Über dieses E-Book
Erleichtert, dass Micki seiner Schwester geholfen hat, macht Sebastian ihr ein Angebot: eine Woche Erotik pur und die Verwirklichung ihrer geheimsten sexuellen Fantasien! Doch als Micki einwilligt, erkennt Sebastian, dass seine Gefühle weit über Dankbarkeit hinausgehen …
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Rezensionen für Ein Millionär in meinem Bett
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Buchvorschau
Ein Millionär in meinem Bett - Julie Leto
IMPRESSUM
Ein Millionär in meinem Bett erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2003 by Juliet Leto Klapka
Originaltitel: „Up To No Good"
erschienen bei: Harlequin Enterprises Ltd., Toronto
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe TIFFANY SEXY
Band 27 - 2006 by CORA Verlag GmbH, Hamburg
Übersetzung: Johannes Heitmann
Umschlagsmotive: GettyImages / Burnyipotok
Veröffentlicht im ePub Format in 07/2017 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733779115
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY
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1. KAPITEL
„Verrat mir deine geheimste Fantasie."
Michaela Carmichael, von den meisten Menschen, die sie kannten, nur Micki genannt, verschüttete fast ihren Orangensaft. Noch nie zuvor hatte sie in einem Flugzeug gesessen, geschweige denn in der Business Class. Kein Wunder, dass sie nervös war. Sie hatte gedacht, ihre Freundin Danielle sei kurz nach dem Start eingeschlafen, und jetzt kam wie aus dem Nichts diese intime Frage.
„Schlaf doch, Danielle. Wir haben noch einen langen Flug vor uns."
Danielle betätigte einen Knopf an der Armlehne, wodurch eine Fußstütze unter dem Sitz hervorschwang. Dann senkte sie die Rückenlehne ab, bis sie sich völlig entspannen konnte.
Micki war sicher, dass Danielle schon oft geflogen war, bevor sie von zu Hause ausgerissen war. In Mickis Familie dagegen hatte es so etwas Luxuriöses nie gegeben. Selbst wenn sie vor zehn Jahren – damals war sie fünfzehn gewesen – das Heim ihrer Großmutter, ihrer Großtante und ihrer Zwillingsschwester verlassen hätte, hätte sie sich so einen Flug sicher nie leisten können. Der gepolsterte Sitz, in dem sie die nächsten achteinhalb Stunden verbringen würde, war bequemer als die alte, von Motten zerfressene Matratze, auf der sie bis vor kurzem geschlafen hatte.
„Stimmt. So eine Reise ist immer unglaublich anstrengend. Danielle gähnte übertrieben und öffnete die Augen erst wieder, als die Stewardess mit Kaffee und Saft kam. „Für mich einen O-Saft mit Wodka.
Sofort hob Micki abwehrend die Hand. „Keinen Alkohol für meine Freundin."
Erstaunlicherweise protestierte Danielle nicht, sondern lächelte höflich, nahm der Stewardess den Saft ab und stellte ihn wortlos auf Mickis Tablett. Dann kramte sie aus ihrer Reisetasche ein Bündel Papiere hervor, aus dem sie ein Blatt hervorzog und es neben das Glas Saft legte. „Lies das."
Micki beugte sich vor. „Das ist deine Geburtsurkunde."
„Genau. Und wenn du sie aufmerksam durchliest, wirst du feststellen, dass du nicht meine Mutter bist."
„Und wenn du dir dein Geburtsdatum genauer ansiehst, wird dir auffallen, dass du noch nicht einundzwanzig bist."
„Blöde Kuh!"
„Miststück!"
Sie mussten beide lachen, als die Stewardess sich entrüstet zu ihnen umdrehte. Ein Außenstehender konnte die enge Verbindung zwischen ihnen sicher nicht nachvollziehen. Als sie sich vor fünf Jahren getroffen hatten, waren sie beide so unterschiedlich gewesen, dass Micki sich selbst nicht hatte erklären können, warum Danielle ihr so viel bedeutete. Sie selbst war damals zwanzig gewesen und Danielle erst fünfzehn. Sie lebten beide in Chicago auf der Straße, doch Micki hatte mit dem Gedanken gespielt, dieses Leben aufzugeben und sich wieder mit ihrer Familie zu versöhnen. Danielle dagegen war gerade erst aus ihrem reichen Elternhaus in Michigan geflüchtet. Micki hatte nicht nachvollziehen können, wieso Danielle ein Zuhause mit zwei Swimmingpools und zahllosen Bediensteten aufgab. Aber sicher hatte Danielle dafür genauso gute Gründe, wie Micki sie gehabt hatte, als sie ausgerissen war.
Einerseits hatte Micki Danielle zuliebe länger auf der Straße gelebt, als sie eigentlich gewollt hatte, andererseits hatte sie durch Danielle Verantwortungsgefühl entwickelt. Bislang hatte sie Danielle davor bewahren können, durch dieses rastlose Leben unter die Räder zu kommen. Ich habe mich in einen Schutzengel verwandelt, dachte sie, obwohl ich vor zehn Jahren genauso war wie Danielle. Ich war jung und ganz auf mich gestellt in dieser rauen Welt, die nur darauf wartet, unerfahrene Teenager zu verschlingen.
