Über dieses E-Book
Sein dreißigster Geburtstag steht kurz bevor – und seine Freunde bestehen darauf, dass Selfmade-Millionär Gio Giordano angemessen feiert! Da kommt das Angebot der jungen Event-Planerin Luna Vecchioni wie gerufen. Denn plötzlich hat Gio eine geniale, wenn auch düstere Idee: Luna ist die Tochter seines Erzrivalen. Könnte er nicht durch sie an brisante Informationen kommen, um sich an ihm zu rächen? Der stolze Italiener engagiert die aparte Schönheit, die Party zu organisieren. Aber er hat die Rechnung nicht mit dem Gefühl gemacht, das man Liebe nennt …
Penny Roberts
<p>Hinter Penny Roberts steht eigentlich ein Ehepaar, das eines ganz gewiss gemeinsam hat: die Liebe zum Schreiben. Schon früh hatten beide immer nur Bücher im Kopf, und daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Und auch wenn der Pfad nicht immer ohne Stolpersteine und Hindernisse war – bereut haben beide ihre Entscheidung, das Hobby zum Beruf zu machen, nie. Denn was kann es Schöneres geben, als mit der Kraft der eigenen Fantasie immer wieder neue Geschichten zu erzählen?</p>
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Buchvorschau
Das sinnliche Spiel des italienischen Millionärs - Penny Roberts
IMPRESSUM
JULIA erscheint in der Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH, Hamburg
© 2022 by Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH, Hamburg
für Penny Roberts: „Das sinnliche Spiel des italienischen Millionärs"
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA, Band 042023 02/2023
Abbildungen: Harlequin Books S. A., alle Rechte vorbehalten
Veröffentlicht im ePub Format in 02/2023 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783751518369
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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1. KAPITEL
„Was soll das heißen, er ist an keinem Treffen interessiert?" Gio kniff die Augen zusammen, während er mit der rechten Hand sein Handy so fest umklammerte, dass es drohte, ernsthaften Schaden zu nehmen. „Dannazione a tutto, ich bin nicht irgendwer! Ich bin …"
„Ich weiß, wer Sie sind, Signor, erklang zum wiederholten Mal die weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung. Bemüht ruhig und sachlich konnte Adriano Vecchionis Sekretärin doch nicht verbergen, dass sie inzwischen genervt von ihm war. „Sie sind Giovanni Giordano und …
„Signor Vecchionis Geschäftspartner", fiel Gio ihr ins Wort. „Sein enger Geschäftspartner", fügte er mit deutlich schärferer Stimme hinzu.
„Es tut mir leid, Signor, aber ich kann da nichts machen. Mein Boss ist derzeit … nicht zu sprechen für Sie. Soll ich vielleicht eine Nachricht …"
Doch ehe sie die Frage zu Ende stellen konnte, beendete Gio mit einem lauten italienischen Fluch das Gespräch und kehrte auf die Terrasse zurück, wo sein alter Freund Marios auf ihn wartete.
Seufzend stützte er sich einen Moment mit beiden Händen an die Balustrade und ließ den Blick über den Hafen von Sorrent schweifen. Blitzendes grünblaues Meer, in dem sich die strahlende Sonne spiegelte, exklusive Jachten, die zwischen einfachen Fischerbooten im Wasser schaukelten, eingebettet in hübsche pastellfarbene Häuser am Hafenrand. Dahinter üppig begrünte Hänge und schroffe Felsen.
Auf einem dieser Felsen thronte Gios Villa. Ein Ort der Ruhe, zweifellos. Und damit der genaue Gegensatz zu seinem Geburtsort, wo er noch immer seinen Hauptwohnsitz hatte, genau wie seine Eltern.
Neapel.
Gio gäbe einiges darum, nie wieder dorthin zurückkehren zu müssen. Allein schon die Nähe zu seinen Eltern war ihm ein Dorn im Auge. Dummerweise blieb ihm keine Wahl, denn nicht nur seine Eltern lebten nach wie vor in Neapel, auch der Sitz der Firma, für die er seit Kurzem als CEO tätig war, lag dort.
Er hatte seine Ferienvilla in Sorrent gekauft, um hier zumindest ab und zu herzukommen und sich zu entspannen. Immerhin lag der Ort nur knapp eine Stunde von Neapel entfernt und war damit eigentlich ideal als Refugium geeignet. Doch er hätte wissen müssen, dass es für so etwas wie Ruhe und Erholung in seinem Leben keinen Platz gab. Die wenigen Male, die er hier gewesen war, hatte er seine Aufenthalte mit geschäftlichen Meetings verbunden. Mit Erholung hatte das nichts zu tun. An diesem Wochenende war allerdings kein Geschäftspartner, sondern sein alter Freund Marios zu Besuch.
