Marcella, die schöne Verführerin: Dr. Norden – Die Anfänge 15 – Arztroman
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Er hat eine Praxis in München eingerichtet, und Fee hilft ihm. Beide sehen den Beruf nicht als Job, sondern als wirkliche Berufung an. Dr. Norden und seine Frau sind nicht nur Ärzte, sie sind auch Freunde für ihre Patienten.
In einem zauberhaften Abendkleid aus taubenblauem Chiffon drehte sich Fee Norden vor dem Spiegel. Sie konnte mit ihrem Aussehen zufrieden sein, aber Fee war sehr kritisch, wenn sie einmal wieder nach langer Zeit mit ihrem Mann in die Oper gehen konnte. »Mami is aber schön«, staunte der kleine Danny, der seine attraktive Mutter zum ersten Mal in seinem jungen Leben in einem so schönen Abendkleid sah. »Wunderschön«, sagte auch Daniel bewundernd. »Ihr Schmeichler«, lächelte Fee. Danny hatte zuerst geschmollt, als Fee ihm erzählte, dass sie an diesem Abend mit dem Papi in die Oper gehen würde. Was Oper war, verstand er ohnehin nicht, aber seine Mami in diesem wunderschönen Kleid und sein Papi im Smoking beeindruckten ihn tief. Also musste die Oper etwas besonders Interessantes sein. Für Fee und Daniel Norden war es in zweierlei Hinsicht ein besonderes Ereignis. Einmal deshalb, weil sie schon ein ganzes Jahr nicht mehr zu einem solchen Genuss gekommen waren, sondern sich immer mit Schallplatten begnügen mussten, zum andern, weil Holger Brandström, der große Star dieses Opernabends, ihnen die Karten geschickt hatte. Daniel hatte ihn vor zwei Jahren erfolgreich behandelt, als er an einer schweren Erkältung litt und fürchtete, ein für ihn sehr wichtiges Gastspiel absagen zu müssen, das dann ein Riesenerfolg geworden war. Holger Brandström hatte nicht vergessen, was Daniel für ihn getan hatte. Mit einem liebenswürdigen Handschreiben und einem entzückenden Blumengesteck für Fee hatte er die Karten geschickt. Fee hatte sich dann gleich das Abendkleid gekauft und gebangt, dass bei Daniel mal wieder etwas dazwischenkommen könnte. Aber diese Sorge war ausnahmsweise überflüssig gewesen. Der viel beschäftigte Dr. Norden freute sich jetzt auch auf den bevorstehenden Genuss.
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Buchvorschau
Marcella, die schöne Verführerin - Patricia Vandenberg
Dr. Norden – Die Anfänge
– 15 –
Marcella, die schöne Verführerin
Unveröffentlichter Roman
Patricia Vandenberg
In einem zauberhaften Abendkleid aus taubenblauem Chiffon drehte sich Fee Norden vor dem Spiegel. Sie konnte mit ihrem Aussehen zufrieden sein, aber Fee war sehr kritisch, wenn sie einmal wieder nach langer Zeit mit ihrem Mann in die Oper gehen konnte.
»Mami is aber schön«, staunte der kleine Danny, der seine attraktive Mutter zum ersten Mal in seinem jungen Leben in einem so schönen Abendkleid sah.
»Wunderschön«, sagte auch Daniel bewundernd.
»Ihr Schmeichler«, lächelte Fee.
Danny hatte zuerst geschmollt, als Fee ihm erzählte, dass sie an diesem Abend mit dem Papi in die Oper gehen würde. Was Oper war, verstand er ohnehin nicht, aber seine Mami in diesem wunderschönen Kleid und sein Papi im Smoking beeindruckten ihn tief. Also musste die Oper etwas besonders Interessantes sein.
Für Fee und Daniel Norden war es in zweierlei Hinsicht ein besonderes Ereignis. Einmal deshalb, weil sie schon ein ganzes Jahr nicht mehr zu einem solchen Genuss gekommen waren, sondern sich immer mit Schallplatten begnügen mussten, zum andern, weil Holger Brandström, der große Star dieses Opernabends, ihnen die Karten geschickt hatte.
Daniel hatte ihn vor zwei Jahren erfolgreich behandelt, als er an einer schweren Erkältung litt und fürchtete, ein für ihn sehr wichtiges Gastspiel absagen zu müssen, das dann ein Riesenerfolg geworden war. Holger Brandström hatte nicht vergessen, was Daniel für ihn getan hatte.
Mit einem liebenswürdigen Handschreiben und einem entzückenden Blumengesteck für Fee hatte er die Karten geschickt. Fee hatte sich dann gleich das Abendkleid gekauft und gebangt, dass bei Daniel mal wieder etwas dazwischenkommen könnte. Aber diese Sorge war ausnahmsweise überflüssig gewesen.
