Komtess Simones Glück: Der Bergpfarrer 286 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Max Trenker saß in seinem Dienstwagen und lauschte auf die Stimmen aus dem Funkgerät. Der Bruder des Bergpfarrers blickte dabei immer wieder ungeduldig auf die Uhr. Es war kurz vor Mittag, und es war ihm ein Rätsel, wieso sein Vorgesetzter in der Kreisstadt ausgerechnet um diese Zeit eine Verkehrskontrolle angesetzt hatte. Bestenfalls kamen jetzt ein paar Bauern mit ihren Traktoren vom Feld zurück zum Hof, weil die Frau daheim mit dem Essen wartete. Der Streifenwagen stand in einer Waldschneise und war von der Straße aus nicht zu sehen. Einen guten Kilometer entfernt, in Richtung Stadt, hatten sich zwei Kollegen postiert. Der eine Kollege saß, genau wie Max Trenker, am Funkgerät, der andere hockte, mit einer Radarpistole bewaffnet, im Gebüsch und visierte die anfahrenden Autos an. »Max, ein roter Mini, Cabrio, mit offenem Verdeck«, kam jetzt eine Stimme aus dem Lautsprecher. »Elf km/h zu viel.« »Verstanden«, antwortete der Polizeibeamte und beugte sich aus dem Fenster. »Wolfgang, roter Mini, offen.« Wolfgang Werle stand am Rand der Schneise, eine Polizeikelle in der Hand. Er gab Max ein Handzeichen, um zu signalisieren, dass er verstanden habe, und ging auf die Fahrbahn. Die Kelle hoch emporgereckt stand er da und wartete. Der Wagen kam heran. Werle schwang den Arm und dirigierte das Auto in die Waldschneise. Die Fahrerin hatte das Tempo gedrosselt und folgte der Anweisung. Max war ausgestiegen.
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Buchvorschau
Komtess Simones Glück - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 286 –
Komtess Simones Glück
... und die Schatten der Vergangenheit
Toni Waidacher
Max Trenker saß in seinem Dienstwagen und lauschte auf die Stimmen aus dem Funkgerät. Der Bruder des Bergpfarrers blickte dabei immer wieder ungeduldig auf die Uhr. Es war kurz vor Mittag, und es war ihm ein Rätsel, wieso sein Vorgesetzter in der Kreisstadt ausgerechnet um diese Zeit eine Verkehrskontrolle angesetzt hatte.
Bestenfalls kamen jetzt ein paar Bauern mit ihren Traktoren vom Feld zurück zum Hof, weil die Frau daheim mit dem Essen wartete.
Genauso wie Sophie Tappert, die Haushälterin seines Bruders, im Pfarrhaus …
Der Streifenwagen stand in einer Waldschneise und war von der Straße aus nicht zu sehen. Einen guten Kilometer entfernt, in Richtung Stadt, hatten sich zwei Kollegen postiert. Der eine Kollege saß, genau wie Max Trenker, am Funkgerät, der andere hockte, mit einer Radarpistole bewaffnet, im Gebüsch und visierte die anfahrenden Autos an.
»Max, ein roter Mini, Cabrio, mit offenem Verdeck«, kam jetzt eine Stimme aus dem Lautsprecher. »Elf km/h zu viel.«
»Verstanden«, antwortete der Polizeibeamte und beugte sich aus dem Fenster. »Wolfgang, roter Mini, offen.«
Wolfgang Werle stand am Rand der Schneise, eine Polizeikelle in der Hand. Er gab Max ein Handzeichen, um zu signalisieren, dass er verstanden habe, und ging auf die Fahrbahn. Die Kelle hoch emporgereckt stand er da und wartete.
Der Wagen kam heran. Werle schwang den Arm und dirigierte das Auto in die Waldschneise. Die Fahrerin hatte das Tempo gedrosselt und folgte der Anweisung.
Max war ausgestiegen. Er setzte sich die Dienstmütze auf den Kopf und schlenderte zu dem Kleinwagen hinüber.
»Allgemeine Verkehrskontrolle, mein Name ist Max Trenker, Polizeistation St. Johann«, stellte er sich vor. »Die Fahrzeugpapiere und Ihren Ausweis, bitt’ schön.«
Die blonde Frau lächelte frech und zwinkerte ihm zu.
»Seit wann bist du denn unter die Raubritter und Wegelagerer gegangen, Max?«, fragte sie. »Früher hast’ schon mal ein Auge zugedrückt.«
Der Polizeibeamte hatte schon überlegt, wieso die Frau ihm so bekannt vorkam. Als er jetzt das freche Lächeln sah, wusste er es sofort.
»Simone!«
»Grüß dich«, sagte sie und öffnete die Wagentür um auszusteigen.
Sie holte ihre Handtasche vom Beifahrersitz und kramte darin herum. Der Bruder des Bergpfarrers winkte ab.
»Schon gut, ich kenn dich ja. Sag mal, seit wann bist’ denn wieder im Land?«
»Seit ich heut’ Morgen in München gelandet bin«, antwortete Simone Komtess Aspacher. »Und ich muss sagen, das Wetter hier ist viel schöner, als in England.«
Sie sah ihn schuldbewusst an. »Ich war wohl zu schnell, was? Ich geb’ zu, das Temperament ist mir ein bissel durchgegangen. Aber nur, weil ich mich so freu, wieder zu Haus zu sein.«
»Na ja, elf Stundenkilometer waren’s«, nickte Max. »Ich belass’ es mal bei einer mündlichen Verwarnung. Willst wohl schnell zum Schloss, was?«
Die blonde Frau nickte. »Ja, Vater wartet schon auf mich. Drei Jahre war ich fort, du verstehst sicher, dass ich es eilig hab’?«
»Schon, fahr aber trotzdem vorsichtig. Du hast es ja net mehr weit.«
»Mach’ ich«, versprach Simone und stieg wieder ein. »Und grüß’ deinen Bruder. Ich hab’ die Touren mit ihm vermisst. Hoffentlich können wir bald mal wieder zusammen aufsteigen.«
»Ich werd’s ihm ausrichten«, rief Max und winkte ihr hinterher.
