Über dieses E-Book
Endlich hat Reporterin Sierra das Rätsel gelöst, das Royal monatelang in Atem gehalten hat: Sie hat den Vater des ausgesetzten Babys gefunden! Colt Black ist ein wahrer Traummann – und natürlich sofort bereit, sich um sein Kind zu kümmern. Um ihn dabei zu unterstützen, bietet Sierra dem Rancher spontan an, für eine Weile bei ihm einzuziehen. Je mehr Zeit sie mit Colt unter einem Dach verbringt, desto mehr entflammt ihr Herz für ihn. Da eröffnet er ihr, dass er mit seinem Sohn ins Ausland gehen wird …
Joanne Rock
<p>Joanne Rock hat sich schon in der Schule Liebesgeschichten ausgedacht, um ihre beste Freundin zu unterhalten. Die Mädchen waren selbst die Stars dieser Abenteuer, die sich um die Schule und die Jungs, die sie gerade mochten, drehten. Joanne Rock gibt zu, dass ihre Geschichten damals eher dem Leben einer Barbie als echten Menschen glichen. Heute, fast 40 Bücher später, ist sie stolz, Geschichten zu verfassen, deren Helden nicht zwingend in Malibu leben oder ein Cabrio fahren müssen, um wahre Liebe und Glück finden zu können. Die Autorin schreibt zeitgenössische sexy Liebesromane und historische Mittelalterromane. Ihre Bücher wurden in 24 Ländern veröffentlicht und in 19 Sprachen übersetzt. Im Jahr 2000 erhielt sie den Romance Writers of America Golden Heart Award, den wichtigsten Preis für Nachwuchsautorinnen im Bereich Liebesromane. Die wichtigste Auszeichnung für publizierte Schriftstellerinnen in diesem Genre ist der RITA Award, für den Joanne Rock bereits dreimal nominiert war. Außerdem hat sie zahlreiche andere Preise bekommen. Sie schloss ein Studium an der Universität Louisville in Kentucky mit einem Master in Englisch ab und hat bereits als Lehrerin, als Fachkraft für Öffentlichkeitsarbeit und als Werbetexterin gearbeitet.</p>
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Buchvorschau
Ein Rancher fürs Leben - Joanne Rock
IMPRESSUM
BACCARA erscheint in der Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH, Hamburg
© 2022 by Harlequin Enterprises ULC
Originaltitel: „The Rancher’s Reckoning"
erschienen bei: Harlequin Enterprises Ltd., Toronto
in der Reihe: DESIRE
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe BACCARA, Band 2278 02/2023
Übersetzung: Gabriele Ramm
Abbildungen: Harlequin Books S. A., alle Rechte vorbehalten
Veröffentlicht im ePub Format in 02/2023 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783751515498
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY
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1. KAPITEL
Bitte antworten Sie mir. Ich glaube, dass Sie der Vater des sechs Monate alten Babys der kürzlich verstorbenen Arielle Martin sein könnten.
Sierra Morgan saß am Schreibtisch in ihrem Pensionszimmer in Royal und las den Text, den sie gerade verfasst hatte, noch einmal durch.
Unverblümt? Auf jeden Fall.
Da sie selbst Enthüllungsjournalistin war, wusste sie, dass man Menschen mit ihrem Beruf gern in eine Schublade steckte, auf der stand, dass man alles für eine Story tun würde, und Sierra gefiel es gar nicht, dass die Zeilen vermutlich genau in diese Kategorie fielen. Aber für sie gab es kaum eine wichtigere Geschichte, als den Vater eines mutterlosen Babys ausfindig zu machen.
Noch immer zögerte sie, die Textnachricht abzuschicken, und setzte stattdessen den alten Globus aus dem letzten Jahrhundert in Schwung, der auf dem kleinen Schreibtisch stand. Sie wohnte jetzt schon seit Monaten hier in dieser Frühstückspension und versuchte, das Geheimnis um den kleinen Micah zu lösen, der auf dem Parkplatz des Krankenhauses in Royal gefunden worden war.