Die Nummer zwei des früheren Dreiergespanns war erst vor einigen Wochen nach langer Funkstille wieder in sein Leben geplatzt. Leider konnte von einem entspannen Treffen unter alten Freunden aber nicht die Rede sein. Dazu hatte Gio im Moment einfach zu viele Probleme.
Probleme, für die einzig und allein ein Mann verantwortlich war.
Adriano Vecchioni …
Sobald der erste Zorn verraucht war, tat Gio sein aufbrausende Verhalten am Handy auch schon wieder leid. Vecchionis Sekretärin war nun wirklich die Letzte, die etwas für ihren unfähigen Boss konnte. Das wusste Gio natürlich, doch was sollte er machen? Er war nun mal Italiener durch und durch – und es brauchte allgemein nicht allzu viel, bis sein Temperament mit ihm durchging. Und bei Vecchionis Unverfrorenheit war das absolut kein Wunder. Was bildete dieser Kerl sich ein? Der Deal war schon so gut wie in trockenen Tüchern gewesen, und nun …
„Ärger?", erklang Marios’ Stimme hinter ihm.
Gio seufzte. „Ein Geschäftspartner, der plötzlich Probleme macht und nicht mehr für mich zu sprechen ist – obwohl der Deal, den ich mit seinem Vorgänger vorbereitet habe, praktisch schon unterschriftsreif war. Mit einem weiteren Seufzen fuhr er sich mit einer Hand durchs kurze schwarze Haar, atmete tief durch und drehte sich schließlich um. „Tut mir leid
, erklärte er, während er zu Marios an den Tisch trat und sich ihm gegenüber hinsetzte. „Ich weiß, ich bin gerade kein guter Gastgeber. Sicher hast du dir unser erstes Treffen nach all den Jahren anders vorgestellt."
Marios machte eine abwinkende Handbewegung. „Nicht doch, sagte er und deutete mit demselben verschmitzten Grinsen, das schon früher so typisch für ihn gewesen war, auf den gedeckten Tisch. „Der Wein ist exzellent, die Antipasti sind vorzüglich, die Aussicht könnte nicht atemberaubender sein. Was will ich mehr? Gut, ein bisschen weibliche Gesellschaft … nur zum kurzen Vergnügen, natürlich. Du weißt ja, an mehr bin ich nicht interessiert. Das hat sich bis heute nicht geändert.
„Damit haben wir etwas gemeinsam, erwiderte Gio. „Wie sich Menschen auf so etwas wie Beziehungen einlassen können, werde ich nie verstehen.
Unwillkürlich wanderten seine Gedanken wieder zu seinen Eltern. Sie waren der wichtigste Grund für seine Einstellung zur Ehe.
„Aber ein bisschen Spaß ist schließlich nie verkehrt. Und wo könnte man den besser haben als auf einer Party."
„Party? Gio griff zu seinem Glas und trank einen Schluck Wein. „Was für eine Party?
„Na, deine Geburtstagsparty!"
„Meine … was?" Gio verschluckte sich fast.
„Deine Geburtstagsparty. Marios sah ihn ungläubig an. „Du wirst doch wohl deinen Dreißigsten gebührend feiern wollen!
„Ich hasse Geburtstage, besonders meine eigenen, und feiere sie grundsätzlich nie. Auch diesen nicht. Dreißig hin oder her. Außerdem …"
Marios kniff die Augen zusammen. „Außerdem? Ein wissender Ausdruck legte sich auf sein Gesicht. „Du denkst an Rafael.
Gio nickte. Rafael, der Dritte in ihrem Bunde, war seit einigen Monaten spurlos verschwunden und galt offiziell als vermisst. Das hatte Gio jedoch erst erfahren, als er vor Kurzem zum ersten Mal seit langer Zeit wieder mit Marios telefonierte.
Kaum zu glauben, dass sie früher einmal praktisch unzertrennlich gewesen waren. Die besten Freunde, die sich immer bedingungslos aufeinander verlassen konnten. Dabei stammten sie aus Welten, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten. Gio selbst, dessen Familie schon immer von der Hand in den Mund gelebt hatte, Marios, der eigentlich aus gutem Hause stammte, dessen Eltern aber alles verloren hatten, und Rafael, dessen Vater einer der größten Gönner der Kingsbrook Academy war.
Als Stipendiaten hatten Gio und Marios es nicht immer leicht gehabt, gab es doch eine Gruppe von Mitschülern, die sie und alle anderen, deren Familien das teure Schulgeld nicht aus eigener Kraft aufbringen konnten, als Schmarotzer betrachteten. Ihre Freundschaft mit Rafael hatte sie mehr als nur einmal vor gemeinen Attacken geschützt. Denn niemand – nicht einmal Marios’ verhasster Cousin Stavros – hatte sich mit ihm anlegen wollen.
