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Das Geheimnis der Amazonen: Sophienlust - Die nächste Generation 130 – Familienroman
Das Geheimnis der Amazonen: Sophienlust - Die nächste Generation 130 – Familienroman
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Das Geheimnis der Amazonen: Sophienlust - Die nächste Generation 130 – Familienroman

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Über dieses E-Book

In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie wird die von allen bewunderte Denise Schoenecker als Leiterin des Kinderheims noch weiter in den Mittelpunkt gerückt.
Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt.
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.

Angelina Dommin hielt den Atem an. Sie sah, wie die junge Springreiterin ihr Pferd zum letzten Sprung antrieb. Eine plötzliche unwirkliche Stille breitete sich im Stadion aus, als hielten die über vierzigtausend Zuschauer ebenfalls die Luft an. Dann der Sprung. Das Pferd schien zu fliegen, überwand das letzte Hindernis und landete auf dem weichen Boden des Parcours. Begeisterter Applaus brandete auf. Die junge Reiterin riss die Arme hoch. Sie hatte es geschafft. Auf dem legendären Laurensberg in Aachen, dem bedeutendsten Pferdesportwettbewerb, dem CHIO, hatte die Nachwuchsreiterin die Konkurrenz hinter sich gelassen. Was für ein Erfolg. Angelina Dommin und Dominik von Wellentin-Schoenecker saßen nebeneinander auf der Zuschauertribüne, klatschten und beobachteten, wie die junge Reiterin von ihrer Crew jubelnd in Empfang genommen wurde. Ein großer breitschultriger Mann um die Vierzig hob sie vom Pferd, um sie zu umarmen. Ihre Pferdepflegerin nahm das Turnierpferd entgegen, andere kamen dazu, sodass die zierliche junge Frau für einen Augenblick nicht mehr zu sehen war, sondern in der Menge der Gratulanten verschwand. »Das war Gernot Bielstein, der Daniela Kuhn vom Pferd gehoben hat. Er ist ihr Trainer. Er hat den Namen seiner Frau angenommen. Von Karl Bielstein, seinem Schwiegervater, haben wir die Karten bekommen«, informierte Dominik seine junge Begleiterin. »Woher kennen sich Karl Bielstein und Alexander?«, fragte sie Nick, ohne den Blick von der Reiterin zu nehmen, die immer noch Hände schüttelte und umarmt wurde.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum14. Jan. 2025
ISBN9783690490405
Das Geheimnis der Amazonen: Sophienlust - Die nächste Generation 130 – Familienroman

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    Buchvorschau

    Das Geheimnis der Amazonen - Anna Sonngarten

    Sophienlust - Die nächste Generation

    – 130 –

    Das Geheimnis der Amazonen

    Jette will keine Rivalin sein

    Anna Sonngarten

    Angelina Dommin hielt den Atem an. Sie sah, wie die junge Springreiterin ihr Pferd zum letzten Sprung antrieb. Eine plötzliche unwirkliche Stille breitete sich im Stadion aus, als hielten die über vierzigtausend Zuschauer ebenfalls die Luft an. Dann der Sprung. Das Pferd schien zu fliegen, überwand das letzte Hindernis und landete auf dem weichen Boden des Parcours. Begeisterter Applaus brandete auf. Die junge Reiterin riss die Arme hoch. Sie hatte es geschafft. Auf dem legendären Laurensberg in Aachen, dem bedeutendsten Pferdesportwettbewerb, dem CHIO, hatte die Nachwuchsreiterin die Konkurrenz hinter sich gelassen. Was für ein Erfolg. Angelina Dommin und Dominik von Wellentin-Schoenecker saßen nebeneinander auf der Zuschauertribüne, klatschten und beobachteten, wie die junge Reiterin von ihrer Crew jubelnd in Empfang genommen wurde. Ein großer breitschultriger Mann um die Vierzig hob sie vom Pferd, um sie zu umarmen. Ihre Pferdepflegerin nahm das Turnierpferd entgegen, andere kamen dazu, sodass die zierliche junge Frau für einen Augenblick nicht mehr zu sehen war, sondern in der Menge der Gratulanten verschwand.

    »Das war Gernot Bielstein, der Daniela Kuhn vom Pferd gehoben hat. Er ist ihr Trainer. Er hat den Namen seiner Frau angenommen. Von Karl Bielstein, seinem Schwiegervater, haben wir die Karten bekommen«, informierte Dominik seine junge Begleiterin.

