Über dieses E-Book
Jetzt oder nie! Als Allison im Luxusresort ihrer Familie auf den Bahamas zufällig den attraktiven Zane trifft, beschließt sie, ihn zu erobern. Seit Jahren will sie den besten Freund ihres Bruders. Sie spürt, dass er sie auch begehrt, aber auf keinen Fall die Freundschaft zu ihrem Bruder gefährden möchte. Ein mächtiger Hurrikan kommt Allison zu Hilfe. Alle anderen fliehen von der Insel, nur sie und Zane bleiben allein zurück. Niemand wird jemals davon erfahren, wenn sie eine stürmische Nacht lang zusammen die verbotene Lust genießen…
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Rezensionen für Verbotene Lust im Paradies
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Buchvorschau
Verbotene Lust im Paradies - Karen Booth
IMPRESSUM
BACCARA erscheint in der Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH, Hamburg
© 2020 by Harlequin Books S. A.
Originaltitel: „Forbidden Lust"
erschienen bei: Harlequin Enterprises Ltd., Toronto
in der Reihe: DESIRE
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe BACCARA, Band 2197 08/2021
Übersetzung: Eva Westphal
Abbildungen: Harlequin Books S. A., alle Rechte vorbehalten
Veröffentlicht im ePub Format in 08/2021 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783751503785
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY
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1. KAPITEL
Zane Pattersons Herz hämmerte wie verrückt. Sein durchgeschwitztes T-Shirt klebte an seinen Schultern. „Ich muss raus aus dieser Stadt. Das ist alles."
Erst dribbelte er den Basketball mit der rechten Hand, dann wechselte er ihn auf die linke. Wartete auf seine Chance, um an seinem besten Freund, Scott Randall, vorbeizuziehen. In ihrem wöchentlichen Basketballspiel Mann gegen Mann stand es momentan unentschieden. Nur noch ein Punkt, und der Sieg gehörte Zane. Er war so nah dran und hasste es zu verlieren.
„Mann, das behauptest du schon seit der Highschool. Und das ist mittlerweile fünfzehn Jahre her. Scott, der jede noch so kleine Bewegung von Zane registrierte, verlagerte sein Gewicht von einer Seite auf die andere. Seine Hände schienen stets da aufzutauchen, wo Zane durchbrechen wollte. Selbst die Schweißperlen, die seine glänzende Glatze hinabrannen, konnten seine Konzentration nicht stören. Ihm kam es nur darauf an, dass Zane keinen weiteren Punkt machte. „Entweder ziehst du es durch und gehst tatsächlich, oder du findest dich endlich damit ab.
Es gab nur einen Grund für Zane zu gehen: Joshua Lowell. Zane hasste den Kerl. Der Typ grinste immer so selbstzufrieden, und Zane wünschte ihm, dass er sich an dem goldenen Löffel verschluckte, mit dem im Mund er geboren worden war. Ganz Falling Brook schien ihn zu vergöttern, obwohl Lowells Vater vielen Familien in der Kleinstadt in New Jersey die Lebensgrundlage geraubt hatte. Tief im Innern liebte Zane seine Heimatstadt, aber es zerrte immer an seinen Nerven, wenn er zu Besuch kam. Mich damit abfinden? Im Leben nicht!
Er dribbelte weiter. Nach rechts. Nach links. Wieder nach links. Er täuschte an, machte eine Drehung an Scott vorbei und rannte auf den Korb zu. Er warf den Ball – der Ball rollte einmal um den Ring und fiel zu Boden. Scott schnappte sich den Rebound, wirbelte herum und vollführte einen perfekten Sprungwurf. Der Ball landete genau im Netz. Das Match ging an ihn.
Verdammt.
„Jawoll! Erneut schnappte sich Scott den Ball. „Revanche? Wir spielen, bis einer zwei von drei Matches gewonnen hat.
Zane beugte sich vor und stützte die Hände auf den Oberschenkeln ab. „Nein."
Ein Teil von ihm wollte diesen Sieg, brauchte ihn. Basketball war einer der wenigen Zeitvertreibe, die ihn wirklich glücklich machten. Er spielte schon, seit er laufen konnte, und deswegen hatte er auch eine Sporthalle mit Basketballfeld in das neue Bürogebäude integriert, als seine Firma Patterson Marketing erfolgreich wurde. Aber jetzt war er zu erschöpft, um weiterzuspielen. Zumindest geistig. „Ich bin fertig für heute."
„Diese Sache mit Joshua Lowell setzt dir wirklich zu, kann das sein?" Scott stützte den Ball auf seiner Hüfte auf.
„Ja. Das Ganze lässt mich einfach nicht los. Dieser Artikel zum Jubiläum des Skandals sollte der Öffentlichkeit eigentlich ins Gedächtnis rufen, was für krumme Typen die Lowells sind, wie viele Familien sie ruiniert haben und dass man ihnen nicht trauen kann. Stattdessen reden alle nur noch von Joshs Verlobung mit Sophie Armstrong. Die Schlagzeile schwirrt im Internet, den Nachrichten, allen sozialen Medien und in der ganzen Stadt herum. Nicht mal in meinem eigenen Konferenzraum bin ich davor sicher."
