Kommissar Jörgensen und der Clan der Mörder: Mordermittlung Hamburg Kriminalroman
Von Chris Heller und Peter Haberl
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Kommissar Jörgensen und der Clan der Mörder: Mordermittlung Hamburg Kriminalroman
Krimi von Peter Haberl & Chris Heller
Was geschah vor 25 Jahren? Anwalt Weinreich hat mit seinen Uni-Freunden offenbar eine Bombe gezündet und will nun sein Gewissen erleichtern. Aber diese ehemaligen Freunde wollen sich der Verantwortung nicht stellen. Schon bald häufen sich die Todesfälle in diesem Umkreis. Aber wo und wann wurde eine Bombe gezündet?
Die Kriminalpolizei hat keine Anhaltspunkte, nur tote Zeugen.
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Kommissar Jörgensen und der Clan der Mörder - Chris Heller
Kommissar Jörgensen und der Clan der Mörder: Mordermittlung Hamburg Kriminalroman
Krimi von Peter Haberl & Chris Heller
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Was geschah vor 25 Jahren? Anwalt Weinreich hat mit seinen Uni-Freunden offenbar eine Bombe gezündet und will nun sein Gewissen erleichtern. Aber diese ehemaligen Freunde wollen sich der Verantwortung nicht stellen. Schon bald häufen sich die Todesfälle in diesem Umkreis. Aber wo und wann wurde eine Bombe gezündet?
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1
Mein Name ist Uwe Jörgensen.
Kriminalhauptkommissar Uwe Jörgensen?
Ganz genau.
Sie gehören zur Kriminalpolizeilichen Ermittlungsgruppe des Bundes hier in Hamburg, nicht wahr? Zumindest geht das aus meinen Unterlagen hervor.
Das ist auch korrekt.
Und Ihr direkter Vorgesetzter ist Kriminaldirektor Bock.
Der leitet unsere Abteilung.
Herr Jörgensen, wissen Sie, warum Sie hier sind?
Ehrlich gesagt: nein. Und ich halte das auch für Zeitverschwendung.
Die junge Frau, die mir gegenüber saß, schlug die Beine übereinander. Sie war ein zartes, etwas verhuscht wirkendes Wesen mit blasser Gesichtsfarbe. Sie war Psychologin. Und mit dem, was sie vorhatte, war ich absolut nicht einverstanden. Aber hätte ich mich gegen eine dienstliche Anordnung stellen wollen? Nein, sowas vermeidet man tunlichst, wenn man Beamter ist. Ich bin da keine Ausnahme. Und da Herr Bock mich eindringlich ermahnt hatte, war ich zu diesem Gesprächstermin auch erschienen.
Eigentlich hatte ich nämlich vorgehabt, ihn zu schwänzen. Aber nach der kleinen Standpauke, die der Chef mir gehalten hatte, hatte ich meine Meinung dazu etwas geändert. Zumindest meine offizielle Meinung. Die Meinung, die ich öffentlich äußerte. Meine eigentliche Ansicht dazu war natürlich dieselbe geblieben. Leider ist das ein Phänomen, was immer häufiger vorkommt. Man hat eine Meinung, aber doe darf man offiziell nicht äußern, weil man dann Nachteile befürchten muss. In so einer Situation war ich jetzt gerade. Denn wenn ich hier das falsche sagte, würde sich das in meinen dienstlichen Beurteilungen wiederfinden.
Da war ich mir sicher.
Also hielt ich den Mund und versuchte, mich nur so zu äußern, wie es mit der Meinung, die offiziell als die Richtige galt, konform ging.
Der letzte Satz, den ich dazu gesagt hatte, war in dieser Hinsicht natürlich kontraproduktiv.
