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Ein Albtraum ist vorbei: Dr. Norden Bestseller 312 – Arztroman
Ein Albtraum ist vorbei: Dr. Norden Bestseller 312 – Arztroman
Ein Albtraum ist vorbei: Dr. Norden Bestseller 312 – Arztroman
eBook123 Seiten1 Stunde

Ein Albtraum ist vorbei: Dr. Norden Bestseller 312 – Arztroman

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Über dieses E-Book

Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt.
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.

Dr. Daniel Norden war nicht nur ein ausgezeichneter Arzt, sondern auch ein hilfsbereiter Mensch, wenn Patienten seelischen Kummer hatten. Wenn Benedicte Hamilton zu ihm kam, mußte er sich aber selbst immer erst Mut einreden, denn auf dieses junge Mädchen waren so viele Schicksalsschläge herabgeprasselt, daß Dr. Nordens Mitgefühl keine Grenzen mehr hatte. Vor einem halben Jahr, während Rudolf Hamilton mit seiner Frau Annemarie zur Kur in der Schweiz war, verschwand sein Teilhaber Udo Thiede bei Nacht und Nebel mit unbekanntem Ziel, und es stellte sich heraus, daß er so riesige Unterschlagungen begangen hatte, daß die Finanzierungsgesellschaft, die einen sehr guten Ruf genoß, Konkurs anmelden mußte. Rudolf Hamilton wurde zurückgerufen, aber auf der Heimfahrt wurde sein Wagen von einem LKW gerammt, und Rudolf Hamilton war sofort tot. Seine Frau starb vier Tage später im Hospital in Luzern. Benedicte, von ihren Eltern liebevoll Benni genannt, stand allein vor einem riesigen Trümmerhaufen, erstarrt in Schmerz und Trauer um die Eltern. Schlimmer noch sollte es für sie werden, als gemunkelt wurde, daß Rudolf Hamilton keineswegs unbeteiligt an den Manipulationen gewesen sei und dann lieber selbst seinem Leben ein Ende gesetzt hatte, als er sich auch von seinem Partner betrogen fühlte. Dr. Daniel Norden konnte die Stunde nicht vergessen, als Benedicte mit bleichem, starrem Gesicht vor ihm stand und sagte: »Ich kann nicht begreifen, daß es so viel Gemeinheit gibt. Aber jetzt muß ich doch wenigstens versuchen, Vatis Ehre zu retten. Er hat damit nichts zu tun. Ich habe diesen Thiede nie gemocht, Dr. Norden, und ich habe es meinen Eltern auch gesagt, aber sie meinten nur nachsichtig, daß er für mich ganz sicher nicht der richtige Typ wäre.« Aber ihrem Vater hatte er imponiert mit seinem Auftreten, seinen Beziehungen, die er ja tatsächlich hatte, und er brachte ja auch Anleger mit großem Kapital. Er konnte überzeugen, und er hatte wohl mit Geduld und Raffinesse auf den Tag hingearbeitet, sich mit einem Millionenpolster ins Ausland abzusetzen, was ihm ja auch gelungen war. Aber der Mitgesellschafter mußte auch mithaften, und ganz gewiß hatte Rudolf Hamilton gewußt, was auf ihn zukommen würde, als er die Nachricht von Thiedes Verschwinden bekam. Aber an dem Unfall, der ihm und dann auch seiner Frau den Tod brachte, konnte man ihm keine Schuld anlasten. Es wurde einwandfrei festgestellt, daß der Lastwagenfahrer, der unter Alkoholeinfluß gestanden hatte, schuldig war, und so bekam Benedicte wenigstens die Lebensversicherung von zweihunderttausend Euro ausgezahlt, die ihr dann auch die Sicherheit gab, den Ruf ihres Vaters herstellen zu helfen.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum2. Apr. 2019
ISBN9783740946555
Ein Albtraum ist vorbei: Dr. Norden Bestseller 312 – Arztroman

