Blumen für Dr. Hanna Martens: Kinderärztin Dr. Martens Classic 18 – Arztroman
Von Britta Frey
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Über dieses E-Book
Kinderärztin Dr. Martens ist eine weibliche Identifikationsfigur von Format. Sie ist ein einzigartiger, ein unbestechlicher Charakter – und sie verfügt über einen liebenswerten Charme.
Alle Leserinnen von Arztromanen und Familienromanen sind begeistert!
Im morgendlichen Dämmerlicht betrachtete Philip Hornbach das sanfte Profil seiner schlafenden Frau Monika neben sich. Sie sah viel jünger als sechsundzwanzig aus. Er war immerhin schon zweiunddreißig. Fünf Jahre waren sie nun verheiratet und glücklich wie am ersten Tag. Auf den Ellbogen gestützt, verlor er sich in dem Anblick ihrer schönen Züge. Selbst im Schlaf schien ihr Gesicht von innen heraus zu strahlen, und eine Welle der Zuneigung und Liebe überflutete ihn. Monika schlug die Augen auf, die saphirfarben waren, zärtlich lächelte sie ihn an. »Ist es schon Zeit aufzustehen?« fragte sie und gähnte herzhaft. Als er verneinte, kuschelte sie sich an ihn. Ihr halblanges blondes Haar umschmeichelte sein Kinn. Und während die ersten Sonnenstrahlen durch die cremefarbigen Spitzenvorhänge schienen, umarmten sie einander – mit jener Mischung aus Leidenschaft und Zärtlichkeit, die beide jedesmal überwältigte. Dann klingelte der Wecker. Der Tag begann. Ein Tag, der schicksalhaft für Philip und Monika und ihren vierjährigen Sohn Florian werden würde. Während Monika in der Küche das Frühstück bereitete, machte sich Philip im Bad fertig. Er war gerade bei der Rasur, da öffne sich die Tür, und Florian kam herein. »Darf ich dir zusehen, Papi?« »Natürlich, mein Kleiner. Soll ich dich auch einseifen?«
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Blumen für Dr. Hanna Martens - Britta Frey
Kinderärztin Dr. Martens Classic
– 18 –
Blumen für Dr. Hanna Martens
Sie gab einer kleinen Familie das verlorene Glück
Britta Frey
Im morgendlichen Dämmerlicht betrachtete Philip Hornbach das sanfte Profil seiner schlafenden Frau Monika neben sich. Sie sah viel jünger als sechsundzwanzig aus. Er war immerhin schon zweiunddreißig. Fünf Jahre waren sie nun verheiratet und glücklich wie am ersten Tag.
Auf den Ellbogen gestützt, verlor er sich in dem Anblick ihrer schönen Züge. Selbst im Schlaf schien ihr Gesicht von innen heraus zu strahlen, und eine Welle der Zuneigung und Liebe überflutete ihn.
Monika schlug die Augen auf, die saphirfarben waren, zärtlich lächelte sie ihn an. »Ist es schon Zeit aufzustehen?« fragte sie und gähnte herzhaft.
Als er verneinte, kuschelte sie sich an ihn. Ihr halblanges blondes Haar umschmeichelte sein Kinn.
Und während die ersten Sonnenstrahlen durch die cremefarbigen Spitzenvorhänge schienen, umarmten sie einander – mit jener Mischung aus Leidenschaft und Zärtlichkeit, die beide jedesmal überwältigte.
Dann klingelte der Wecker. Der Tag begann. Ein Tag, der schicksalhaft für Philip und Monika und ihren vierjährigen Sohn Florian werden würde.
Während Monika in der Küche das Frühstück bereitete, machte sich Philip im Bad fertig. Er war gerade bei der Rasur, da öffne sich die Tür, und Florian kam herein.
»Darf ich dir zusehen, Papi?«
»Natürlich, mein Kleiner. Soll ich dich auch einseifen?«
»Nein, danke. Dazu muß ich ein wenig älter sein. Du weißt doch, daß ich erst vier Jahre bin. – Aber wir haben uns noch nicht guten Morgen gesagt, Papi.«
Philip hob den Jungen hoch und drückte den blonden Wuschelkopf an sich. »Guten Morgen, mein lieber Florian! Hast du gut geschlafen?«
»Danke ja, sehr gut. Nun hast du mein Gesicht aber doch mit Seifenschaum beschmiert«, sagte er ein wenig vorwurfsvoll. »Muß der nun mit dem scharfen Messer weggemacht werden?«
Die großen blauen Augen, die die gleiche Farbe wie die der Mutter hatten, blickten ein wenig ängstlich.