    »Woher kennen sich Karl Bielstein und Alexander?«, fragte sie Nick, ohne den Blick von der Reiterin zu nehmen, die immer noch Hände schüttelte und umarmt wurde. Alexander von Schoenecker war so großzügig gewesen, die Karten für den CHIO an sie und Dominik weiterzugeben. Er selbst sei schon viele Male beim CHIO gewesen, hatte er erklärt und Angelina zugezwinkert. Er wusste, dass er ihr und seinem Adoptivsohn, der von allen nur Nick gerufen wurde, damit eine große Freude machte, denn die beiden waren genauso pferdeverrückt, wie er.

    »Alexander und Karl Bielstein kennen sich von früher. Genaues weiß ich leider nicht. Er ist ein sehr bekannter Züchter mit einem großen Gestüt. Ohne erstklassige Pferde hast du keine Chance an die Weltspitze zu kommen. Talent allein reicht dazu nicht aus«, erklärte Nick.

    »Dann ist diese Daniela Kuhn also reich?«

    »Das weiß ich nicht. Sie hat jedenfalls in der Familie Bielstein sehr einflussreiche Förderer. Frau Bielstein ist als Mäzen tätig. Sie ist die Tochter von Karl Bielstein.«

    »Mäzen? Was heißt das?«

    »Nun, ohne Geld geht im Spitzenpferdesport gar nichts. Aber ohne talentierte Reiter auch nichts. Damit beides zusammenfindet, braucht es Leute, die mit Leidenschaft nach jungen Reitern Ausschau halten, um in sie zu investieren. Allein beim CHIO liegt die Gesamtdotierung bei mehreren Millionen Euro.«

    »Was? Das ist ja … nun sehr viel Geld«, sagte Angelina nachdenklich.

    »Wir sind übrigens später noch zu einem Empfang im VIP-Bereich eingeladen. Von der Familie Bielstein höchstpersönlich«, verriet er und grinste.

    »Oh, da weiß ich aber nicht, ob ich dahin will. Wenn da nur so Superreiche sind …«, sagte sie betreten.

    »Keine Sorge. Du musst nicht mit einem extravaganten Hut auf dich aufmerksam machen. Der CHIO ist für Pferdeverrückte, nicht für Snobs.«

    »Aber dann bin ich Angelina Dommin und nicht Pünktchen. Ist das klar?«, fragte sie fast streng. Angelina wurde wegen ihrer rotblonden Haare und der lustigen Sommersprossen von allen Pünktchen genannt.

    »Natürlich. In Sophienlust bist du Pünktchen. Hier bist du Angelina«, sagte er lächelnd. Sie lächelte zurück. Die Sechzehnjährige war froh, dass Nicks Mutter, Denise von Schoenecker ihr geholfen hatte, ihre Garderobe etwas aufzubessern.

    »Du kannst nicht den ganzen Tag in deinen Reitersachen herumlaufen, Pünktchen. Ihr werdet auch mal ins Restaurant gehen oder bei einem Empfang dabei sein«, hatte sie ihr geraten und sie überredet mit ihr einkaufen zu gehen. Im Gegensatz zur fünfzehnjährigen Angelika, die für hübsche Kleider schwärmte, war Pünktchen das eher lästig gewesen. Jetzt war sie froh, etwas Passendes im Koffer zu haben.

    »Haben wir denn vorher noch Zeit für den Voltigierwettbewerb?«

    »Ja, der läuft parallel zum Dressurwettbewerb. Beides ist interessant. Was möchtest du lieber sehen?«

    »Das Voltigieren«, sagte Pünktchen entschieden.

    Nick dachte es sich. Sie verließen ihren Platz auf der Tribüne und liefen zur Voltigierhalle. Um auf dem ausgedehnten Gelände von einer Veranstaltung zur nächsten zu gelangen, musste man gut zu Fuß sein. Nick nahm sich vor, die Uhr im Blick zu behalten, aber die spektakulären Übungen beim Voltigieren fesselten ihn genauso wie Pünktchen. Plötzlich war es schon sehr spät. Eigentlich keine Zeit mehr, um sich umzuziehen.

    »Wenn du dich noch umziehen willst, müssen wir los«, brachte er in Erinnerung.

    Pünktchen sah an sich herunter. »Was meinst du?«

    »Ich finde, dass du so bleiben kannst«, antwortete er ihr und grinste. Für ihn war sie immer hübsch und ihre schlanke Gestalt sah auch in Jeans und weißem T-Shirt perfekt aus.

