Ein Stunde wird zur Ewigkeit: Dr. Norden – Die Anfänge 13 – Arztroman
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Er hat eine Praxis in München eingerichtet, und Fee hilft ihm. Beide sehen den Beruf nicht als Job, sondern als wirkliche Berufung an. Dr. Norden und seine Frau sind nicht nur Ärzte, sie sind auch Freunde für ihre Patienten.
Vorsichtig ließ Dr. Norden die feine Injektionsnadel in die Armvene der jungen Frau gleiten, die blass und erschöpft vor ihm saß. Ingrid Grunke hatte die Augen geschlossen und die Lippen fest aufeinandergepresst. »So, für heute hätten wir es wieder«, sagte Dr. Norden. Sie wollte gleich aufspringen, aber Dr. Norden drückte sie sanft auf den Stuhl zurück. »Mit den Aufbauspritzen allein ist es nicht getan, Frau Grunke. Sie müssen sich etwas mehr schonen. Können Sie denn nicht mal ein paar Wochen ausspannen?« Er kannte die Patientin sehr genau. Nach fünfjähriger Ehe hatte Ingrid Grunke vor einem knappen halben Jahr endlich das ersehnte Kind bekommen. Aber die Geburt war schwer gewesen, und sie hatte sich davon noch immer nicht erholt. Dr. Norden wusste, dass Ingrid Grunke noch als Grafikerin arbeitete, zwar zu Hause, aber anscheinend doch sehr intensiv. Er verstand das nicht ganz, denn Hans Grunke musste als Geschäftsführer in einem Speiselokal sehr gut verdienen. Ingrid Grunke war eine schweigsame Frau. Über ihren Mann und ihre Ehe hatte sie nie gesprochen, aber heute brach es doch aus ihr heraus. »Ich muss doch arbeiten.
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Ein Stunde wird zur Ewigkeit - Patricia Vandenberg
Dr. Norden – Die Anfänge
– 13 –
Ein Stunde wird zur Ewigkeit
Unveröffentlichter Roman
Patricia Vandenberg
Vorsichtig ließ Dr. Norden die feine Injektionsnadel in die Armvene der jungen Frau gleiten, die blass und erschöpft vor ihm saß. Ingrid Grunke hatte die Augen geschlossen und die Lippen fest aufeinandergepresst.
»So, für heute hätten wir es wieder«, sagte Dr. Norden. Sie wollte gleich aufspringen, aber Dr. Norden drückte sie sanft auf den Stuhl zurück.
»Mit den Aufbauspritzen allein ist es nicht getan, Frau Grunke. Sie müssen sich etwas mehr schonen. Können Sie denn nicht mal ein paar Wochen ausspannen?«
Er kannte die Patientin sehr genau. Nach fünfjähriger Ehe hatte Ingrid Grunke vor einem knappen halben Jahr endlich das ersehnte Kind bekommen. Aber die Geburt war schwer gewesen, und sie hatte sich davon noch immer nicht erholt. Dr. Norden wusste, dass Ingrid Grunke noch als Grafikerin arbeitete, zwar zu Hause, aber anscheinend doch sehr intensiv. Er verstand das nicht ganz, denn Hans Grunke musste als Geschäftsführer in einem Speiselokal sehr gut verdienen.
Ingrid Grunke war eine schweigsame Frau. Über ihren Mann und ihre Ehe hatte sie nie gesprochen, aber heute brach es doch aus ihr heraus.
»Ich muss doch arbeiten. Mein Mann …«, sie geriet ins Stocken und senkte den Blick, »er hat sich übernommen. Der teure Wagen und auch sonst.« Sie sprach sich darüber nicht weiter aus. Ihre Lippen bebten, und ihre schlanken, sehr schönen Hände zerknüllten das Taschentuch.
»Ich dachte, es würde alles wieder besser werden durch das Kind«, fuhr sie leise fort. »Ja, vielleicht, wenn es ein Junge geworden wäre. Was soll ich Sie auch noch mit meinen Privatangelegenheiten belästigen.«
»Sprechen Sie sich doch aus. Schlucken Sie nicht alles in sich hinein«, sagte er behutsam.
»Es ist doch alles vergeblich. Hans geht seine eigenen Wege«, sagte Ingrid Grunke leise. »Es ist nur gut, dass ich Petra habe.«
Die kleine Petra stand in ihrem Kinderwagen im Vorzimmer neben Loni Enderles Schreibtisch, ein niedliches, lebhaftes Baby. Das Kind, das Ingrid sich gewünscht hatte, mit dem sie vermeinte, ihre Ehe retten zu können.
