Kommissar Jörgensen auf falscher Fährte: Mordermittlung Hamburg Kriminalroman
Von Peter Haberl und Chris Heller
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Kommissar Jörgensen auf falscher Fährte: Mordermittlung Hamburg Kriminalroman
Krimi von Peter Haberl & Chris Heller
Zuerst wird der Gangster Richard Stiemer ermordet, kurze Zeit später auch sein Sohn. Das lässt die Vermutung aufkommen, dass nun ein Krieg in der Unterwelt ausbrechen wird. Doch dann schlägt der Killer wieder zu. Der Sohn eines Baumagnaten ist sein Opfer. Aber wo ist hier die Verbindung zu den beiden ersten Morden? Dieses Rätsel müssen die beiden Hamburger Kommissare Uwe Jörgensen und Roy Müller lösen. Während sie versuchen ein Motiv und Spuren zu finden, werden weitere Personen ermordet ...
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Kommissar Jörgensen auf falscher Fährte - Peter Haberl
Zuerst wird der Gangster Richard Stiemer ermordet, kurze Zeit später auch sein Sohn. Das lässt die Vermutung aufkommen, dass nun ein Krieg in der Unterwelt ausbrechen wird. Doch dann schlägt der Killer wieder zu. Der Sohn eines Baumagnaten ist sein Opfer. Aber wo ist hier die Verbindung zu den beiden ersten Morden? Dieses Rätsel müssen die beiden Hamburger Kommissare Uwe Jörgensen und Roy Müller lösen. Während sie versuchen ein Motiv und Spuren zu finden, werden weitere Personen ermordet ...
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Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Cassiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von
Alfred Bekker
© Roman by Author
Kommissar Jörgensen ist eine Erfindung von Alfred Bekker.
Chris Heller ist ein Pseudonym von Alfred Bekker.
© dieser Ausgabe 2023 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen
Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.
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1
Vor Dienstbeginn machte ich am Elbstrand einen kurzen Spaziergang. Es war noch früh. Nebel hing über der Elbe. Ein Signalhorn war zu hören. Und die Geräusche von Wasservögeln., Hauptsächlich Möwen, würde ich sagen.
Es gab ein paar Jogger hier und ein paar Leute, die ihren Hund ausführten.
Ein Rottweiler kam geradewegs auf mich zu.
Der macht nichts
, meinte sein Herrchen.
Ich aber schon
, sagte ich.
Was?
Der Hund tut vielleicht nichts, aber ich schon.
Das Problem ist, dass man bei so einem Tier nie weiß, oib es friedlich ist.
Und ich hatte keine Lust, es darauf ankommen zu lassen.
Also zog ich meine Dienstwaffe.
Ich schieß ihn ab, wenn er näher kommt!
, sagte ich.
Ein Pfiff und der Rottweiler drehte um.
Tierquäler!
, knurrte der Hundebesitzer.
Etwas später holte ich meinen Kollegen Kriminalhauptkommissar Roy Müller an der bekannten Ecke ab und wir fuhren zusammen zum Präsidium.
Mein Name ist übrigens Uwe Jörgensen. Ich bin Kriminalhauptkommissar und zusammen mit Roy Teil der sogenannten ‘Kriminalpolizeilichen Ermittlungsgruppe des Bundes’, die hier in Hamburg angesiedelt ist.
*
Wir betraten das Büro des Kriminaldirektors. Es war kurz nach 8 Uhr. Vor wenigen Minuten hatten wir den Dienst angetreten. Der Chef erhob sich und kam um seinen Schreibtisch herum.
Moin
, sagten Roy und ich beinahe im selben Moment, was einen etwas dissonanten Chor ergab.
»Guten Morgen«, sagte Herr Bock betont hochdeutsch und förmlich und schüttelte jedem von uns die Hand.
Ich schätze, es gibt einen neuen Fall
, sagte Roy.
»Setzen Sie sich!« Herr Bock vollführte eine einladende Handbewegung. Sein Gesicht war sehr ernst. Wir ließen uns an dem kleinen Konferenztisch nieder. Der Kriminaldirektor setzte sich zu uns.
