Die junge Erbin des Moserhofs: Der Bergpfarrer 444 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Es läutete an der Tür des Pfarrhauses und Sophie Tappert, die am Herd in der Küche hantierte, rief: »Ich seh' schon nach, Hochwürden.«
»Ich kann schon sagen, wer's ist«, antwortete Sebastian Trenker, der in seinem Büro vor dem Computer saß, lachend. »Haben S' schon mal auf die Uhr geschaut?«
»Richtig!«, rief die Haushälterin. »Es ist ja schon zwölf vorbei. Gedeckt hab' ich schon, Hochwürden …«
»Bin schon unterwegs«, tönte es aus dem Büro.
Sophie Tappert hatte indes die Haustür erreicht und öffnete. Es war Max Trenker, der Bruder des Pfarrers, der zum Mittagessen kam. Seine Frau arbeitete in Garmisch und aß dort nur eine Kleinigkeit. Also hatte es sich so eingebürgert, dass sich Max von Sophie Tapperts Kochkünsten im Pfarrhaus verwöhnen ließ, während ihre beiden Kinder vom Kindermädchen der Wiesingers mitversorgt wurden.
Sie lächelte Max zu. »Ich hoff', Sie haben einen gescheiten Hunger mitgebracht. Es gibt Lende in Pfefferrahmsoße mit Spätzle. Ich denk, das mögen S'.«
Der groß gewachsene Polizist schmunzelte und sog schnuppernd die Luft ein. »Ich kann's schon riechen, liebe Frau Tappert. Und ob ich das mag. Und einen anständigen Hunger hab' ich auch. Ich glaub', in meinem Magen sitzt ein ausgehungertes Raubtier.«
Max trat in den Flur. »Servus, Bruderherz«, rief er. »Alles im grünen Bereich?«
»Ich denk' schon. Grüß dich. Ich hoffe, auch bei dir ist alles in Ordnung.«
»Alles Bestens.«
»Dann komm' herein. Das Essen wartet.«
Sie gingen ins Esszimmer. Der Tisch war bereits gedeckt, und wenig später trug Frau Tappert auch schon auf. Zunächst gab es eine klare Suppe, danach die Lende. Nachdem sie aber auch das
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Buchvorschau
Die junge Erbin des Moserhofs - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 444 –
Die junge Erbin des Moserhofs
Wen darf Tanja vertrauen
Toni Waidacher
Es läutete an der Tür des Pfarrhauses und Sophie Tappert, die am Herd in der Küche hantierte, rief: »Ich seh’ schon nach, Hochwürden.«
»Ich kann schon sagen, wer’s ist«, antwortete Sebastian Trenker, der in seinem Büro vor dem Computer saß, lachend. »Haben S’ schon mal auf die Uhr geschaut?«
»Richtig!«, rief die Haushälterin. »Es ist ja schon zwölf vorbei. Gedeckt hab’ ich schon, Hochwürden …«
»Bin schon unterwegs«, tönte es aus dem Büro.
Sophie Tappert hatte indes die Haustür erreicht und öffnete. Es war Max Trenker, der Bruder des Pfarrers, der zum Mittagessen kam. Seine Frau arbeitete in Garmisch und aß dort nur eine Kleinigkeit. Also hatte es sich so eingebürgert, dass sich Max von Sophie Tapperts Kochkünsten im Pfarrhaus verwöhnen ließ, während ihre beiden Kinder vom Kindermädchen der Wiesingers mitversorgt wurden.