Dr. Norden konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Ingrid Grunke an sich sparte. Aber wie konnte er ihr helfen? Mit gütlichem Zuspruch war da nichts getan.
Sollte er Hans Grunke einmal ins Gewissen reden? Aber das konnte er nur, wenn Ingrid es wünschte.
Sie wünschte es nicht.
»Es wäre vergeudete Zeit«, sagte sie leise. Dann ging sie mit ihrem Kind. Dr. Norden konnte nicht ahnen, unter welch tragischen Umständen er sie wiedersehen sollte.
Immer wieder musste Dr. Norden an Ingrid Grunke denken. Was war das doch früher für eine hübsche, lebhafte Frau gewesen. Schon drei Jahre kam sie zu ihm. Noch nie hatte sie ihn gerufen. Anfangs hatte sie ihn immer nur aufgesucht, weil sie so allergisch war. Dann hatte sie auch mal darüber gesprochen, dass sie so gern ein Kind hätte. Er hatte sie zu seinem Freund Dr. Hans-Georg Leitner geschickt, dem Gynäkologen. Und nach langer Hormonbehandlung hatte sie dann endlich das Kind, die kleine Petra, bekommen.
Zum ersten Mal hatte sie nun heute darüber gesprochen, dass sie die Hoffnung gehegt hatte, das Kind würde ihre Ehe zusammenhalten.
Dr. Norden war diesbezüglich anderer Ansicht. Eine Ehe, die auf tönernen Füßen stand, war durch ein Kind nicht zu retten. Das waren nur Wunschträume. Die Liebe und das Zusammengehörigkeitsgefühl waren allein ausschlaggebend, um auch gewisse Krisen, die wohl in den meisten Ehen unvermeidbar waren, zu überbrücken.
Sein nächster Besuch galt einem Patienten, dessen Ehe ein tragisches Ende gefunden hatte.
Er hielt vor einem stilvollen Einfamilienhaus. Hier wohnte Günther Holpert, Werbefachmann, fünfunddreißig Jahre alt, so vermögend, dass er seiner Frau alle auch noch so anspruchsvollen Wünsche erfüllen konnte. Zerbrochen war die Ehe an dem einzigen Kind, denn die kleine Mariella, jetzt fünf Jahre jung, war nach den schwersten Masern, die Dr. Norden je erlebt hatte, erblindet. Und das nur, weil ihre Mutter seine eindringlichen Ermahnungen, das Zimmer dunkel zu halten, nicht befolgt hatte.
Für Liane Holpert waren Vergnügungen wichtiger gewesen als das kranke Kind. Sie hatte Mariella mit dem einfältigen Hausmädchen und Bilderbüchern allein gelassen, um ihre Bridgenachmittage nicht zu versäumen. Und als sich dann herausstellte, dass Mariella erblindet war, hatte sie Mann und Kind verlassen.
Günther Holpert liebte sein Kind abgöttisch. Eine schon recht bejahrte Tante führte seinen Haushalt, aber nun war Tante Hanni, die schon lange von starkem Rheuma geplagt wurde, bettlägerig geworden. Nur eine Kur konnte ihr noch helfen. Die Verantwortung für das blinde Kind war einfach zu viel für sie. Es war ein bildhübsches Kind. Seidiges blondes Haar umgab das feine Gesichtchen. Wie ein kleiner Engel saß sie vor einem Tischchen, auf dem Puppen und Stofftiere lagen, die sie mit zarten kleinen Händen betastete.
Günther Holpert, der Daniel Norden die Tür geöffnet hatte, atmete schwer, als Daniels Blick auf dem Kind ruhte.
»Onkel Doktor, bist du es?«, fragte Mariella mit ihrem süßen Stimmchen.
»Ja, ich bin es«, erwiderte er und strich ihr sanft über das seidige Haar. »Wie geht es dir, Mariella?«
»Ganz gut, aber Tante Hanni hat große Schmerzen. Machst du sie gesund?«
Immer wieder war es ihm unbegreiflich, wie dieses kleine Mädchen, das nichts sehen konnte, so geduldig sein konnte. Ihm zog es das Herz zusammen.
»Vati hat gesagt, dass Tante Hanni eine Kur machen muss«, sagte Mariella. »Dann kann sie nicht bei uns bleiben, aber Vati muss doch arbeiten.«
Sie erwartete von Daniel Norden eine Antwort. Sie hatte ihm auch ihr Gesichtchen zugewendet. Erschütternd war es, in diese Kinderaugen zu blicken.
