Auf dem Pilgerpfad der Liebe: Toni der Hüttenwirt 509 – Heimatroman
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Über dieses E-Book
"Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser.
Bürgermeister Fellbacher kaufte jeden Morgen eine Zeitung im Andenken- und Trachtenladen Boller. Sobald er das Rathaus betrat, machte ihm Gina, die Gemeindesekretärin, einen Kaffee. In aller Ruhe las er zum Kaffee die Zeitung. Das war ein festes Ritual. Doch an diesem Morgen gab es keine Zeitung. Der Andenken- und Trachtenladen Boller war geschlossen. Es hing auch kein Schild an der Tür, das die Schließung erklärte. Bürgermeister Fellbacher blickte durch das Glas der Eingangstür. Der Laden sah aus wie immer. Nichts deutete auf unvorhergesehene Vorkommnisse hin. »Der Franz wird verschlafen haben«, murmelte Fellbacher. »Des ist kein Wunder, bei dem Stress, den er hat, so ganz ohne seine Veronika.« Fellbacher ging zur Haustür, die an der anderen Seite des Gebäudes lag. Er drückte auf die Klingel und wartete. Es geschah nichts. »Mei, hat der Franz einen Schlaf«, murmelte er vor sich hin. Fellbacher drückte erneut auf den Klingelknopf und ließ den Finger mindestens zehn Sekunden drauf. Er konnte deutlich hören, wie die Klingel drinnen durch das ganze Haus schallte.
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Rezensionen für Auf dem Pilgerpfad der Liebe
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Buchvorschau
Auf dem Pilgerpfad der Liebe - Friederike von Buchner
Toni der Hüttenwirt
– 509 –
Auf dem Pilgerpfad der Liebe
So war es nicht geplant ...
Friederike von Buchner
Bürgermeister Fellbacher kaufte jeden Morgen eine Zeitung im Andenken- und Trachtenladen Boller. Sobald er das Rathaus betrat, machte ihm Gina, die Gemeindesekretärin, einen Kaffee. In aller Ruhe las er zum Kaffee die Zeitung. Das war ein festes Ritual.
Doch an diesem Morgen gab es keine Zeitung. Der Andenken- und Trachtenladen Boller war geschlossen. Es hing auch kein Schild an der Tür, das die Schließung erklärte. Bürgermeister Fellbacher blickte durch das Glas der Eingangstür. Der Laden sah aus wie immer. Nichts deutete auf unvorhergesehene Vorkommnisse hin.
»Der Franz wird verschlafen haben«, murmelte Fellbacher. »Des ist kein Wunder, bei dem Stress, den er hat, so ganz ohne seine Veronika.«
Fellbacher ging zur Haustür, die an der anderen Seite des Gebäudes lag. Er drückte auf die Klingel und wartete. Es geschah nichts.
»Mei, hat der Franz einen Schlaf«, murmelte er vor sich hin.
Fellbacher drückte erneut auf den Klingelknopf und ließ den Finger mindestens zehn Sekunden drauf. Er konnte deutlich hören, wie die Klingel drinnen durch das ganze Haus schallte. Da dann immer noch nichts passierte, gab Fellbacher mit der Klingel das SOS-Signal. Wie auf See üblich, drückte er dreimal kurz, dreimal lang und wieder dreimal kurz. Das wiederholte er etliche Male.
»Also, jetzt wird es mir zu dumm«, schimpfte Fellbacher. »Entweder er hat Ohrstöpsel drin oder er schläft einen Rausch aus.«
Andere Erklärungen fielen ihm nicht ein. Etwas verärgert, dass er auf seine geliebte Morgenzeitung verzichten musste, ging er über den Marktplatz und die Hauptstraße ins Rathaus.
»Grüß Gott, Herr Bürgermeister«, rief Gina fröhlich. »Ich bringe gleich den Kaffee.«
»Grüß Gott, Gina! Kaffee ohne meine Zeitung, der schmeckt nicht. Lass es sein!«
»Keine Zeitung?«, staunte Gina. »Ich kann schnell hinüberspringen und eine holen.«
Sie war gewohnt, dass Fellbacher die Schlagzeilen der politischen Artikel lautstark kommentierte.