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    Buchvorschau

    Ein Albtraum ist vorbei - Patricia Vandenberg

    Dr. Norden Bestseller

    – 312 –

    Ein Albtraum ist vorbei

    Patricia Vandenberg

    Dr. Daniel Norden war nicht nur ein ausgezeichneter Arzt, sondern auch ein hilfsbereiter Mensch, wenn Patienten seelischen Kummer hatten. Wenn Benedicte Hamilton zu ihm kam, mußte er sich aber selbst immer erst Mut einreden, denn auf dieses junge Mädchen waren so viele Schicksalsschläge herabgeprasselt, daß Dr. Nordens Mitgefühl keine Grenzen mehr hatte.

    Vor einem halben Jahr, während Rudolf Hamilton mit seiner Frau Annemarie zur Kur in der Schweiz war, verschwand sein Teilhaber Udo Thiede bei Nacht und Nebel mit unbekanntem Ziel, und es stellte sich heraus, daß er so riesige Unterschlagungen begangen hatte, daß die Finanzierungsgesellschaft, die einen sehr guten Ruf genoß, Konkurs anmelden mußte.

    Rudolf Hamilton wurde zurückgerufen, aber auf der Heimfahrt wurde sein Wagen von einem LKW gerammt, und Rudolf Hamilton war sofort tot. Seine Frau starb vier Tage später im Hospital in Luzern.

    Benedicte, von ihren Eltern liebevoll Benni genannt, stand allein vor einem riesigen Trümmerhaufen, erstarrt in Schmerz und Trauer um die Eltern. Schlimmer noch sollte es für sie werden, als gemunkelt wurde, daß Rudolf Hamilton keineswegs unbeteiligt an den Manipulationen gewesen sei und dann lieber selbst seinem Leben ein Ende gesetzt hatte, als er sich auch von seinem Partner betrogen fühlte.

    Dr. Daniel Norden konnte die Stunde nicht vergessen, als Benedicte mit bleichem, starrem Gesicht vor ihm stand und sagte: »Ich kann nicht begreifen, daß es so viel Gemeinheit gibt. Aber jetzt muß ich doch wenigstens versuchen, Vatis Ehre zu retten. Er hat damit nichts zu tun. Ich habe diesen Thiede nie gemocht, Dr. Norden, und ich habe es meinen Eltern auch gesagt, aber sie meinten nur nachsichtig, daß er für mich ganz sicher nicht der richtige Typ wäre.«

    Aber ihrem Vater hatte er imponiert mit seinem Auftreten, seinen Beziehungen, die er ja tatsächlich hatte, und er brachte ja auch Anleger mit großem Kapital. Er konnte überzeugen, und er hatte wohl mit Geduld und Raffinesse auf den Tag hingearbeitet, sich mit einem Millionenpolster ins Ausland abzusetzen, was ihm ja auch gelungen war. Aber der Mitgesellschafter mußte auch mithaften, und ganz gewiß hatte Rudolf Hamilton gewußt, was auf ihn zukommen würde, als er die Nachricht von Thiedes Verschwinden bekam. Aber an dem Unfall, der ihm und dann auch seiner Frau den Tod brachte, konnte man ihm keine Schuld anlasten. Es wurde einwandfrei festgestellt, daß der Lastwagenfahrer, der unter Alkoholeinfluß gestanden hatte, schuldig war, und so bekam Benedicte wenigstens die Lebensversicherung von zweihunderttausend Euro ausgezahlt, die ihr dann auch die Sicherheit gab, den Ruf ihres Vaters herstellen zu helfen.

    Geholfen hatte ihr damals allein Dr. Norden, denn sonst war niemand bereit, ihr beizustehen. Die Geschädigten mußten darum bangen, daß sie auch noch von den Finanzämtern unter die Lupe genommen wurden, und sie konzentrierten sich nur darauf, Udo Thiede doch noch aufzuspüren.

