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Was für ein harter Typ!: Der neue Dr. Laurin 134 – Arztroman
Was für ein harter Typ!: Der neue Dr. Laurin 134 – Arztroman
Was für ein harter Typ!: Der neue Dr. Laurin 134 – Arztroman
eBook108 Seiten1 StundeDer neue Dr. Laurin

Was für ein harter Typ!: Der neue Dr. Laurin 134 – Arztroman

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Über dieses E-Book

Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an.
Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt.
Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen.
Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert.

Jonas Kaufinger schwitzte, aber er machte weiter, zog sein Programm im Fitnessstudio durch wie immer. Dabei hatte er schlecht geschlafen, das merkte er. Es kostete ihn heute mehr Kraft als sonst, sein übliches Pensum durchzuziehen. Mehr als einmal war er versucht, einfach aufzuhören, es für dieses Mal gut sein zu lassen, aber er machte weiter. So, wie er es immer tat, wenn es richtig unangenehm wurde. Er zog sein Ding durch, egal, was es ihn kostete – auch an einem noch immer recht frühen Samstagmorgen. Als er fertig war und zum Duschen ging, begegnete er Patrick, der als Trainer im Studio arbeitete. Patrick grinste ihn an. »War heute schwerer als sonst, oder? Ich hatte schon Sorge, dass du dein Training vorzeitig abbrichst.« Das hatte er natürlich gleich wieder gesehen. Jonas nickte, aber er ärgerte sich, dass Patrick ihn bei einer Schwäche ertappt hatte. Seine Schwächen behielt er am liebsten für sich. »Ja, ich habe zu wenig geschlafen.« Patrick grinste wieder. »Wie heißt sie denn?« Damit hatte sein Schlafmangel nichts zu tun, aber das würde er Patrick garantiert nicht auf die Nase binden. »Sei nicht so neugierig!«, erwiderte er, grinste ebenfalls und ging weiter. Patrick rief ihm noch etwas nach, aber Jonas tat, als hätte er nichts gehört und ging weiter.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum24. Sept. 2024
ISBN9783989867055
Was für ein harter Typ!: Der neue Dr. Laurin 134 – Arztroman
Autor

Viola Maybach

Viola Maybach war als Fernsehredakteurin und -produzentin tätig. Heute arbeitet sie als Autorin in verschiedenen Bereichen und lebt in Frankfurt.

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    Buchvorschau

    Was für ein harter Typ! - Viola Maybach

    Der neue Dr. Laurin

    – 134 –

    Was für ein harter Typ!

    Unveröffentlichter Roman

    Viola Maybach

    Jonas Kaufinger schwitzte, aber er machte weiter, zog sein Programm im Fitnessstudio durch wie immer. Dabei hatte er schlecht geschlafen, das merkte er. Es kostete ihn heute mehr Kraft als sonst, sein übliches Pensum durchzuziehen. Mehr als einmal war er versucht, einfach aufzuhören, es für dieses Mal gut sein zu lassen, aber er machte weiter. So, wie er es immer tat, wenn es richtig unangenehm wurde. Er zog sein Ding durch, egal, was es ihn kostete – auch an einem noch immer recht frühen Samstagmorgen.

    Als er fertig war und zum Duschen ging, begegnete er Patrick, der als Trainer im Studio arbeitete. Patrick grinste ihn an. »War heute schwerer als sonst, oder? Ich hatte schon Sorge, dass du dein Training vorzeitig abbrichst.«

    Das hatte er natürlich gleich wieder gesehen. Jonas nickte, aber er ärgerte sich, dass Patrick ihn bei einer Schwäche ertappt hatte. Seine Schwächen behielt er am liebsten für sich. »Ja, ich habe zu wenig geschlafen.«

    Patrick grinste wieder. »Wie heißt sie denn?«

    Damit hatte sein Schlafmangel nichts zu tun, aber das würde er Patrick garantiert nicht auf die Nase binden. »Sei nicht so neugierig!«, erwiderte er, grinste ebenfalls und ging weiter. Patrick rief ihm noch etwas nach, aber Jonas tat, als hätte er nichts gehört und ging weiter. Auf schlüpfrige Unterhaltungen konnte er gut verzichten, was Patrick eigentlich auch wusste. Aber er versuchte es trotzdem immer wieder.

    Die Dusche war entspannend. Für heute hatte er sein Pensum erfüllt, den restlichen Sonntag würde er nur noch mit angenehmen Dingen verbringen. Er dachte an den Besuch, den er später machen würde und merkte, wie sich sein Mund ganz von selbst zu einem Lächeln verzog.

    Als er die Dusche verließ und am Übungsraum vorbeiging, sah er, dass Patricks Kurs begonnen hatte, der wie immer gut gefüllt war. Patrick war einer der beliebtesten Trainer des Studios – und einer der besten, das gestand Jonas ihm neidlos zu. Er unterrichtete unter anderem Yoga und hatte eine große, vor allem weibliche Fangemeinde. Manchmal besuchte Jonas einen seiner Rücken-Kurse, mit Yoga konnte er nichts anfangen. Beim ersten Mal war er davon ausgegangen, locker mitmachen zu können, hatte seinen Irrtum jedoch schnell erkennen müssen. An den anschließenden Muskelkater erinnerte sich heute noch mit Schaudern.

    Jetzt jedenfalls war er froh, dass Patrick beschäftigt war und er sich keine weiteren dummen Sprüche anhören musste. Er unterhielt sich mit Patrick gern über Gesundheit, Sport, Ernährung – auf den Rest konnte er verzichten.

