Tina geht ihren Weg: Der Bergpfarrer 397 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
»Grüß Gott, Frau Langner«, sagte der Postbote. »Ich hab' hier ein Einschreiben für Sie.« Tina atmete tief durch. Sollte das endlich der langersehnte Brief sein? »Wenn S' hier, bitt'schön, unterschreiben wollen?« Der Briefträger hielt ihr den Zettel und einen Kugelschreiber hin. Die Hand der Dreiundzwanzigjährigen zitterte ein wenig, als sie ihren Namen auf das Papier setzte. »Dank' schön, Herr Wittlinger«, nickte sie ihm zu. Sie schloß die Haustür und schaute auf den Umschlag in ihrer Hand. Der Absender darauf bestätigte ihre Hoffnung. »Wer war's denn?« rief ihre Mutter. »Die Post, Mama«, antwortete sie und ging in die Küche. Hildegard Langner sah ihre Tochter fragend an. »Was Wichtiges?« Tina lächelte geheimnisvoll und wedelte der Mutter mit dem Brief vor der Nase herum. »Ich hab' meine erste Stelle«
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Buchvorschau
Tina geht ihren Weg - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 397 –
Tina geht ihren Weg
Toni Waidacher
»Grüß Gott, Frau Langner«, sagte der Postbote. »Ich hab’ hier ein Einschreiben für Sie.«
Tina atmete tief durch. Sollte das endlich der langersehnte Brief sein?
»Wenn S’ hier, bitt’schön, unterschreiben wollen?«
Der Briefträger hielt ihr den Zettel und einen Kugelschreiber hin. Die Hand der Dreiundzwanzigjährigen zitterte ein wenig, als sie ihren Namen auf das Papier setzte.
»Dank’ schön, Herr Wittlinger«, nickte sie ihm zu.
Sie schloß die Haustür und schaute auf den Umschlag in ihrer Hand. Der Absender darauf bestätigte ihre Hoffnung.
»Wer war’s denn?« rief ihre Mutter.
»Die Post, Mama«, antwortete sie und ging in die Küche.
Hildegard Langner sah ihre Tochter fragend an.
»Was Wichtiges?«
Tina lächelte geheimnisvoll und wedelte der Mutter mit dem Brief vor der Nase herum.
»Ich hab’ meine erste Stelle«, rief sie und tanzte durch die Küche.
»Wirklich? Wo denn? Nun mach’ doch schon auf.«
Die junge Frau riß den Umschlag auf und las mit flinken
Augen den Inhalt des Schrei-
bens.
An die Lehrerin zur Anstellung, Christina Langner, Pfarrkirchen, stand in der ersten Zeile.
Ihr Herz schlug bis zum Hals hinauf. Es war wirklich der Bescheid vom Ministerium, daß sie zum nächsten Monat eine Stelle als Grundschullehrerin in St. Johann bekommen hatte.
»St. Johann? Wo ist denn das?« fragte ihre Mutter.
Die Tochter war noch so mit dem Inhalt des Briefes beschäftigt, daß sie die Frage gar nicht hörte. Hildegard Langner mußte sie wiederholen. Tina sah verwirrt von ihrer Lektüre auf.
»Was? Ach, entschuldige, Ma-ma, ich weiß es net genau. Irgendwo in Oberbayern, in den Bergen. Wir schau’n gleich mal auf der Karte nach.«
»Heißt das, daß du dorthin ziehen mußt?«
Die Stimme ihrer Mutter klang ein bißchen ängstlich. Tina lachte.
»Das werd’ ich wohl«, erwiderte sie. »Wie soll ich denn sonst pünktlich zur Arbeit kommen, wenn ich hier wohnen bleib’?«
Die Mutter schüttelte den Kopf.
»Was wird denn Vater dazu sagen?«
»Das weiß ich net, Mama. Aber ihr werdet euch damit abfinden müssen. Ich bin ja froh, überhaupt eine Stelle bekommen zu haben, nachdem ich seit beinahe einem Jahr darauf wart’. Da soll’s mir egal sein, wo die Schule steht, an der ich unterrichte.«
Sie nahm ihre Mutter in den Arm und gab ihr einen Kuß.
»Am Ende der Welt wird’s schon net sein, dieses St. Johann«, meinte sie tröstend. »Ich hol’ den Atlas, und dann schau’n wir mal nach.«
Sie lief in ihr Zimmer und kam kurze Zeit später mit dem alten Schulatlas zurück. Die beiden Frauen setzten sich an den Küchentisch und blätterten das Kartenwerk durch.
»Da!« rief Tina und zeigte auf einen winzigen roten Punkt.
»Du lieber Himmel, so weit?«
Hildegard Langner schüttelte wieder den Kopf.
