Auf einem Ärztekongress in Lugano: Dr. Laurin 159 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Patricia Vandenberg ist die Begründerin von "Dr. Norden", der erfolgreichsten Arztromanserie deutscher Sprache, von "Dr. Laurin", "Sophienlust" und "Im Sonnenwinkel". Sie hat allein im Martin Kelter Verlag fast 1.300 Romane veröffentlicht, Hunderte Millionen Exemplare wurden bereits verkauft. In allen Romangenres ist sie zu Hause, ob es um Arzt, Adel, Familie oder auch Romantic Thriller geht. Ihre breitgefächerten, virtuosen Einfälle begeistern ihre Leser. Geniales Einfühlungsvermögen, der Blick in die Herzen der Menschen zeichnet Patricia Vandenberg aus. Sie kennt die Sorgen und Sehnsüchte ihrer Leser und beeindruckt immer wieder mit ihrer unnachahmlichen Erzählweise. Ohne ihre Pionierarbeit wäre der Roman nicht das geworden, was er heute ist.
In der Prof.-Kayser-Klinik herrschte Freude wie schon seit Langem nicht mehr.
Eine Frau, über deren Gesundheitszustand sich Dr. Laurin sehr viele Sorgen gemacht hatte, sodass er ihr während der ersten Vorsorgeuntersuchung sogar schon den Vorschlag machen wollte, die seit zwei Monaten bestehende Schwangerschaft abzubrechen, hatte ein gesundes Kind zur Welt gebracht, ein Mädchen.
»Es kommt eben immer darauf an«, sagte Schwester Marie, nachdem Mutter und Kind versorgt waren, »ob ein Mensch sich auf etwas freut oder nicht. Diese Frau hat sich auf ihr Kind so sehr gefreut, dass ihr Körper ganz darauf eingestellt war und reibungslos funktioniert hat. Wir haben ja auch schon andere Beispiele erlebt.«
»Stimmt«, nickte Dr. Laurin, denn Schwester Marie hatte recht.
Sie hätte schon in den Ruhestand gehen können, was man ihr nicht ansah, sie sah gut aus und war forsch und immer heiter. Von Ruhestand wollte sie nichts wissen.
»Wenn ich mal nicht mehr in der Klinik bin, klappt hier überhaupt nichts mehr«, behauptete sie immer wieder.
Schwester Marie war der gute Geist des Hauses. Immer war sie zur Stelle, wenn sie gebraucht wurde, und oft war sie auch schon da, wenn noch niemand ahnte, dass man sie benötigen würde. Irgendwie hatte sie einen todsicheren Instinkt, der sie so unentbehrlich machte. Sie wusste stets einen guten Rat, und Dr. Laurin, der sich von ihr während seiner Sprechstunden assistieren ließ, konnte sich gar nicht vorstellen, ohne ihre Mitarbeit auskommen zu müssen.
»Stimmt«, sagte Dr. Rasmus, der bei der schwierigen Geburt dabei gewesen war, »es kommt immer darauf an, ob eine Frau sich auf
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Auf einem Ärztekongress in Lugano - Patricia Vandenberg
Dr. Laurin
– 159 –
Auf einem Ärztekongress in Lugano
Marlene verfolgt verbissen einen Plan
Patricia Vandenberg
In der Prof.-Kayser-Klinik herrschte Freude wie schon seit Langem nicht mehr.
Eine Frau, über deren Gesundheitszustand sich Dr. Laurin sehr viele Sorgen gemacht hatte, sodass er ihr während der ersten Vorsorgeuntersuchung sogar schon den Vorschlag machen wollte, die seit zwei Monaten bestehende Schwangerschaft abzubrechen, hatte ein gesundes Kind zur Welt gebracht, ein Mädchen.
»Es kommt eben immer darauf an«, sagte Schwester Marie, nachdem Mutter und Kind versorgt waren, »ob ein Mensch sich auf etwas freut oder nicht. Diese Frau hat sich auf ihr Kind so sehr gefreut, dass ihr Körper ganz darauf eingestellt war und reibungslos funktioniert hat. Wir haben ja auch schon andere Beispiele erlebt.«
»Stimmt«, nickte Dr. Laurin, denn Schwester Marie hatte recht.
