Ria und Ruth - die Zwillinge: Sophienlust Bestseller 72 – Familienroman
Von Aliza Korten
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Über dieses E-Book
Das Kinderheim Sophienlust erfreut sich einer großen Beliebtheit und weist in den verschiedenen Ausgaben der Serie auf einen langen Erfolgsweg zurück. Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, mit Erreichen seiner Volljährigkeit, das Kinderheim Sophienlust gehören wird.
Denise von Schoenecker überlas den Brief noch einmal, den sie vor etwas mehr als einer Woche erhalten hatte. Heute also sollte Gitta Ahlfeld kommen. Dem Brief war wenig zu entnehmen, aber Denise war gewohnt, auch mit dem Herzen zu lesen. Es war nicht schwierig für sie, zu erkennen, dass Gitta Ahlfeld ein Anliegen mitbringen würde. Längst hatte Denise es aufgegeben, sich irgendwelchen Mutmaßungen hinzugeben. Seit sie auf Sophienlust Einzug gehalten hatte und das Gut nach dem Vermächtnis der Urgroßmutter ihres Sohnes Dominik zur Heimat für elternlose Kinder, aber auch für bedrängte Erwachsene geworden war, wusste sie, dass es für sie zunächst nichts anderes zu tun gab als abzuwarten, ob und wie sie helfen könne. Denise hörte den Lärm der kleineren Kinder, die im Park unter Aufsicht von Schwester Gretli herumtollten. Die größeren Kinder waren noch in der Schule, sodass es in dem alten Herrenhaus im Moment verhältnismäßig still war. Irgendwo hörte man einen Staubsauger summen, dann schlug eine Tür zu. Zu tun gab es zu jeder Tageszeit etwas in diesem großen Kinderheim, denn so viele junge Füße brachten Schmutz ins Haus, so viele junge Münder wollten dreimal am Tage satt werden. Die Wäsche musste gewaschen, Kleider genäht und auch repariert werden. Manchmal fragte sich Denise, wie Frau Rennert das als Heimleiterin mit stets gleichbleibender Heiterkeit meisterte und es dabei noch fertigbrachte, für jeden ein offenes Ohr zu bewahren. Jetzt meldete Carola Rennert, dass die erwartete Besucherin soeben mit dem Auto angekommen sei. Sie habe den Wagen zufällig bemerkt und die Dame hereingebeten. Sie warte im Salon. Sofort erhob sich Denise von Schoenecker und strich ihr dunkles Haar zurück. »Ich komme, Carola«, rief sie der jungen Frau zu. Während Carola den Weg zu ihrer Wohnung einschlug, begab sich Denise zu dem Biedermeiersalon, den einstmals Sophie von Wellentin bewohnt hatte und der noch heute so aussah wie zu Lebzeiten von Dominiks Urgroßmutter. Als Denise eintrat, stand Gitta Ahlfeld am Fenster und umklammerte ihre Handtasche, als habe sie Angst, dass man sie ihr wegnehmen könne.
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Rezensionen für Ria und Ruth - die Zwillinge
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Buchvorschau
Ria und Ruth - die Zwillinge - Aliza Korten
Sophienlust Bestseller
– 72 –
Ria und Ruth - die Zwillinge
Aliza Korten
Denise von Schoenecker überlas den Brief noch einmal, den sie vor etwas mehr als einer Woche erhalten hatte. Heute also sollte Gitta Ahlfeld kommen. Dem Brief war wenig zu entnehmen, aber Denise war gewohnt, auch mit dem Herzen zu lesen. Es war nicht schwierig für sie, zu erkennen, dass Gitta Ahlfeld ein Anliegen mitbringen würde.
Längst hatte Denise es aufgegeben, sich irgendwelchen Mutmaßungen hinzugeben. Seit sie auf Sophienlust Einzug gehalten hatte und das Gut nach dem Vermächtnis der Urgroßmutter ihres Sohnes Dominik zur Heimat für elternlose Kinder, aber auch für bedrängte Erwachsene geworden war, wusste sie, dass es für sie zunächst nichts anderes zu tun gab als abzuwarten, ob und wie sie helfen könne.
Denise hörte den Lärm der kleineren Kinder, die im Park unter Aufsicht von Schwester Gretli herumtollten. Die größeren Kinder waren noch in der Schule, sodass es in dem alten Herrenhaus im Moment verhältnismäßig still war. Irgendwo hörte man einen Staubsauger summen, dann schlug eine Tür zu. Zu tun gab es zu jeder Tageszeit etwas in diesem großen Kinderheim, denn so viele junge Füße brachten Schmutz ins Haus, so viele junge Münder wollten dreimal am Tage satt werden. Die Wäsche musste gewaschen, Kleider genäht und auch repariert werden. Manchmal fragte sich Denise, wie Frau Rennert das als Heimleiterin mit stets gleichbleibender Heiterkeit meisterte und es dabei noch fertigbrachte, für jeden ein offenes Ohr zu bewahren.