Philip lachte und sagte dann beruhigend: »Hier, nimm das Handtuch und wisch den Schaum einfach weg.«
Florian rieb seine Wange, als hätte er Schuhcreme dran. Erleichtert atmete er auf, als kein bißchen Schaum mehr zu sehen war.
»So, mein Sohn, nun wasch dir deine Hände und putze die Zähne, dann kannst du gleich mit Mami und mir frühstücken.«
Das Kind holte sich den kleinen Schemel, der immer in der Ecke des Bades stand, und der ihn größer machte, damit er den Wasserhahn über dem Becken aufdrehen konnte. Als er fertig war, versuchte er mit seiner Haarbürste die Locken glatt zu bekommen. Dies gelang ihm aber nicht, denn sie kräuselten sich immer wieder. Zu gern hätte er Mamis glattes Haar gehabt, er fand dieses viel schöner als seine mädchenhaften Locken.
Als er die Küchentür aufmachte, kam seine Mami auf ihn zu, bückte sich und drückte ihn an sich. »Guten Morgen, mein Liebling. Du bist aber heute schon sehr früh auf.«
»Ich hatte so Hunger, deshalb konnte ich nicht wieder einschlafen.«
»Na, dann setz dich zu uns, ich habe alles schon fertig.«
Florian, auf dessen Stuhl ein Kissen lag, damit er größer war, wartete, bis seine Mutter auch Platz genommen hatte, dann erst setzte er sich.
Mein Sohn ist ja schon ein kleiner, Kavalier, dachte Philip und grinste mit einem Augenzwinkern seine Frau an. Diese blinzelte zurück.
»Tun dir deine Augen weh, Mami?« wollte Florian gleich wissen.
»Nein, kein bißchen«, antwortete sie und vermied es, Philip anzusehen, sonst hätte sie losgelacht. So schmunzelte sie nur insgeheim, aber sie nahm sich vor, mit Philip zu reden, denn Florian war ein aufgeweckter Junge, der alle ihre Regungen beobachtete, auch die seines Vaters.
Obwohl Philip Hornbach erst zweiunddreißig war, hatte er schon eine leitende Stellung als Diplom-Ingenieur in einem bundesweiten Elektro-Konzern. Er war in der Firma wegen seiner hervorragenden Kenntnisse und seines Geschäftsinteresses sehr geschätzt. Zur Zeit arbeitete er in Hannover.
Er sah sehr gut aus, war mittelgroß und seine hellgrauen Augen kontrastierten gut mit seinem schwarzen, kurzgeschnittenen Haar.
Zu gern hätte er für seine Familie außerhalb Hannovers ein Haus mit einem Garten gekauft, doch er wußte, daß er eines Tages in eine andere Stadt versetzt werden würde. Deshalb hatte er eine Etagenwohnung in einem dreistöckigen Haus gemietet, mit einer großen Terrasse, als er Monika vor fünf Jahren geheiratet hatte.
Als er Monika das erste Mal sah, war sie mit einer Bekannten in den Maschsee-Gaststätten am See. Beide hatten einen großen Eisbecher vor sich. Er saß am Nebentisch und hörte ihr silberhelles Lachen. Nun sah er sich das Mädchen genauer an, das so melodisch lachen konnte.
Es war, als hätte neben ihm der Blitz eingeschlagen, so betäubt fühlte er sich, dann fing sein Herz rasend zu klopfen an. Die oder keine, wußte er im gleichen Augenblick.
Und der sonst so wortgewandte Philip wußte nicht, wie er mit diesem Mädchen bekannt werden könnte. Er sah sie nur an, denn sie war wunderschön. Die blonden, halblangen Haare fielen glatt auf die Schultern. Das ovale, leicht gebräunte Gesicht wurde von einem Augenpaar beherrscht, das die Farbe dunkelblauer Saphire hatte.
Panik ergriff ihn, als er sah, daß sie aufstand, ein paar Worte zu ihrer Begleiterin sagte und in die Gaststätte ging. Er sprang auf, warf dabei einen Stuhl um und wollte ihr nach. Sie drehte sich um, sah ihn nur stirnrunzelnd an wegen dieser Ungeschicklichkeit und ging dann weiter.
Sein Mädchen, wie er sie schon nannte, hatte in dem hellblauen Seidenkleid auch eine traumhafte Figur.
