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Das Geheimnis um die kleine Mary: Sophienlust 499 – Familienroman
Das Geheimnis um die kleine Mary: Sophienlust 499 – Familienroman
Das Geheimnis um die kleine Mary: Sophienlust 499 – Familienroman
eBook145 Seiten1 StundeSophienlust

Das Geheimnis um die kleine Mary: Sophienlust 499 – Familienroman

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Über dieses E-Book

Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt.
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.

Dominik von Wellentin-Schoenecker blieb außer Atem auf der Anhöhe stehen und sah sich mit leuchtenden Augen um. Der Blick von hier aus war unbeschreiblich schön. Das Auf und Ab der Hügel und Täler, aufgeteilt in grünes Weideland, mit Blumen übersäte Wiesen, erntereife Felder, Viehkoppeln und Gehöfte begeisterte den Jungen immer wieder. Ein glückliches Lächeln erhellte sein hübsches Gesicht, als er Sophienlust erblickte, das wie ein Juwel inmitten dieser malerischen Landschaft lag. »Du bist aber schnell gelaufen!«, rief Pünktchen von Weitem. Hinter ihr kamen auch Isabel und Malu herbeigelaufen. »Findest du?«, fragte der Junge vergnügt. »Ihr habt gebummelt, darum glaubst du das.« »Ach wo! Aber wir wollen uns lieber nicht wieder streiten«, lenkte das kleine Mädchen friedfertig ein und strich sich eine blonde Haarsträhne aus dem mit Sommersprossen übersäten Gesicht. »Wo ist das Dach von der Villa?« Aufgeregt blickte sie nach allen Seiten. »Ja, Nick, ich sehe es auch nicht«, mischte sich Isabel ein. »Aber ich!« Malu deutete in die bewusste Richtung. »Dort zwischen den Zweigen.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum25. Mai 2024
ISBN9783989863637
Das Geheimnis um die kleine Mary: Sophienlust 499 – Familienroman

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    Buchvorschau

    Das Geheimnis um die kleine Mary - Patricia Vandenberg

    Sophienlust

    – 499 –

    Das Geheimnis um die kleine Mary

    Patricia Vandenberg

    Dominik von Wellentin-Schoenecker blieb außer Atem auf der Anhöhe stehen und sah sich mit leuchtenden Augen um. Der Blick von hier aus war unbeschreiblich schön. Das Auf und Ab der Hügel und Täler, aufgeteilt in grünes Weideland, mit Blumen übersäte Wiesen, erntereife Felder, Viehkoppeln und Gehöfte begeisterte den Jungen immer wieder. Ein glückliches Lächeln erhellte sein hübsches Gesicht, als er Sophienlust erblickte, das wie ein Juwel inmitten dieser malerischen Landschaft lag.

    »Du bist aber schnell gelaufen!«, rief Pünktchen von Weitem. Hinter ihr kamen auch Isabel und Malu herbeigelaufen.

    »Findest du?«, fragte der Junge vergnügt. »Ihr habt gebummelt, darum glaubst du das.«

    »Ach wo! Aber wir wollen uns lieber nicht wieder streiten«, lenkte das kleine Mädchen friedfertig ein und strich sich eine blonde Haarsträhne aus dem mit Sommersprossen übersäten Gesicht. »Wo ist das Dach von der Villa?« Aufgeregt blickte sie nach allen Seiten.

    »Ja, Nick, ich sehe es auch nicht«, mischte sich Isabel ein.

    »Aber ich!« Malu deutete in die bewusste Richtung. »Dort zwischen den Zweigen. Nicht wahr, ich habe doch recht?«

    »Ja, Malu, dort ist das Dach. Pünktchen, du schaust ja ganz woanders hin«, tadelte Dominik. »Siehst du dort den V-förmigen Ast? Gleich rechts daneben …«

    »O ja! Jetzt sehe ich es auch«, freute sich Pünktchen.

    »Und ich auch!«, rief Isabel. »Sag, Nick, stimmt es denn, dass die Villa früher einem Aristokraten gehört hat?«

    »Ja, Isabel. Nach seinem Tod stand sie kurze Zeit leer. Dann hat die geheimnisvolle Amerikanerin sie erworben.«

    »Geheimnisvoll ist die passende Bezeichnung für Mrs Whiteney. Geheimnisvoll und spleenig«, bemerkte Malu. »Der Vater von Hanna Liebermann ist doch Grundstücksmakler und hat der Amerikanerin diese Villa vermittelt. Sie sei so seltsam gewesen, hat Herr Liebermann erzählt. Warte mal. Ja, jetzt fällt es mir wieder ein. Sie heißt Grace Whiteney und ihr Töchterchen Mary.«

