der mußte operiert werden an der Pfote.«
»Was net sagen tust! Operiert? Mei, des is hoffentlich nix Ernstes. Ist es schlimm?«
Bürgermeister Fellbacher war besorgt, wußte er doch, wie sehr Toni und Anna an Bello hingen. Immerhin hatte der Hund keine unbedeutende Rolle gespielt, daß die beiden ein Paar wurden.
»Der Bello war in was getreten, denke ich. Die Leut’ schmeißen auch jeden Dreck unterwegs weg. Des ist eine Schande, was manchmal im Gebirge rumliegen tut. Unsere schönen Berge sind doch keine Müllhalde! Ich sage dir, Fellbacher, wenn ich mal einen dieser Übeltäter erwische, der bekommt von mir eine Abreibung!« Toni machte seinem Ärger und seiner Wut Luft.
Es war auch wirklich sehr ärgerlich, daß manche Bergwanderer und sogar Hochalpinisten überhaupt keinen
Respekt vor den Bergen hatten. Oft ließen sie einfach den Abfall an ihrem Rastplatz liegen. Fellbacher kannte das Problem. Ganz so schlimm,
wie Toni es darstellte, war es zum Glück rund um Waldkogel noch nicht. Fritz Fellbacher hatte aber Verständnis für Toni, da sein Hund sich verletzt hatte.
»Der Hund ist in was reingetreten. Es muß eine Glasscherbe gewesen sein. Der Doktor meint, daß des Glas von einem Gefäß war, wo mal Wurst drin war. Die Reste, die müssen verschimmelt gewesen sein. Jedenfalls hat der Bello einen dicken Abszeß an einem Zehenballen gehabt und der mußte aufgeschnitten werden. Jetzt muß er ein paar Tage den Verband tragen. Dann muß ich ihn nochmals nach Kirchwalden bringen zum Nachsehen. Ich lasse den Bello die Tage über bei meinen Eltern hier unten in Waldkogel.«
»Des ist ein gute Idee, Toni! Aber ihr werdet ihn vermissen oben auf der Berghütte, du, die Anna und vor allem die Kinder.«
»Des stimmt! Er wird uns sehr fehlen. Der Sebastian und die Franziska haben schon angekündigt, sie würden am liebsten bei meinen Eltern übernachten, damit der Bello net so allein ist.«
»Über was hast mit mir reden wollen, Toni?«
Antonius Baumberger, von allen nur Toni gerufen, lehnte sich an seinen Geländewagen und vergrub die Hände in den Taschen.
»Fellbacher, es ist net gut, daß wir hier in Waldkogel keinen Tierarzt mehr haben. Seit der alte Tierarzt in Rente gegangen ist, sind wir echt schlimm dran. Die Bauern klagen auch.«
»Ich weiß, Toni! Des ist ein Kreuz, und es kann bei den Bauern richtig ins Geld gehen. Beinahe wäre es ja neulich schiefgegangen, bis endlich ein Doktor aus Kirchwalden kommen ist, da war es schon fast zu spät für Kuh und Kalb!«
»Ich habe davon gehört. Des war wirklich eine schlimme Sache, Fellbacher. Deshalb meine ich, daß da was geschehen muß.«
Bürgermeister Fellbacher rieb sich das Kinn.
»Ich weiß, daß des ganz dringend ist, Toni. Aber so einfach ist es net. Der alte Viehdoktor, der hat sich fünf Jahre lang bemüht, einen Nachfolger zu finden. Nix war’s! Dann hat er die Praxis dichtgemacht und ist fortgezogen zu seinem Sohn, der auch Tierarzt ist. Des Haus steht zum Verkauf. Die Praxis ist noch vollständig eingerichtet. Die Gemeinde würde da schon helfen.«
»Ich weiß! Er hat ja immer gehofft, daß sein Filius mal die schöne Landarztpraxis in Waldkogel übernehmen tut, aber der ist auch lieber ein Tierarzt in der Stadt. Des ist net so anstrengend«, sagte Toni. »Doch es muß bald was geschehen. Hätten wir einen Viehdoktor hier, dann hätte ich den auf die Berghütte raufbestellen können. Statt dessen mußte ich den Bello in die Stadt bringen. Beim Bello kann man des machen. Aber mit einer Kuh, einer Sau oder einem Pferd läßt sich des net so leicht machen.«
Der Bürgermeister versicherte Toni, daß er schon Verschiedenes versucht hatte, leider vergeblich. Aber er wollte sich noch einmal darüber Gedanken machen. ›Tausende von Touristen besuchen jedes Jahr unser schönes Waldkogel. Wenn man ihrem Gerede Glauben schenken darf, würden sie am liebsten alle hierbleiben, so gut gefällt es ihnen.‹
So dachte Bürgermeister Fellbacher. Es müßte doch auch möglich sein, einen Tierarzt, der vielleicht hier Urlaub machte, zum Bleiben zu überreden.