Damals war sie gerade in der Stadt eingetroffen, um für die Zeitschrift America einen Artikel über das zehnjährige Jubiläum der Mitgliedschaft von Frauen im Texas Cattleman’s Club zu schreiben. Sie hatte die Story eingereicht und seitdem als freie Journalistin auch für die Royal Gazette geschrieben, während sie gleichzeitig Micahs Geschichte weiterverfolgt hatte. Ja, sie war verbissen und schonungslos und auch all die anderen Dinge, die eine gute Reporterin auszeichneten.
Es war ihr lieber, die Leute hielten das für die Wahrheit, als zu vermuten, was wirklich dahintersteckte, dass ihr nämlich Micahs Schicksal aus sehr viel privateren Gründen ans Herz ging.
Ziemlich schnell hatte sie herausgefunden, wer die Mutter des Babys war, nachdem Eve Martin, Micahs Tante, im Krankenhaus das Bewusstsein wiedererlangt hatte. Aber selbst die war nicht in der Lage gewesen, das Geheimnis von Micahs Vater zu lösen, denn Eves Schwester Arielle war an einem Herzinfarkt gestorben, bevor sie den Namen des Daddys preisgeben konnte. Seitdem, also seit fünf Monaten, folgte Sierra jeder Spur, die sie Arielles Tagebuch entnehmen konnte.
Und eine dieser Spuren hatte sie zu dem Rancher Colt Black geführt, der in Frankreich gerade ein Weingut aufbaute und bisher all ihre subtiler formulierten Text- und Sprachnachrichten ignoriert hatte.
Sie glaubte fest daran, dass es ihr endlich gelungen war, Micahs Vater aufzuspüren. Aber sie brauchte eine Antwort von Colt Black, um ihre Vermutung zu bestätigen.
Das Smartphone umklammernd, blickte sie noch einmal auf die taktlosesten Zeilen, die sie je verfasst hatte.
Unverblümt und schonungslos? Schuldig im Sinne der Anklage.
Sie drückte auf Senden.
Schließlich wusste sie nur zu gut, wie es sich anfühlte, wenn man mit dem Wissen aufwuchs, als Kind verlassen worden zu sein. Das hinterließ eine lebenslange Narbe, die sie niemandem wünschte, und Sierra wollte den süßen Jungen, den sie seit ihrer Ankunft in Royal schon viele Male besucht hatte, unbedingt beschützen.
In welcher Form auch immer, nach dieser Nachricht würde Colt Black ihr wohl antworten müssen.
Hatte es sich jemals so schrecklich angefühlt, nach Hause zu kommen?
Colt Black blickte nicht einmal aus dem Fenster des luxuriösen SUVs, den er am Flughafen samt Fahrer gemietet hatte, als sie durch die Innenstadt von Royal fuhren.
Fünfzehn Monate lang war er aus Texas fort gewesen, und noch vor vierundzwanzig Stunden hätte er sich vermutlich gefreut, nach so langer Zeit aus Frankreich nach Hause zurückzukehren.
Jetzt allerdings nicht mehr.
Er zog sein Handy aus der Tasche seines Sportsakkos und las noch einmal all die Nachrichten, die die Journalistin Sierra Morgan ihm geschrieben hatte. Er hatte noch nie von der Frau gehört, bis er sie nach dieser abschließenden, katastrophalen Mitteilung gestern Abend gegoogelt hatte.
Bitte antworten Sie mir. Ich glaube, dass Sie der Vater des sechs Monate alten Babys der kürzlich verstorbenen Arielle Martin sein könnten.
Die Worte versetzten ihm immer wieder aufs Neue einen Stich, selbst als er sie jetzt zum wohl hundertsten Mal las. Ja, er hatte sämtliche Nachrichten der Enthüllungsjournalistin ignoriert, bis sie diese Bombe hatte platzen lassen. Aber da hatte er ja auch noch gedacht, sie sei eine x-beliebige Reporterin, die einfach nur auf irgendwelchen Klatsch und Tratsch für die Royal Gazette aus sei.
Nachdem jedoch Arielle Martins Name gefallen war, hatte er im wahrsten Sinne des Wortes alles stehen und liegen lassen. Er war gerade in der Probierstube des Weingutes gewesen und hatte den Wein eines Konkurrenten verkostet, als er die Worte gelesen hatte, die ihn zutiefst schockiert hatten.
