Bekenne dich zu deinem Kind: Sophienlust (ab 351) 394 – Familienroman
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Der Sophienlust Bestseller darf als ein Höhepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schönen Romanen so richtig zum Leben erwacht.
»Hier kann man nicht ordentlich Drachen steigen lassen«, maulte Henrik von Schoenecker, »die Spielwiese von Sophienlust ist einfach zu klein. Wir sind uns gegenseitig im Weg. Kein Wunder, dass sich Fabians und Robbys Schnüre verheddert haben.« »Drachen kaputt«, klagte der knapp drei Jahre alte Robert Geranek. Er befand sich erst seit wenigen Tagen in Sophienlust, doch er hatte auf Anhieb Anschluss an die anderen Kinder gefunden, obwohl sie alle älter als er waren. »O nein, er ist nicht kaputt«, tröstete Pünktchen, die sich gerne der jüngeren Kinder annahm. Mit vollem Namen hieß sie Angelina Dommin. Die vielen Sommersprossen, die auf ihrem hübschen Näschen tanzten, hatten ihr den Spitznamen Pünktchen eingetragen. »Wir müssen bloß die Schnüre entwirren, dann ist dein Drachen wieder in Ordnung. Soll ich dir dabei helfen?« »Lieb von dir, Pünktchen, aber das übernehme ich«, erklärte August Dürnauer. Robbys Vater war heute zu einem kurzen Besuch in das Kinderheim gekommen, um sich von dem Wohlergehen seines Sohnes zu überzeugen. Er kauerte sich neben seinen Sprössling ins Gras. Gemeinsam mit Henrik und Fabian Schöller mühte er sich ab, die ineinander verwickelten Schnüre der beiden Drachen wieder zu entflechten. Robby sah zu und zappelte vor Ungeduld. Mit seinen blonden Haaren und den blauen Augen glich er seinem Vater kaum, August Dürnauer war dunkelhaarig und hatte dunkle Augen.
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Buchvorschau
Bekenne dich zu deinem Kind - Elisabeth Swoboda
Sophienlust (ab 351)
– 394 –
Bekenne dich zu deinem Kind
Ein Vater in Gewissensnöten ...
Elisabeth Swoboda
»Hier kann man nicht ordentlich Drachen steigen lassen«, maulte Henrik von Schoenecker, »die Spielwiese von Sophienlust ist einfach zu klein. Wir sind uns gegenseitig im Weg. Kein Wunder, dass sich Fabians und Robbys Schnüre verheddert haben.«
»Drachen kaputt«, klagte der knapp drei Jahre alte Robert Geranek. Er befand sich erst seit wenigen Tagen in Sophienlust, doch er hatte auf Anhieb Anschluss an die anderen Kinder gefunden, obwohl sie alle älter als er waren.
»O nein, er ist nicht kaputt«, tröstete Pünktchen, die sich gerne der jüngeren Kinder annahm. Mit vollem Namen hieß sie Angelina Dommin. Die vielen Sommersprossen, die auf ihrem hübschen Näschen tanzten, hatten ihr den Spitznamen Pünktchen eingetragen. »Wir müssen bloß die Schnüre entwirren, dann ist dein Drachen wieder in Ordnung. Soll ich dir dabei helfen?«
»Lieb von dir, Pünktchen, aber das übernehme ich«, erklärte August Dürnauer. Robbys Vater war heute zu einem kurzen Besuch in das Kinderheim gekommen, um sich von dem Wohlergehen seines Sohnes zu überzeugen. Er kauerte sich neben seinen Sprössling ins Gras. Gemeinsam mit Henrik und Fabian Schöller mühte er sich ab, die ineinander verwickelten Schnüre der beiden Drachen wieder zu entflechten.
Robby sah zu und zappelte vor Ungeduld. Mit seinen blonden Haaren und den blauen Augen glich er seinem Vater kaum, August Dürnauer war dunkelhaarig und hatte dunkle Augen.
»Drachen kaputt«, wiederholte Robby, als die Bemühungen seines Vaters und der beiden Jungen nicht gleich den gewünschten Erfolg zeitigten.
»Am besten wird sein, ich hole eine Schere und wir machen kurzen Prozess«, meldete sich Dominik von Wellentin-Schoenecker, kurz Nick genannt, zu Wort. Er war der eigentliche Besitzer des alten Herrenhauses, in dem das Kinderheim untergebracht war, und der dazugehörigen Parkanlagen. Da er noch minderjährig war, verwaltete seine Mutter Denise das Heim. Allerdings fühlte Nick sich bereits jetzt für dessen jugendliche Bewohner mitverantwortlich.
»Ja, ich bin ebenfalls für eine Gewaltkur mit einer Schere«, pflichtete August Dürnauer Nick bei. »Aber dann bräuchten wir neue Leinen.«
»Ach, davon haben wir im Bastelzimmer genug«, rief Henrik, sprang auf und eilte zum Herrenhaus.