»Drüben bei den Bollers ist niemand. Der Laden ist geschlossen. Es steht auch nichts dran. Ich habe an der Haustür Sturm geklingelt, aber niemand hat aufgemacht.«
Gina schaute Fellbacher mit großen Augen an.
»Da staunst du, wie?«
»Das hat es noch nie gegeben. Hoffentlich ist da nichts passiert. Die Geschichte mit der Veronika geht dem Franz sehr zu Herzen. Er wird doch keine Dummheit gemacht haben?«
»Na, des hat er sicherlich net!«, sagte Fellbacher im Brustton der Überzeugung. Doch er bekam einen Riesenschreck bei dem Gedanken.
»Meinst, er könnte eine Eselei gemacht haben? Des wäre schlimm. Oder er kann unter der Last des Kummers zusammengebrochen sein. Vielleicht liegt er irgendwo und braucht Hilfe.«
Fellbacher rieb sich das Kinn. Er dachte einen Augenblick nach.
»Gina, bring mir doch einen Kaffee!«
Gina nickte.
Fellbacher setzte sich an seinen Schreibtisch. Er trommelte nervös mit den Fingern. Als Gina ihm den Kaffee brachte, nickte er nur. Er dachte angestrengt nach. Er musste etwas unternehmen. Doch da war guter Rat teuer. Er konnte die freiwillige Feuerwehr anrufen. Sie könnte die Tür aufmachen. Doch sie brauchte einen guten Grund, und die Polizei musste dabei sein. Aber dann müssten Chris und Wolfi einen Bericht schreiben. Entweder es ist etwas passiert oder es war alles in Ordnung. Wenn der Franz in seiner Wohnung liegt, weil er vor Kummer einen Herzinfarkt hatte, dann würde er froh sein, dass ihm geholfen wird. Wenn aber nix war, dann wäre das Hausfriedensbruch, und es könnte ihm politisch an den Kragen gehen. Die Opposition würde das ausschlachten. Aber nichts tun und abwarten, dazu konnte er sich auch nicht entschließen.
Er trank den Kaffee aus.
»Gina, ich muss noch mal fort«, sagte er knapp.
Fellbacher eilte hinüber zum Pfarrhaus und läutete Sturm. Helene Träutlein öffnete.
»Ich muss ihn sprechen«, sagte er nur, während er die Haushälterin zur Seite schob.
»Heiner, ich bin’s. Heiner, du musst mir helfen«, rief er laut.
Pfarrer Heiner Zandler, ein Jugendfreund des Bürgermeisters, saß in der Küche des Pfarrhauses beim Frühstück. Er stand auf und ging in den Flur.
»Grüß Gott, Fritz! Komm rein«, sagte er.
Pfarrer Zandler setzte sich wieder und frühstückte weiter.
»Grüß Gott, Heiner! Ich brauche deine Hilfe. Hast du einen Dietrich?«
»Wo willst einbrechen? Hast du dich selbst aus dem Rathaus gesperrt?«
»Schmarrn! Ich habe Angst um den Franz Boller. Der Laden ist zu.«
»Das weiß ich. Träutlein wollte die Zeitung holen.«
»Heiner, ich habe Sturm geklingelt. Niemand macht auf. Du weißt, dass Franz unglücklich ist, ja, richtig verzweifelt ist er. Wenn …«
»Sprich net weiter, Fritz! So etwas soll man nicht einmal denken.«
»Das sagst du so einfach. Also, hast du einen Dietrich? Ich will rein und nachsehen, wie es ihm geht. Vielleicht hat er sich auch nur einen Rausch angetrunken oder er streikt, weil er im Leben keinen Sinn mehr sieht, den Laden ohne seine Veronika zu führen. Ich will kein Aufsehen erregen.«
»Lieber machst du dich strafbar?«
»Himmel, was bist für ein Krümelsucher, Heiner. Ich sorge mich, sonst nix. Franz wird es verstehen.«
»Einen Dietrich habe ich nicht, den würde ich dir auch nicht geben. Aber ich habe einen Schlüssel.«
»Was du nicht sagst? Her damit! Wie kommt es, dass du einen Schlüssel hast?«
Pfarrer Zandler wandte sich an Helene Träutlein. Er forderte sie auf, mitzukommen. Zandler hatte es so eingerichtet, dass seine Haushälterin bei Franz nach dem Rechten schaute, so lange Veronika beim Doktor Engler auf der kleinen Krankenstation lag. Er erklärte, dass Träutlein Franz die Wäsche machte und putzte. Aber dass sie für ihn kochte, wollte er nicht.
