Die Herausforderung: Der Bergpfarrer 512 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Feierabend! Max Trenker hatte wieder einen langen Arbeitstag in der Polizeistation von St. Johann beendet. Nun war er frisch geduscht, und die Polizeiuniform hatte er gegen eine bequeme Jogginghose sowie ein kurzärmeliges T-Shirt eingetauscht. Mit einem Seufzer ließ er sich daheim im Wohnzimmer in einen der schweren Sessel fallen, streckte die Beine weit von sich, lehnte sich zurück und schloss die Augen. Der gemütliche Teil des Tages konnte beginnen. Es war beginnender Abend, genau gesagt halb sieben Uhr. Jeden Moment musste Claudia mit den Kindern kommen. Seine Frau arbeitete als Journalistin beim 'Kurier' in Garmisch-Partenkirchen. Die Kinder waren tagsüber in der Schule beziehungsweise in der Kindertagesstätte und wurden darüber hinaus, bis Claudia sie am späten Nachmittag nach Hause holen konnte, von einer jungen Frau, selbst Mutter von zwei kleinen Kindern, betreut. Für den Fall, dass diese Kinderbetreuung einmal ausfiel, gab es genügend Teenager im Bekanntenkreis, die sich gerne ein paar Euro verdienten. Tatsächlich registrierte Max keine zehn Minuten, nachdem er es sich bequem gemacht hatte, dass die Haustür aufgeschlossen wurde, und dann vernahm er auch schon die helle Stimme seiner kleinen Tochter Luisa. Bei ihrem Klang ging dem großen Mann, dessen Job hin und wieder ein gewisses Maß an Härte und Durchsetzungsvermögen erforderte, das Herz auf. Luisa war zwei Jahre alt. Der siebenjährige Sebastian hingegen besuchte schon die Grundschule und nach dem Unterricht den Hort, wo er seine Hausaufgaben erledigte. Max war ein sehr gut aussehender Mann, auf den in der Vergangenheit schon so manche Urlauberin ein Auge geworfen hatte, was an ihm allerdings abgeprallt war, weil er seine Familie über alles liebte. Nun erhob er sich und verließ das Wohnzimmer. »Hallo, ihr drei«, rief er gut gelaunt. Claudia und die Kinder befanden sich in der Diele bei der Garderobe, wo sie ihre Schuhe auszogen und in bequeme Hausschuhe schlüpften.
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Rezensionen für Die Herausforderung
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Buchvorschau
Die Herausforderung - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 512 –
Die Herausforderung
Pfarrer Trenker lässt sich auf ein gewagtes Abenteuer ein …
Toni Waidacher
Feierabend! Max Trenker hatte wieder einen langen Arbeitstag in der Polizeistation von St. Johann beendet. Nun war er frisch geduscht, und die Polizeiuniform hatte er gegen eine bequeme Jogginghose sowie ein kurzärmeliges T-Shirt eingetauscht.
Mit einem Seufzer ließ er sich daheim im Wohnzimmer in einen der schweren Sessel fallen, streckte die Beine weit von sich, lehnte sich zurück und schloss die Augen. Der gemütliche Teil des Tages konnte beginnen.
Es war beginnender Abend, genau gesagt halb sieben Uhr. Jeden Moment musste Claudia mit den Kindern kommen. Seine Frau arbeitete als Journalistin beim ‚Kurier’ in Garmisch-Partenkirchen. Die Kinder waren tagsüber in der Schule beziehungsweise in der Kindertagesstätte und wurden darüber hinaus, bis Claudia sie am späten Nachmittag nach Hause holen konnte, von einer jungen Frau, selbst Mutter von zwei kleinen Kindern, betreut. Für den Fall, dass diese Kinderbetreuung einmal ausfiel, gab es genügend Teenager im Bekanntenkreis, die sich gerne ein paar Euro verdienten.
Tatsächlich registrierte Max keine zehn Minuten, nachdem er es sich bequem gemacht hatte, dass die Haustür aufgeschlossen wurde, und dann vernahm er auch schon die helle Stimme seiner kleinen Tochter Luisa. Bei ihrem Klang ging dem großen Mann, dessen Job hin und wieder ein gewisses Maß an Härte und Durchsetzungsvermögen erforderte, das Herz auf. Luisa war zwei Jahre alt. Der siebenjährige Sebastian hingegen besuchte schon die Grundschule und nach dem Unterricht den Hort, wo er seine Hausaufgaben erledigte.