Jetzt meldete Carola Rennert, dass die erwartete Besucherin soeben mit dem Auto angekommen sei. Sie habe den Wagen zufällig bemerkt und die Dame hereingebeten. Sie warte im Salon.
Sofort erhob sich Denise von Schoenecker und strich ihr dunkles Haar zurück. »Ich komme, Carola«, rief sie der jungen Frau zu.
Während Carola den Weg zu ihrer Wohnung einschlug, begab sich Denise zu dem Biedermeiersalon, den einstmals Sophie von Wellentin bewohnt hatte und der noch heute so aussah wie zu Lebzeiten von Dominiks Urgroßmutter.
Als Denise eintrat, stand Gitta Ahlfeld am Fenster und umklammerte ihre Handtasche, als habe sie Angst, dass man sie ihr wegnehmen könne. Ihre Nervosität war unverkennbar.
Die Besucherin mochte etwa dreißig Jahre alt sein, auf dem offenen Gesicht spiegelte sich deutlich ein innerer Konflikt.
»Willkommen auf Sophienlust, Frau Ahlfeld«, sagte Denise mit besonderer Herzlichkeit. »Ich freue mich, dass Sie schon so früh gekommen sind. Dadurch haben wir Zeit genug, miteinander zu plaudern. Wollen Sie sich nicht setzen?«
Gitta erwiderte die Begrüßung. Ihre Stimme klang gepresst und verkrampft. Um die Besucherin ein wenig abzulenken, bot Denis ihr eine Erfrischung an. Doch Gitta Ahlfeld lehnte ab. Nein, danke, sie habe unterwegs eine Tasse Kaffee getrunken. Sie brauche jetzt nichts.
Denise lehnte sich in dem Sessel zurück und schaute Gitta Ahlfeld ruhig ins Gesicht. »Dann erzählen Sie mir ganz einfach, was Sie zu mir führt, Frau Ahlfeld. Wenn man ein Problem mit einem anderen Menschen besprechen kann, sieht man danach manchmal selbst viel klarer. Ob ich Ihnen helfen kann, weiß ich natürlich nicht. Es wäre vermessen, wenn ich Ihnen das versprechen wollte.«
»Es ist eine schwierige Sache, Frau von Schoenecker«, stammelte Gitta. »Meine Tante Edith hat mir schon vor zwei Jahren geraten, die Kinder zu Ihnen zu geben. Aber ich habe mich dagegen gewehrt, weil ich mein Wort halten wollte.«
»Sind es Ihre Kinder?«, fragte Denise freundlich. Sie fand nichts dabei, dass ein Mädchen unverheiratet und dennoch Mutter war. Außerdem fiel ihr ein, dass ebenso gut die Möglichkeit bestand, dass Gitta Ahlfeld verheiratet, verwitwet oder auch geschieden war.
»Nein«, erwiderte diese, »es sind die Töchter meiner besten Freundin, Zwillinge. Aber ich liebe sie so sehr, als wären sie meine eigenen Kinder.«
»Dann müsste doch Ihre Freundin zu mir kommen, Frau Ahlfeld«, versuchte Denise Licht in diese verworrene Erzählung zu bringen.
Gitta nahm sich zusammen. Sie war früher von Beruf Arzthelferin gewesen und wusste, dass man nur mit Selbstbeherrschung und Disziplin einer schwierigen Situation beikommen konnte.
»Entschuldigen Sie, Frau von Schoenecker. Ich will jetzt der Reihe nach erzählen. Sehen Sie, als meine beste Frendin Ursula heiratete, blieb unser Verhältnis auch nach der Hochzeit ein sehr enges. Wir waren beide elternlos aufgewachsen und hatten uns deshalb schon in der Schule sehr eng einander angeschlossen. Auch mit Lothar, dem Mann meiner Freundin, verband mich die herzlichste Freundschaft. Ich war den beiden immer dankbar, dass sie mich ganz und gar in ihr Familienleben einbezogen. Selbstverständlich wurde ich Patin, als die Zwillinge Maria und Ruth zur Welt kamen.«
Denise von Schoenecker nickte ein paarmal. Es gefiel ihr, wie Gitta von diesen Freunden und deren Kindern sprach. Den flüchtigen Gedanken, dass es sich bei Ursula und Lothar möglicherweise um eine zerrüttete Ehe gehandelt habe, verwarf sie sogleich wieder.
Jetzt flog die Tür auf, und ein kleiner Junge kam hereingestürmt, ohne die fremde Dame überhaupt zu beachten. »Tante Isi, Tante Isi, wir haben einen Vogel mit einem gebrochenen Flügel gefunden«, rief er aufgeregt. Der Junge hatte zuvor offensichtlich im feuchten Sand gespielt. Er war schrecklich schmutzig, sah aber dabei so strahlend glücklich aus, dass Denise von Schoenecker einen Hinweis auf die Spur, die er auf dem Teppich hinterließ, unterdrückte.