Gemeinsam gingen sie hinüber zum Haus der Bollers. Pfarrer Zandler schloss auf. Sie stiegen die Treppe hinauf, schauten zuerst in der Küche, dann im Wohnzimmer und dann im Schlafzimmer nach. Sie fanden Franz nicht. Er war auch nicht in einem der Nebenräume des Ladens oder im Lager.
»Herr Pfarrer, ich vermute, Franz war heute Nacht nicht daheim. Das Bett ist unberührt. Sonst, wenn ich zum Putzen komme, lege ich zuerst das Bett zum Lüften ins Fenster. Ich bin sicher, dass er heute Nacht nicht hier geschlafen hat«, sagte Helene Träutlein sichtlich verlegen.
Fritz und Heiner schauten sich an und schmunzelten.
»Der hat kein anderes Madl, bei dem er vielleicht genächtigt hatte«, sagte Fellbacher. »Der Franz ist kein Hallodri.«
Zandler stimmte dem Bürgermeister zu.
»Dann müssen wir Veronika fragen. Vielleicht weiß sie etwas«, sagte Fellbacher.
Zandler stimmte zu. Fellbacher sollte allein mit Veronika sprechen. Der Geistliche hatte einen Termin im Ordinariat und musste fort.
Sie verließen das Haus und schlossen ab.
Dann trennten sie sich. Fellbacher machte sich sofort auf den Weg zur Arztpraxis.
Dr. Martin Engler saß mit seiner Frau Karla und der alten Schwanningerbäuerin beim Frühstück.
Schon im Flur hörte Fellbacher lautes Lachen.
»Grüß Gott!«, sagte Fellbacher.
»Grüß Gott, hast du schon gehört, was heute Nacht passiert ist? Auch wenn Wolfi und Chris keinen Bericht schreiben, werden sie es herumerzählen. Es ist auch zu lustig.«
Martin, Karla und die alte Schwanningerin mussten wieder lachen.
Verwundert setzte sich Fellbacher zu ihnen an den Tisch und schaute erstaunt in die Runde.
»Dich wird die Geschichte auch gleich erheitern, Fellbacher. Hör zu!«, sagte Martin. »Heute Nacht wollte Franz Boller bei seiner Veronika fensterln, die bei mir auf der Krankenstation liegt. Sie konnte in der Dunkelheit nicht erkennen, wer da durch das Fenster wollte. Beherzt wie sie ist, hat sie ihm mit aller Kraft die große emaillierte Waschschüssel übergehauen. Franz liegt jetzt mit einer Gehirnerschütterung ebenfalls hier. Eine Platzwunde musste ich nähen. Die beiden teilen sich ein Krankenzimmer.«
Fellbacher schmunzelte zuerst, dann grinste er und musste schließlich laut lachen.
»Chris und Wolfi mussten auch lachen. Das ist auch ein Ding. Da will ein Ehemann bei seiner eigenen Frau fensterln. Sie hält ihn für einen Einbrecher und schlägt ihn nieder. Die Geschichte könnte ein Film sein. Aber sie ist wahr.«
»Und wie geht es den beiden jetzt?«, fragte Fellbacher.
»Franz sollte noch einige Tage im
