Auch du wirst wieder einen Papi haben: Sophienlust (ab 351) 400 – Familienroman
Von Marisa Frank
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Über dieses E-Book
Der Sophienlust Bestseller darf als ein Höhepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schönen Romanen so richtig zum Leben erwacht.
»Das ist aber schön, daß Sie wirklich einmal kommen.« Frau Reisner streckte ihrer Besucherin beide Hände entgegen. Sie freute sich aufrichtig, denn sie hatte sich mit Frau Rennert immer gut verstanden. Viele Jahre lang waren die beiden Arbeitskolleginnen gewesen. »Vorgehabt hatte ich es ja schon lange. Nun ja, man ist nicht mehr die Jüngste. Ich verlasse Sophienlust nur noch selten.« Frau Rennert, eine ältere, aber sehr mütterlich wirkende Frau, lächelte. Dabei sah sie sich um. Wie öde sah die Halle dieses Kinderheims aus. Die Wände waren grau, auf dem Boden lag kein einziger Teppich. Anstelle von fröhlichem Kinderlachen war Weinen zu hören. Wie anders war es dagegen in Sophienlust. »Verzeihen Sie«, sagte Frau Reisner. »Ich glaube, da gibt es wieder einmal Streit. Wollen Sie mitkommen?« Noch bevor Frau Rennert antworten konnte, eilte sie schon in einen angrenzenden Raum. Else Rennert, die Heimleiterin des Kinderheims Sophienlust, ging hinter ihr her. Noch immer stellte sie Vergleiche zwischen diesem städtischen Kinderheim und dem Kinderheim Sophienlust an, wo sie nun schon seit so vielen Jahren tätig war.
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Buchvorschau
Auch du wirst wieder einen Papi haben - Marisa Frank
Sophienlust (ab 351)
– 400 –
Auch du wirst wieder einen Papi haben
Die kleine Julia braucht sehr viel Liebe und Zuwendung
Marisa Frank
»Das ist aber schön, daß Sie wirklich einmal kommen.« Frau Reisner streckte ihrer Besucherin beide Hände entgegen. Sie freute sich aufrichtig, denn sie hatte sich mit Frau Rennert immer gut verstanden. Viele Jahre lang waren die beiden Arbeitskolleginnen gewesen.
»Vorgehabt hatte ich es ja schon lange. Nun ja, man ist nicht mehr die Jüngste. Ich verlasse Sophienlust nur noch selten.«
Frau Rennert, eine ältere, aber sehr mütterlich wirkende Frau, lächelte. Dabei sah sie sich um. Wie öde sah die Halle dieses Kinderheims aus. Die Wände waren grau, auf dem Boden lag kein einziger Teppich. Anstelle von fröhlichem Kinderlachen war Weinen zu hören. Wie anders war es dagegen in Sophienlust.
»Verzeihen Sie«, sagte Frau Reisner. »Ich glaube, da gibt es wieder einmal Streit. Wollen Sie mitkommen?« Noch bevor Frau Rennert antworten konnte, eilte sie schon in einen angrenzenden Raum.
Else Rennert, die Heimleiterin des Kinderheims Sophienlust, ging hinter ihr her. Noch immer stellte sie Vergleiche zwischen diesem städtischen Kinderheim und dem Kinderheim Sophienlust an, wo sie nun schon seit so vielen Jahren tätig war.
»Was ist denn hier los?« fragte Frau Reisner. »Müßt ihr euch denn immer zanken?« Sie eilte auf zwei Kinder zu, die sich um ein Buch stritten.
»Ich will jetzt lesen«, erklärte ein kleines Mädchen. Nochmals riß sie an dem Buch – und plötzlich hatte sie eine Seite in der Hand.
»Jetzt ist es kaputt«, heulte der Junge auf. »Es war mein Buch.«
»Nein.« Auch dem Mädchen liefen nun Tränen über die Wangen. »Das Buch hat mir gehört. Ich habe es immer angeschaut.«
»Du hast doch die Puppe«, schluchzte der Junge. »Meinem Teddy aber fehlt ein Bein.«
Das Mädchen gab keine Antwort. Es drehte sich um und drückte ihren Kopf in Frau Reisners Schoß. Der Junge lief dagegen auf ein junges Mädchen zu, das gerade den Raum betrat.