Sie lächelte Max zu. »Ich hoff’, Sie haben einen gescheiten Hunger mitgebracht. Es gibt Lende in Pfefferrahmsoße mit Spätzle. Ich denk, das mögen S’.«
Der groß gewachsene Polizist schmunzelte und sog schnuppernd die Luft ein. »Ich kann’s schon riechen, liebe Frau Tappert. Und ob ich das mag. Und einen anständigen Hunger hab’ ich auch. Ich glaub’, in meinem Magen sitzt ein ausgehungertes Raubtier.«
Max trat in den Flur. »Servus, Bruderherz«, rief er. »Alles im grünen Bereich?«
»Ich denk’ schon. Grüß dich. Ich hoffe, auch bei dir ist alles in Ordnung.«
»Alles Bestens.«
»Dann komm’ herein. Das Essen wartet.«
Sie gingen ins Esszimmer. Der Tisch war bereits gedeckt, und wenig später trug Frau Tappert auch schon auf. Zunächst gab es eine klare Suppe, danach die Lende. Nachdem sie aber auch das Dessert – einen Obstsalat – in sich hineingelöffelt hatten, lehnte sich Max zurück und stöhnte: »Du liebe Güte, bin ich satt. Aber es war auch wieder unwiderstehlich lecker.«
»Freut mich«, versetzte Sebastian. »Ein größeres Lob kannst der Frau Tappert gar net aussprechen. Aber mir geht’s net viel anders. Eigentlich müsst’ ich jetzt auf die Kandereralm marschieren, um die Kalorien wieder zu verbrennen.«
Max lachte, dann aber wurde er schnell ernst. »Gibt’s eigentlich was Neues in Sachen Freilichtbühne?«
»Gehört hab’ ich nix mehr«, erwiderte Sebastian. »Wie ich aber unseren verehrten Bürgermeister kenne, zieht er fleißig im Hintergrund seine Fäden. Ich denke, dass ihn dieser englische Investor nur vor seinen Karren spannt. Und der Bruckner merkt es nicht in seinem Ehrgeiz, die Gemeindekasse zu füllen. Nur gut, dass er immer wieder eingebremst wird.«
»Ja, dank deines unermüdlichen Einsatzes«, grinste Max.
»Ließe man den Bruckner nach seinem Gutdünken schalten und walten«, versetzte Sebastian, »dann wäre unser Ort schon lange nicht mehr das, was er ist, nämlich eine Oase des Friedens und der Ruhe, sondern ein Klein-Las Vegas. Und das muss net sein.«
»Recht hast, Bruder. Ist eigentlich schon der Name dieses ominösen englischen Investors bekannt?«
Sebastian schüttelte den Kopf. »Nein. Aber irgendwann muss die Sache ja spruchreif werden, und dann erfahren wir auch den Namen. Ich hab’s dem Bruckner schon angekündigt, dass ich nicht tatenlos zuschauen werd’, wie er unsere schöne Natur mit einer Freilichtbühne und möglicherweise Tausenden von Open Air-Fans ruiniert.«
»Manchmal frag’ ich mich …« Max wurde unterbrochen, weil das Telefon im Arbeitszimmer läutete.
Sofort erhob sich Sebastian, aber unter der Tür kam ihm schon Sophie Tappert mit dem Hörer entgegen. »Die Bergklinik«, murmelte sie und reichte ihm den Apparat.
Es war Professor Ulrich Bernhardt, der Leiter der Bergklinik auf der Nonnenhöhe persönlich, der sagte: »Grüß dich, Sebastian. Mich hat der Herr Moser gebeten, dich anzurufen.«
»Der Vinzenz?«, entfuhr es dem Bergpfarrer. »Wie geht’s ihm denn? Als ich ihn vor drei Wochen besucht hab’, war er noch ziemlich guter Dinge. Hat sich das geändert?«
»Ja, es sieht schlecht aus. Er möchte unbedingt mit dir sprechen.«
»Wie lange hat er denn noch?«, fragte Sebastian mit belegter Stimme.
»Drei, allenfalls vier Wochen.«
»Himmel, er ist doch erst dreiundsiebzig …«
»Danach fragt der Tod nicht.«
»Stimmt. Ich komme sofort. Vielen Dank, Ulrich.«
Der befreundete Arzt verabschiedete sich und Sebastian legte das Telefon auf den Tisch. Sein Gesicht war sehr ernst. »Es geht um den Moser Vinzenz. Der Professor gibt ihm höchstens noch vier Wochen. Moser will mich sprechen.«
»Soll ich dich zur Klinik fahren?«, fragte Max.
»Danke, aber ich nehm’ mein eigenes Auto. Dann kann ich mir alle Zeit nehmen, die der Vinzenz vielleicht braucht.«
»Wie du meinst«, murmelte Max. »Bestell dem Vinzenz einen Gruß von mir.«
»Mach ich.«
*
Es war ein Oberarzt, der Sebastian Trenker in der Klinik empfing. Er brachte ihn in das Zimmer, in dem Vinzenz Moser lag. Sebastian erschrak, als er den Patienten sah.
Mosers Gesicht war eingefallen und von fahler Blässe, die Augen lagen in tiefen, dunklen Höhlen und blickten ausgesprochen müde. Als sie aber den Bergpfarrer erblickten, blitzte es kurz in ihnen auf, und um die spröden Lippen des Kranken huschte sogar ein Lächeln. »Schön, dass Sie kommen, Hochwürden«, sagte er mit schwacher Stimme.