„Es ist ja auch eine große Sache. Er gibt Black Crescent auf, und das hat niemand kommen sehen."
Black Crescent. Allein der Name reichte, damit Zane angewidert das Gesicht verzog. Der Hedgefonds, den Vernon Lowell, Joshuas Vater, gegründet hatte, war eine exklusive Anlageoption für die Reichsten der Reichen gewesen. Früher einmal hatte Zanes Familie auch zu dieser feinen Klientel gehört, und damals war alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen. An Geld hatte es ihnen nicht gemangelt, und Zane war an der Privatschule von Falling Brook einer der beliebtesten Schüler gewesen, Kapitän der Basketballmannschaft – und Sohn glücklich verheirateter Eltern. Dann hatte Vernon Lowell sich die Millionen unter den Nagel gerissen und war verschwunden. Zanes Familie blieb mittellos zurück, und kurz darauf ließen seine Eltern sich scheiden.
Zane war gerade sechzehn geworden und musste von der Privatschule auf die öffentliche Highschool wechseln. Dort hatte er es schwer, sich einzugewöhnen, denn die anderen behandelten ihn wie einen reichen Schnösel, dem man erst einmal zeigen musste, wo er hingehörte. Sie hatten ja keine Ahnung gehabt, dass Zane bereits am Boden angekommen war. Das einzig Gute daran war, dass er auf der Highschool Scott kennengelernt hatte, und seitdem waren sie unzertrennlich.
Scott hatte Zane vor sich selbst gerettet. Geld war ihm dabei egal – Scott wollte Zane helfen und sein Freund sein, mehr nicht. Von Anfang an hatte Zane sich auf Scott verlassen können. Wenn bei seinen Eltern wieder einmal die Fetzen flogen, durfte er bei den Randalls daheim unterkriechen. Das war seine Oase der Ruhe – der einzige Ort, an dem es ihm möglich schien, wirklich glücklich zu sein. Und dort hatte er auch Allison kennengelernt, Scotts jüngere Schwester und der coolste, cleverste, kreativste Mensch, den er kannte. Zeit mit ihr zu verbringen war das Schönste an seinen Besuchen dort gewesen. Außerdem war Allison auch das schönste Mädchen, das er jemals gesehen hatte, aber er hatte sich immer Mühe gegeben, das zu ignorieren. Scotts kleine Schwester war tabu.
„Hast du gehört, was Josh auf der Pressekonferenz gesagt hat? ‚Sie hat mich mit ihrer Liebe ins Licht geholt. Ich werde den Rest meines Lebens zu beweisen versuchen, dass ich diese Liebe auch verdient habe.‘ Was für ein sentimentaler Bockmist." Zane gefiel sich selbst nicht, wenn er so verbittert klang, aber obwohl fünfzehn Jahre vergangen waren, seit Vernon Lowell sein Leben zerstört hatte, war der Schmerz noch so heftig, als wäre es erst gestern geschehen. Wenn man Zane fragte, dann war die gesamte Familie Lowell – Vernon, seine Frau Eve und seine Söhne Joshua, Jake und Oliver – ein einziges Schlangennest. Ja, einen von ihnen so glücklich zu sehen nagte an Zane.
„Du weißt ja, was man sagt: Liebe macht alles besser."
Zane warf Scott einen skeptischen Blick zu. Liebe und Romantik waren nichts als eine Farce und hielten selten lange an. Das beste Beispiel dafür waren seine Eltern. Ihre Liebe war auf die Probe gestellt worden, als Vernon Lowell ihnen den letzten Penny geraubt hatte, und sollte die Liebe nicht angeblich alle Hindernisse überwinden? Sorry, aber Zane hatte da andere Erfahrungen gemacht.
„Du klingst schon wieder so grauenvoll verheiratet."
„Mach mir keine Vorwürfe, bloß weil ich glücklich bin. Dagegen gibt’s kein Gesetz."
Zane grummelte etwas Unverständliches. Er hatte keine Lust, dieses Gespräch weiterzuführen.
Gemeinsam gingen die beiden Freunde zum Rand des Spielfelds, wo in einem kleinen Kühlschrank ein Sixpack auf sie wartete. Eigentlich war Zane mehr der Typ für einen Tequila, aber nach einem anstrengenden Spiel gab es nichts Besseres als ein kühles Bier. Sie nahmen die Flaschen mit nach draußen auf die Veranda, wo die Mitarbeiter sich oft zur Mittagspause oder auch mal zu einem Meeting trafen, wenn das Wetter es erlaubte. Der Juniabend war warm und die Luft ein wenig feucht, aber frisch. Außerdem wehte eine angenehme Brise. Scott öffnete die ersten zwei Flaschen, und sie stießen an.