»Richard Stiemer wurde erschossen, als er seine Wohnung verließ«, erklärte der Kriminaldirektor. »Beim Polizeikommissariat rechnet man den Mord dem organisierten Verbrechen zu. Man hat die Sache an uns abgegeben.«
»Ist die Rede von Richard Stiemer, dem Mafioso, der sich unserem Zugriff bisher erfolgreich entzogen hat?«, fragte ich ahnungsvoll.
»Sie treffen mit Ihrer Vermutung den Nagel auf den Kopf, Uwe«, erwiderte der Chef.
Ich zog die Unterlippe zwischen die Zähne und kaute darauf herum.
»Deutet das auf einen beginnenden Krieg in der Unterwelt hin?«, fragte ich nach einer kurzen Zeit der Nachdenklichkeit.
»Es ist nicht auszuschließen, meine Herren«, antwortete Herr Bock.
»Wir müssen es jedenfalls ins Kalkül ziehen«, murmelte ich.
»Wann geschah der Mord?«, fragte Roy.
»Vorgestern, morgens gegen neun Uhr. Der Mörder schoss aus einem vorbeifahrenden Auto. Er muss vor dem Haus des Opfers gewartet haben. Stiemer verließ jeden Morgen kurz vor neun Uhr seine Wohnung, um ins Fitnessstudio zu fahren. Der Killer muss seine Gewohnheiten gekannt haben.«
»Also am siebenundzwanzigsten«, sagte ich. »Gibt es sonst noch irgendwelche Hinweise?«
»Nein. Niemand sah oder hörte etwas. Der Täter muss einen Schalldämpfer benutzt haben. Die Wehnerchaussee ist morgens immer ziemlich belebt. Einige Leute sahen Stiemer zusammenbrechen. Die meisten dachten zunächst an einen Schwächeanfall oder etwas in der Art.«
»Liegen die gerichtsmedizinischen Ergebnisse schon vor?«, fragte ich.
Der Chef erhob sich, ging zu seinem Schreibtisch und holte einen dünnen Schnellhefter, den er mir überreichte.
»Das ist die Akte. Ich lege den Fall in Ihre Hände. Schnappen Sie sich den Killer und seinen Auftraggeber und verhindern Sie einen blutigen Krieg in der Unterwelt!«
»Wir tun unser Bestes«, versprach ich.
Wir kehrten in unser Büro zurück und begannen, die Unterlagen zu studieren.
Die Kugel hatte Stiemer ins Herz getroffen. Es handelte sich um ein Geschoss vom Kaliber 45 ACP. Die Befragung der Menschen, die Stiemer zusammenbrechen sahen, hatte nicht den geringsten Hinweis ergeben.
Stiemer war verheiratet und hatte einen Sohn, der sechsundzwanzig Jahre alt war und in der Brennenhofer Straße wohnte.
Ich nahm den Telefonhörer vom Apparat und tippte eine Nummer. Dreimal ertönte das Freizeichen, dann ertönte es: »Ewert, Polizeikommissariat.«
»Hallo, Harry.«
Kommissar Harry Ewert war Leiter der Mordkommission Hamburg-Mitte. Sein Spitzname war 'Super-Aufklärer', weil er sich immer damit brüstete, dass seine Leute so ziemlich jeden Mord in ihrem Zuständigkeitsbereich aufklärten.
»Ah, Uwe! Lange nichts von dir gehört.«
»Es gab keinen Grund.«
»Den scheint es heute zu geben. Und ich kann mir auch denken, was dich veranlasst, mich anzurufen. Es ist die Sache Stiemer, nicht wahr?«
»Sehr richtig. Ihr habt uns den Fall aufs Auge gedrückt.«
»Wir sind dankbar für jede Sache, die uns abgenommen wird«, versetzte Ewert.
»Na schön, Harry. Ich habe eure Protokolle gelesen. Gibt es vielleicht sonst noch etwas, was ihr nicht vermerkt habt?«
»Du kennst sicher Stiemers Ruf«, sagte 'Super-Aufklärer'. »Natürlich haben wir nicht vermerkt, dass er wahrscheinlich ein skrupelloser Gangster war. Für diese Behauptung fehlt uns der Beweis. Stiemer hatte einflussreiche Freunde, Leute, die in Wirtschaft und Politik Führungspositionen einnehmen. Er zeigte sich ausgesprochen sozial und spendete für entsprechende Zwecke hohe Summen. An einer solchen Fassade zu kratzen kann den Kopf kosten.«
Harry Ewert lachte nach diesen Worten bitter auf.