»Das ist doch selbstverständlich, Vinzenz!«
»Ich lasse Sie mit Herrn Moser allein, Hochwürden.« Leise verließ der Arzt das Zimmer.
»Danke.« Sebastian holte sich einen Stühle, stellte ihn neben das Bett des Kranken und setzte sich.
»Es geht dahin, Hochwürden«, murmelte Moser. »Die Ärzte haben kein Geheimnis draus gemacht. Drei, allerhöchstens vier Wochen geben s’ mir noch. Na ja, ich fürcht’ mich net. Sterben müssen wir schließlich alle irgendwann.«
»Eine tapfere Einstellung, Vinzenz«, murmelte Sebastian. »Das Sterben gehört zum Leben, und wenn unsere Zeit abgelaufen ist, dann müssen wir gehen. Das ist so, und daran führt kein Weg vorbei.«
»Damit hab’ ich mich abgefunden, Hochwürden«, murmelte Vinzenz. »Ich hab’ Sie gebeten, zu mir zu kommen, weil ich Ihnen mein Testament übergeben will. Bei Ihnen weiß ich es in den besten Händen. Und ich möcht’ Sie bitten, wenn alles vorbei ist, es an das Nachlassgericht weiterzugeben. Sie müssen wissen, dass es mir sehr am Herzen liegt, dass mein Nachlass so geregelt wird, wie ich es verfügt habe.« Mühsam versuchte Moser sich aufzurichten, schließlich ließ er sich zurückfallen und seufzte resigniert. »Es befindet sich im Schub des Nachtkästchens, Hochwürden. Bitte, nehmen S’ es an sich und geben S’ es weiter, wenn ich meinen letzten Schnaufer getan hab. Und noch eine Bitte hab’ ich: Verständigen S’ die Tanja. Sie kennen meine Enkelin ja, Hochwürden. Ihre Telefonnummer finden S’ im Münchner Telefonbuch.«
»Was ist mit deinen beiden Söhnen, Vinzenz? Soll ich die net auch benachrichtigen?«
»Es reicht, wenn die informiert werden, sobald ich die Augen für immer geschlossen hab’. Die haben sich seit Jahren nicht um mich gekümmert. Am Anfang hat’s wehgetan, aber irgendwann hab’ ich mich damit abgefunden. Es reicht, wenn die Tanja Bescheid weiß.«
Sebastian nickte. Er kannte die familiären Verhältnisse. Mosers Frau starb schon vor einigen Jahren. Sein ältester Sohn, Felix Moser, der Vater von Tanja, verunglückte vor fünf Jahren tödlich. Josef und Konrad Moser, die beiden anderen Söhne, hatten immer unterstellt, dass Vinzenz seinen ältesten Sohn bevorzugt habe. Es gab Streitereien, vor allem nach dem Tod der Mutter, als sie auf der Auszahlung des mütterlichen Erbteils bestanden. Das hatte einen Keil zwischen Vinzenz und seine beiden jüngeren Söhne getrieben. In den vergangenen Jahren hatte es kaum noch Kontakte zwischen ihnen gegeben, woran vielleicht auch die weite räumliche Trennung nicht ganz unschuldig war. Josef lebte in Stuttgart, Konrad im Rheinland.
Der Bergpfarrer holte den verschlossenen Umschlag aus dem Nachttischschub und steckte ihn ein. »Du kannst dich auf mich verlassen, Vinzenz. Ich geb’ dein Testament weiter, und die Tanja verständige ich, sobald ich im Büro bin. Sie kommt ganz sicher, denn sie ist ein gutes Madel.«
»Sie erbt alles«, flüsterte Vinzenz Moser. »Der Sepp und der Konrad erhalten lediglich den Pflichtteil. Aber wenn s’ auch nur einen Funken Ehre im Leib haben, dann verzichten s’ auf die Erbschaft. Aber ich glaub’, da sollt’ ich mir keine allzu großen Hoffnungen machen. Die gehen wahrscheinlich sogar vor Gericht. Aber ich hab’ das Testament in Gegenwart des Professors verfasst, und er kann bezeugen, dass ich im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte war, als ich es niedergeschrieben hab’. Die Tanja muss nix befürchten;