Tief atmete Zane durch und schluckte seine Verbitterung zusammen mit dem Bier herunter. Immerhin mochte er Falling Brook und war eigentlich gern hier. „Ich hätte Joshua Lowell nicht in dieser Bar ansprechen und ihm erzählen sollen, dass ich es war, der Sophie Armstrong den DNA-Test für den Artikel über Black Crescent zugespielt hat. Stattdessen hätte ich ihn im Unklaren lassen sollen, damit er im eigenen Saft schmort. Etwas anderes hat er nicht verdient."
Er nahm einen weiteren großen Schluck. Dieses Aufeinandertreffen war schwierig für ihn gewesen. Allein schon, dass er Joshua Lowell ins Gesicht sehen musste, reichte aus, dass ihm beinahe schlecht wurde.
„Ich wollte einfach nur, dass er merkt, dass er gar nicht der tolle Hecht ist, für den alle ihn halten. Dass ich weiß, wie er wirklich ist."
Noch gut erinnerte Zane sich an den seltsamen Schauer, der ihn überlaufen hatte, als er den DNA-Test in seiner Post gefunden hatte, aus dem hervorging, dass Joshua eine Tochter hatte, um die er sich seit Jahren nicht kümmerte. Er hatte nicht mal darüber nachgedacht, warum der anonyme Absender ausgerechnet ihm dieses Testergebnis geschickt hatte. Ihm war klar gewesen, dass das ein Mittel war, um einen der Lowells zu Fall zu bringen, und das hatte ihm gereicht.
„Das war der einzige Grund, warum ich überhaupt mit Sophie gesprochen habe. Ich wollte, dass die ganze Welt erfährt, dass Joshua Lowell nicht der Heilige ist, für den man ihn hält. Ich habe ihr sogar private Fotos zur Verfügung gestellt, damit sie mich für eine verlässliche Quelle hält. Und dann wurde der Vaterschaftstest in dem Artikel nicht mal erwähnt, weil ich mir die einzige Journalistin ausgesucht habe, die ein Gewissen hat. Jetzt scheinen ihn alle sogar noch mehr zu lieben als vorher. Seltsamerweise genau in dem Augenblick, in dem er entscheidet, seinen Posten als CEO von Black Crescent aufzugeben. Genau deswegen hasse ich ihn ja so. Lowell kommt völlig ungeschoren davon, genau wie sein Vater."
Scott schüttelte den Kopf. Um seine Mundwinkel spielte ein mitleidiges Lächeln. „Vielleicht musst du wirklich mal raus aus dieser Stadt. Du brauchst eine Pause."
„Oder ich ziehe komplett weg."
Mit der Bierflasche deutete Scott auf Zane. „Du kannst nicht wegziehen. Ich brauche dich."
„Du bist betrunken."
„Nach einem halben Bier? Du spinnst. Ich sage die Wahrheit. Du bist wie ein Bruder für mich. Und wenn du ganz ehrlich bist, dann brauchst du mich auch. Wer sonst würde sich dein Gejammer anhören?"
Da hatte Scott nicht ganz unrecht. Er holte Zane immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn er sich in seinem negativen Gedankenstrudel zu verlieren drohte. „Okay, also bloß ein Urlaub. Aber wo? Am liebsten hätte ich einen hübschen Strand voller attraktiver Frauen."
„Wieso überrascht mich das nicht?"
Zane lachte leise. Es stimmte, er war über die Jahre mit vielen Frauen zusammen gewesen. Das war die beste Ablenkung für ihn. Keine Verpflichtungen, keine Gefühle, keine Komplikationen. Schon an der Highschool war es so gelaufen. Die Jungs hatten ihn verachtet, aber die Mädchen waren da anderer Meinung gewesen. Sein Geld und sein Prestige hatte Zane zwar verloren, aber er sah immer noch gut aus und war muskulös vom Basketballtraining, und das reichte, damit sich die Mädchen nach ihm umdrehten. Also hatte er genommen, was er kriegen konnte.
„Wenn du an den Strand willst, sagte Scott jetzt, „warum fliegst du dann nicht auf die Bahamas? Mein Onkel und meine Tante haben ein Ferienresort vor der Küste von Eleuthera. Da kann ich bestimmt was organisieren.
Schon oft hatten Scott und Zane darüber gesprochen, dass sie diese Reise machen wollten. Scotts Mom stammte von den Bahamas, hatte seinen Dad im Studium kennengelernt und war für ihn in den USA geblieben.
„Cool, ein Männertrip. Klingt perfekt!"
„Sorry, Kumpel, aber ich kann nicht mitkommen. Brittney ist gerade befördert worden und ertrinkt förmlich in Arbeit, und die Kids haben Sommerferien. Ich kann mir nicht einfach eine Auszeit nehmen. Außerdem, wenn du flirten willst, dann sind wir uns wohl beide einig, dass ich nur stören würde."
Zane versuchte, sich seine Enttäuschung nicht allzu sehr anmerken zu lassen. Schließlich war er
