Du sollst doch mein Herzerl sein!: Heimat-Heidi 11 – Heimatroman
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Über dieses E-Book
»Mit der Brandner-Heike stimmt was net.« Luise schüttelte den Kopf. »Irgend etwas bedrückt das Madel. Sonst ist sie doch immer diejenige gewesen, die in ihrer Clique am lautesten gelacht und für Frohsinn gesorgt hat, und plötzlich ist's aus damit? Sie hockt zwar bei den anderen, aber man könnt' meinen, sie wär' gar net da.« »Dabei hätt' sie doch allen Grund, glücklich zu sein«, erwiderte die Bergerhof-Heidi. »Du meinst, weil von Hochzeit geredet wird?« Heidi nickte. »Ja, der Thomas und sie sollen gar schon mit dem Pfarrer geredet haben.« »Da schau her«, murmelte ihre Schwiegermutter, »das geht aber plötzlich rasch. Davon hab' ich noch gar nix gehört.« Die Heidi bewirtschaftete den sogenannten Bergerhof auf der Sonnenleiten hoch droben im Grottental. Die, bei Einheimischen wie Urlaubern, sehr beliebte Gaststätte hatte ihr Mann, der vor annähernd zehn Jahren beim Holzschlägern tödlich verunglückt war, hinterlassen, und seitdem stand Heidi dem Betrieb vor. Außer ihrer Schwiegermutter Luise, mit der die Heidi sich sehr gut verstand, gab es noch ihre Tochter Steffi, die, wie sie häufig betonte, demnächst volljährig werden und Abitur machen würde. Die Sonnenleiten gehörte zur Ortschaft Hinterjoch, die mit anderen Ortschaften die Gemeinde Alptal bildete, die zwischen Hindelang und Oberstdorf im Oberallgäu gelegen war. Der Bergerhof war vor Jahren umgebaut und erweitert worden, wobei man darauf geachtet hatte, das alte Gebäude möglichst zu erhalten, und das Angebaute so elegant wie möglich den alten Elementen hinzuzufügen. Entstanden war eine sehr schöne Einheit mit mehreren Gaststuben sowie Fremdenzimmern, so daß unterschiedliche Ansprüche der Gäste bedient werden konnten, denn manche mochten lieber modern, andere wiederum in alten Zimmern mit einem gewissen Flair untergebracht werden. Vor allem bei den Einheimischen war die alte Gaststube beliebt, wo nichts verändert worden war, deren Wände holzgetäfelt waren, und wo zwischen vielen Gams-, Hirsch-, und Rehbockkrickln, alte Bilder, Fotos und Heiligenfiguren hingen.
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Buchvorschau
Du sollst doch mein Herzerl sein! - Stefanie Valentin
Heimat-Heidi
– 11 –
Du sollst doch mein Herzerl sein!
Warum ein junges Glück fast zerbrochen wäre …
Stefanie Valentin
»Mit der Brandner-Heike stimmt was net.« Luise schüttelte den Kopf. »Irgend etwas bedrückt das Madel. Sonst ist sie doch immer diejenige gewesen, die in ihrer Clique am lautesten gelacht und für Frohsinn gesorgt hat, und plötzlich ist’s aus damit? Sie hockt zwar bei den anderen, aber man könnt’ meinen, sie wär’ gar net da.«
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»Du meinst, weil von Hochzeit geredet wird?«
Heidi nickte. »Ja, der Thomas und sie sollen gar schon mit dem Pfarrer geredet haben.«
»Da schau her«, murmelte ihre Schwiegermutter, »das geht aber plötzlich rasch. Davon hab’ ich noch gar nix gehört.«
Die Heidi bewirtschaftete den sogenannten Bergerhof auf der Sonnenleiten hoch droben im Grottental. Die, bei Einheimischen wie Urlaubern, sehr beliebte Gaststätte hatte ihr Mann, der vor annähernd zehn Jahren beim Holzschlägern tödlich verunglückt war, hinterlassen, und seitdem stand Heidi dem Betrieb vor.
Außer ihrer Schwiegermutter Luise, mit der die Heidi sich sehr gut verstand, gab es noch ihre Tochter Steffi, die, wie sie häufig betonte, demnächst volljährig werden und Abitur machen würde.
Die Sonnenleiten gehörte zur Ortschaft Hinterjoch, die mit anderen Ortschaften die Gemeinde Alptal bildete, die zwischen Hindelang und Oberstdorf im Oberallgäu gelegen war.
Der Bergerhof war vor Jahren umgebaut und erweitert worden, wobei man darauf geachtet hatte, das alte Gebäude möglichst zu erhalten, und das Angebaute so elegant wie möglich den alten Elementen hinzuzufügen.
Entstanden war eine sehr schöne Einheit mit mehreren Gaststuben sowie Fremdenzimmern, so daß unterschiedliche Ansprüche der Gäste bedient werden konnten, denn manche mochten lieber modern, andere wiederum in alten Zimmern mit einem gewissen Flair untergebracht werden.
Vor allem bei den Einheimischen war die alte Gaststube beliebt, wo nichts verändert worden war, deren Wände holzgetäfelt waren, und wo zwischen vielen Gams-, Hirsch-, und Rehbockkrickln, alte Bilder, Fotos und Heiligenfiguren hingen.
In dieser Gaststube konnte man die Zeit vergessen und manch ein Auswärtiger, der zufällig mal hereingeschneit war, kam immer wieder zurück, nur um die Atmosphäre dieses Raums zu erleben.
Hier traf sich auch Heike Brandner einmal in der Woche mit Freunden. Dabei war es meist recht lustig zugegangen, und vor allem Heike war diejenige gewesen, die immer für Fröhlichkeit gesorgt hatte.
