Über dieses E-Book
Nachdenklich fuhr Katja Braun an diesem Abend nach Hause. Die Andeutung der Kindergartenleiterin hatte nicht nur Katja, sondern auch ihre Kolleginnen unruhig gemacht.
Seit drei Jahren arbeitete Katja in der Kindertagesstätte und fühlte sich sehr wohl dort. Das Zusammensein mit den quirligen Drei- bis Sechsjährigen war eher ein angenehmes Hobby als Arbeit für sie.
»Haben dich die kleinen Monster geärgert?« fragte Petra Guhl, als Katja die gemeinsame Wohnung betrat. »Du machst jedenfalls so ein Gesicht.«
Katja warf ihre Jacke achtlos auf die Sessellehne und winkte ab. »Die Kleinen können mich doch gar nicht ärgern. Aber Frau Franke, meine Chefin, hat vorhin einige merkwürdige Andeutungen gemacht.«
»Wieso? Will sie dein Gehalt kürzen, weil dir deine Arbeit zuviel Spaß macht?« fragte Petra grinsend und hob den Saftkrug. »Möchtest du auch einen Orangensaft?«
Katja nickte und ließ sich gedankenverloren nieder. »Leider ist die Sache nicht so spaßig, wie du glaubst: Frau Franke meinte, daß die Stadt beschlossen hat, die Kindertagesstätte zu schließen.«
»Ist nicht wahr.« Petra vergaß vor Schreck, Katjas Glas weiter zu füllen. »Warum wollen die das tun, wo es doch zuwenig Kindergärten gibt?«
»Angeblich rentiert sich unsere Tagesstätte nicht.«
»So ein Blödsinn!«
Mit einem dankbaren Lächeln nahm Katja das Saftglas und trank einen Schluck. »Wir haben zuerst auch an einen dummen Scherz gedacht – bis uns Frau Franke erzählte, daß den Stadtvätern die Miete für die Räume und die Personalkosten zu hoch seien.«
Petra machte eine hilflose Handbewegung. »Aber das können die doch nicht machen.«
»Anscheinend doch. Wenn es sich um eine private Tagesstätte handeln würde, wäre es etwas anderes.«
Die Freundin schwieg
Andere Titel in Franzi setzt sich durch Reihe ( 30 )
Eine Hochzeit in Sicht?: Mami 1742 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFür immer ohne Vater?: Mami 1747 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZwei, die sich nicht mögen: Mami 1763 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEntführt – zwei Kinder in Gefahr: Mami 1730 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKevin, wo bist du?: Mami 1799 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEntscheidung einer Mutter: Mami 1789 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDich verlassen? Niemals!: Mami 1739 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpurlos verschwunden: Mami 1795 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLisas Unfall: Mami 1753 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDita, das Findelkind: Mami 1776 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜber die Kinder zu deinem Herzen: Mami 1764 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDrei kleine Herzen in großer Not: Mami 1790 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen…und plötzlich war eine Cousine da: Mami 1744 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLebe wohl, kleiner Jannis!: Mami 1768 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTraurige Kinderaugen tun weh: Mami 1746 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMelanie geht ihren Weg: Mami 1775 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen5 Kinder brauchen einen Vater: Mami 1798 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas bleibt unter uns, Toffi: Mami 1787 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFrau Doktors Sorgenkind: Mami 1877 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAusgesetzt - und ich fand dich: Mami 1754 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUm ihres Kindes willen zu jedem Opfer bereit: Mami 1800 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGnade für Laura!: Mami 1801 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch will, dass Papi bei uns bleibt: Mami 1886 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Bühne und das wahre Leben: Mami 1755 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine berühmte Mami: Mami 1765 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVater werden ist so schwer: Mami 1777 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSophies ganz große Liebe: Mami 1762 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Vermächtnis einer großen Liebe: Mami 1806 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine neue Zeit - ein anderes Leben: Mami 1774 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen… und plötzlich sind wir eine Familie: Mami 1867 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Mehr von Lisa Simon lesen
Ähnlich wie Franzi setzt sich durch
Titel in dieser Serie (100)
Eine Hochzeit in Sicht?: Mami 1742 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFür immer ohne Vater?: Mami 1747 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZwei, die sich nicht mögen: Mami 1763 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEntführt – zwei Kinder in Gefahr: Mami 1730 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKevin, wo bist du?: Mami 1799 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEntscheidung einer Mutter: Mami 1789 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDich verlassen? Niemals!: Mami 1739 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpurlos verschwunden: Mami 1795 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLisas Unfall: Mami 1753 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDita, das Findelkind: Mami 1776 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜber die Kinder zu deinem Herzen: Mami 1764 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDrei kleine Herzen in großer Not: Mami 1790 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen…und plötzlich war eine Cousine da: Mami 1744 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLebe wohl, kleiner Jannis!: Mami 1768 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTraurige Kinderaugen tun weh: Mami 1746 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMelanie geht ihren Weg: Mami 1775 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen5 Kinder brauchen einen Vater: Mami 1798 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas bleibt unter uns, Toffi: Mami 1787 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFrau Doktors Sorgenkind: Mami 1877 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAusgesetzt - und ich fand dich: Mami 1754 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUm ihres Kindes willen zu jedem Opfer bereit: Mami 1800 