Der viel beschäftigte Dr. Norden freute sich jetzt auch auf den bevorstehenden Genuss.
»La Boheme« war eine Oper nach seinem Geschmack, und voller Spannung war er auch, wie Holger Brandström die Rolle des Rudolf interpretieren würde.
»Jetzt müssen wir aber starten«, sagte Daniel zu Fee. »Es wird viel Verkehr sein.«
»Schau bitte noch mal nach, ob der Verschluss von der Kette richtig zu ist«, bat sie.
Es war eine sehr wertvolle Kette aus schimmernden rosa Perlen. Ein Erbstück von Daniels Mutter. Selten genug hatte Fee Gelegenheit, sie zu tragen. Sie war auch immer schrecklich in Sorge, sie verlieren zu können.
Aber der Verschluss konnte nicht so leicht aufgehen. Daniel legte seiner Frau das Hermelincape um die schönen Schultern, sein Weihnachtsgeschenk für Fee, und das kostbarste, das er ihr bisher gemacht hatte.
Auch Lenni war voller Bewunderung. Sie hatte Danny, der nun doch weinerlich den Mund verzog, auf den Arm genommen. Fee Norden war wirklich eine hinreißend schöne Frau, schön vor allem deshalb, weil sie so natürlich und voller Anmut war, und weil sie sich noch von Herzen freuen konnte.
Danny bekam noch einen Kuss, Lenni einen lieben Blick, dann raffte Fee ihr Kleid zusammen, damit sie nicht darüber stolperte, so ungewohnt war es für sie, ein langes Kleid zu tragen. Es dauerte auch ein bisschen, bis sie sich richtig hingesetzt hatte.
Daniel lachte. »Wenn es knautscht, bringst du es zurück.«
»Worauf du dich verlassen kannst. Teuer genug war es.«
»Lass es dich nicht reuen, Liebes«, meinte er, »du siehst zauberhaft aus, und außerdem bist du sowieso eine sehr sparsame Frau.«
Verschwenderisch war Fee wirklich nicht, und das war auch das erste teure Kleid, das sie sich, seit der Geburt des kleinen Felix gekauft hatte, der Lenni jetzt zu schaffen machte.
Er merkte, dass seine Mami nicht da war, und der sonst so brave Kleine schrie wie am Spieß.
»Na so was«, sagte Danny, »willst du wohl still sein? Kann Mami nicht mal mit Papi ausgehen?«
Er fühlte sich als der Große, der Überlegene, und der Kleine sah ihn staunend und verstummend an.
Gut, dass Fee es nicht mehr mitbekommen hatte, wie Felix weinte. Oper hin, Oper her, sie wäre doch wieder weich geworden und geblieben, obgleich Lenni wahrhaftig zuverlässig war.
»Werd’ ich Mami morgen aber sagen, dass Flick auf den großen Danny hört«, sagte Danny stolz.
»Sag lieber nichts«, meinte Lenni. »Sie gehen ja so selten aus.« Ganz träumerisch war ihr Blick noch immer. Ein so schönes Paar gab es ihrer Ansicht nach weit und breit nicht, und so liebe Menschen dazu. Lenni war unsagbar glücklich, hier eine neue Heimat gefunden zu haben. Felix schlief wieder ein. Danny war sehr brav und sang sich selbst in den Schlaf.
Indessen betraten Daniel und Fee Norden das Opernhaus, und auch hier folgten ihnen bewundernde Blicke, denn ein so attraktives Paar sah man wahrhaftig selten.
Obwohl sie sich so selten in der Öffentlichkeit zeigten, wurden sie jedoch auch hier erkannt.
»Hallo, Dr. Norden«, sagte eine tiefe Männerstimme. Fee vernahm, wie Daniel seufzte. Robert Werland, ein bekannter Regisseur, stand vor ihnen.
Er war ein interessanter Mann, nahe der Fünfzig, mit tiefgebräuntem Gesicht und eisgrauem Haar. Er verschlang Fee mit seinen dunklen dämonischen Augen, und das gefiel Daniel nun gar nicht.
»Nett, dass wir uns mal wieder sehen«, sagte Robert Werland. »Ich bin gerade aus Afrika zurück.«
Daniel fand ihn geschwätzig, andere fanden ihn charmant. Loswerden konnten sie ihn nicht so schnell.
Aber manches, was er da temperamentvoll erzählte, war nicht uninteressant. Zum Beispiel, dass er morgen Trauzeuge bei Holger Brandström und Marcella Massimo sein würde.
Dann aber wurde er abgelenkt. »Oh, da ist sie ja«, rief er aus und eilte auf eine extravagante schwarzhaarige Frau zu!