»Ihr habt euer Ohr doch ständig am Pulsschlag des Verbrechens, Harry. Gibt es Hinweise, dass sich jemand auf Stiemers Thron schwingen möchte?«
»Wir vermuten es. Es ist nicht auszuschließen, dass Stiemer von der Konkurrenz ausgeschaltet wurde. Sicher aber hat ein Mann wie er unabhängig davon eine Menge Feinde. Wir haben nicht den Hauch einer Ahnung. Aber die Vermutung, dass es sich um eine Auseinandersetzung in der Unterwelt handelt, lässt sich nicht wegdenken.«
»Habt ihr mit seiner Gattin und seinem Sohn gesprochen?«
»Nein. Die Frau hat einen Schock erlitten und war nicht vernehmungsfähig. Von einer Vernehmung des Sohnes versprachen wir uns kein Ergebnis. Er soll eine führende Position in der Drogenmafia einnehmen, und es ist wohl so, dass sich seine Bereitschaft, mit uns zu kooperieren, ausgesprochen in Grenzen halten dürfte.«
»Wir werden mit ihm ein Gespräch führen«, versicherte ich. Dann bedankte ich mich bei 'Super-Aufklärer', verabschiedete mich und legte auf.
Roy, der dank des aktivierten Lautsprechers alles hören konnte, knurrte: »Magere Ausbeute.«
Ich zuckte mit den Schultern.
»Wir haben eine Leiche. Ansonsten stehen wir ganz am Anfang. Beginnen wir mit unserer Arbeit! Ich schlage vor, wir versuchen zunächst mal mit Frau Stiemer zu sprechen, und dann beschäftigen wir uns mit Dennis Stiemer, dem Kronprinzen. Er wird jetzt ja wohl an die Stelle seines Vaters treten.«
Aus den Unterlagen hatte ich entnehmen können, dass sich Carola Stiemer im Wilhelmsburger Klinikum befand. Ich rief dort an. Ein Arzt erklärte mir, dass sie sich auf dem Weg der Besserung befinde und vernehmungsfähig sei.
»Ich will jedoch nicht, dass Sie Frau Stiemer über Gebühr in Anspruch nehmen«, gab der Arzt zu verstehen. »Sie bedarf nach wie vor der Ruhe.«
»Es sind nur ein paar Routinefragen«, versetzte ich.
»Sie haben sicher nichts dagegen, wenn ich der Befragung bewohne?«
»Nicht das Geringste.«
Wir fuhren sofort los.
2
Die Frau lag bleich in den Kissen. Unter ihren Augen lagen dunkle Ringe. Sogar die Lippen waren fahl. Die blond gefärbten Haare verstärkten ihre Blässe.
Sie lag allein in dem Zimmer. Der Arzt, der uns begleitete, hatte sich uns als Dr. Axel Benson vorgestellt.
»Guten Tag, Frau Stiemer«, grüßte ich. »Wie geht es Ihnen?«
»Sie sind von der Polizei, nicht wahr?«, fragte sie mit klangloser Stimme. Müde schaute sie mich an.
»Kriminalpolizei«, erwiderte ich. »Man hat die Ermittlungen an uns abgegeben. Fühlen Sie sich in der Lage, uns einige Fragen zu beantworten?«
Unruhig wischten die Hände über die Bettdecke. Leises Rascheln war zu vernehmen. Die Mundwinkel der Frau zuckten.
»Fragen Sie!«
»Hatte Ihr Mann Feinde?«
»Ich habe keine Ahnung. Er hat nie mit mir darüber gesprochen.«
»Wurde er bedroht?«
»Ich weiß es nicht.«
»Ihr Mann betrieb mehrere Reinigungsbetriebe«, sagte ich.
»Das ist richtig.«
»Sprach er vielleicht mal von Konkurrenz?«
»Nein.«
»War er in den letzten Tagen vor seinem Tod anders als sonst? Ich meine, hatte sich sein Wesen verändert?«
»Er war wie immer.«
»Ihnen ist also nichts aufgefallen?«
»Nein. Mein Mann wollte wie jeden Tag um neun Uhr ins Fitnessstudio fahren. Um acht Uhr sind wir aufgestanden.