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGnade für Laura!: Mami 1801 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch will, dass Papi bei uns bleibt: Mami 1886 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Bühne und das wahre Leben: Mami 1755 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine berühmte Mami: Mami 1765 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVater werden ist so schwer: Mami 1777 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSophies ganz große Liebe: Mami 1762 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Vermächtnis einer großen Liebe: Mami 1806 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine neue Zeit - ein anderes Leben: Mami 1774 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen… und plötzlich sind wir eine Familie: Mami 1867 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Eine Reise ohne Wiederkehr: Dr. Norden Gold 107 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Reise ohne Wiederkehr: Dr. Norden Bestseller 442 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBis hierher und nicht weiter!: Der neue Dr. Laurin 48 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNur ein einziger Augenblick ...: Mami 1903 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnfall ins Glueck: Nicht ohne meinen Sohn Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Glück dem Erfolg geopfert Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch bin dein großer Bruder: Mami 1953 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJoh. 16,23 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRuhrpottherzen: Verliebt, verlobt, geschieden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Sichtgrenze Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Für euch will ich leben: Sophienlust (ab 351) 403 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKurze Geschichten: Geschichten, die das Leben schreibt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLuna das Waisenkind: Luna bekommt ein neues Zuhause Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein Papi und deine Mama: Mami 1921 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch gebe mein Brüderchen nicht her: Sophienlust 118 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKleiner Anton ganz groß: Eine Geschichte zum Erwachsenwerden und für große Leute Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Vater nicht geliebt …: Mami Classic 5 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenCRAZY - verrücktes Leben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine geheime Geschichte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSei nicht traurig, Mami: Sophienlust Bestseller 56 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGlückskinder: Marias Schlüsselgeheimnisse Band 1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLissi, bleib bei uns!: Der Bergpfarrer 144 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlles andere als Stillstand Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKurz vorm Fest Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Lebensduft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Ausritt mit Folgen …: Sophienlust - Die nächste Generation 77 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTräume fallen nicht vom Himmel: Sophienlust, wie alles begann 16 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenViel Wirbel um den neuen Doc: Der neue Dr. Laurin 81 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVertrauter Feind: Dr. Norden Extra 110 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUSB-Stick verschwunden!: Erzählung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Romanzen für Sie
Josefine Mutzenbacher - Unzensierte Ausgabe: »Der mit Abstand beste deutschsprachige erotische Roman aller Zeiten« Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUngeduld des Herzens: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAm Südhang: Erzählung Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Sexgeschichten: Ich will es hart Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Wild und ausgehungert Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeheimnisse der Sehnsucht: Milliardär Liebesromane: Die Assistentin des Milliardärs, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine gefährliche Frau: Ein Milliardär Liebesromane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verbotene Babysitterin: Ein Milliardär - Liebesroman: Nachtclub-Sünden, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKüssen nach Rezept: Kurzroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDemons Everywhere I Look Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIhr Marine Master: Master Me, #3 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebesheirat nur zum Schein? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Die Gefangene des Fee: Die Gefangene des Fee, #1 Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Mein zärtlicher Verführer: Die Rinucci Brüder 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRomana Gold Band 53 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZum ersten Mal im Leben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStrand im Herz: Romantische Komödie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Rettung des Dr. Marian: Das Vermächtnis der Marians, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFalscher Bräutigam - wahre Liebe? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Regenbogen: Milliardär Liebesromane: Gefährliche Gewässer, #4 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHis Dad Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPerfectly Wrong Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Milliardär für Cinderella? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Fremdgeschwängert vom Kredithai: Cuckold Story Bewertung: 1 von 5 Sternen1/5Eine heiße Nacht mit süßen Folgen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenCaptain Of Hell Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJulia Ärzte zum Verlieben Band 54 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für Franzi setzt sich durch
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Franzi setzt sich durch - Lisa Simon
Mami
– 1890 –
Franzi setzt sich durch
Das kleine Mädchen hat ein ganz bestimmtes Ziel
Lisa Simon
Nachdenklich fuhr Katja Braun an diesem Abend nach Hause. Die Andeutung der Kindergartenleiterin hatte nicht nur Katja, sondern auch ihre Kolleginnen unruhig gemacht.