Max war ein sehr gut aussehender Mann, auf den in der Vergangenheit schon so manche Urlauberin ein Auge geworfen hatte, was an ihm allerdings abgeprallt war, weil er seine Familie über alles liebte. Nun erhob er sich und verließ das Wohnzimmer. »Hallo, ihr drei«, rief er gut gelaunt.
Claudia und die Kinder befanden sich in der Diele bei der Garderobe, wo sie ihre Schuhe auszogen und in bequeme Hausschuhe schlüpften. »Papi!«, rief Luisa und lief ihm mit ausgebreiteten Armen und über das ganze Gesicht lachend entgegen. Max fing sie auf, setzte sie auf seinen Arm und nahm auch den kleinen Basti in Empfang, der seiner Schwester auf dem Fuß gefolgt war. »Hallo, mein Großer!«, sagte Max lachend und strich dem Kleinen über den wuscheligen Blondschopf. »Wie war’s in der Schule? Hast du alles verstanden, was dir die Lehrerin erzählt hat?«
»Freilich, Papi. Ich hab’ heut’ vorlesen müssen, und die Frau Saller hat mich gelobt.«
»Und ich hab’ ein Haus aus Legosteinen gebaut«, rief Luisa, »aber der Kaiser-Hansi hat es wieder kaputtgemacht. Da hat ihn aber die Tante Gudrun zusammengeschimpft. Sie hat gesagt, er ist böse.«
»So etwas macht man auch nicht«, sagte Max. »Da hat die Tante Gudrun vollkommen recht getan, wenn sie den Hansi zusammengestaucht hat.«
Er gab Claudia einen Begrüßungskuss und fragte: »Na, Schatz, wie war dein Tag?«
Seine Frau verdrehte die Augen. »Stressig. Eine Besprechung im Verlag, eine Pressekonferenz mit dem Bürgermeister von Garmisch wegen einiger Vorhaben, die den Tourismus ankurbeln sollen, einige Stunden am Computer und ein schwerer Unfall auf der A 95, zu dem ich geschickt worden bin, um darüber zu berichten. Wie war’s bei dir?«
»Keine besonderen Vorkommnisse«, antwortete Max grinsend. »Bürokram, Streifendienst, ich hab’ ein paar neue Weisungen studiert – das gleiche wie fast alle Tage. Besonders aktionsreich ist der Dienst als – hm, Polizeichef in St. Johann net.«
»Bei uns ist halt die Welt noch in Ordnung«, sagte Claudia. Sie war vor Max und den Kindern her ins Wohnzimmer gegangen und setzte sich auf die Couch. »Warst du zum Mittagessen bei deinem Bruder?«
»Natürlich.« Max nickte. »Ich vermut’, dass die Frau Tappert ziemlich beleidigt wär’, würd’ ich auch nur einen Tag während der Woche ihr Essen verschmähen.«
»Morgen soll ja deine neue Kollegin den Dienst antreten«, begann Claudia ein anderes Thema, indes sich auch Max setzte und mit dem linken Arm den kleinen Sebastian auf seinen Oberschenkel hob. »Dann hängt nimmer alles ausschließlich an dir, denn du kannst dir mit ihr die Arbeit teilen. Du freust dich sicher schon auf die junge und laut deiner Bekundung sehr hübsche Oberkommissarin.«
Claudias forschender Blick hing an Max’ Gesicht, als suchte sie nach einer verräterischen Reaktion in seinen Zügen. Max’ Brauen hoben sich leicht und seine Augen blitzten. »Ja. Da bin ich ehrlich. Sie ist in der Tat jung und hübsch. Für dich aber kein Grund, dir auch nur die geringste Sorge zu machen. Ich seh’ in ihr eine Kollegin, mehr net.«
»Na ja«, versetzte Claudia hintergründig lächelnd, »so ein junges Madel kann einem gestandenen Mannsbild schon den Kopf verdrehen und die Sinne verwirren.« Claudia erhob sich. »Ich mach’ uns was zu essen. Du kannst ja, bis ich fertig bin, die beiden Kleinen ein bissel bespaßen. Sie sind sicherlich hungrig, und da werden sie leicht ungeduldig.«