»Was macht ihr mit dem Vogel? Habt ihr Schwester Gretli Bescheid gesagt? Sie kann dem Vogel eine Schiene anlegen. Dann heilt der Flügel vielleicht wieder.«
»Ja, Schwester Gretli macht ihn gesund. Ich – ich wollte es dir bloß schnell sagen, weil es ein richtiger lebendiger Vogel ist.«
»Fein, vielen Dank! Nun lauf wieder.«
Der kleine Bursche trollte sich, nicht ganz so schnell, wie er gekommen war.
»Ich wollte Ihnen einen Diener mit Händedruck plus einem Pfund Sand ersparen, Frau Ahlfeld«, lächelte Denise. »Unsere Kinder sind sehr unbefangen. Hoffentlich stört Sie das nicht.«
Gitta lächelte. »Im Gegenteil. Die kleine Szene hat mir bewiesen, wie frei und glücklich die Kinder hier aufwachsen. Allerdings sind Ria und Ruth schon fünfzehn. Sind sie nicht zu groß?«
»Durchaus nicht. Wir haben Volksschüler und Gymnasiasten. Meine eigenen Kinder sind zum Teil auch schon älter. Aber erzählen Sie doch bitte zunächst weiter. Ich sehe noch keine Veranlassung, Ria und Ruth hierherzubringen.«
Gitta seufzte. »Sie haben recht. Zuerst muss ich Ihnen alles sagen. Meine Freunde Ursel und Lothar sind vor knapp drei Jahren tödlich verunglückt. Es war schrecklich. Noch heute mag ich nicht darüber sprechen.« Tränen traten in Gittas tiefblaue Augen.
Denise ließ ihr Zeit. Sie quälte die Besucherin in diesem Augenblick der schmerzlichen Erinnerung nicht mit Fragen.
Endlich fuhr Gitta fort: »Es ist vielleicht vier oder fünf Jahre her, dass wir einen besonders fröhlichen Silvesterabend miteinander verbrachten. Wir hatten die Kerzen am Baum angesteckt und tranken heißen Punsch. Ursel versprach uns Bratäpfel, die bereits im Backofen standen und köstlichen Duft verbreiteten. Die Zwillinge schliefen, aber wir hatten ihnen versprochen, sie um zwölf Uhr zu wecken.
Irgendwann kam mir das Bedürfnis, meiner Freundin und ihrem Mann für all die Liebe und Freundschaft, die ich von den beiden empfangen hatte, zu danken. Ich stand im Beruf, verdiente gut, aber ich wäre ohne meine Freunde und die Zwillinge recht einsam gewesen. Es kam mir so vor, als gehörte ich zu den Mädchen, die nicht zum Heiraten geboren sind, obwohl meine Tante Edith mir das immer wieder auszureden versuchte. Sie ist die einzige noch lebende Verwandte, die ich habe.«
»Die Schwester Ihres Vaters?«
»Nein, die meiner Mutter. Sie ist Studienrätin in Bremen. Ich habe große Hochachtung vor ihr. Aber sie ist ganz, ganz anders, als ich mir meine Mutter vorstelle, wenn ich mich auch nicht mehr an sie erinnern kann.«
»Geschwister sind oft verschieden. Jetzt erzählen Sie mir bitte weiter von dem Silvesterabend. Er scheint wichtig gewesen zu sein.«
Gitta nickte eifrig. »Lothar und Ursel wollten keinen Dank hören. Aber sie nahmen mir ein Versprechen ab. Sie sagten, dass auch sie ohne Verwandte seien und wir deshalb fest zusammenhalten müssten. Deshalb wollten sie, dass ich die Erziehung von Ria und Ruth übernehmen sollte, falls ihnen einmal etwas zustoßen sollte.«
»Ach so«, warf Denise von Schoenecker ein. »Und dieser traurige Fall ist tatsächlich eingetreten.«
»Ja«, flüsterte Gitta mit schwankender Stimme. »Damals haben es die beiden wohl nur gesagt, um mir das Gefühl zu geben, dass ich auch etwas zu geben hätte. Denn es kam mir vor, als wäre ich stets nur die Empfangende in unserem gegenseitigen Verhältnis. Doch ich gab mein Wort. Ganz fest versprach ich es, ich schaute dabei auf die Kerzen am Tannenbaum, denn es war mir heiliger Ernst.«
»Ja, Frau Ahlfeld, das glaube ich Ihnen.« Denise war von den Worten des Mädchens gerührt. »Was geschah also nach dem Unglück?«
»Ursula war bei dem Unfall nicht sofort tot wie ihr Mann. Man rief mich an ihr Sterbebett. Sie sagte mir, dass sie und Lothar ein gemeinschaftliches Testament gemacht hätten. Es enthalte das, was wir miteinander besprochen hätten. Sie fragte mich noch, ob es mir recht sei und ob ich tatsächlich für Ria und Ruth sorgen wolle. Selbstverständlich besann ich mich nicht eine einzige Sekunde. Dann starb Ursula in meinen Armen, und ich hatte das Gefühl, die Welt