Dieser Frau zu sagen, dass ihre Arbeit eigentlich Zeitverschwendung war, das war zwar nicht die feine Hamburger Art. Aber es war ehrlich. Und es war mir einfach so herausgerutscht. Ich habe es einfach nicht so mit dem Lügen. Ich sage lieber die Wahrheit, auch wenn das leider nicht immer möglich ist. Das Problem mit den Lügen ist nämlich, dass aus jeder Lüge in der Regel mindestens eine weitere Lüge folgt. Und aus dieser Lüge wieder eine. Mindestens. Man muss sich dann irgendwann sehr viele Lügen merken, wenn man noch halbwegs konsistent bleiben will.
Den meisten Verdächtigen, die uns Im Verhör anliegen, geht das so.
Irgendwann haben die Lügen dann eine kritische Masse erreicht. Und dann bricht das Lügengebäude irgendwann auch zusammen. Auf diesen Moment warten wir oft bei einem Verhör. Man muss geduldig sein. Aber dass dieser Moment irgendwann eintritt, ist vollkommen sicher. Darauf kann man sich wirklich verlassen. Hundertprozentig. Ich habe noch keinen Fall erlebt, in dem das anders gewesen wäre.
Wenn man allerdings selbst der Lügner ist, dann ist man natürlich nicht besser dran.
Anscheinend war bei mir der Moment, an dem das Kartenhaus meiner offiziellen Lügenwahrheit zusammenbrach, schon sehr schnell gekommen.
Kommt wahrscheinlich daher, dass ich nicht sehr viel Übung habe.
Übung im Lügen, meine ich.
Und deshalb dauert es dann auch nicht lange, bis sich die Wahrheit dann irgendwann den Weg vom Herzen zum M und bahnt und schwupps, dann ist sie auch schon draußen, die verflixte, flüchtige Wahrheit.
Geht manchmal wirklich schneller, als man so gemeinhin denkt.
Es tut mir Leid, dass Sie unserem Gespräch so negativ gegenüberstehen, Herr Jörgensen.
Tja...
Ich möchte Sie gerne vom Gegenteil überzeugen.
Sie können es gerne versuchen.
Das, was wir tun, nennt sich Supervision.
Hm.
Haben Sie schon einmal von der Gesprächstechnik der Supervision gehört, Herr Jörgensen?
Das deutsche Wort für Supervision ist Überwachung.
Nein...
Habe ich das etwa falsch übersetzt?
Nein, das nicht, aber...
Na, also!
Wir verstehen unter einer professionellen Supervision, dass wir über Fälle aus Ihrem Berufsalltag sprechen und dabei herausarbeiten, wie diese mit dem spezifischen Lebensstil zusammenhängen.
Lebensstil?
Ja. Das ist ein Begriff aus der Individualpsychologie. Jeder Mensch hat einen seinem Charakter entsprechenden, spezifischen Lebensstil. Dieser Lebensstil zeigt sich stichprobenhaft in all unseren Handlungen und er beeinflusst unsere Wahrnehmung. Wir nennen das tendenziöse Perzeption. Sie bewirkt, dass jeder Mensch aufgrund seines Lebensstils ganz spezifische blinde Flecken in der Wahrnehmung hat und vielleicht ganz spezifische Schwierigkeiten mit bestimmten Situationen, Menschen, Fall-Konstellationen oder anderen beruflichen Zusammenhängen.
Ah, ja...
Unsere gemeinsame Arbeit soll Ihnen helfen, mit Ihrem Berufsalltag besser zurechtzukommen und Ihre eigenen Anteile an eventuellen Schwierigkeiten besser erkennen zu lernen. Im letzten Schritt können wir dann gemeinsam alternative Handlungsmuster einüben.
Ich sah sie an.
Sie erwiderte den Blick.
Ich brauchte ein paar Augenblicke, um mich wieder zu fassen.
Sollte es wirklich wahr sein?
Sollte ich meine ohnehin sehr knappe Zeit mit so einem Unfug vergeuden?
Ich will dabei gar nicht die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Psychologie anzweifeln. Wie käme ich dazu? Von so etwas habe ich keine Ahnung.
Aber warum soll jemand sich behandeln lassen, der gar kein Problem hat?