*
Sie preschte die Auffahrt zum Schloss hoch und drückte übermütig die Hupe. Vor dem breiten Portal mit der großen Freitreppe brachte sie den Wagen zum Stehen und stieg aus. Verwundert schaute sie zur Eingangstür und hupte noch einmal. Längst hätte dort oben jemand vom Personal erscheinen müssen. Zumindest Johann, der langjährige Diener ihres Vaters, oder Lydia von Hohensand, die Hausdame. Doch die Tür blieb verschlossen. Kein Mensch zeigte sich.
Simone blickte sich um. Erst jetzt fiel ihr auf, dass alles – der Schlosshof, der Garten, der Weg von der Auffahrt zum Portal irgendwie – vernachlässigt aussah. Gerade so, als habe sich seit einer Ewigkeit niemand mehr darunter gekümmert …
Simone lief die Treppe hinauf und drückte die Klinke herunter. Sie musste sich mit aller Kraft dagegenstemmen. Offenbar war die Eingangstür lange nicht geölt worden.
In der Halle war es düster. Lediglich über dem Treppenaufgang brannte eine Lampe. Der Blick der Komtess glitt zu den Fenstern. Sie erschrak, Glasscheiben waren von einer dicken Staubschicht überzogen und hielten das Sonnenlicht davon ab, hereinzuscheinen und die Halle zu erhellen.
»Ist niemand da?«, rief sie kopfschüttelnd.
Endlich hörte sie ein Geräusch von oben. Jemand ging über die Galerie.
»Johann? Frau von Hohensand?«, rief sie empor.
»Komtess! Willkommen daheim.«
Der Diener eilte die Treppe hinunter und kam ihr lächelnd entgegen.
»Sagen Sie mal, was ist denn hier los?«, fragte Simone.
»Verzeihen Sie, Komtess«, entgegnete der grauaarige Mann, »dass niemand Ihre Ankunft gehört hat. Ich …«
»Johann!«, unterbrach sie ihn. »Sagen Sie mir endlich, was hier gespielt wird! Wo ist mein Vater? Frau von Hohensand? Warum sieht es draußen so unordentlich aus? Haben wir keinen Gärtner mehr?«
In dem Gesicht des Dieners zuckte es.
»Verzeihen Sie«, bat er noch einmal, »nein, wir beschäftigen keinen Gärtner mehr, und Frau von Hohensand hat Schloss Aspacher vor drei Monaten verlassen.«
»Wie bitte?«
Simone fiel aus allen Wolken.
»Aber wieso weiß ich nichts davon? Und warum ist das alles so merkwürdig hier?«
»Ich bitte nochmals um Verzeihung«, sagte Johann, »Ihr Herr Vater …«
Die Komtess machte eine ärgerliche Handbewegung.
»Himmel, hören Sie endlich auf, mich ständig um Verzeihung zu bitten«, rief sie. »Wo ist mein Vater?«
»Der Herr Graf befindet sich in seinem Arbeitszimmer oben, im ersten Stock.«
»Danke, ich weiß, wo das ist«, entgegnete sie. »Immerhin bin ich hier im Schloss geboren und aufgewachsen. Im Übrigen wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie jemanden beauftragen würden, der sich um mein Gepäck kümmert. Und hier müsste mal wieder Staub gewischt und die Fenster geputzt werden.«
»Ich werde das Gepäck sofort auf Ihr Zimmer schaffen. Allerdings muss ich Sie bitten, es noch nicht zu betreten. Ich bin noch nicht dazu gekommen, es für Ihre Ankunft herzurichten«, entschuldigte er sich.
Simone Komtess Aspacher sah ihn irritiert an.
»Höre ich nicht richtig?«, sagte sie. »Sie werden mein Gepäck hinauftragen und mein Zimmer herrichten? Ja, haben wir denn überhaupt kein Personal mehr?«
Der Diener schüttelte den Kopf. »Bedaure, nein«, antwortete er mit todernster Miene. »Graf Berthold sah sich leider gezwungen, die Mädchen und den Hausburschen zu entlassen, den Gärtner ebenfalls. Nur Frau Frieda, die Köchin, und meine Wenigkeit befinden sich noch in Diensten Ihres Herrn Vaters.«
»Das glaube ich nicht!«
Simone sah sich um. Lauerte hier irgendwo ein Spaßvogel mit einer versteckten Kamera? Würde sie sich und ihr dummes Gesicht, das sie jetzt zweifellos machte, demnächst im Fernsehen anschauen können?
Der maskenhaft starre Gesichtsausdruck des Dieners belehrte sie eines Besseren. Das war nicht gespielt. Das war echt!
Was ging hier vor?
Simone rannte die Treppe hinauf, die Galerie entlang, bis zum Ende, wo das Arbeitszimmer ihres Vaters lag. Ohne anzuklopfen riss sie die Tür auf und stürmte hinein.
»Was um alles in der Welt ist hier los?«, rief sie.
Berthold Graf Aspacher, saß an seinem Schreibtisch. Er blickte auf und starrte sie wie eine Fremde an.
Simone erschrak, ihr Vater war um Jahre gealtert!
*
»Soso,