Sie hätte schon in den Ruhestand gehen können, was man ihr nicht ansah, sie sah gut aus und war forsch und immer heiter. Von Ruhestand wollte sie nichts wissen.
»Wenn ich mal nicht mehr in der Klinik bin, klappt hier überhaupt nichts mehr«, behauptete sie immer wieder.
Schwester Marie war der gute Geist des Hauses. Immer war sie zur Stelle, wenn sie gebraucht wurde, und oft war sie auch schon da, wenn noch niemand ahnte, dass man sie benötigen würde. Irgendwie hatte sie einen todsicheren Instinkt, der sie so unentbehrlich machte. Sie wusste stets einen guten Rat, und Dr. Laurin, der sich von ihr während seiner Sprechstunden assistieren ließ, konnte sich gar nicht vorstellen, ohne ihre Mitarbeit auskommen zu müssen.
»Stimmt«, sagte Dr. Rasmus, der bei der schwierigen Geburt dabei gewesen war, »es kommt immer darauf an, ob eine Frau sich auf ein Kind freut oder nicht. Ich kann mich an eine ganze Reihe von sehr robust wirkenden Frauen erinnern, bei denen wir nicht die geringsten Bedenken hatten, dass bei der Geburt etwas schiefgehen könnte, und trotzdem hatten wir mit ihnen auf einmal die größten Schwierigkeiten.«
»Wir werden eben nie auslernen«, äußerte Chefarzt Dr. Laurin. »Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich nachgegeben und der Frau nicht zu einem Schwangerschaftsabbruch geraten habe.«
Die Geburt hatte abends um acht Uhr stattgefunden, und weil für Mutter und Kind Gefahr bestanden hatte, war das ganze eingespielte Team noch in der Prof.-Kayser-Klinik geblieben, obwohl die meisten davon einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich gehabt hatten.
Jetzt aber, nachdem alles vorbei war, zerstreuten sich die Mitarbeiter, und auch Dr. Laurin konnte endlich daran denken, nach Hause zu fahren.
Der gut aussehende, hochgewachsene Mann ging in sein Büro, wo er seine Jacke hängen hatte. Er sah den Papierkram, der in seinem Vorzimmer und auf seinem Schreibtisch herumlag, und verzog das Gesicht. Den Schreibkram, wie er das nannte, konnte er nämlich auf den Tod nicht ausstehen, und vielleicht wäre es, was den Schreibkram anbetraf, in der Prof.-Kayser-Klinik chaotisch zugegangen, wenn es nicht Moni Hillenberg, Dr. Laurins hübsche Sekretärin, immer wieder verstanden hätte, den Chef an den Schreibtisch zu locken und ihm die ungeliebte Arbeit so einfach und so leicht wie möglich zu machen.
Den Arztkittel hatte Dr. Laurin längst ausgezogen, jetzt nahm der große Mann einfach seine Jacke vom Haken und streifte sie über. Dabei fiel sein Blick auf das Telefon, und in einer plötzlichen Eingebung ging er hin, nahm den Hörer ab und rief zu Hause an.
Es dauerte nur ein paar Augenblicke, bis seine Frau Antonia sich meldete.
»Leon, was gibt es?«, fragte sie, nachdem sie seine Stimme vernommen hatte.
»Alles bestens«, konnte Dr. Laurin ihr sagen. »Wir haben den Kreislauf gestützt, das war alles, was wir tun mussten. Alles andere ist ganz normal verlaufen.«
»Da freue ich mich aber«, atmete Antonia auf. »Ich habe ja gewusst, was für Sorgen du dir gemacht hast.«
»Wir freuen uns alle«, meinte Leon. »Schwester Marie ist förmlich aus dem Häuschen. Aber was noch viel wichtiger ist, ich kann jetzt endlich heimkommen.«
»Wie schön. Die anderen haben schon zu Abend gegessen, ich warte noch auf dich.«
»Was gibt es denn?«, fragte der Arzt, und diese Frage war bei ihm ganz und gar nicht ungewöhnlich, denn er aß nun mal für sein Leben gern.
»Tatar mit Zwiebeln, und außerdem haben wir ja noch kalten Braten im Haus.«
»Ich bin schon da!«, rief Leon in den Hörer.
