Endlich heimgefunden: Sophienlust Extra 132 – Familienroman
Von Gert Rothberg
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Über dieses E-Book
In der Reihe Sophienlust Extra werden die schönsten Romane dieser wundervollen Erfolgsserie veröffentlicht. Warmherzig, zu Tränen rührend erzählt von der großen Schriftstellerin Patricia Vandenberg.
»Mutti, schau, da drüben gibt es Luftballons. Bitte, kaufe mir einen.« Das kleine braunhaarige Mädchen sah bittend zu seiner Mutter empor. »Ich halte ihn auch ganz fest und lasse ihn bestimmt nicht wieder davonfliegen.« Die junge Frau lächelte. »Aber wenn er platzt, weinst du wieder, Dani.« »Wir müssen eben gut auf den Luftballon aufpassen, damit er nicht platzt. Mutti, nehmen wir einen Roten oder einen Blauen?« Die junge Frau bückte sich zu dem kleinen Mädchen hinab. »Vielleicht beide, Dani?« »O Mutti, du bist so lieb.« Die vierjährige Daniela legte mitten auf der Straße die Arme um den Hals ihrer Mutter. Änne Beyer lachte glücklich und fasste nach der Hand ihres Kindes. »Dann lass uns schnell …« Sie brach ab und drehte sich erschrocken um. Hinter ihr erklangen laute Schreie. Touristen, die um diese Nachmittagsstunde durch Bachenau bummelten, liefen auseinander und pressten sich an die Hauswände. Ein Pferd kam in wildem Galopp die Straße entlang. Änne Beyer war zu spät auf diese Gefahr aufmerksam geworden. Sie konnte nur noch der kleinen Daniela einen Stoß geben, dann wurde sie von dem scheu gewordenen Pferd überrannt.
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Buchvorschau
Endlich heimgefunden - Gert Rothberg
Sophienlust Extra
– 132 –
Endlich heimgefunden
Gert Rothberg
»Mutti, schau, da drüben gibt es Luftballons. Bitte, kaufe mir einen.« Das kleine braunhaarige Mädchen sah bittend zu seiner Mutter empor. »Ich halte ihn auch ganz fest und lasse ihn bestimmt nicht wieder davonfliegen.«
Die junge Frau lächelte. »Aber wenn er platzt, weinst du wieder, Dani.«
»Wir müssen eben gut auf den Luftballon aufpassen, damit er nicht platzt. Mutti, nehmen wir einen Roten oder einen Blauen?«
Die junge Frau bückte sich zu dem kleinen Mädchen hinab. »Vielleicht beide, Dani?«
»O Mutti, du bist so lieb.« Die vierjährige Daniela legte mitten auf der Straße die Arme um den Hals ihrer Mutter.
Änne Beyer lachte glücklich und fasste nach der Hand ihres Kindes. »Dann lass uns schnell …« Sie brach ab und drehte sich erschrocken um. Hinter ihr erklangen laute Schreie. Touristen, die um diese Nachmittagsstunde durch Bachenau bummelten, liefen auseinander und pressten sich an die Hauswände.
Ein Pferd kam in wildem Galopp die Straße entlang. Änne Beyer war zu spät auf diese Gefahr aufmerksam geworden. Sie konnte nur noch der kleinen Daniela einen Stoß geben, dann wurde sie von dem scheu gewordenen Pferd überrannt.
Ein alter Herr hob das Kind auf, andere Passanten bemühten sich um die Mutter. Die junge Frau blutete aus einer Kopfwunde, lag zusammengekrümmt auf der Straße und hatte die Augen geschlossen.
»Mutti! Mutti!«, rief die kleine Daniela schluchzend. Sie wollte sich von dem alten Herrn, der sie auf die Füße gestellt hatte und an der Hand festhielt, losreißen.
»Nein, komm auf den Bürgersteig«, sagte der Herr. »Hast du dir wehgetan?« Er sah auf das schmutzige Kleid des Kindes.
»Meine Knie und mein Arm«, klagte Daniela. Ihre Blicke hingen dabei jedoch an den Leuten, die ihre Mutter jetzt auf den Bürgersteig trugen.