»Du mußt sie bestrafen«, forderte er. »Sie ist böse.«
Frau Rennert beobachtete still diese kleine Szene sowie die anderen Kinder, die sich verängstigt in eine Ecke zurückgezogen hatten.
»Es ist ja schon gut«, versuchte Frau Reisner zu trösten. Flüchtig strich sie der Kleinen über das Haar, dann wandte sie sich unwillig an das junge Mädchen. »Wo waren Sie, Schwester Renate? Sie sollten doch bei den Kindern bleiben.«
»Ich mußte nach Martina sehen«, kam es trotzig von den Lippen des jungen Mädchens, das Schwesterntracht trug. »Martina hat hohes Fieber.«
»Und ich muß mal«, meldete sich ein Kind.
»Hast du etwa wieder in die Hose gemacht?« fragte die Schwester.
»Nein, aber Julia hat es getan.« Triumphierend streckte die Kleine ihre Hand aus. »Sieh nur nach, ihre Hose ist sicher naß.«
»Julia, ist das wahr?« rief die junge Kinderschwester und schob den Jungen, der noch immer schluchzte, von sich.
Das Kind, das Julia genannt wurde, stand still da. Es gab keine Antwort, starrte nur vor sich hin.
»Ihr seht doch, daß wir Besuch haben«, sagte Frau Reisner. »Seid ein bißchen lieb, dann dürft ihr hinaus in den Garten gehen.«
»Ja«, sagten einige Kinder gehorsam, setzten sich aber da, wo sie gerade standen, einfach auf den Boden.
Frau Reisner wandte sich ihrer ehemaligen Kollegin zu. »Kommen Sie, Frau Rennert, ich will mal sehen, ob wir einen Kaffee bekommen. Ich habe jetzt sowieso Freistunde.«
»Und die Kinder?« fragte Else Rennert. Sie sah alle nochmals der Reihe nach an. Kein einziges Kind lächelte.
»Die Kinder sind gewohnt, allein zu sein.« Resignierend zuckte Frau Reisner die Achseln. »Es fehlt uns an Personal. Wir haben auch nur zwei Hände. Schwester Renate, ich hoffe, Sie kommen mit den Kindern zurecht. Wenn nicht, ich bin im Empfangszimmer.«
Die junge Schwester sah nur kurz hoch und nickte. Ihr Gesicht war vor Ärger gerötet. »Drei Jahre alt – und noch immer macht sie in die Hose«, schimpfte sie laut.
Frau Reisner seufzte, dann wandte sie sich ab. »Kommen Sie!« Sie schob ihre ehemalige Kollegin fast aus dem Zimmer. »Ich bin so froh, daß Sie da sind, und möchte mich mit Ihnen in Ruhe unterhalten. Wie lange haben wir uns schon nicht mehr gesehen?«
»Es dürfen wohl zehn Jahre her sein, daß Sie mich in Sophienlust besuchten.«
»Ja, Sophienlust.« Frau Reisner seufzte erneut. »Ich habe es noch gut in Erinnerung.« Sie führte ihre Besucherin in ein Zimmer. »Ich sehe schnell nach dem Kaffee. Dann müssen Sie mir von Sophienlust erzählen.«
Frau Rennert tat das gern. Sie war stolz auf das Kinderheim, das den Beinamen: ›Das Heim der glücklichen Kinder‹ trug. Während sie zusammen mit Frau Reisner Kaffee trank, erzählte sie einige lustige Episoden. In Sophienlust war immer etwas los. Den Kindern – das jüngste Dauerkind war fünf Jahre alt – fiel ständig etwas ein, und sie führten ihre Ideen auch aus. Neben dem großen ehemaligen Herrenhaus, in dem die Kinder untergebracht waren, standen ihnen ein Park, zu dem auch ein Spielplatz und eine Spielwiese gehörten, zur Verfügung.