Er legte rasch auf, und dann verließ er die Klinik so schnell wie möglich. Draußen stieg er in seinen Wagen und ließ den Motor anspringen. Es nieselte ein wenig, deswegen schaltete der Arzt die Scheibenwischer ein.
Weil es schon so spät war, waren die Straßen relativ unbelebt, und Leon Laurin schaffte den Heimweg in Rekordzeit. Die Garage stand offen, Leon konnte den Wagen direkt hineinfahren, und als er ausgestiegen war und die Garage verschloss, stand Antonia schon in der Haustür.
Leon begrüßte sie mit einem liebevollen Kuss.
»Da bin ich endlich, mein Liebes«, sagte er, und gleich darauf befanden sie sich im Haus.
»Du hast heute tüchtig etwas geschafft«, sagte seine Frau zu ihm und half ihm aus der Jacke. »Dafür triffst du jetzt auch ein ruhiges Haus an, denn alle anderen sind schon zu Bett gegangen.«
Antonia hatte den Abendbrottisch für sich und ihn liebevoll gedeckt. Zwei silberne Leuchter mit brennenden Kerzen standen in der Mitte und flankierten ein hübsches Blumenarrangement.
»Das sieht ja fast so aus, als ob jemand heute Geburtstag hätte«, lächelte der Arzt dankbar.
Natürlich hatte niemand Geburtstag. Antonia hatte ihm nur eine kleine Freude machen wollen.
»Man isst nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit den Augen«, lächelte sie.
»Wie wahr«, lächelte Dr. Laurin zurück. »Vor allem schmeckt es mir dann besonders gut, wenn du mir gegenübersitzt und ich dich anschauen kann.«
Antonias Augen glänzten.
»Dass du mir so etwas nach so vielen Jahren Ehe noch sagst«, meinte sie gerührt.
»Das wäre ja noch schöner, wenn ich so etwas nicht sagen würde«, antwortete er und nahm eine tüchtige Portion Braten auf seinen Teller. »Du bist ja auch die beste Frau, die ich mir nur denken kann.«
»Und du bist der beste Mann, den ich jemals bekommen konnte«, erwiderte sie.
Es war schon spät, aber es war eine Stunde, in der die beiden sich besonders nahe waren. Und solche Stunden, das wusste ein jeder, waren für eine Ehe besonders wichtig.
Zusammen räumten sie später den Tisch ab. Antonia setzte sich im großen Wohnzimmer in einen Sessel und blätterte in einer Zeitung, während Leon sich noch einen alten Cognac genehmigte und im Wohnzimmer auf und ab marschierte. Das tat er zuweilen gern, wenn er sich draußen im Freien nicht bewegen konnte.
Sie sprachen über dieses und jenes, über Wichtiges und Unwichtiges. Es war ja auch gar nicht von Bedeutung, worüber sie sich unterhielten. Wichtig war nur, dass sie überhaupt miteinander sprachen.
»Wie ist das eigentlich mit dem Ärztekongress in Lugano?«, fragte Antonia schließlich. »Hast du dich inzwischen entschlossen, daran teilzunehmen?«
Leon nickte und nahm noch einen Schluck Cognac.
»Ich glaube, ich werde hinfahren«, erwiderte er. »Es ist ja auch für einen alten Praktiker gut, wenn er sich mal ein paar gelehrte Vorträge anhört.«
»Da hast du recht«, nickte Antonia, und sie musste es wissen, denn sie war früher Ärztin gewesen, bevor sie Leon geheiratet hatte. Sie hatte diesen Entschluss übrigens nie bereut, denn sie war ganz in ihrer Familie aufgegangen und fühlte sich so glücklich, wie man es sich nur denken konnte. »Hoffentlich bekommst du noch ein Zimmer in Lugano«, sorgte sie sich.
Dr. Laurin grinste. »Diese Sorge würde mich auch bewegen«, erwiderte er, »aber zum Glück gibt es ja Moni.«
Moni, Dr. Laurins hübsche Sekretärin, war mit Dr. Hillenberg verheiratet, einem Assistenzarzt in der Chirurgischen Abteilung der Prof.-Kayser-Klinik.
»Wieso? Hat Moni schon etwas unternommen?«, fragte Antonia