»Würdest du mit Tante Hanni auf die Insel der Hoffnung gehen, Mariella?«, fragte Daniel Norden. Und als er dies fragte, fing er einen fragenden Blick des Vaters dieses kleinen Mädchens auf.
»Es klingt schön«, sagte Mariella leise. »Insel der Hoffnung. Ist es dort so schön, wie es klingt, Onkel Doktor?«
»Es ist sehr schön«, sagte er.
»Ich kann es doch nicht sehen«, sagte Mariella, »aber riechen kann ich es. Wonach riecht es dort, Onkel Doktor?«
»Nach Rosen und nach Wasser«, erwiderte Daniel.
»Rosen duften, und Wasser rieche ich gern. Und wenn die Sonne scheint, fühle ich es«, sagte Mariella. »Frag mal Tante Hanni, ob sie auch dorthin gehen mag.« Eine kleine Pause folgte. Mariella nahm eine Puppe und drückte sie an sich. »Ist sie hübsch, Onkel Doktor? Vati hat sie mir heute mitgebracht. Sie fühlt sich hübsch an.«
»Sie ist sehr hübsch. Wie heißt sie?«, fragte Daniel mit schwerer Stimme.
»Feechen. Deine Frau mit der schönen Stimme heißt auch Fee. Feechen kann sprechen. Ich kann mich richtig mit ihr unterhalten.«
»Dann unterhalte dich mal ein Weilchen mit ihr«, sagte Daniel. »Ich spreche jetzt mit Tante Hanni.«
»Sie will ja nicht zur Kur, weil Vati und ich sonst allein sind, aber du kannst ihr sagen, dass ich gern mit ihr auf der Insel der Hoffnung sein will.«
Es war noch ein kleines Kind, aber Mariella war überaus intelligent, und ihre Sprache war gebildet durch den Umgang mit den Erwachsenen, die sie betreuten. Es war die einzige menschliche Bindung, die sie zu ihrem Vater und zu Tante Hanni hatte, und deshalb, nur deshalb war sie wohl ihren Lebensjahren so weit voraus.
Dr. Norden ging mit Günther Holpert hinaus, der seine Hand über das Gesicht gelegt hatte.
»Manchmal ist es fast nicht zu ertragen«, flüsterte der Mann. »Ich bin so schrecklich hilflos, und Mariella ist so tapfer.«
»Sie lebt in einer eigenen Welt«, sagte Daniel.
»Haben Sie das ernst gemeint mit der Insel der Hoffnung, Doktor?«, fragte Günther Holpert.
»Sonst hätte ich es nicht gesagt.«
»Aber Tante Hanni kann sich nicht um das Kind kümmern.«
»Man wird sich um Mariella kümmern. Mein Schwiegervater, seine Frau Anne, Mario und auch Dr. Schoeller und seine Frau Isabel. Aber jetzt muss ich erst einmal fragen, wie es Ihnen geht. Sie sind noch sehr heiser.«
»Das ist eine Lappalie im Gegensatz dazu, was mich sonst plagt. Der Konkurrenzkampf ist hart, Doktor. Wenn ich jetzt nicht am Drücker bleibe, bin ich weg vom Fenster. Ich muss ja leider auch an die Zukunft denken. Mariella soll nicht dafür gestraft werden, dass sie blind heranwachsen muss. Wenn die Operation möglich gemacht wird, wird sie viel kosten. Ich möchte so gern, dass sie wieder sehen kann. Dafür würde ich alles geben. Dass Tante Hanni nicht mehr diesen Anforderungen gewachsen sein wird, wissen wir beide doch genau. Aber wer ist schon bereit, ein blindes Kind zu betreuen?«
»Vielleicht finden wir einen Weg«, sagte Daniel. »Wenn Tante Hanni bereit ist, auf die Insel der Hoffnung zu gehen, gewinnen wir ein paar Wochen Zeit. Sie müssen jetzt aber auch ein bisschen an Ihre Gesundheit denken.«
Dr. Norden musste auch um Günther Holpert besorgt sein. Wie hager war der Mann geworden! Er wurde getrieben vom Stress in einem Beruf, der großen Schwankungen unterworfen war, von der Sorge um das geliebte Kind, und nun auch noch geplagt von den Sorgen um Tante Hanni, deren Zustand bedenklich war. Dr. Norden wollte das nicht so deutlich sagen, wie er es diagnostizierte,