    Er ging langsam zurück nach Hause, genoss das warme Wetter, fragte sich aber gleichzeitig, warum er sich nicht mehr darüber freute, warum er immer noch so gedrückter Stimmung war. Ob das auch mit dem schlechten Schlaf zusammenhing? Unwillkürlich blieb er stehen, als ihn eine Erinnerung streifte. Er hatte einen Albtraum gehabt! Mitten in der Nacht war er aufgewacht, sitzend, keuchend, völlig verschwitzt. Er hatte sich an seinen Traum nicht erinnern können, nur daran, dass ihm etwas Schreckliches zugestoßen war.

    Ein Jogger kam ihm entgegen, wurde langsamer, entpuppte sich als sein Freund Finn Lohner. »Wieso stehst du hier mitten auf dem Weg wie zur Salzsäule erstarrt?«, fragte Finn, während er auf der Stelle weiterlief. Er keuchte nicht einmal, obwohl er recht schnell unterwegs gewesen war. Er war spindeldürr, dabei konnte niemand ihm nachsagen, dass er wenig aß. Er nahm trotzdem kein Gramm zu.

    »Mir ist gerade was Unangenehmes eingefallen. Kommst du gleich zum Frühstück? Ich war im Studio und bin auf dem Weg nach Hause.«

    »Sehr gute Idee!«, rief Finn. »Bin in einer halben Stunde bei dir!«, und schon trabte er weiter.

    Jonas‘ Laune hob sich schlagartig, der Albtraum war vergessen. Finn und er waren in vielerlei Hinsicht wie ein altes Ehepaar: Sie sahen sich fast täglich, hatten ihre Routinen, gingen sich gelegentlich, wenn es heikel wurde, aber auch mal aus dem Weg. Doch bislang hatte kein Streit – sie stritten regelmäßig – ihrer Freundschaft etwas anhaben können. Sie waren oft unterschiedlicher Meinung, doch auch das empfanden sie eher als belebendes Element ihrer Freundschaft.

    Der dünne Finn, der gerne lief – er nahm auch an Marathon-Rennen teil – und der durchtrainierte Jonas, der lieber Kraftsport betrieb, waren nicht nur, was ihre Figur betraf, so weit voneinander entfernt, wie es zwei gleichaltrige Männer nur sein konnten: Finn war blond und blass, selbst im Sommer nahm seine Haut kaum Farbe an, weil er die Sonne konsequent mied. Er trug die Haare ziemlich lang, band sie manchmal zusammen, und er hatte, wie Jonas es nannte, einen ›Modetick‹. Finn gab viel Geld für seine Kleidung aus, er hatte einen sehr guten Geschmack, und manchmal, wenn er sich wieder einmal mit Jonas streiten wollte, kritisierte er dessen Stil. »Du könntest dir ein bisschen mehr Mühe mit deinem Erscheinungsbild geben«, sagte er dann etwa. »Du bist so ein gut aussehender Mann, aber einfach langweilig und einfallslos gekleidet. Es gibt auch noch andere Kleidungsstücke als Jeans und T-Shirts, lass dir das mal gesagt sein. Und auch mit Farbe könntest du …«

    Spätestens an dieser Stelle hatte er Jonas so weit, dass dieser an die Decke ging. »Hör auf, ich fühle mich wohl in meinen Klamotten, ich brauche keine anderen. Fang nicht immer wieder mit diesem Thema an.«

    »Doch, das muss ich, weil es so schade ist, wie wenig du aus dir machst.«

    Beim letzten Mal, als sie sich über diesem Thema in die Haare gekriegt hatten, war Jonas einfach gegangen. Das war jetzt ungefähr vier Wochen her.

    Im Gegensatz zu seinem Freund trug Jonas seine dichten dunklen Haare eher kurz, er hatte buschige, ebenfalls dunkle Augenbrauen und ließ sich gerne gelegentlich einen Drei-Tage-Bart stehen – bis seine Haut anfing zu jucken und er ihn dringend wieder loswerden wollte.

    Er ließ sich Zeit mit der Zubereitung des Frühstücks, denn Finn würde erst in einer Stunde hier sein. Sein Zeitgefühl war anders als bei anderen Menschen, was ihm in seinem Job schon häufiger Probleme bereitet hatte. Er kam fast immer zu spät, blieb dann aber auch ohne zu murren manchmal bis in den Abend hinein, wenn er ein Problem noch nicht gelöst hatte. Finn war Software-Entwickler, einer der Besten, wie es hieß.

    Jonas glaubte das sofort. Wenn er Probleme mit seinem Computersystem hatte, wusste Finn immer Rat. Jonas selbst interessierte sich nur am Rande für Technik. Er nutzte sie, wo er sie brauchte, aber wie alles im Einzelnen funktionierte, wollte er nicht unbedingt wissen. Dafür gab es Fachleute wie Finn, was er sehr praktisch fand.

    Seine Begabungen lagen auf anderem Gebiet. Er war Verleger geworden, was Leute, die ihn gerade erst kennenlernten, regelmäßig verblüffte. Offenbar entsprach er dem Bild nicht, das sich die meisten von einem ›Büchermenschen‹ machten. Jonas amüsierte sich darüber, meistens jedenfalls. Er veröffentlichte auch Romane und Kinderbücher, aber sein Geld verdiente der Verlag vor allem mit populärwissenschaftlichen pädagogischen oder psychologischen

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