»Da kannst ja gar net mal so übers Wochenend’ nach Haus’ kommen.«
»Die erste Zeit bestimmt net. Erst mal muß ich mich dort einrichten. Eine kleine Wohnung finden.«
Sie ging an den Küchenschrank und öffnete ihn. Gleich daneben stand die Kaffeemaschine. Tina nahm Pulver und Filtertüten heraus und füllte Wasser in die Maschine. Während sie diese Arbeit verrichtete, gingen ihr allerlei Gedanken durch den Kopf.
Seit zehn Monaten wartete sie nun schon auf diesen Bescheid. Obgleich sie von den Einstellungsschwierigkeiten wußte, hatte es für sie keinen Zweifel gegeben, daß sie Lehrerin werden wollte. Zielstrebig und beharrlich hatte sie diesen Weg verfolgt, auch wenn sie es dabei nicht immer leicht hatte. Als Älteste von vier Geschwistern wurde sie früh in die Pflicht genommen, auf die Kleineren aufzupassen und der Mutter bei der Arbeit im Haushalt zu helfen. Erstmals konnte sie aus diesen Zwängen fliehen, als sie ihr Stu-dium in Passau aufnahm. Tina hatte diese Jahre genossen. Mit einer Kommilitonin bewohnte sie eine kleine Studentenbude, und oft unternahmen sie Ausflüge ins nahe Österreich oder nach Tschechien.
Leider fand diese Freiheit ein Ende, als Tina ihr Studium und die Referendariatszeit beendet hatte. Nach dem letzten Examen hatte sie sich erwartungsvoll auf eine Stelle beworben, doch die Absage folgte prompt. Auch wenn sie sich von dem ersten Mißerfolg nicht entmutigen ließ, nach dem vierten vergeblichen Versuch gab sie dann allmählich doch die Hoffnung auf, jemals in ihrem Traumberuf zu arbeiten. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als ins Elternhaus zurückzukehren und mit Aushilfsjobs etwas zum Einkommen der Familie beizutragen.
Doch heute, endlich, hatte sie die ersehnte Zusage bekommen.
Natürlich wurde am Abend im Kreis der Familie heftig darüber diskutiert. Tina hatte drei Brüder, von denen der jüngste noch die Schulbank drückte, während die beiden anderen bereits in der Berufsausbildung waren. Ihr Vater war Angestellter bei der Bahn. Alles in allem war es ein harmonisches Miteinander, wären da nicht die Zwänge, denen Tina sich ausgesetzt fühlte. Die lebenslustige junge Frau mußte auf so manches Vergnügen verzichten, sei es Tanzengehen oder mit Freunden ins Kino, weil ihre Arbeitskraft im Haus und Garten gebraucht wurde. Jetzt, so hoffte sie, würde sie endlich ihre Freiheit in vollen Zügen genießen können. Auch wenn es in einem kleinen Alpendorf war.
»Das vordringliche Problem wird sein, eine Wohnung zu finden«, meinte Gottfried Langner. »Zunächst wirst in einer Pension wohnen können, aber das geht auf Dauer natürlich net.«
Darüber hatte Tina auch schon nachgedacht. Ob es etwas nutzte, wenn man ein Inserat in einer dortigen Zeitung aufgab?
»Ich hab’ eine bessere Idee«, sagte ihr Vater. »Der Joseph Winkler, mit dem ich zusammenarbeit’, der kommt aus Engelsbach. Ich hab’ vorhin auf der Karte geseh’n, daß das ganz in der Nähe von St. Johann ist. Ich werd’ ihn morgen mal ansprechen. Vielleicht weiß er ja, was man da machen könnt’.«
Die junge Lehrerin konnte vor lauter Aufregung nicht schlafen. Aufgekratzt wälzte sie sich in ihrem Bett, und tausend Gedanken gingen ihr durch den Kopf. Am meisten freute es sie, daß ihr größter Wunsch in Erfüllung gegangen war. Endlich konnte sie ihre Vorstellungen darüber, wie man Kinder unterrichten sollte, in die Wirklichkeit umsetzen.
Tina sprang noch einmal aus dem Bett und lief zum Regal, in dem der Atlas stand. Sie nahm ihn und setzte sich auf das Bett zurück. Die Seite, wo St. Johann zu finden war, hatte sie markiert. Jetzt huschte ihr Finger darüber, und leise sagte sie die Namen der Ortschaften und Berge vor sich hin. Sie wollte schon jetzt so viel wie möglich über ihre neue Heimat erfahren.
*
Sebastian Trenker war früh am Morgen aufgebrochen. Lange Zeit hatte er auf das Vergnügen einer Bergwanderung verzichten müssen – die Arbeit ließ ihm einfach keine Zeit dafür –, heute jedoch hatte er sie sich genommen. Noch bevor die Sonne aufging,