»Henrik lauft davon«, kommentierte Robby den plötzlichen Abgang von Nicks Halbbruder.
»Er wird gleich wieder da sein«, sagte Pünktchen schmunzelnd. »Henrik ist ziemlich ungeduldig. Mich wundert, dass er nicht als Erster auf die Idee mit der Schere gekommen ist.«
Der Junge kehrte tatsächlich in Windeseile zurück, bewaffnet mit einer großen Schere und zwei Garnknäueln. Im Nu waren die alten Schnüre der Drachen abgeschnitten und die neuen befestigt.
»Drachen können wieder fliegen«, rief Robby und klatschte die Hände.
»Aber nicht hier«, ließ Fabian sich vernehmen. »Gehen wir doch zu den Weiden vom Lechnerbauern. Dort haben wir viel mehr Platz.«
»Dein Vorschlag ist einstimmig angenommen«, sagte Nick nach einem kurzen Blick in die Runde. »Kommen Sie mit, Herr Dürnauer?«
»Nein, ich habe leider keine Zeit mehr. Ich muss nach Hause«, erwiderte Robbys Vater bedauernd. »Aber ich begleite euch ein Stück. Ihr werdet doch auf Robby aufpassen?«
»Selbstverständlich achten wir auf unseren Jüngsten«, versicherte Pünktchen. »Wir lassen unsere Drachen dort steigen, wo keine Gefahr droht.«
»Ich sage Schwester Regine rasch Bescheid, dass wir weggehen«, erklärte Irmela Groote, die mit ihren fünfzehn Jahren das älteste Mädchen war. »Wartet bitte auf mich.«
Kurze Zeit später marschierte die kleine Gruppe durch den Wald. Regine Nielsen, die Kinder- und Krankenschwester von Sophienlust, hatte sich den Drachensteigern angeschlossen. Dafür waren einige Kinder im Heim geblieben, weil ihnen eingefallen war, dass sie bis morgen noch einige wichtige Schulaufgaben zu erledigen hatten.
Bei einer Weggabelung verabschiedete sich August Dürnauer von seinem kleinen Sohn, den übrigen Kindern und Regine Nielsen.
Robby winkte seinem Vater fröhlich nach, dann griff er vertrauensvoll nach Schwester Regines Hand und trippelte an ihrer Seite weiter, so schnell es seine kleinen Beinchen erlaubten.
Pünktchen und Irmela bildeten die Nachhut. Sie hatten allerlei miteinander zu tuscheln, was nicht für die Ohren der Kleineren bestimmt war.
»Ich finde Robbys Vater riesig nett«, vertraute Pünktchen der Freundin im Flüsterton an. »Man merkt ihm an, wie gern er seinen kleinen Sohn hat.«
»Trotzdem tut mir Robby leid«, entgegnete Irmela. »Er hat seine Mutter verloren und … Na ja, sein Vater besucht ihn zwar häufig oder hat zumindest versprochen, dass er oft kommen wird, aber er scheint nicht viel Zeit zu haben.«
»Er hat nur so wenig Zeit, weil seine Frau nichts erfahren darf«, platzte Pünktchen heraus.
»Ah, Herr Dürnauer ist demnach verheiratet«, schloss Irmela.
»Ja. Ich sollte eigentlich nichts von dem, was Nick mir erzählt hat, weitersagen …« Pünktchen stockte und schien nicht gesonnen, fortzufahren.
»Sprich weiter«, forderte Irmela das jüngere Mädchen auf. »Es ist gemein, erst Andeutungen fallen zu lassen und dann nicht mit der Sprache herauszurücken.«
»Ich weiß ja selbst nichts Genaues.«
»Immerhin weißt du von uns allen stets am besten über die Vorgänge in Sophienlust Bescheid«, fiel Irmela Pünktchen ungeduldig ins Wort. Es war ein offenes Geheimnis, dass Nick und Pünktchen einander besonders gut verstanden und dass Angelina davon träumte, eines Tages Nicks Frau zu werden. Sie genoss eine Art Sonderstellung in Sophienlust und wurde auch oft nach Gut Schoeneich, dem Wohnsitz der Familie von Schoenecker, eingeladen. Diese Tatsache nahmen die übrigen Kinder von Sophienlust als Selbstverständlichkeit hin. Sie beneideten Pünktchen nicht, aber sie wollten von dem Mädchen über außergewöhnliche Vorfälle eingeweiht werden. Insbesondere Irmela legte darauf großen Wert. »Also rück schon heraus mit deinem Wissen«, bat sie.