Es geht doch auch niemand zum Arzt, dem nichts wehtut! Ja, das iust ja auch ein großer Fehler!, hörte ich die Gegenargumentation schon im Geiste. Aber mal ehr: Muss man sich mit Problemen befassen, die man gar nicht hat? Kann man nicht wenigstens damit warten, bis sie auch tatsächlich auftauchen?
Das wäre doch eigentlich wohl das Mindeste, wie ich finde.
Oder sind Sie anderer Meinung?
Die Sache ist nur die: Weder Ihre Meinung noch meine Meinung zählte in dieser Angelegenheit. Es zählte einzig und allein die Meinung dieser jungen Frau, die ich auch kaum davon würde überzeugen können, dass Ihre Arbeit sinnloser Unsinn war. Und es zählte natürlich die Meinung unseres Dienstherrn. Der Dienstherr hieß in diesem Fall Innenministerium. Schon der Begriff Dienstherr klingt mittelalterlich. Aber das Verhältnis eines Beamten zu seinem Dienstherrn ist auch mittelalterlich. Das hat nichts mit dem Verhältnis eines Arbeitgebers zu seinem Angestellten zu tun.
Ein Angestellter bekommt Lohn für geleistete Arbeit. Ein Beamter hingegen hat dem Dienstherrn Treue geschworen und wird für seine Treue zum Dienstherrn versorgt. Deswegen heißt das Amt, von dem ich mein Gehalt kriege auch Versorgungsamt. Und das ganze funktioniert letztlich wie Treuepflicht eines Ritters im Mittelalter zu seinem Grafen.
Ich atmete tief durch.
Also gut
, sagte ich. Und ich dachte: Bringen wir es hinter uns!
Ich hatte schließlich schon Schlimmeres erlebt.
Dann schildern Sie mir doch bitte Ihr im Augenblick größtes berufliches Problem
, säuselte die junge Frau. Sie hatte die Frage von ihrem Fragebogen abgelesen. Es schien da eine Art Konzept zu geben, nach dem sie vorging.
Mein größtes Problem?
Ja.
Mein größtes Problem ist die Zugluft im Büro.
Die Zugluft?
Ja. Die kommt durch die Klima-Anlage. Und die lässt sich leider nicht abschalten.
Ein interessantes Problem, Herr Jörgensen.
Finden Sie?
Hatten Sie immer schon Probleme mit Zugluft?
Ja, ich bin da empfindlich.
Gehen wir in Ihre Kindheit zurück. Wann ist Ihnen Zugluft in Ihrer Kindheit das erste Mal unangenehm aufgefallen?
Gar nicht.
Sie runzelte die Stirn.
Gar nicht?
Bei uns zu Hause gab es keine Zugluft.
Überhaupt keine?
Nein.
Aber...
Mein Vater hat sehr darauf geachtet, dass es im Haus nicht zog. Er war nämlich selber in dieser Hinsicht empfindlich.
Ah, ja...
Deswegen hat er immer dafür gesorgt, dass alles dicht wahr.
Sehnen Sie sich in diese Zeit zurück, Herr Jörgensen?
Ich atmete tief durch. Sie gab einfach nicht auf. Alles musste mit der Kindheit zu tun haben. Und alles war dann Bestandteil meines charakterlichen Lebensstils, den ich in der Kindheit entwickelt hatte. Das war die Theorie. Und sie wahr vielleicht sogar richtig. Ich fragte mich nur, warum ich so genau darüber Bescheid wissen musste. Ich fragte mich auch, weshalb ich mich jetzt so intensiv den Untiefen meiner Persönlichkeit widmen sollte, wo es doch im Augenblick so viele andere Dinge zu tun gab.
Ich aber ich sah ein, dass es kein Entrinnen gab.
Widerstand war sinnlos, erkannte ich.
Und vor allem verlängerte jeder Widerstand nur das Leiden.
Also war es vielleicht das Beste, so wenig Widerstand wie möglich zu leisten und damit die Zeit, die mich dieser Unsinn kostete, zu verkürzen.
Ja, es ist gut, dass wir mal darüber sprechen
, sagte sich.
"Das ist ein konstruktiver