    Pünktchen war unschlüssig. Der Favorit des Wettbewerbs war noch nicht gestartet. Ihn wollte sie nicht verpassen. Morgen zur Abschlussveranstaltung könnte sie das neue Kleid anziehen und jetzt so bleiben, wie sie war. Mit diesem Kompromiss war sie zufrieden und sie sahen sich den Wettbewerb bis zum Ende an. Dann eilten sie zum VIP-Bereich und kamen auf den letzten Drücker etwas außer Atem dort an.

    *

    Gernot Bielstein stand mit dem Bundestrainer und seiner Frau Vera Bielstein zusammen. Für alle war es ein großartiger Tag. Der Sieg von Daniela Kuhn war auch ihr Sieg. Daniela würde in den Bundeskader der Springreiter aufgenommen werden. Darauf hatten sie jahrelang hingearbeitet. Jetzt war es beschlossene Sache. Der Bundestrainer gratulierte ihnen. Dann zog er weiter.

    »Das ist dein Verdienst, Gernot und ein kleines bisschen hat der Zufall auch mitgespielt. Wenn du die kleine Daniela Kuhn nicht angesprochen und überredet hättest, mal zum Probetraining zu kommen, wäre alles anders gekommen. Annette war ja damals gar nicht begeistert von der Idee gewesen«, sagte Vera und lachte gut gelaunt. Annette war Danielas Mutter. Sie war tatsächlich keine Pferdenärrin, wusste aber Danielas Talent für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. Sie hatte einen eigenen Kanal und arbeitete gekonnt als Medienprofi. Daniela wurde von ihr, wann immer möglich, in Szene gesetzt. Die damit generierten Werbeeinnahmen waren ein lukratives Geschäft.

    Gernot lachte ebenfalls, obwohl er wusste, dass es kein Zufall gewesen war, der seine Hände im Spiel gehabt hatte. Er prostete seiner Frau zu. Sie sah gut aus, wenn man weniger Wert auf Anmut legte und mehr auf Charakter bei einer Frau achtete. Ihr burschikoser blonder Kurzhaarschnitt wirkte immer etwas unfrisiert, sie verzichtete gänzlich auf Make-up und lief am liebsten im Reiteroutfit umher, obwohl sie eine Geschäftsfrau war. Sie war grundehrlich, geradeaus und auch etwas robust. Aber Frauen im Reitsport waren keine Püppchen. Vera war früher Vielseitigkeitsreiterin gewesen. Dressur, Geländeritt und Springen. Gernot sah über Veras Schulter hinweg seinen Schwiegervater mit einem jungen Mann und einem jungen Mädchen zusammenstehen. Das rotblonde Mädchen sah aus wie eine Reiterin, aber er hatte sie noch nie auf einem Turnier gesehen. Sein Schwiegervater kam mit seinen Gästen auf sie zu.

    »Darf ich euch Dominik von Wellentin-Schoenecker vorstellen und Angelina Dommin. Dominik ist der Besitzer von Sophienlust, einem Heim für in Not geratene Kinder. Angelina ist einer seiner Schützlinge. Die beiden reiten natürlich auch«, stellte Karl Bielstein sie vor.

    »Ich dachte mir schon eine Reiterin vor mir zu haben. Aber Sie sind keine Turnierreiterin, oder?« Gernot sah Pünktchen aufmerksam an. Sie fühlte sich etwas unbehaglich.

    »Nein, ich bin Hobbyreiterin«, antwortete sie schnell.

    »Und wie gefällt Ihnen der CHIO?«, richtete Vera die nächste Frage an beide.

    »Großartig. Eine ganz besondere Atmosphäre. Mein Adoptivvater Alexander von Schoenecker hat wirklich nicht zu viel versprochen«, antwortete Nick.

    »Der Höhepunkt kommt noch. Morgen ist ja leider schon die Abschiedsveranstaltung. Ich hoffe, sie haben weiße Taschentücher dabei«, sagte Vera lachend. Pünktchen schaute etwas irritiert und Karl Bielstein erklärte, was es mit den Taschentüchern auf sich hat.

    »Das ist eine Tradition beim CHIO. Die Leute winken mit weißen Taschentüchern und versprechen damit nächstes Jahr wiederzukommen.«

    »Ah, da ist sie ja«,

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