Der alte Herr sah, dass das Kind an den Knien und am Ellenbogen Hautabschürfungen hatte. »Du hast noch einmal Glück gehabt.« Er strich Daniela über das Haar. »Deine Mutter war sehr geistesgegenwärtig. Wenn sie dich nicht weggestoßen hätte, wäre dir viel Schlimmeres passiert.«
»Aber Mutti blutet am Kopf, und sie macht die Augen gar nicht auf.« Nun gelang es Daniela doch, sich loszureißen. Sie drängte sich zwischen den Leuten durch. »Ich will zu meiner Mutti.«
Jemand wollte das Kind festhalten. »Der Krankenwagen wird gleich kommen. Lass deine Mutti jetzt in Ruhe. Sie ist bewusstlos. Aber sicher wird sie bald wieder zu sich kommen.«
Die kleine Daniela schien das alles nicht zu hören. Sie warf sich über ihre Mutti und streichelte sie. »Mutti, bitte, bitte, mach doch die Augen auf. Mutti, hörst du mich denn nicht? Das schlimme Pferd ist doch weitergelaufen. Es kann uns nichts mehr tun. Mutti, bitte …« Daniela begann laut zu weinen. »Wir müssen doch noch die Luftballons kaufen.«
Einige der Umstehenden drehten sich erschüttert um. Alle waren erleichtert, als jetzt der Krankenwagen neben dem Bürgersteig hielt. Ein Sanitäter und der Fahrer sprangen heraus. Sie legten Änne Beyer auf eine Trage. Der Sanitäter fragte Daniela: »Ist das deine Mutti?«
Das Kind nickte.
»Ist hier noch jemand, zu dem du gehörst? Oder warst du mit deiner Mutti allein?«
Daniela nickte noch einmal. »Ich bin immer allein mit meiner Mutti.«
»Dann komm mit in den Wagen.« Der Sanitäter fasste nach Danielas Hand. »Du bist ja auch recht mitgenommen. Im Krankenhaus wird man deine Hautabschürfungen behandeln.«
Daniela setzte sich auf den Hocker, der im Krankenwagen stand. Sie griff nach der Hand ihrer Mutter.
Der Sanitäter blieb im Wagen stehen und schimpfte: »Wie kann denn das passieren, dass ein Pferd durchgeht und mitten in einem friedlichen Ort die Menschen gefährdet?«
Daniela sah zu dem Sanitäter empor. »Muss meine Mutti jetzt sterben?«
Der Sanitäter legte den Arm um Danielas Schultern. »Ach, geh, so schnell stirbt niemand.«
»Aber Mutti macht ja die Augen gar nicht mehr auf.« Über Danielas Wangen liefen von Neuem Tränen.
»Im Krankenhaus wird sie wieder zu sich kommen. Schau, wir fahren schon durchs Tor.«
»Darf ich bei meiner Mutti bleiben?«, fragte Daniela ängstlich.
»Wenn sie untersucht wird, musst du auf dem Flur warten. Ich werde dich einer Schwester übergeben. Wie heißt du denn?«
»Daniela Beyer, aber meine Mutti ruft mich Dani. Ich finde das auch viel schöner.«
»Aber du bist doch nicht aus Bachenau?«
»Nein. Wir wohnen in einer großen Stadt. In … in …«
»In Köln«, erklang eine matte Stimme.
»Mutti!«, schrie Daniela. Der Sanitäter musste sie festhalten, damit sie die Mutter nicht umarmte. »Jetzt siehst du mich doch wieder an.«
»Ja, Dani.«
Der Wagen hielt und wurde geöffnet.
»Nimm die Tasche deiner Mutter«, sagte der Sanitäter zu Daniela. »Und verliere sie nicht. Wir müssen froh sein, dass sie noch jemand in den Wagen gereicht hat.«
Die kleine Daniela ging neben der Trage mit ins Krankenhaus. Eine Schwester nahm sich ihrer an und versuchte, sie zu beruhigen, als man die Mutter in die Ambulanz trug. »Du musst jetzt Geduld haben. Schau, die Ärzte wollen deiner Mutti helfen.«
»Können wir dann wieder in unseren Gasthof gehen?«, fragte Daniela. »Wir haben dort ein Zimmer. Mutti und ich machen Urlaub in Bachenau.«
»Ich weiß nicht, ob deine Mutter gleich wieder entlassen werden kann. Ist dein Vati auch mit in Bachenau?«
»Ich habe keinen Vati. Er ist gestorben. Ich habe nur eine Mutti.« Daniela setzte sich auf die Bank und drückte die Handtasche der Mutter fest an sich. »Schwester, wirst du mich auch nicht hier vergessen?«, fragte sie.
»Nein, ganz bestimmt nicht.«
»Und wird meine Mutti auch ganz bestimmt durch diese Tür wieder herauskommen?« Danielas Augen wurden immer ängstlicher.
Jetzt kam eine junge Frau in Straßenkleidung den Flur entlang. Sie hatte Danielas Frage gehört. »Ist ein Unfall passiert, Schwester?«, fragte sie.
»Ja, Frau Dr. Frey.« Die Schwester erzählte von dem scheu gewordenen Pferd, das Danielas Mutter schwer verletzt hatte.