»Mach’ ich«, erwiderte Max grinsend und drückte die kleine Luisa an sich. Seine Augen strahlten glücklich. »Das ist das einzige junge Madel, dem es gelingt, mir den Kopf zu verdrehen, Schatz. Es gibt zwar noch ein zweites, das ist allerdings nimmer ganz so jung. Das hat mir schon vor längerer Zeit den Kopf verdreht, verwirrt mir aber jedes Mal, wenn ich’s treff’, die Sinne aufs Neue – um es mit deinen Worten auszudrücken.«
Claudia lachte belustigt auf. »Dann muss ich mir ja wegen der neuen Kollegin wirklich keine unnötigen Gedanken machen.«
»Ganz sicher net. Ich bin froh, dass man mir jemand zur Verstärkung schickt. Bei uns passiert zwar net viel, dennoch muss ich weit über die normale Arbeitszeit hinaus präsent sein. Es ist gewissermaßen eine ständige Bereitschaft, in der ich mich befinde. Wenn die Lena Egginger sich mit mir den Dienst teilt, dann hab’ ich auch mehr Zeit für euch. Und darauf freu’ ich mich am allermeisten.«
»Ja, das ist in der Tat eine sehr erfreuliche Aussicht«, erklärte Claudia, und jetzt war sie sehr ernst. »Ich hab’ eh schon lang’ das Gefühl, dass wir viel zu wenig Zeit füreinander haben.«
Sie verließ das Wohnzimmer, und gleich darauf hörte Max sie in der Küche hantieren. »Jetzt erzählt mal«, forderte er Basti und Luisa auf. »Wie habt ihr den Nachmittag verbracht? Macht die Schule noch Spaß, Basti? Und wie gefällt es dir noch in der Kita, mein kleiner Liebling?«
Sofort begannen die Kinder zu plappern. Sie redeten durcheinander, und Max hatte Mühe, den kindlichen Berichten, die regelrecht über ihre Lippen sprudelten, zu folgen.
Und wieder einmal spürte er tief in sich eine tiefe Zufriedenheit. Das Leben hier im Wachnertal, seine Frau, die Kinder, sein Job … Max Trenker wollte mit keinem Menschen auf der Welt tauschen. Kurz gesagt: Er war glücklich.
*
Am folgenden Morgen um sieben Uhr trat er wieder seinen Dienst an. Er bot in seiner gut sitzenden Uniform ein Bild von einem Mann: groß und schlank, dennoch durchtrainiert und kraftvoll, mit männlich markanten Gesichtszügen und einer aufrechten Haltung. Max Trenker war ein Mann, der ein hohes Maß an Ruhe vermittelte und zu dem man sofort Vertrauen fassen konnte. Seine blauen Augen, die in einem scharfen Kontrast zu seinen dunklen Haaren standen, blickten hellwach und aufmerksam in die Welt.
Er setzte sich an den Computer, fuhr ihn hoch und widmete sich zunächst mal seinem digitalen Postfach. Es war eine Reihe von Mails, die seit dem vergangenen Abend eingegangen waren. Max las diejenigen, von denen er annahm, dass sie wichtig waren, zuerst. Einer dieser Mails war sogar ein Steckbrief als Anhang beigefügt. Gesucht wurde ein Trio, das in einem Vorort von München einen Geldautomaten gesprengt und ausgeplündert hatte und sich nun auf der Flucht befand.
Als Max seine elektronische Post gesichtet hatte, begann er einige neue Dienstanweisungen, die den Nachrichten angehängt waren, auszudrucken. Andere E-Mails beantwortete er. Schließlich war das erledigt, und er machte sich daran, die ausgedruckten Weisungen, die allesamt von seiner vorgesetzten Dienststelle in Garmisch kamen, durchzulesen. Für ihn war es wichtig, stets auf dem neuesten Stand zu sein.