An jenem Tag saß sie still und eher nachdenklich da, genau wie die Luise es beschrieben hatte.
Die Brandner-Heike war ein sehr hübsches Madel, sie hatte braune Haare, wunderschöne Augen, die neben aller Fröhlichkeit jedoch auch sehr verträumt dreinschauen konnten. Heike arbeitete bei der Oberstdorfer Kurverwaltung, ihr Vater war bei der regionalen Raumplanung beschäftigt. Er hatte seiner Familie ein mehr oder weniger sorgenfreies Leben bieten können, man war aber nicht auf Reichtümern gebettet gewesen.
Neben Heike saß Thomas Kaiser. Die beiden kannten sich schon seit einigen Jahren, vor einem halben Jahr etwa hatte es bei den beiden gefunkt, wie man sagt, und seitdem galten sie als Paar.
Anfangs hatte man Heike nur lachend gesehen. Thomas, sie hatte ihn immer Tommi genannt, war ihr Traummann. Wenn er sie ansah, dann schmolz sie dahin, und er schien genauso glücklich zu sein wie Heike.
Bis vor drei Wochen, da war Heike zwar wie üblich in den Bergerhof gekommen, um mit ihrer Clique beisammen zu sein, doch ihre sonstige Fröhlichkeit war wie weggeblasen. Sie saß da, hörte den anderen zu, war jedoch meistens mit eigenen Gedanken befaßt, was man ihr ansah.
Zumindest einer sah es ihr an, Hansi Wallner. Der hatte mit der Heike die Schule besucht, sie waren gleich alt, und den Hansi hatte schon immer ein überaus freundschaftliches Verhältnis mit Heike verbunden.
Der Hansi saß an jenem Abend im Bergerhof der Heike gegenüber und sah sie aufmerksam an. Ihm war ihre Niedergeschlagenheit natürlich sofort aufgefallen, und nicht nur an jenem Abend hatte er mitbekommen, daß Heike anders war als sonst. Hansi war mal in Heike verliebt, da waren sie keine fünfzehn gewesen. Als er es ihr auf dem Weg zur Schule gestanden hatte, hatte sie ihn angelacht, ein Busserl auf den Mund gedrückt und gesagt, sie bedanke sich für sein Interesse, aber er solle mit den Spinnereien aufhören und wieder auf den Boden der Tatsachen heruntersteigen.
Hansi war damals einige Tage eingeschnappt gewesen, hatte sich zurückgesetzt gefühlt, aber irgendwann hatte er sein Schmollen aufgegeben, und er und Heike waren wieder die Freunde gewesen, die sie schon seit ihrer Kindheit gewesen waren.
»Was ist mit dir?« fragte er an jenem Abend irgendwann und obwohl Heike in Gedanken war und vor sich hinstarrte, wußte sie, daß der Hansi sie angesprochen hatte.
Irgendwann sah sie ihn mit ihren sonst so fröhlich dreinschauenden Augen an, gab aber keine Antwort. Hansi zog die Augenbrauen hoch, jetzt wußte er sicher, daß mit Heike was nicht stimmte, denn so sah sie einen nur an, wenn sie nicht mehr weiter wußte.
Als sie nach einiger Zeit aufstand und hinausging, folgte er ihr kurz darauf. Sie stand draußen auf dem Parkplatz und Tränen rannen ihr übers Gesicht.
Hansi stellte sich neben sie, sagte eine ganze Weile gar nichts, irgendwann sah er Heike an und fragte: »Willst du drüber reden?«
Heike schüttelte sofort den Kopf. »Ich... ich kann nicht.«
»Stimmt was nicht zwischen dir und dem Thomas?«
»Frag mich bitte nicht«, erwiderte Heike, »irgendwann, wenn ich kann und will, dann reden wir darüber, aber jetzt bitte nicht!«
*
Robert Kaiser sah seinen Sohn ärgerlich an.
»Wieso macht sie solche Zicken?« fragte er. »Wieso sieht ein Madel, das von Haus aus nix hat, net ein, daß wir uns absichern müssen?«
»Mir brauchst es net erklären«, erwiderte Thomas, »mir leuchtet es eh ein. Der Heike aber net. Sie argumentiert...«
»Wie sie argumentiert, ist mir vollkommen wurscht«, unterbrach ihn sein Vater, »wenn sie den Heiratsvertrag net unterzeichnet, dann wird’s keine Hochzeit geben.«
Thomas grinste. »Darauf wird sie’s net ankommen lassen. Sie liebt mich, und sie wird net auf mich verzichten wollen.«
Daraufhin sah Robert Kaiser seinen Sohn selbstgefällig an. »Dann ist ja alles in Ordnung. Was anderes hätte mich auch sehr enttäuscht, Junge.«
Robert Kaiser besaß eine Baumarktkette, einige Sägewerke und Thomas war sein einziger Sohn und Erbe. Schon lange bevor Thomas Heike seinen Eltern als seine Freundin vorgestellt hatte, hatte festgestanden, daß Thomas einmal nur mit einem Heiratsvertrag heiraten würde.
»Alles andere ist ein Schmarrn«, hatte er seinen Freunden verkündet, als einer von ihnen geschieden und zu hohen Unterhaltszahlungen verurteilt worden war. »Mir wird so was nicht passieren.«
Man hatte diskutiert, alle hatten durcheinandergerufen, bis Thomas sich vorgebeugt und gesagt hatte, eine Heirat mit ihm würde nur mit Heiratsvertrag stattfinden.
»Das Madel, das mich will, muß darauf eingehen oder aber es kriegt mich net«, hatte er getönt.
»Du Dummer«, hatte Ute Häuser geantwortet, »wart’ mal ab, bis du richtig verliebt bist, dann