Damals hatte sie sich nach Unabhängigkeit gesehnt, doch jetzt sah sie andere Möglichkeiten vor sich, dieses Ziel zu erreichen. Erst vor kurzem hatte Micki den Kontakt zu ihrer Zwillingsschwester Donna wieder aufgenommen. Dank Donnas Hilfe hatte sie jetzt ein eigenes Apartment und einen Job.
Doch so schön die Zukunft ihr nun erschien, sie würde erst die Vergangenheit bewältigen müssen, um die Gegenwart zu genießen. Der erste Schritt in diese Richtung bestand darin, dass Micki Danielle der Obhut ihres Bruders übergab. Sebastian Stone hatte sich durch kluge Investitionen ein Vermögen erarbeitet und für seine jüngere Schwester einen Platz in einer der Kliniken für Drogenentzug arrangiert. Micki hatte den Eindruck, dass er die Verantwortung für seine Schwester sehr ernst nahm.
Laut Danielle war ihr älterer Bruder Sebastian von zu Hause geflüchtet, indem er mit sechzehn aufs College ging und schon mit einundzwanzig Millionär geworden war. Micki begriff nicht ganz, wieso Danielle ihren großen Bruder derart anhimmelte, obwohl sie mit ihm nur zweimal im Jahr ein paar Worte gewechselt hatte. Doch wenn Danielle von Sebastian die dringend benötigte Hilfe annahm, konnte es Micki nur recht sein.
Micki hatte alle Hebel in Bewegung setzen müssen, um sich Sebastians Telefonnummer zu beschaffen. Sie war sogar unangekündigt zu Danielles Eltern gefahren. Mr und Mrs Stone hatten sich schlichtweg geweigert, sich für ihre Tochter einzusetzen. Danielles Kokainsucht bezeichneten sie als „vorübergehende Phase". Da war Micki ausgerastet und hatte William und Dorothy Stone immer mehr bedrängt, bis die beiden ihr aus Angst vor einem Skandal Sebastians Handynummer gegeben und sie anschließend von einem Butler zur Tür hatten begleiten lassen.
Als Micki ihn angerufen hatte, war Sebastian Stone gerade in China gewesen. Dennoch hatte keine halbe Stunde nach dem Anruf eine große Limousine Micki an der Telefonzelle abgeholt, von der aus sie mit Danielles Bruder gesprochen hatte.
Die Rückfahrt nach Chicago in der Limousine war eindeutig angenehmer gewesen als die Hinfahrt im Bus. Als Micki schließlich beim Apartment ihrer Zwillingsschwester Donna angelangt war, wo Danielle gewartet hatte, hatte sich dort bereits Sebastians Anwalt mit Flugtickets nach Paris eingefunden, um Micki zu erklären, wann und wo Sebastian sich mit ihr und Danielle treffen werde.
Sebastian hatte ihr sogar eine Broschüre der wunderschön angelegten Entzugsklinik nördlich von Paris geschickt und sie mit ausreichend Bargeld versorgt. Das war gar nicht nötig gewesen, denn Micki brauchte nicht viel Geld.
Danielle dagegen war während der Jahre auf der Straße immer wieder unter einem Vorwand in ihr Elternhaus zurückgekehrt. Mr und Mrs Stone hatten sie dann jedes Mal komplett neu eingekleidet und die Probleme ihrer Tochter einfach weiterhin ignoriert.
Es hatte nie länger als zwei Wochen gedauert, bis Danielle wieder in Chicago auf der Straße aufgetaucht war. Zuvor hatte sie immer das Bargeld aus dem Tresor ihrer Eltern eingesteckt oder irgendein teures Schmuckstück ihrer Mutter im Pfandhaus zu Geld gemacht. Dieses Geld reichte ihr dann eine Weile zum Leben, wobei immer noch genug übrig blieb, um ihre Sucht zu finanzieren. Und diese Sucht gab sie nicht auf, auch wenn Micki sie immer angefleht hatte, sich davon zu befreien.
Bei der Erinnerung an Danielles letztes Verschwinden wurde es Micki jetzt noch eiskalt vor Angst. Danielle war eine ganze Woche verschwunden gewesen, und es hieß, sie sei einem Kerl in die Hände geraten, der Filme drehte, in denen reale Folterszenen vorkamen. Beim Gedanken daran, dass ihrer Freundin vor laufender Kamera entsetzliche Dinge angetan wurden, war Micki losgestürmt und hatte Danielle halb bewusstlos aus einem halb verfallenen Haus gezerrt, bevor irgendjemand sie aufhalten konnte. Anschließend hatte sie Danielle ins Krankenhaus gebracht. Wieder einmal hatte sie ihre Freundin retten können, doch der diensthabende Arzt hatte ihr versichert, Danielle benötige professionelle Hilfe, wenn sie ihr zwanzigstes Lebensjahr noch erleben wolle.