Er hatte einen Sohn, ohne dass er davon wusste?
Sofort hatte er all die anderen Nachrichten von Sierra Morgan etwas aufmerksamer gelesen, nur um festzustellen, dass Arielle einen Monat nach der Geburt ihres Kindes verstorben war. Und dass ihr Kind – möglicherweise sein Kind, auch wenn er nur eine Nacht mit ihr verbracht hatte – seitdem als Waise aufwuchs. Das war vor fünf Monaten gewesen.
Sollte der Junge wirklich von ihm sein, so würde Colt sich das niemals verzeihen.
Als die Frühstückspension in Sicht kam, steckte er sein Handy in die Tasche. In einer ihrer Nachrichten hatte die Journalistin ihm mitgeteilt, dass sie ein Zimmer im Cimarron Rose bewohnte. Die Pension war seit Langem eine Institution in Royal, schon bevor Natalie Valentine sie übernommen und das Untergeschoss in einen Brautmodenladen verwandelt hatte. Sierra hatte ihm auch alle anderen Kontaktdaten von sich übermittelt, damit er sich mit ihr in Verbindung setzen konnte. Natürlich hatte er das nicht getan. Gestern Nacht war er zu geschockt gewesen, um sie anzurufen. Stattdessen hatte er den ersten Flug gebucht, um persönlich mit ihr zu sprechen.
Nun stand er unangekündigt um zehn Uhr morgens vor ihrer Tür.
Nachdem er den Fahrer bezahlt hatte, stieg er aus und ging auf die halb offen stehende Haustür zu.
„Hallo?", rief er durch die Fliegengittertür und klopfte leicht an den Holzrahmen.
Noch ehe er leise Schritte und eine weibliche Stimme hörte, nahm er den Duft von Kaffee und Zimt wahr.
„Kommen Sie herein, rief die Frau, noch bevor sie an der Tür angelangt war. „Natalie ist nicht da, aber ich …
Die zierliche Blondine verstummte, als sie die Tür weiter öffnete und seinem Blick begegnete.
Aus großen moosgrünen Augen schaute sie zu ihm auf. Zerzaustes flachsblondes Haar fiel ihr über die Schultern und das schwarze T-Shirt. Dazu trug sie rosa gestreifte Pyjamahosen und graue Flanellhausschuhe.
„Sie müssen Sierra sein, brachte er schließlich heraus, nachdem ihm bewusst geworden war, dass er die Frau einer allzu eingehenden Musterung unterzogen hatte. „Ich bin Colt Black.
Sie blinzelte und meinte sichtlich überrascht: „Sie sind hier."
Vermutlich hielt sie nicht viel von ihm, weil er nie auf ihre Nachrichten geantwortet hatte. Oder frohlockten ihre Reporterinstinkte angesichts einer möglichen Exklusivgeschichte?
„Wenn auch ziemlich verspätet, meinte er trocken. Er deutete auf die Fliegengittertür und zog sie auf, sichtlich bemüht, cool zu bleiben, bis er Sierra besser einschätzen konnte. „Darf ich?
Sofort trat sie einen Schritt zurück.
„Natürlich. Ich wollte Sie unbedingt sprechen. Allerdings habe ich Sie nicht so schnell erwartet, nachdem … Sie musterte ihn weiterhin aus ihren grünen Augen, während er ins Haus trat und seine Reisetasche auf einer hölzernen Bank im Flur abstellte. Sierra schien sich wieder zu fangen, und er vermutete, dass sie sich bemühen musste, die Fragen zurückzuhalten, die ihr deutlich ins Gesicht geschrieben standen. Stattdessen erkundigte sie sich: „Möchten Sie einen Kaffee? Oder Tee?
Sie deutete auf eine kleine Frühstückstheke, auf der Gebäck, eine Kaffeemaschine sowie ein Wasserkocher und ein Korb mit Teebeuteln standen. Sie griff nach ihrem eigenen Becher und hielt ihn wie einen Schild vor die Brust. Während sie einen Schluck nahm, betrachtete sie Colt über den Rand des Bechers hinweg.
„Nein danke. Ich bin sowieso schon viel zu aufgedreht nach einer schlaflosen Nacht, die mir Ihre Nachricht beschert hat." Es gelang ihm nicht, die leichte Verbitterung in seiner Stimme zu unterdrücken.