Mechanisch stellte er den Stuhl wieder auf und ging an den Tisch, an dem »ihre« Bekannte oder Freundin saß.
»Bitte, entschuldigen Sie meine Aufdringlichkeit…«
»Was wollen Sie?« fragte die Angesprochene unwirsch.
»Es ist lebenswichtig. Sie müssen mir helfen«, bat er.
»Und wie soll ich Ihnen helfen?« Philip merkte sofort, daß sie neugierig geworden war.
»Bitte, geben Sie mir die Adresse Ihrer Bekannten. Ich habe mich soeben unsterblich in sie verliebt.«
Wie habe ich mich nur benommen, dachte er, als sie die Hand vor den Mund nahm und zu lachen begann und nicht damit aufhören wollte.
Plötzlich setzte sein Herz für ein, zwei Schläge aus, denn die Schöne war zurückgekommen. Tief atmete er durch, als er sie fragen hörte: »Helmi, belästigt dich dieser Herr?«
»Nein, Monika. Stell dir vor, er hat sich in dich unsterblich verliebt. Ist das nicht zum Lachen?«
Nun wußte Philip ihren Namen. Er paßt zu ihr, dachte er. »Was ist daran so lächerlich?« fragte er erstaunt. Er hatte seine Fassung wiedergefunden, denn er konnte ja nicht als Tölpel vor ihr stehen und sie um ein Wiedersehen bitten.
Monika hatte kein Wort mehr gesagt, ganz ernst musterten ihn ihre wunderschönen Augen. Und was sie sah, gefiel ihr wohl, denn ein kleines Lächeln zuckte um ihren Mund.
»Entschuldigung! Natürlich muß ich mich erst vorstellen. Ich heiße Philip Hornbach, bin siebenundzwanzig Jahre – und bin Angestellter eines großen Elektro-Konzerns in Hannover.«
Monika gab ihm die Hand und sagte: »Ich bin Monika Maier – mit ai – einundzwanzig und bin technische Zeichnerin in einem Architekturbüro. – Genügt das?«
»Ja, danke! Fürs erste genügt das.«
Sein strahlendes Lächeln drang in Monikas Herz, und auch sie wußte, daß dieser Mann ihr Schicksal war.
Helmi, ihre Bekannte, ging, ohne daß Philip und Monika es merkten. Sie redeten miteinander, als ob sie sich schon ewig kennen würden. Schon am nächsten Abend, als sie sich wieder trafen, fragte er: »Möchtest du die Frau meines Lebens sein?«
»Kommt diese Frage nicht ein bißchen zu früh?«
»Nein! Ich habe nicht gewußt, was Schönheit ist, bevor ich dir begegnet bin. Wir zwei gehören zusammen.«
»Ich fühle es auch, dennoch bitte ich dich um etwas Zeit.«
Sie sahen sich jeden Tag, und nach einer Weile sagte er sehr ernst: »Zum Überlegen hast du nun Zeit genug gehabt. Die Zeit ist um.«
Monika fiel ihm um den Hals und sagte leise: »Ja, ja… Ohne dich könnte ich nicht mehr leben.«
Vorsorglich hatte er einen Ring mit einem blauen Saphir gekauft, die gleiche Farbe wie ihre Augen. Er steckte ihr den Ring an den Finger und sagte zärtlich: »Ich liebe dich!«
Das nächste Wochenende verbrachten sie bei Monikas Eltern in Ögela. Sie nahmen ihn mit offenen Armen auf. Nach sechs Wochen heirateten sie in kleinem Kreis. Und nach einem Jahr war ihr Glück vollkommen, als Florian zur Welt kam.
Warum muß ich ausgerechnet heute so intensiv an die Vergangenheit denken? fragte sich Philip. Wie ein Film lief diese herrliche Zeit mit Monika vor seinem geistigen Auge ab.
Irgendein ungutes Gefühl stieg in ihm hoch, er konnte sich aber nicht erklären, warum. Was bedrohte ihre heile Welt? Woher kam Gefahr?
Philip war ein Mann, der mit beiden Beinen im Leben stand. Seine Arbeit machte ihm Spaß. Erst gestern wurde er von dem Konzernchef Dr. Reimers angerufen, der ihm gratulierte, weil er für die Firma einen Millionenauftrag abgeschlossen hatte.
Er schrak aus seinen Gedanken hoch, als der Busfahrer die Haltestelle ausrief, wo er aussteigen mußte. Philip hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, mit dem Bus zu fahren, weil die Parkplätze in Hannover, wie überall, rar waren. Und Monika konnte