    Dr. Norden hatte Benedicte den jungen Anwalt Dr. Jörg Strachwitz vermittelt, dessen Eltern er auch ärztlich betreute. Er hatte zwar noch keine eigene Kanzlei gehabt und war erst am Anfang seiner Karriere, aber Dr. Nordens Bitte, Benedicte juristisch zu beraten, war für ihn Ehrensache gewesen, denn Dr. Norden hatte seinen krebskranken Vater, der bis zum letzten Atemzug zu Hause bleiben wollte, mit großem Mitgefühl betreut und so auch seiner Mutter Mut eingeflößt und Halt gegeben.

    Jörg Strachwitz hatte sich sehr engagiert für diesen Fall, und er hatte Benedicte manche übereilte oder falsche Entscheidung erspart, ohne ihr jedoch ausreden zu können, daß sie nicht persönlich für die Verluste büßen müsse.

    Für sie war es schrecklich, daß der Name ihres Vaters so durch den Schmutz gezogen wurde, sie hätte sich am liebsten in ein Mauseloch verkrochen, aber Dr. Norden war es dann doch gelungen, sie wieder aufzurichten und ihr Kampfgeist einzureden.

    Nun war dieser Fall in eine neue, vielleicht entscheidende Phase getreten, denn Udo Thiede, auch von Interpol gesucht, war in Brasilien verhaftet worden. Nicht etwa als Großbetrüger sondern als Zechpreller, weil er in seinem Hotel eine Riesenparty gegeben hatte, die er dann nicht bezahlen wollte oder konnte. Er wollte sich klammheimlich aus dem Staube machen, aber er war geschnappt worden, und dann hatten die Kriminalbeamten schnell herausgefunden, welcher große Fisch ihnen da ins Netz gegangen war.

    Ein Mörder war er nicht, und seine Hotelrechnung wollte er dann doch bezahlen, was auch geschah, aber dennoch sollte er nach Deutschland ausgeliefert werden. Und er wurde an diesem heißen Augusttag in München erwartet.

    Benedicte war von Jörg Strachwitz unterrichtet worden, vorerst telefonisch, aber er bat sie um eine persönliche Zusammenkunft. Benedicte erklärte sich dazu bereit, obgleich sie sich Jörg gegenüber äußerst reserviert verhalten hatte und wirklich nur sehr wichtige Angelegenheiten persönlich mit ihm besprochen hatte.

    Sie arbeitete als Säuglingsschwester in der Leitner-Klinik. Ihr Herzenswunsch war gewesen, Kinderärztin zu werden, und zwei Semester Medizin hatte sie schon studiert, aber durch die dramatischen Ereignisse völlig irritiert, hatte sie den Entschluß gefaßt, nicht noch Jahre zu studieren, sondern möglichst schnell Geld zu verdienen. Und diese Chance hatte man ihr in der Leitner-Klinik gegeben, da Dr. Norden dies vermittelt hatte. Er war schon Jahre mit Dr. Hans-Georg Leitner, der von den Freunden nur »Schorsch« genannt wurde, befreundet, und er, wie auch Dieter Behnisch, waren immer bereit Daniel Norden beizustehen, wenn es galt, einem Menschen zu helfen.

    Jörg hatte Benedicte in der Leitner-Klinik angerufen, und sie hatte gleich hastig erklärt, daß er sich kurz fassen sollte, da sie keine Zeit hätte.

    »Wo können wir uns treffen?« fragte sie, »ich kann erst um achtzehn Uhr gehen.«

    »Dann kommen Sie doch am besten gleich in die Ahornstraße, Fräulein Hamilton. Das ist nicht weit von der Leitner-Klinik. Wir müssen uns jetzt genau absprechen, denn ich habe gehört, daß Thiede Dr. Girsberg mit seiner Verteidigung beauftragt hat, und Girsberg ist ein ganz raffinierter Strafverteidiger.«

    »Sie meinen, daß alle Schuld auf meinen Vater abgewälzt werden könnte?« fragte sie.