Seit drei Jahren arbeitete Katja in der Kindertagesstätte und fühlte sich sehr wohl dort. Das Zusammensein mit den quirligen Drei- bis Sechsjährigen war eher ein angenehmes Hobby als Arbeit für sie.
»Haben dich die kleinen Monster geärgert?« fragte Petra Guhl, als Katja die gemeinsame Wohnung betrat. »Du machst jedenfalls so ein Gesicht.«
Katja warf ihre Jacke achtlos auf die Sessellehne und winkte ab. »Die Kleinen können mich doch gar nicht ärgern. Aber Frau Franke, meine Chefin, hat vorhin einige merkwürdige Andeutungen gemacht.«
»Wieso? Will sie dein Gehalt kürzen, weil dir deine Arbeit zuviel Spaß macht?« fragte Petra grinsend und hob den Saftkrug. »Möchtest du auch einen Orangensaft?«
Katja nickte und ließ sich gedankenverloren nieder. »Leider ist die Sache nicht so spaßig, wie du glaubst: Frau Franke meinte, daß die Stadt beschlossen hat, die Kindertagesstätte zu schließen.«
»Ist nicht wahr.« Petra vergaß vor Schreck, Katjas Glas weiter zu füllen. »Warum wollen die das tun, wo es doch zuwenig Kindergärten gibt?«
»Angeblich rentiert sich unsere Tagesstätte nicht.«
»So ein Blödsinn!«
Mit einem dankbaren Lächeln nahm Katja das Saftglas und trank einen Schluck. »Wir haben zuerst auch an einen dummen Scherz gedacht – bis uns Frau Franke erzählte, daß den Stadtvätern die Miete für die Räume und die Personalkosten zu hoch seien.«
Petra machte eine hilflose Handbewegung. »Aber das können die doch nicht machen.«
»Anscheinend doch. Wenn es sich um eine private Tagesstätte handeln würde, wäre es etwas anderes.«
Die Freundin schwieg betroffen; obwohl sie ansonsten immer eine passende Antwort parat hatte, fiel ihr zu dieser schlimmen Neuigkeit ausnahmsweise mal nichts ein…
*
Katjas vage Befürchtungen wurden schnell zur Gewißheit. Nur einen Monat später bekamen die Erzieherinnen des kleinen Kindergartens ihre Kündigungen.
Trotz vorheriger Proteste des Personals und der betroffenen Eltern, die nun keinen Tagesplatz mehr für ihre Kleinen hatten, ließen sich die Verantwortlichen nicht erweichen: Der Kindergarten wurde zum nächsten Ersten geschlossen, punktum!
»Wie nett, daß wir wenigstens noch ein Gehalt extra bekommen«, sagte Birgit, eine der Erzieherinnen, trocken. »Da haben sich die Stadtväter aber mächtig ins Zeug geworfen.«
Katja las immer wieder die wenigen Zeilen des Schreibens: Wegen Personalabbau und allgemeiner Rationalisierung kündigen wir Ihnen fristgerecht…
Birgit stopfte die Kündigung mit einer wütenden Geste in ihre Handtasche. »Ob die uns auch sagen können, wie wir zu einem neuen Job kommen sollen?«
»Dir geht es da ein bißchen besser als mir«, gab Katja seufzend zurück. »Du bist verheiratet, und dein Mann verdient gut – außerdem wolltest du doch sowieso demnächst ein Baby haben…«
»Schon, aber einfach so gekündigt werden, ist trotzdem ärgerlich. Was hast du nun vor?«
Katja zuckte die Schultern. »Keine Ahnung. Auf jeden Fall muß ich schnell eine neue Arbeit finden, damit meine Mitbewohnerin die Miete nicht allein zahlen muß.«
»Als Erzieherin wirst du wohl nichts finden bei der heutigen Arbeitslage«, überlegte Birgit laut. »Geh doch mal zum Arbeitsamt.«
Katja nickte ohne Begeisterung. »Da wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben. Ich mag gar nicht an den letzten Tag in der Tagesstätte denken – der Abschied von den Kindern wird mir schwerfallen.«
*
»Ach, laß doch den Kopf nicht hängen«, sagte Petra, als die Freundin ihr das Kündigungsschreiben zeigte. »Du wirst dich doch nicht von solch einem Wisch unterkriegen lassen?«
Katja lächelte lahm. »Du hast gut reden, dein Job ist dir ziemlich sicher.«
»Heutzutage ist keine Arbeitsstelle mehr sicher«, entgegnete Petra, die in der Anzeigenabteilung einer lokalen Tageszeitung arbeitete. »Wenn eines Tages die Auflage unseres Käseblattes sinkt, bin auch ich meinen Job los.«
Die beiden hübschen jungen Frauen saßen sich am Küchentisch gegenüber, jede eine Tasse Kaffee vor sich. Bereits vor zwei Jahren hatten sie sich entschlossen, ihre Wohnung aufzugeben und zusammenzuziehen – das sparte nicht nur Geld, sondern war auch viel witziger.