»Vielleicht muß man da ganz neue Wege beschreiten, Toni! Ich werde mir was einfallen lassen«, versprach Fellbacher. »Es war auf jedenfall gut, daß du mich erinnert hast. Ja, Toni, da muß was geschehen!«
Sie verabschiedeten sich. Der Bürgermeister wünschte Toni gute Besserung für den Bello.
*
Zur gleichen Zeit saß Karl Hofbauer, der Direktor der Schule von Waldkogel, in seinem Büro und brütete über dem Unterrichtsplan. Eine ältere Kollegin war gestürzt und krank geschrieben. Es war schwierig, die offenen Unterrichtsstunden zu besetzen. Alle Lehrer halfen bei der Überbrückung des Personalengpasses. Aber das war keine Dauerlösung. Schon vor Wochen hatte Hofbauer beim Bezirksschulamt eine Aushilfslehrkraft angefordert. Doch die Bürokratie war langsam. Der Direktor war ärgerlich. Er kannte den Abteilungsleiter im Amt gut. Es war ein ehemaliger Studienkollege, der sich für die Verwaltungslaufbahn entschieden hatte. Auf Grund ihrer guten Beziehungen hatte der Direktor gehofft, daß die Angelegenheit auf dem kleinen Dienstweg erledigt werden könnte.
»Ich muß noch mal aufs Amt! So geht des net weiter!« sagte er halblaut vor sich hin.
Es ging ihm dabei auch um die Schüler. Die Lehrer waren überlastet. Das bekamen die Schüler zu spüren. Es gab Spannungen in fast allen Klassen. Zwar gab es keine offenen Konflikte, aber er wußte, daß die Mehrbelastung der Kollegen Spuren hinterließ. Sie waren öfter am Rand ihrer Geduld mit den lebhaften Kindern. Außerdem hatten alle eine erhebliche Mehrarbeit an Unterrichtsvorbereitungen, Klassenarbeiten und deren Korrekturen zu bewältigen.
Er nahm sich vor, gleich am Nachmittag aufs Amt zu fahren. Dieses Mal wollte er sich nicht mit Versprechungen vertrösten lassen.
Drei Stunden später saß er Hermann Widmer, seinem Freund aus Studentenzeiten gegenüber.
»Des trifft sich gut, daß du mich besuchen tust, Karl! Ich hätte dich die Tage ohnehin anrufen müssen. Die Lehrerin ist noch länger krank. Sie will vielleicht aus gesundheitlichen Gründen sogar vorzeitig in den Ruhestand gehen. Der Bruch des Oberschenkels und der Hüfte könnte zu einer dauerhaften Beeinträchtigung führen. Na ja, in zwei Jahren wäre sie ohnehin in Pension gegangen.«
»Des ineressiert mich erst in zweiter Linie. Ich brauche für meine Schule in Waldkogel sofort eine Aushilfskraft!« sagte er mit Nachdruck. »Und ich gehe hier net aus deinem Büro raus, bis du mir jemanden zugeteilt hast, Hermann! Ich bin ein bisserl enttäuscht, daß du mich so hängen lassen tust. Mich, deinen alten Freund!«
»Hab’ dich net so! So einfach ist des net! Irgendwen will ich net nach Waldkogel schicken. Da mache ich mir schon ein paar Gedanken. Genug arbeitslose Pädagogen gibt es ja, aber sie müssen auch etwas taugen!«
Hermann Widmer legte die Hand auf einen Aktenstapel auf seinem Schreibtisch.
»Die könntest du alle haben! Jeder davon sucht eine Stelle! Die meisten sind jung, haben eine gute Ausbildung, sogar eine sehr gute – aber…«
»Was aber?« fragte Karl Hofbauer ungeduldig.
Sein Studienfreund legte die Stirn in Falten.
»Sie sind vom Fach her gut! Aber an allen Schulen, an denen sie unterrichtet hatten, gab es Konflikte. Ja, ich will es etwas neutral Konflikte nennen, nur um es net Ärger zu nennen.«
»Ärger? Mit wem?«
»Konflikte mit Vorgesetzten, Kollegen, Eltern und Schülern. Weißt, net jeder, der Lehrer werden will, ist für diese Aufgabe auch geeignet.«
»Des stimmt allerdings auch wieder. Aber ich gehe auch gern ein Risiko ein. Lieber ein Risiko, daß es vielleicht zu einem Konflikt kommt, als diese ständige Überbelastung bei uns in der Schule. Da gibt’s mit Sicherheit bald net nur Konflikte, da steht massiver Ärger an. Die Kollegen haben schon damit gedroht, daß sich alle zusammen, alle an einen Tag, krankschreiben lassen, wegen Überarbeitung!«
»So schlimm ist es?«
»Wäre ich sonst hier? Ich habe Verständnis, daß du mir keine Laus in den Pelz setzen willst. Des rechne ich dir auch hoch an. Aber es kann net so weitergehen, Hermann. Wirklich net! Des mußt mir glauben!«
Karl gab zu bedenken, daß zu einem Streit oder einer Auseinandersetzung immer zwei gehören. Wie hieß es schon in dem alten Sprichwort?
›Wie in den Wald hineingerufen wird