Frau Reisner hörte aufmerksam zu. »Man kann fast nicht glauben, daß in Sophienlust Kinder wohnen, die ihre Eltern verloren haben. Nach Ihrer Schilderung sind die Kinder lustig, aufgeschlossen und stecken voller Übermut.«
»Nun, wenn ein Kind frisch nach Sophienlust kommt, dann ist das auch nicht immer der Fall«, gab Frau Rennert zu. »Viele dieser Kinder haben ein schweres Schicksal hinter sich. Aber wir bemühen uns alle, ihnen das Lachen wieder beizubringen.«
»Sehen Sie, da fehlt es eben bei uns. Oft könnte ich verzweifeln. Wir haben nicht genügend Zeit, um auf jedes einzelne Kind richtig eingehen zu können. Wir sind überfüllt, es fehlt bei uns an Spielzeug und an Platz. Hinter dem Haus ist eine kleine Wiese. Das heißt, es sollte eine Wiese sein, aber es wächst kaum Gras. Dort müssen sich die Kinder aufhalten, wenn sie im Freien sind. Fußball zu spielen und herumzutoben – davon kann keine Rede sein. Dem Heim fehlt es an Geld. Sie wissen ja, daß hier entweder Waisenkinder oder Kinder von ledigen Müttern untergebracht sind. Viele Mütter kümmern sich überhaupt nicht um ihr Kind. Das alles bedeutet, daß die Kinder, die hier wohnen, nichts zu lachen haben. Ich tue mein Bestes, aber wie Sie selbst sehen, ist dies nicht genug.«
Beide Frauen hatten in ihrem Beruf große Erfahrung, und diese tauschten sie nun aus. Doch lange blieben sie nicht ungestört. Ohne daß vorher angeklopft worden war, wurde die Tür aufgerissen. Frau Rennert schätzte das hereinstürmende Kind auf etwas zehn Jahre. Es zerrte ein Mädchen hinter sich her.
»Da!« rief die Zehnjährige. »Die kannst du haben. Mit ihr wollen wir nicht mehr spielen.«
»Maria, ich habe dir schon oft gesagt, daß du anklopfen sollst, bevor du hier hereinkommst.«
»Ich will ja nicht dableiben. Ich bringe nur die da! Sie ist dumm. Sie steht nur da und glotzt. Wir können sie nicht brauchen. Los!« Sie versetzte der Kleinen einen Stoß. »Wenn du sprechen kannst, dann kannst du wieder zu uns kommen.«
»Maria!« tadelte Frau Reisner streng. Sie erhob sich, aber da hatte das große Mädchen das Zimmer bereits wieder verlassen.
»Ein entzückendes Kind«, sagte Frau Rennert. Die Kleine war ihr schon zuvor aufgefallen. Sie erhob sich und ging auf das Mädchen zu. »Wie heißt du denn?« fragte sie freundlich.
Sekundenlang sah die Kleine sie groß an, dann drehte sie sich um und ging in die Zimmerecke. Mit dem Gesicht zur weiß getünchten Wand blieb sie unbeweglich stehen.
»Was hat sie denn?« fragte Frau Rennert verwirrt.
»Das kann man bei ihr nie genau sagen. Von den Kindern wird sie gehänselt. Diese halten sie für dumm und wollen nichts mehr mit ihr zu tun haben. Ich glaube aber nicht, daß sie zurückgeblieben ist, auch wenn man aus ihr kaum etwas herausbringt. Sie ist ein Kind, das sehr viel Liebe braucht.« Frau Rennert hob die Hände und ließ sie wieder sinken. »In dieser Umgebung hier von Liebe zu reden ist paradox.«
»Wie heißt die Kleine?« fragte Frau Rennert. Sie konnte den Blick nicht von dem Kind, das sich nicht rührte, lösen. Steif wie ein Stock stand es da, mit dem Gesicht zur Wand.
»Julia«, antwortete Frau Reisner. Sie ging zu dem kleinen Mädchen hin. »Julia, was ist denn los?« Sie nahm die Kleine auf den Arm. »Heute bist du doch nicht traurig. Du weißt doch, heute kommt dich deine Mami besuchen.«
Frau Rennert sah jetzt das Gesicht des Kindes. Es war ein ausgesprochen hübsches Kind. Das volle blonde Haar fiel ihm bis auf die Schultern, aber in seinem Gesicht regte sich nichts.
»Julia, hast du mich nicht verstanden?« fragte Frau Reisner. Liebevoll strich sie der Kleinen den Pony zurecht. »Wollen wir nachsehen, ob deine Mami schon kommt?«
»Mami…« Gedehnt kam das Wort aus Julias Mund.
»Ja, deine Mami.«
In diesem Moment klopfte es. Eine junge Frau trat gleich darauf ein. Sie grüßte, dann streckte sie ihre Hände nach dem Kind aus. »Julia, hier bin ich! Bekommt