»Nun, Robert Geranek ist ein uneheliches Kind …«
»Ja, ja, das ist mir bekannt.«
»Und dass Robbys Mutter im Juni an einer zu spät erkannten Blinddarmentzündung gestorben ist, ist dir ebenfalls bekannt.«
»Ja, natürlich. Das hat Tante Isi uns erzählt. Und auch, dass Robby den Sommer über bei seiner Tante war, der es jedoch zu viel geworden ist, weil sie drei eigene Kinder hat. Deshalb hat sich Robbys Vater nach einem geeigneten Platz umgesehen, wo der Kleine bleiben kann, bis er die Schule hinter sich hat. Das bedeutet, dass Robby noch viele Jahre bei uns leben wird. Aber kommen wir endlich zur Sache. Warum haben Robbys Eltern nicht geheiratet?«
»Dumme Frage. Weil der Vater schon verheiratet war, deshalb. Seine Frau darf nichts von Robbys Existenz erfahren. Das hat Nick mir erzählt. Einzelheiten wusste er selbst nicht. Wie die Erwachsenen nun einmal sind: Interessante Dinge besprechen sie untereinander. Wir erfahren bloß das bisschen, das wir so aufschnappen. Nicht einmal Tante Isi bildet in dieser Beziehung eine Ausnahme.«
Irmela nickte nachdenklich. Tante Isi, das war Denise von Schoenecker, Nicks und Henriks Mutter. Sie war sowohl bei ihren eigenen Kindern als auch bei den Bewohnern von Sophienlust ungeheuer beliebt, aber es ließ sich nicht ableugnen, dass sie eine sehr diskrete Frau war und nie etwas an die große Glocke hängte. »Hm, Tante Isi denkt sich sicherlich etwas dabei, wenn sie uns nicht immer alles auf die Nase bindet«, meinte Irmela. »Vor allem in diesem Fall. Wenn Frau Dürnauer nichts von Robby erfahren darf, dann ist es klüger, möglichst wenig über die ganze Geschichte zu reden.«
»Na, und was tun wir beide gerade? Wir benehmen uns wie zwei alte Tratschweiber.«
»Ach Pünktchen, wir sind doch unter uns. Niemand hört uns zu.« In der Tat waren Schwester Regine und die übrigen schon ein gutes Stück voraus. »Konntest du sonst noch irgendetwas über Robby in Erfahrung bringen?«
»Nein, nichts. Nick ist der Meinung, dass die Bombe eines Tages platzen wird, doch diese Vermutung hat er wohlweislich für sich behalten.«
»Welche Bombe? Welche Bombe?«
»Irmela, stell dich doch nicht so dumm an. Nick meinte, dass Herr Dürnauer nicht auf ewig seiner Frau die Existenz seines Sohnes wird verheimlichen können. Schließlich wohnen sie ebenfalls in Wildmoos, gar nicht weit von Sophienlust entfernt. Stell dir vor, seine Frau wäre uns vorhin begegnet, in dem Augenblick, als Robby von seinem Vater zärtlich Abschied nahm.« Diese Vorstellung erschien Pünktchen äußerst komisch, sie musste kichern.
Auch Irmela lachte verhalten.
Die Weidegründe des Lechnerbauern waren für das Vorhaben der Kinder in der Tat geeigneter als die Parkanlagen von Sophienlust. Hier standen ihnen keine Bäume beziehungsweise Sträucher im Weg, und sie brauchten auch nicht auf Blumenbeete zu achten. Die grasende Kuhherde hielt sich in der Nähe des Waldrandes auf, sodass den Kindern auf der weitläufigen Fläche genügend Spielraum blieb.
Ein leichter Wind wehte, gerade richtig zum Drachen steigen lassen. Der Himmel war tiefblau. Die klare Luft und vereinzelte gelb gefärbte Blätter waren Anzeichen des nahen Herbstes.
»Was für eine wunderbare Aussicht man von hier aus hat«, meinte die Kinderschwester. »Man sieht hinunter aufs Dorf, der Kirchturm scheint zum Greifen nahe.«
»Aber Sophienlust sieht man nicht«, kritisierte die fünfjährige Heidi Holsten. Als eines der jüngsten Kinder von Sophienlust wurde sie von den Größeren oft verhätschelt. Seit Robby in dem Kinderheim lebte, fühlte sie sich allerdings ein wenig zur Seite geschoben. Ihrem sonnigen Wesen tat dies keinen Abbruch, aber gänzlich konnte sie ihre Eifersucht auf den Neuling nicht unterdrücken. Auch jetzt, als Schwester Regine Robby hochhob, damit er ebenfalls die schöne Aussicht genießen konnte, schmiegte sie sich an die junge Frau und bettelte: »Nimm mich auch hoch. Ich will Sophienlust sehen.«
»Dein Zuhause kannst du von hier aus nicht erblicken«, erklärte die junge Frau freundlich. »Da
