Ein einsames Kind findet einen Freund: Sophienlust 214 – Familienroman
Von Aliza Korten
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Über dieses E-Book
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
Mathias Kilian wanderte durch den Wald. Maxi, sein einziger Freund und Kamerad, schnupperte aufgeregt und genoss diesen Ausflug seines Herrn, ohne mit seinem Hundeverstand zu begreifen, dass Mathias Kilian sich einsam und unglücklich fühlte.
Maxi konnte nicht wissen, wie hart es Mathias Kilian ankam, dass er nun Rentner war und eigentlich rein gar nichts mehr zu tun hatte. Volle vierzig Jahre lang hatte er in Kreuzberg die Post zugestellt. Er kannte fast jeden Bewohner diesen kleinen Ortes, und er fühlte sich durchaus nicht zu alt, um noch tätig zu sein. Aber da gab es die gesetzlichen Bestimmungen, nach denen sich die Postverwaltung zu richten hatte. Deshalb war Mathias Kilian zum Nichtstun verurteilt, ob es ihm passte oder nicht.
Das kleine Haus am Ortsrand von Kreuzberg hielt der ehemalige Postbote blitzsauber. Auch den Garten pflegte er tadellos. Solange Gundi, seine Frau noch gelebt hatte, war der Ruhestand für ihn ganz erträglich gewesen. Doch seit deren plötzlichem Tod vor einem halben Jahr wusste Mathias mit seiner Zeit nichts Rechtes anzufangen.
An diesem Tag hatte der alte Mann einen Spaziergang nach Wildmoos beschlossen. Nur so, um überhaupt ein Ziel zu haben. Während Maxi den Ausflug sichtlich auskostete, hing er trübseligen Betrachtungen nach. Wenn wenigstens Elivra bereit wäre, zu ihm zu ziehen. Sie hätte es gut bei ihm. Viel besser als in der Fremde.
Aber Mathias Kilians einzige Tochter wollte in der Stadt bleiben, weil sie dort ihren Freund hatte. Mathias kannte den jungen Mann nicht. Elivra liebte ihren Helmut. Die beiden wollten heiraten, sobald er sich selbstständig
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Buchvorschau
Ein einsames Kind findet einen Freund - Aliza Korten
Sophienlust
– 214 –
Ein einsames Kind findet einen Freund
Aliza Korten
Mathias Kilian wanderte durch den Wald. Maxi, sein einziger Freund und Kamerad, schnupperte aufgeregt und genoss diesen Ausflug seines Herrn, ohne mit seinem Hundeverstand zu begreifen, dass Mathias Kilian sich einsam und unglücklich fühlte.
Maxi konnte nicht wissen, wie hart es Mathias Kilian ankam, dass er nun Rentner war und eigentlich rein gar nichts mehr zu tun hatte. Volle vierzig Jahre lang hatte er in Kreuzberg die Post zugestellt. Er kannte fast jeden Bewohner diesen kleinen Ortes, und er fühlte sich durchaus nicht zu alt, um noch tätig zu sein. Aber da gab es die gesetzlichen Bestimmungen, nach denen sich die Postverwaltung zu richten hatte. Deshalb war Mathias Kilian zum Nichtstun verurteilt, ob es ihm passte oder nicht.
Das kleine Haus am Ortsrand von Kreuzberg hielt der ehemalige Postbote blitzsauber. Auch den Garten pflegte er tadellos. Solange Gundi, seine Frau noch gelebt hatte, war der Ruhestand für ihn ganz erträglich gewesen. Doch seit deren plötzlichem Tod vor einem halben Jahr wusste Mathias mit seiner Zeit nichts Rechtes anzufangen.
An diesem Tag hatte der alte Mann einen Spaziergang nach Wildmoos beschlossen. Nur so, um überhaupt ein Ziel zu haben. Während Maxi den Ausflug sichtlich auskostete, hing er trübseligen Betrachtungen nach. Wenn wenigstens Elivra bereit wäre, zu ihm zu ziehen. Sie hätte es gut bei ihm. Viel besser als in der Fremde.
Aber Mathias Kilians einzige Tochter wollte in der Stadt bleiben, weil sie dort ihren Freund hatte. Mathias kannte den jungen Mann nicht. Elivra liebte ihren Helmut. Die beiden wollten heiraten, sobald er sich selbstständig machen konnte. Doch darüber waren inzwischen noch mehr als vier Jahre vergangen. Elvira arbeitete als Näherin in einer Textilfabrik und schrieb selten. Seit dem Begräbnis ihrer Mutter war sie auch nicht mehr in Kreuzberg gewesen.