»Machen wir uns aus dem Staub«, raunte Daniel seiner Frau zu, aber so leicht konnte man einem Robert Werland nicht entkommen, und Marcella Massimo zeigte sich entzückt, Dr. Norden und Fee kennenzulernen.
So ganz entzückt schien Marcella von Fee jedoch nicht zu sein. Ihre grünen Nixenaugen flimmerten, als sie die bezaubernde Fee musterte, doch Daniel betrachtete sie wohlwollend und mit einem lockenden Lächeln. Zu einer Unterhaltung war keine Zeit mehr. Es läutete.
»Gott sei Dank«, flüsterte Daniel. »Die ist ja männermordend.«
Fee warf ihm einen schrägen Blick zu. »Und wenn Blicke vernichten könnten, wäre ich jetzt verschwunden«, sagte sie.
Sie war nicht eitel, aber sie hatte sehr rasch begriffen, dass Marcella zu jenen gehörte, denen es nicht gefiel, wenn andere Frauen mit ihr konkurrieren konnten.
»Sie passt überhaupt nicht zu Brandström«, sagte Daniel nachdenklich, als sie auf ihren Plätzen angelangt waren. »Wie mag er nur an sie geraten sein?«
»Seine Sache«, sagte Fee. »Die Plätze sind sehr gut.« Sie hatte überhaupt nichts übrig für Frauen, die ihre Haut so zu Markte trugen.
Marcella und Werland hatten in einer Loge Platz genommen, für fast jeden sichtbar. Sie tuschelten miteinander, Marcella lachte. Man konnte es hören.
»Sehr fein ist sie auch nicht gerade«, spottete Daniel.
Die Lichter gingen aus, der Vorhang hob sich, sie wurden von den Tönen der Musik eingefangen, die von einem Orchester gespielt wurde, das sich in bester Form befand.
Beide liebten sie Musik, und sie dachten nicht an Marcella. Sie lauschten dann der schönen, sehr geschulten Stimme Holger Brandströms, doch da sie beide ein sehr feines Gehör hatten, bemerkten sie manche Unsicherheit und sahen sich mehrmals verwundert an.
Der erste Akt war zu Ende, der Beifall war groß, aber hinter Daniel und Fee war ein Raunen.
»Ich habe ihn schon besser gehört«, sagte jemand.
»Vielleicht ist er mit seinen Gedanken schon in den Flitterwochen«, sagte eine andere Stimme. »Schau nur, was Marcella wieder für eine Schau abreißt.«
Wieder sahen sich Fee und Daniel an. »Ich dachte, wir wären vielleicht zu kritisch«, sagte Fee leise, »aber andere scheinen es auch zu sein.«
»Und dabei noch voller Schadenfreude«, bemerkte Daniel. »Aber er hatte doch Riesenerfolge.«
Im zweiten Akt kam es dann zu dem Debakel. Ein paar Töne brachte Holger Brandström noch hervor, aber die klangen schon blechern. Er warf einen verzweifelten Blick zur Loge empor, dann stand er eine Sekunde erstarrt und stumm da, und danach flüchtete er von der Bühne.
»Guter Gott«, murmelte Daniel. »Ich muss mich um ihn kümmern, Fee.«
Es herrschte eine begreifliche Unruhe. So hatte sich Fee den Opernabend allerdings nicht vorgestellt. Sie folgte ihrem Mann zu den Garderoben. Daniel kannte sich hier gut aus. Als ganz junger Arzt hatte er hier öfter Bereitschaftsdienst gehabt.
Fee wollte lieber draußen warten. Es gab ein gewaltiges Durcheinander. Die Vorstellung musste unterbrochen werden. Es wurde erregt diskutiert.
Marcella Massimo rauschte an Fee vorbei. Hektische rote Flecken zeichneten sich auf ihren Wangen ab. Das kurze, modisch geschnittene Haar war verwirrt, so als hätte sie es gerauft. Ein schlanker dunkelhaariger Mann kam ihr, ebenfalls sehr erregt aussehend, entgegen.
»So eine Blamage«, sagte Marcella schrill. »Was ist überhaupt los?«
»Holger bringt kein Wort mehr hervor«, erwiderte der Mann. Fee konnte es deutlich hören. »Es scheint eine Stimmbandlähmung zu sein.«
»Das hat mir gerade noch gefehlt. Fatale Situation. Ich könnte platzen.«
Kein Wort des Mitgefühls. Oberflächlich und egoistisch ist sie, ging es Fee durch den Sinn. Ihr tat Holger Brandström leid.
Daniel auch, denn diesmal konnte er ihm nicht rasch helfen. Verzweifelt sah ihn Holger an. Dicke Schweißperlen standen