Hoffentlich ist Sebastian nicht wie seine Eltern, hatte Micki gedacht. Wenn er die Probleme seiner Schwester genauso hartnäckig leugnete wie die Eltern, dann war Danielle verloren. Micki wusste so gut wie nichts über ihn, außer dass er reich und sehr mächtig war. Donna hatte im Internet ein Foto von ihm gefunden, und so wusste Micki immerhin, dass er sehr gut aussah.
„Du hast meine Frage noch nicht beantwortet." Danielle griff nach dem Glas, das sie auf Mickis Tablett gestellt hatte.
„Welche Frage?"
„Was deine geheimste Fantasie ist."
„Ach, das ist doch nicht schwer zu erraten. Micki verdrängte das Bild von Sebastian Stone mit seinem eindringlichen Blick, dem kantigen Kinn und dem sorgfältigen Haarschnitt. „Am sehnlichsten wünsche ich mir, dass du während des gesamten Flugs nach Paris schläfst.
„Mann, bist du gereizt. Beruhigend strich Danielle ihr über die Hand. „Ganz ruhig, Micki. Du wirst den Flug genießen. Er würde dir übrigens viel kürzer erscheinen, wenn du meine Frage beantworten würdest.
„Haben wir dieses Thema nicht schon längst abgehakt?"
Danielle schnaubte. „Wir sprechen nie über Männer, mal abgesehen davon, dass du mir erzählst, wie sehr du sie hasst."
„Ich hasse die Männer nicht. Ich vertraue ihnen nicht, das ist alles."
„Wem vertraust du denn?"
„Mir."
„Dann geht’s in deiner geheimsten Fantasie vielleicht um dich. Oder du stellst dir vor, mit einem Mann zusammen zu sein, ohne dass Vertrauen überhaupt eine Rolle spielt."
Micki blickte kurz zu ihrem abgenutzten Rucksack unter dem Vordersitz. Darin steckte das Geschenk ihrer Schwester: ein in rotes Leder gebundenes Buch mit dem Titel „Sexcapades". Micki begriff immer noch nicht ganz, wieso ihre Zwillingsschwester ihr so etwas Lächerliches geschenkt hatte, doch das konnte daran liegen, dass ihre Schwester auf Wolke sieben schwebte, seit sie ein geregeltes Sexleben hatte. Donna war verliebt und wünschte sich für ihre Schwester dasselbe Glück. Obwohl Micki fest davon überzeugt war, mit Leichtigkeit auf Leidenschaft verzichten zu können, empfand sie dennoch eine leise Eifersucht.
Donna hatte einen Mann gefunden, der sie respektierte und bewunderte, der ihr kleine vertrauliche Notizen an die Apartmenttür heftete und ihr Pizza bestellte und DVDs auslieh, wenn sie einen besonders anstrengenden Arbeitstag hinter sich hatte. Micki hatte Alec Manning nur kurz kennengelernt, aber sie hatte genug Kröten erlebt, um einen Prinzen zu erkennen. Diesen Prinzen hatte ihre Schwester sich geangelt, indem sie mit ihm erotische Fantasien ausgelebt hatte, die in dem Buch beschrieben waren, das Micki ungelesen in den Rucksack gesteckt hatte.
„Worüber hast du denn mit Donna gesprochen, während ich in Lansing war?" Auf einmal kam Micki der Verdacht, dass Danielle mehr über ihre erotischen Wünsche wusste, als ihr lieb war.
Danielles Lächeln sprach Bände. „Über Mädchenkram."
„Make-up und Nagellack?"
„Nicht wirklich."
„Hat sie dir von dem Buch erzählt?"
In gespielter Unschuld riss Danielle die Augen auf. „Von welchem Buch?"
„Egal."
„Ach, du meinst das Buch mit den erotischen Fantasien, das jetzt in deinem Rucksack liegt?"
Hastig blickte Micki sich um und begegnete dem fragenden Blick eines Geschäftsmannes, der auf der anderen Gangseite saß. Bestimmt bekam er schon vom Zuhören eine Erektion.
„Ich werde mit dir nicht weiter darüber sprechen. Mit einemmal erkannte Micki, dass Danielle die Augen geschlossen hielt. Die Ringe unter ihren Augen wirkten noch dunkler. „Danielle, ist alles okay?
Sie nickte, doch das überzeugte Micki nicht. Schon seit über einer Woche hatte Danielle keinerlei Drogen mehr zu sich genommen, und jetzt waren sie hier noch stundenlang in dem Flugzeug gefangen. Es gab nicht viele Möglichkeiten, wie Micki ihre Freundin vom Entzug ablenken konnte, also schmiegte sie sich enger an sie und flüsterte ihr zu: „Also gut, hier kommt meine geheimste Fantasie. Zu Anfang ist da ein Mann. Er ist ganz in Schwarz gekleidet und lockt mich