Der alte Mann schritt rüstig aus und beachtete kaum, wie weit er sich schon von Kreuzberg entfernt hatte. Er horchte verwundert auf, als er Kinderstimmen vernahm. Ein versonnenes Lächeln glitt über sein faltiges Gesicht. Er liebte Kinder über alles.
Dem fröhlichen Lärm folgend, entdeckte er eine Gruppe von Kindern, die mit dem Ball spielten. Es war ein hübscher Anblick. Kein Wunder, dass Mathias stehen blieb, um ein Weilchen zuzuschauen. Maxi verhielt sich sehr brav und legte sich neben seinem Herrn auf den weichen Boden, um sich auszuruhen.
Als der bunte Ball genau auf Mathias zuflog, fing er ihn geschickt auf. Ein kleines Mädchen erschien am Zaun. Es hatte helles Haar, blaue Augen und ein erhitztes Gesichtchen.
»Da hast du ihn, deinen Ball«, sagte Mathias und reichte ihr den Ball.
»Danke.«
»Sind das alles deine Geschwister?«, erkundigte sich Mathias Kilian, weil er verhindern wollte, dass die Kleine sogleich davonlief, um weiterzuspielen.
»Nein, wir sind die Kinder aus dem großen Haus dort hinten. Es heißt das Haus der glücklichen Kinder, Sophienlust. Und wer bist du?«
Mathias Kilian stellte sich der winzigen Dame vor. Er hatte von dem Kinderheim Sophienlust schon gehört.
»Wie heißt du denn?«, fragte er lächelnd.
»Ich bin die Heidi. Willst du vielleicht mitspielen? Hörst du, ich werde gerufen! Sie wollen weitermachen. Dort drüben ist die Pforte. Komm doch.«
Heidi sprang davon und berichtete den übrigen Kindern von ihrer neuen Bekanntschaft. Schließlich lief die ganze Gruppe zu dem kleinen Tor und forderte den verblüfften alten Mann auf, in den Park zu kommen.
Henrik streichelte Maxi. Auch die kleine schwarze Peggy und zwei andere Kinder freundeten sich auf Anhieb mit Maxi an.
»Maxi mag Kinder«, erklärte Mathias lächelnd. »Soll ich euch einmal ein Spiel zeigen, das ich als Junge gespielt habe?«
»O ja!«, riefen die Kinder. »Wir lernen gern neue Spiele.«
Mathias Kilian erklärte den Kindern sein Spiel. Sie begriffen sofort, worauf es ankam, und zeigten sich sehr geschickt. Mathias Kilian war mit Leib und Seele dabei. Er geriet außer Atem und bekam heiße Wangen. An seinen Kummer und die Einsamkeit dachte er überhaupt nicht mehr.
Weder er noch die Kinder bemerkten die schlanke Dame mit dem schlichten dunklen Haar, die über die Wiese herankam.
»Haben wir einen Gast?«, erklang unerwartet die weiche Stimme.
Das Spiel brach ab. »Tante Isi, Mutti«, riefen die Kinder durcheinander und scharten sich um die Dame.
Mathias Kilian geriet ein bisschen in Verlegenheit. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er streng genommen kein Recht hatte, ungeladen in den Park einzudringen und mit den Kindern zu spielen.
Er nannte seinen Namen und erklärte ein wenig unbeholfen, wie es dazu gekommen war, dass er nun hier auf der Wiese mit den Kindern spielte.
»Aus Kreuzberg sind Sie zu Fuß hierhergewandert?«, staunte die freundliche Dame. »Das ist ein ganz beachtlicher Marsch. Ich bin Frau von Schoenecker.«
Mathias verbeugte sich unwillkürlich. »Ich kenne Ihren Namen, Frau von Schoenecker«, sagte er leise. »Sie haben aus dem früheren Herrenhaus Sophienlust das Kinderheim gemacht, nicht wahr?«
»Sophienlust gehört eigentlich meinem Sohn Nick. Es ist ein Vermächtnis seiner Urgroßmutter. Ich habe es zu erfüllen. Wollen Sie mit ins Haus kommen, Herr Kilian? Wir bieten Ihnen gern eine Erfrischung an, damit Sie auf dem Rückweg nicht müde und hungrig werden.«
Henrik, Denises jüngster Sohn, erhob Einspruch. »Zuerst müssen wir unser Spiel beenden, Mutti. Es steht nämlich gerade unentschieden.«
Denise ließ die muntere Schar gewähren und schaute ein Weilchen zu. Als schließlich eine Partei um einen einzigen Punkt gewonnen hatte, führte sie Mathias in das schöne alte Herrenhaus.