    »Sehr komisch ist, dass Mrs Whiteney, wie man sich im Dorf erzählt, das Grundstück noch niemals verlassen hat«, meinte Isabel. »Sie ist doch schon ein Vierteljahr hier.«

    »Ja, das ist tatsächlich komisch«, stimmte Pünktchen ihr bei. »Wie alt mag ihre Tochter wohl sein?«

    »Hanna glaubt, dass sie etwa drei Jahre alt ist. Aber eigentlich müsste das Maria Krombach genau wissen«, überlegte Malu. »Sie ist immerhin die Einzige, die in der Villa aus und ein geht und mit Mrs Whiteney Kontakt hat.«

    »Aber die alte Maria erzählt nichts. Sie war noch nie sehr gesprächig. Vermutlich hat Mrs Whiteney sie deshalb als Zugehfrau genommen. Sie macht ja auch alle Besorgungen für sie. Sicherlich zahlt die Amerikanerin sehr gut. Sie soll ja eine Multimillionärin sein.« Nick setzte sich auf einen Felsbrocken und stützte den Kopf in die Hände, um nachzudenken. Seit Wochen bemühte er sich nun schon vergeblich, hinter das Geheimnis von Mrs Whiteney zu kommen. Über die Bewohner der Villa wurde viel geredet. Die Amerikanerin hatte das alte Haus, das inmitten eines verwilderten Gartens stand und von einer hohen Mauer umgeben war, vor drei Monaten gekauft. Es lag versteckt zwischen Baumriesen, sodass man selbst durch das hohe schmiedeeiserne Tor nichts von dem Haus sehen konnte.

    »Du, Nick, ich habe heute Maria Krombach zu der Huber-Mutter gehen sehen«, unterbrach Pünktchen die tiefsinnigen Gedanken des Jungen.

    »Sie besucht die Huber-Mutter doch oft«, sagte Malu und ließ sich ebenfalls auf einem Felsbrocken nieder. Zärtlich kraulte sie ihren Wolfsspitz hinter den Ohren, der sie immer begleitete. »Neulich hat jemand behauptet, Maria Krombach sei eine Verwandte von ihr.«

    »Das kann schon sein, Malu«, gab Nick zu. »Im Dorf sind ja fast alle irgendwie verwandt. Glaubst du, dass die Huber-Mutter mehr von der alten Maria über Mrs Whiteney und ihre Tochter erfahren hat? Als ich sie vorgestern danach fragte, hat sie so getan, als wisse sie nichts.«

    »Die Huber-Mutter weiß bestimmt etwas.« Pünktchen hockte sich nieder, um einen Käfer einzufangen. »Aber sie will nichts erzählen.«

    »Weil die Amerikanerin der alten Maria Krombach ganz bestimmt Schweigegeld bezahlt.«

    »Dabei müsste sie doch wissen, dass Maria Krombach sich als Zugehfrau ihr Brot verdient und dadurch auch noch in andere Häuser kommt«, bemerkte Isabel.

    »Na und?«, fragte Nick. »Deshalb braucht Maria Krombach doch nicht zu klatschen. Außerdem spricht sie ja sowieso nur das Nötigste.« Er stand auf und rief: »Kommt, wir laufen mal zu dem Haus hin! Von dieser Seite aus haben wir vielleicht einen Einblick in den Garten. Eine so alte Mauer müsste doch irgendwo brüchig sein.«

    Mit diesem Vorschlag waren die drei Mädchen sofort einverstanden. Die Kinder liefen einen schmalen Weg zwischen Birken und Buchen entlang. Der Pfad führte bergab und dann an der hohen Mauer entlang.

    »Nick, ich glaube, es ist hoffnungslos«, meinte Malu. »Benny, hör zu bellen auf!«, rief sie ihrem Hund zu, der plötzlich an der Leine zerrte. »Was hast du denn?«

    »Da, ein Wiesel!«, sagte Pünktchen. »Schaut doch, es verschwindet in der Mauer.«

    »Das war doch kein Wiesel, Pünktchen«, belehrte Nick sie, »sondern ein Marder. Ein Wiesel ist doch viel kleiner.«

    »Egal, was es auch war, jedenfalls ist es in der Mauer verschwunden.«

    Malu ließ sich von ihrem Hund bis zu der bewussten Stelle ziehen und rief dann: »Hier ist ein Loch in der Mauer!« Schon hockte sie sich hin. »Man kann von hier aus in den Garten hineinblicken. Ja, und auch ein Stückchen von der Villa ist zu sehen.«

    »Lass mich mal schauen«, bat Nick aufgeregt.

    Malu gab sofort den Platz frei.

    »Siehst du was, Nick?«, fragte Pünktchen gespannt.

    »Noch nicht, aber …« Er legte plötzlich den Zeigefinger an die Lippen. »Pst«, flüsterte er dann, »ich sehe sie!«

    »Wen siehst du?« Vor Aufregung trat Pünktchen von einem Bein auf das andere.