Sie hob eine Augenbraue. „Das Schicksal eines Babys schien mir zu wichtig. Ich wollte nicht länger um den heißen Brei rumreden." Ihre grünen Augen funkelten wütend.
Aber lag das daran, dass ihr das Wohl des Kindes am Herzen lag? Oder war sie bloß auf der Jagd nach einer guten Story? Wenn er nicht Thema ihres nächsten Artikels werden wollte, sollte er lieber auf der Hut sein.
„Sie sind auf jeden Fall gleich zur Sache gekommen." Er schaute sich im Zimmer um, in dem außer ihr keine weiteren Gäste zu sehen waren. „Können Sie mir bitte erklären, wie Sie auf mich gekommen sind? Und ob ich das Thema Ihres nächsten Artikels werde? Ich weiß, dass Sie für die Zeitschrift America schreiben."
„Im Augenblick nicht, nein, erwiderte sie kopfschüttelnd. Im nächsten Moment kniff sie die Augen zusammen. „Und obwohl ich freiberuflich auch für die Lokalzeitung arbeite, schreibe ich aus Respekt vor Eve Martin und ihrem Neffen nicht mehr über Micah.
„Es gab aber schon Berichte über das Baby. Während seines Flugs über den Atlantik hatte er viel Zeit zum Googeln gehabt. „Also entschuldigen Sie bitte, wenn es mir schwerfällt, das zu glauben.
„Ich habe anfangs über ihn berichtet, um Hinweise auf seinen Vater zu finden. Aber jetzt schreibe ich nichts mehr, solange ich nicht über ein Happy End berichten kann, und dann auch nur, wenn der Vater es gestattet. Heute bin ich vor allem daran interessiert, ein menschliches Drama zu entwirren, denn ich war dabei, als Micah gefunden wurde."
Hatte sie ein persönliches Interesse an dem Fall? Bei ihrem leicht anklagenden Tonfall stellten sich ihm die Nackenhaare auf.
„Tja, jetzt bin ich ja hier, erinnerte er sie. „Ich bin bereit, den Jungen kennenzulernen und mit Arielles Familie zu sprechen. Und natürlich werde ich sofort einen DNA-Schnelltest …
Seine To-do-Liste war ellenlang, doch Sierra legte ihm die Hand auf den Unterarm und brachte ihn mit dieser unerwarteten Berührung zum Schweigen.
„Niemandem ist vermutlich mehr als mir daran gelegen, das alles schnellstmöglich in die Wege zu leiten, aber ich finde, wir sollten erst mal Informationen austauschen, ehe Sie Micah treffen. Plötzlich wurde ihr offenbar bewusst, dass ihre Hand noch auf seinem Arm lag, denn sie riss sie hastig fort. Dann nickte sie Richtung Hintertür. „Wollen wir draußen weiterreden? Ich könnte ein bisschen frische Luft gebrauchen.
„Wo auch immer, erwiderte er frostiger als geplant. „Ich will nur Antworten. Je schneller, desto besser.
Zornig straffte sie die Schultern und stellte den Kaffeebecher auf das Büfett.
„Ich versuche seit Wochen, Sie zu erreichen, informierte sie ihn kühl und verschränkte die Arme. „Davor habe ich Monate damit zugebracht, die Hinweise aus Arielle Martins Tagebuch auszuwerten, um Micahs Vater zu finden. Sie können mir also glauben, dass auch ich an Antworten interessiert bin.
Es lag ihm auf der Zunge, ihr zu sagen, dass sie einfach ihre Versuche, ihn zu erreichen, hätte forcieren müssen. Wenn sie die letzte Nachricht vor zwei Wochen geschickt hätte, wäre er schon längst hier gewesen. Aber da er ohne sie nicht einmal gewusst hätte, dass Arielle ein Kind bekommen hatte, verkniff er sich eine entsprechende Erwiderung.
„Natürlich, Sie haben recht." Sein Herz klopfte heftig angesichts der Furcht, die ihn seit vierundzwanzig Stunden umtrieb. „Entschuldigen Sie meine Unhöflichkeit, Miss Morgan. Ich bin wütend auf