Doch nicht jeder hatte so viel Glück gehabt.
Ein Junge – Steve – war aus irgendeinem Grund ganz besonders zur Zielscheibe für Spott und kleine Grausamkeiten geworden. Vielleicht lag es daran, dass er nicht nur einer der Stipendiaten war, sondern außerdem ein wenig schüchtern, unsportlich und linkisch. Anfangs waren es nur kleine Dinge gewesen. Papierbällchen, die während des Unterrichts in seine Richtung geschossen wurden, Kaugummis unter seinem Tisch. Doch es wurde immer schlimmer und schlimmer, und die Lehrer unternahmen nichts und taten einfach so, als würden sie nichts mitbekommen.
Steve hatte einmal versucht, sich an den Vertrauenslehrer zu wenden, doch der hatte das Ganze als dumme Jungenstreiche abgetan und Steve geraten, sich ein dickeres Fell zuzulegen.
Gio, Marios und Rafael hatten ihr Möglichstes getan, um ihm zu helfen, doch sie konnten nicht immer auf ihn aufpassen. Und Stavros und seine Spießgesellen waren unerbittlich gewesen und hatten jede sich bietende Gelegenheit genutzt.
Am Ende war es so schlimm gewesen, dass sich Steve kaum noch aus seinem Zimmer getraut hatte. Und dann, eines Tages, war er einfach fort gewesen. Spurlos verschwunden.
Die eilig zusammengetrommelte Suchmannschaft hatte ihn ebenso wenig finden können wie die Polizei. Es wurden Vermutungen angestellt, dass er dem Leistungsdruck einfach nicht mehr länger hatte standhalten können. Doch daran hatten Gio und seine Freunde nicht eine Sekunde geglaubt.
„Erinnerst du dich noch an unseren Schwur?", riss Marios ihn aus seinen trüben Gedanken.
„Du denn?"
Erneut wanderten seine Gedanken fast fünfzehn Jahre zurück. Zu jenem heißen Sommertag in Massachusetts, an dem Steve verschwand und sie sich am Ufer des kleinen Sees, der zum Internat gehörte, das Versprechen gaben, immer füreinander da zu sein und sich von nichts und niemandem davon abhalten zu lassen, ihr Leben in vollen Zügen zu genießen.
„Wie es aussieht, musste erst etwas passieren, damit wir uns wieder daran erinnern", murmelte Gio.
„Glaubst du, Rafael ist etwas zugestoßen? Er ist nicht der Typ, der einfach so abtaucht. Und laut meiner Quellen hätte er dazu auch gar keinen Grund gehabt. Er war sehr erfolgreich, hatte keine dunklen Flecken auf seiner Weste … Stell dir vor, er hat wohl sogar einen Privatermittler engagiert, weil er unbedingt herausfinden wollte, was aus Steve geworden ist. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er da in irgendetwas hineingeraten ist. Und ich frage mich, ob er unsere Hilfe gebraucht hätte. Marios schüttelte frustriert den Kopf. „Denkst du, wir hätten es verhindern können?
Auf die erste Frage hatte Gio keine Antwort. Und auf die zweite … „Wir haben uns versprochen, füreinander da zu sein. Immer."
Marios hob die Hände und lehnte sich zurück. „Du weißt doch, wie das mit solchen Versprechen ist. Wenn man sie gibt, ist man fest entschlossen, sie zu halten, komme, was da wolle. Dann vergeht die Zeit, die Wege trennen sich, man wird älter, verändert sich, jeder lebt sein Leben. Er sah Gio ernst an. „Versteh mich nicht falsch, ich mache mir große Sorgen um Rafael, und ich wünschte wirklich, wir könnten irgendetwas unternehmen. Ich spiele mit dem Gedanken, ebenfalls Ermittler zu beauftragen – allerdings nicht, um nach Steve zu suchen, sondern nach Rafael.
„Glaubst du denn, das bringt etwas? Gio war skeptisch. „Wenn er nicht gefunden werden will, dann wird man ihn nicht finden, davon bin ich überzeugt.
„Aber was, wenn er in Schwierigkeiten steckt. Wenn er … wenn er nicht tot ist, wie gemunkelt wird. Marios zuckte mit den Schultern. „Ich fühle mich schlecht, so, als hätte ich ihn im Stich gelassen. Dabei weiß ich, wie unsinnig das ist.
Er griff zu seinem Glas, trank einen Schluck und fuhr fort: „Wie auch immer … es gibt einen anderen Teil unseres Versprechens, den solltest du endlich mal in Angriff nehmen."
Gio kniff die Augen zusammen.