»Und dir ist nichts passiert?«, fragte Dr. Anja Frey. Sie beugte sich zu Daniela hinab.
»Doch«, sagte das kleine Mädchen und zeigte auf seine Knie und auf den blutverschmierten Ellenbogen. »Aber um mich kümmert sich niemand. Dabei hat der Mann im Krankenwagen gesagt, dass ich auch behandelt werden muss. Meine Knie brennen auch so.«
Anja Frey verstand die Klagen des kleinen Mädchens sehr gut. Es wollte sich ein wenig in den Vordergrund rücken. Vielleicht, um sich von der großen Angst um die Mutter abzulenken. »Wie heißt du?«, fragte sie.
Diesmal sagte das Mädchen gleich: »Dani.«
»Dann komm mit mir, Dani. Ich werde mich um dich kümmern.« Anja Frey streckte die Hand aus.
»Aber du hast doch gar keinen weißen Mantel an«, wunderte sich Daniela.
»Trotzdem bin ich Ärztin und kann dir helfen.« Anja Frey lachte. »Aber wenn du unbedingt willst, leihe ich mir einen weißen Kittel.«
»Musst du dir den erst leihen?«, fragte Daniela noch immer misstrauisch. »Eine Tante Doktor muss doch so einen weißen Mantel haben.«
»Ich habe sogar viele weiße Kittel.« Anja Frey amüsierte das Gespräch mit dem aufgeweckten Mädchen. »Aber in meiner Praxis. Weißt du, ich arbeite nicht hier im Krankenhaus. Ich bringe nur manchmal Patienten her oder besuche sie hier. Und wenn es nötig ist, helfe ich hier auch aus. Deshalb werde ich dich jetzt versorgen.«
Danielas Misstrauen war überwunden. Sie ging mit der jungen Ärztin den Flur entlang. Auf einmal aber blieb sie stehen. »Wenn aber jetzt meine Mutti aus dem großen Zimmer kommt, Tante Doktor? Dann findet sie mich ja nicht.«
»Die Schwester weiß, wohin wir gehen, Dani. Du kannst ganz unbesorgt sein.« Anja Frey führte das Kind in ein Verbandszimmer, säuberte die Hautabschürfungen und pinselte sie mit Jod ein.
»Au, das brennt«, sagte Daniela und verzog das Gesicht. »Aber das macht nichts. Meine Mutti kann das, was du kannst, auch alles, Tante Doktor.«
Anja Frey sah das Kind erstaunt an. »Ist deine Mutti Ärztin?«
»Nein. Aber sie arbeitet bei einem Arzt.«
»Aha, dann ist sie vielleicht Sprechstundenhelferin.«
»Ja, so heißt das.« Jetzt wurde Daniela schon wieder unruhig. »Gehen wir lieber, Tante Doktor.«
Anja Frey gab dem Drängen des Kindes nach. Aber sie mussten zusammen noch geraume Zeit auf dem Flur warten, bis die fahrbare Trage mit der Schwerverletzten herausgeschoben wurde.
Daniela machte ein sehr enttäuschtes Gesicht. »Mutti kann ja noch nicht gehen.«
»Warte ein bisschen, Dani«, sagte Anja Frey. Sie ging zu dem Arzt, der auf der Schwelle der Ambulanz stand. Mit ihm sprach sie leise.
Daniela stand inzwischen auf Zehenspitzen an der Trage und strich mit den Fingern über das Gesicht ihrer Mutter. »Was soll ich denn jetzt tun, Mutti, wenn du im Krankenhaus bleibst?«
Anja Frey kam zurück. Sie neigte sich über Änne Beyer, stellte sich vor und sagte: »Bitte, Frau Beyer, vertrauen Sie mir Ihr kleines Mädchen an. Sie brauchen jetzt Ruhe. Hier in der Nähe ist ein Kinderheim. Dort bin ich sehr oft, weil ich die Kinder als Ärztin betreue. Ich nehme Dani mit. Es wird ihr an nichts fehlen. Morgen komme ich mit dem Kind her, um Sie zu besuchen. Sind Sie einverstanden?«
Änne Beyer nickte. Sie hatte jetzt einen Verband um den Kopf und sah sehr erschöpft aus. »Danke, Frau Doktor.« Mühsam hob sie die Hand und strich über Danielas Kopf. »Sei lieb, Dani, geh mit. Ich werde schneller gesund werden, wenn ich mir um dich keine Sorgen zu machen brauche.«
Die Schwestern drängten. Die Verletzte sollte nicht länger im Flur bleiben, sie musste in das Krankenzimmer gebracht werden.
Daniela drückte einen Kuss auf die Wange ihrer