»Mach dir bloß keine Gedanken über die Finanzen«, sagte Petra. »Ich kann sehr wohl eine Weile für uns beide sorgen.«
Trotz der ernsten Situation mußte Katja lachen. »Du klingst wie ein besorgter Ehemann!«
Auch Petra grinste. »Na ja, jedenfalls kannst du auch in Zukunft beruhigt schlafen.«
Katja nickte zerstreut, dann hob sie den Kopf. »Du siehst die Anzeigen für die Stellenangebote doch immer zuerst, nicht wahr?«
»Richtig.«
»Könntest du mir vielleicht vorab Bescheid geben, wenn etwas Passendes für mich dabei ist?«
»Du meinst, vor Erscheinen der Anzeigen? Kein Problem.«
»Dann habe ich möglicherweise eine bessere Chance, eine neue Arbeit zu finden.«
Petra steckte einen Keks in den Mund. »Aber mach dir nicht zuviel Hoffnung, die meisten angebotenen Stellen sind schlecht bezahlt und nur vorübergehend.«
»Egal, Hauptsache, ich sitze hier nicht untätig herum.«
*
Der letzte Arbeitstag in der städtischen Tagesstätte kam schneller als befürchtet. Einige der Kinder weinten beim Abschied, und auch die Erzieherinnen konnten nur mühsam die Tränen zurückhalten.
Die Leiterin Frau Franke hatte bereits eine neue Stelle – allerdings in einer anderen Stadt. Für die anderen jungen Frauen hieß es nun, auf Arbeitsuche zu gehen.
Mit einem Arm voller Blumen und Süßigkeiten betrat Katja nach Dienstschluß die Wohnung.
»Habe ich zufällig deinen Geburtstag vergessen?« witzelte Petra und wies auf die Geschenke.
Katja legte alles vorsichtig auf den Tisch. »Das sind alles kleine Aufmerksamkeiten der Eltern. Haben wir eigentlich genügend Vasen?«
»Wohl kaum, nimm doch ein paar Gurkengläser«, schlug Petra vor. Sie sah der Freundin an, daß sie versuchte, die Fassung zu wahren. »Du mußt nicht traurig sein. Ein Abschied bedeutet immer ein neuer Anfang.«
»Du hättest Philosophin werden sollen.« Katja wandte sich ab, damit Petra nicht die Tränen in ihren Augen sehen konnte.
»Apropos«, die Freundin fischte einen Zettel aus ihrer Handtasche. »Hier habe ich dir ein paar Telefonnummern aufgeschrieben, sind alles nur kleine Jobs, aber vielleicht ist etwas für dich dabei.«
Katja wischte sich eine Träne aus den Augenwinkeln und nahm den Zettel an sich. »Danke, daß du an mich gedacht hast. Ich rufe gleich morgen früh an.«
*
Es sollte sich schnell herausstellen, daß Petra nicht übertrieben hatte, als sie sagte, die meisten Stellenangebote wären nur aushilfsweise und schlecht bezahlt.
Resigniert zerriß Katja nach dem letzten Telefonat den Zettel und warf ihn in den Abfalleimer. Alle vier Angebote hatten sich als Nieten erwiesen! Zwei waren von Eltern, die hin und wieder einen Babysitter suchten, eine von einer alten Dame, die jemanden brauchte, um ihren Pudel dreimal täglich auszuführen und Einkäufe für sie zu erledigen – und einer suchte