Staunend schaute der alte Mann sich um, während Maxi brav draußen auf ihn wartete.
»Fast wie ein Schloss ist es, Frau von Schoenecker. Die Kinder haben es fein hier.«
Denise von Schoenecker nickte ihm zu. »Unsere Kinder haben alle Schweres erlebt, ehe sie zu uns kamen. Ich bin glücklich, dass sie hier eine neue Heimat finden und ihr Leid vergessen konnten. Warten Sie, ich werde Ihnen ein Bild von Sophie von Wellentin zeigen«
Denise geleitete den staunenden Gast in ein stilrein eingerichtetes Biedermeierzimmer. An einer Wand hing ein Ölgemälde, das eine alte Dame darstellte, die den Beschauer freundlich und zugleich prüfend anzublicken schien.
»Sophie von Wellentin war die Großmutter meines ersten Mannes, also Nicks Urgroßmutter. Sie hinterließ meinem Sohn nicht nur Sophienlust, sondern auch ein Vermögen. So war es für mich nicht schwer, ihren Wunsch zu erfüllen und aus diesem Haus eine Zufluchtsstätte für in Not geratene Kinder zu machen.«
»Warum hat gerade der eine Junge alles geerbt, Frau von Schoenecker?«, erkundigte sich Mathias verwundert. »Das ist doch gegenüber dem kleinen Henrik nicht ganz gerecht.«
Denise lächelte. »Nick stammt, wie ich schon andeutete, aus meiner ersten Ehe. Leider starb sein Vater viel zu früh. Als Sophie von Wellentin die Augen schloss, war ich Witwe und hatte nur meinen kleinen Nick, der auf den Namen Dominik getauft ist, aber selten so gerufen wird. Später lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, der damals genau wie ich verwitwet war. Er brachte zwei größere Kinder mit in unsere Ehe. Und Henrik ist nun unser jüngster Sohn.«
Mathias Kilian seufzte. »Sie sind zu beneiden, Frau von Schoenecker. So eine große Familie! Ich bin ganz allein, denn meine Tochter will in der Stadt wohnen. Hoffentlich sind Sie mir nicht böse, dass ich einfach in den Park gekommen bin. Die Kinder waren so lustig …«
»Wenn Sie gern mit ihnen spielen, so sollten Sie bei Gelegenheit wiederkommen, Herr Kilian«, entgegnete Denise liebenswürdig. »Sophienlust ist für jedermann offen. Ich habe Ihnen zugesehen. Sie verstehen es besonders gut mit Kindern. Aber vielleicht ist Ihnen der Weg von Kreuzberg hierher doch etwas zu weit?«
Mathias schüttelte heftig den Kopf. »Ich kann mit dem Rad fahren, Frau von Schoenecker. Solange ich noch im Dienst war, war ich immer mit dem Rad unterwegs. Jetzt habe ich Zeit. Deshalb gehe ich meistens zu Fuß.«
Der alte Mann und Denise von Schoenecker verstanden sich ausgezeichnet. Denise erzählte ihm noch allerlei über die Entstehungsgeschichte von Sophienlust. Sie hatte sofort Vertrauen zu Mathias gefasst, nicht anders als die Kinder.
Mathias Kilian erfuhr auch, dass die Familie von Schoenecker auf dem benachbarten Gut namens Schoeneich wohnte, wohin eine private Verbindungsstraße von Sophienlust aus führte. Er hörte auch, dass Sascha von Schoenecker in Heidelberg studierte und Andrea schon verheiratet war und einen kleinen Sohn hatte.
»Jetzt haben wir nur noch Nick und Henrik im Hause. Aber eigentlich findet man die beiden Buben meistens hier in Sophienlust, Herr Kilian«, schloss Denise und warf dabei einen Blick auf die Uhr. »Wollen Sie mit uns zu Abend essen?«, fragte sie dann freundlich. »Es dauert nur noch eine Viertelstunde, bis es so weit ist. Die Kinder werden sich freuen. Später fahre ich Sie in meinem Wagen nach Kreuzberg zurück.«
»Kann ich das denn annehmen?« Mathias Kilian zögerte.
»Wir freuen uns immer über Besuch, Herr Kilian. Außerdem müssen Sie ziemlich hungrig sein. Erst der Weg hierher, und dann das Spiel mit den Kindern …«
»So arg