    »Die Amerikanerin und das Kind. Es ist ein kleines Mädchen, ungefähr drei Jahre alt.«

    »Lass mich mal schauen«, bettelte Pünktchen außer sich vor Neugierde.

    Nick machte ihr bereitwillig Platz.

    »Das Mädchen hat dunkles Haar und träg ein hellblaues Kleidchen.«

    »Und wie sieht Mrs Whiteney aus?«, fragte Isabel.

    »Sie ist groß und sehr mager. Sie trägt einen weißen Hosenanzug, und …«

    »Lass mich wieder hin!« Nick schob Pünktchen einfach beiseite.

    »Aber ich habe sie noch nicht gesehen«, erregte sich Isabel.

    »Ja, Isabel, daran habe ich nicht gedacht.« Nick ließ nun auch Isabel durch das Loch schauen.

    »Die Amerikanerin sieht sehr alt aus«, stellte Isabel fest.

    »Ja, oder krank«, meinte Malu.

    »Aber sie muss ihr Töchterchen sehr lieb haben«, erklärte Isabel. »Sie nimmt es jetzt auf den Arm und küsst es. Jedenfalls scheint sie eine liebe Mutti zu sein. Und das ist doch die Hauptsache«, fügte sie hinzu. »Komm, Nick, wenn du willst, kannst du wieder schauen.«

    Die Kinder wechselten sich noch eine Zeit lang vor dem Loch in der Mauer ab, dann verschwand die Amerikanerin mit ihrer Tochter aus ihrem Blickfeld.

    »Immerhin haben wir Mrs Whiteney und die Kleine endlich gesehen. Seit über zwei Monaten habe ich das vergeblich versucht. Ich war auch schon einmal auf dieser Seite, aber ich habe damals das Loch in der Mauer nicht gefunden«, ärgerte sich Nick.

    »Heute hätten wir es auch nicht entdeckt, wenn Benny nicht den Marder gesehen hätte«, antwortete Malu voller Stolz.

    »Ein Glück, dass heute Samstag ist, so kann ich über Nacht in Sophienlust bleiben. Denn ich möchte nach dem Abendbrot noch mit der Huber-Mutter sprechen. Vielleicht erzählt sie mir etwas. Dass sie mehr über Mrs Whiteney und deren Tochter weiß, steht für mich fest.«

    »Dürfen wir mit zu ihr gehen?«, fragte Pünktchen, die selig war, dass Nick in Sophienlust übernachten wollte.

    »Natürlich. Auch Malu und Isabel müssen mitkommen. Schließlich haben wir vier doch die Amerikanerin und das Kind gesehen.«

    Auf dem schnellsten Weg kehrten die Kinder nach Sophienlust zurück. Sie erreichten es im gleichen Augenblick, als der Gong zum Abendessen rief.

    *

    Draußen waren die Vögel verstummt und das Tageslicht matt geworden. Die Huber-Mutter saß in ihrem Ohrensessel am offenen Fenster ihrer Kammer in Sophienlust und lauschte traumverloren auf die ihr bereits so vertraut gewordenen abendlichen Geräusche des Gutes. Dass sie ihren Lebensabend sorglos und behütet in dem schönen geräumigen Herrenhaus verbringen durfte, war für sie ein Geschenk des Himmels.

    Jeden Abend schloss sie die liebe gnädige Frau, der sie so vieles zu verdanken hatte, in ihr Gebet ein.

    Seit die Huber-Mutter wieder in Sophienlust wohnte, war ihr Zimmer ein Anziehungspunkt für die Kinder geworden. Wenn es draußen regnete und stürmte, saßen sie sehr oft bei ihr. Dann erzählte sie ihnen Geschichten und fand stets dankbare Zuhörer.

    Ganz besonders hatte die alte Frau Dominik in ihr Herz geschlossen. Sie interessierte sich für alles, was mit ihm zusammenhing. Seine Besuche erfreuten sie sehr. Seinetwegen ließ sie ihrer Fantasie oft die Zügel schießen und erfand die schönsten und spannendsten Geschichten, in denen Fantasie und Wirklichkeit ineinander verschmolzen.

    Jetzt blickte die alte Frau sinnend hinaus in den Park und wartete geduldig, denn sie spürte genau, dass Dominik noch heute Abend zu ihr kommen würde. Als sich dann seine schnellen Schritte näherten, hob ein glücklicher Atemzug ihre Brust.

    Nick betrat zuerst das Zimmer, in dem es so anheimelnd nach Kräutern duftete, doch die drei Mädchen folgten ihm auf dem Fuß.

    »Guten Abend, Huber-Mutter«, begrüßten sie die alte Frau freundlich.

    »Darf

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