    »Versuchen werden sie es, aber gelingen wird es ihnen nicht. Das verspreche ich Ihnen. Also, bis heute abend.«

    Geistesabwesend ging Benedicte zur Säuglingsstation zurück, und fast wäre sie auf Dr. Leitner geprallt, der gerade aus dem Kreißsaal kam.

    Er sah es ihr sofort an, daß sie etwas sehr beschäftigte. »Ist was los, Benni?« fragte er, und er konnte sich das erlauben, da Benedicte mit seiner Frau Claudia schon Freundschaft geschlossen hatte und manchmal auch bei ihnen Babysitter spielte, damit sie auch mal ausgehen konnten.

    »Thiede ist ausgeliefert worden, er trifft bald ein«, erwiderte Benedicte tonlos. »Dr. Strachwitz hat es mir eben gesagt. Er will sich mit mir absprechen. Glauben Sie, daß man einem Toten alles in die Schuhe schieben kann, Dr. Leitner?«

    »Nein, das glaube ich nicht, Benni. Kopf hoch, jetzt müssen Sie beweisen, wie stark Sie sind.«

    »Ich bin aber nicht stark.«

    »O doch! Sie sind stark, sonst hätten Sie doch den Kampf gar nicht erst aufgenommen.«

    »Ich komme mir vor wie Don Quichotte, es könnte ein Kampf gegen Windflügel werden.«

    »Das dürfen Sie aber auch nicht einen Augenblick denken. Ich bin überzeugt, daß Dr. Strachwitz ein ausgezeichneter Anwalt ist.«

    »Aber er ist doch noch so jung und hat nicht die Erfahrung gegen einen Girsberg anzukommen.«

    »Der wittert wieder mal Publicity.«

    »Sie kennen ihn?«

    »Ich hatte einmal mit ihm zu tun in einem Vaterschaftsprozeß. Reden wir nicht darüber. Ich will Ihnen auch keine Angst machen, Benni, denn ich glaube, daß Jörg Strachwitz der richtige Mann ist, auch einen Girsberg in die Schranken zu weisen.«

    »Warum glauben Sie das?«

    »Weil er kein Kriecher ist, der sich einschüchtern läßt, und weil letztlich die Gerechtigkeit doch siegen muß.« Er legte ihr die Hand auf die Schulter. »Sie können ihm vertrauen, Benni.«

    »Ich habe leider verlernt, jedem zu vertrauen. Es gibt nur ein paar Menschen, denen ich wirklich vertraue, Sie und Ihre Frau und Dr. Norden und seiner Frau, aber ich gebe zu, daß Dr. Strachwitz sich in meiner Sache sehr bemüht hat. Aber man muß vorsichtig sein. Vati hatte auch einen Anwalt, dem er vertraute, aber er hat sich auch von mir distanziert.«

    »Weil er mit drin steckt, Benni. Verschließen Sie die Augen nicht. Er denkt nur an seine eigenen Interessen, und ihm sitzt das Finanzamt bestimmt auch auf dem Pelz. Sie müssen das nüchtern sehen.«

    »Das will ich ja, aber wenn Vati wußte, daß es Schwarzgelder sind, warum hat er das mitgemacht? So ist er doch auch schuldig geworden, das muß ich hinnehmen.«

    »Es gibt eine gute Volksweisheit. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Und warum sollte es Ihren Vater interessieren, woher die Geldmengen kamen, solange er sie seinen Kunden zu guten Renditen verschaffte. Sie mußten immer selbst verantworten, wenn ihnen jemand diesbezüglich auf die Schliche kam, und von meinem Standpunkt aus gesehen schadet es solchen Leuten eigentlich gar nicht, wenn sie reinfallen, wenn sie so viel

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