Über dieses E-Book
Nach der Affäre mit Niko wollte Laura nie wieder zurück nach Griechenland. Aber dann kommt eines Tages der attraktive Rechtsanwalt Stavros nach London und bittet sie, ihn wegen dringender Geschäfte auf die romantische Insel Temenos zu begleiten. Es wird für Laura ein Flug ins große Glück …
Sally Wentworth
<p>Ihren ersten Liebesroman „Island Masquerade“ veröffentlichte Sally Wentworth 1977 bei Mills & Boon. Nachdem ihre ersten Romane für sich stehende Geschichten waren, entdeckte sie in den neunziger Jahren ihre Leidenschaft für Serien, deren Schauplätze hauptsachlich in Großbritannien, auf den Kanarischen Inseln oder in Griechenland liegen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Donald und ihrem Sohn Keith lebte sie, bis zu ihrem Tod 2001, in Braughing in England.</p>
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Rezensionen für Romantische Insel im blauen Meer
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Buchvorschau
Romantische Insel im blauen Meer - Sally Wentworth
IMPRESSUM
Romantische Insel im blauen Meer erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© by Sally Wentworth
Originaltitel: „The Golden Greek"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe ROMANA
Band 926 - 1992 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Umschlagsmotive: GettyImages_gpointstudio, Kapook2981
Veröffentlicht im ePub Format in 04/2018 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733756727
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY
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1. KAPITEL
Ohne den losen Stein wäre alles anders gekommen. Es war, als hätte das Schicksal ihn Laura in den Weg gelegt, um ihr Leben aus der Bahn zu werfen. Sie trug ein großes Brett mit Tonscherben vorsichtig von der Ausgrabungsstelle zum Museum und verlor das Gleichgewicht, als sie über den Stein stolperte.
Lauras erster Gedanke galt den kostbaren Funden, die die Wissenschaftler mit so viel Mühe und Sorgfalt freigelegt hatten, und sie versuchte noch im Sturz, sie zu retten. Sie schaffte es, das Brett, das zum Glück eine Umrandung hatte, halbwegs gerade zu halten, doch dadurch fiel sie so unglücklich, dass sie einen stechenden Schmerz im rechten Handgelenk spürte.
Sie schrie auf. Sofort eilten mehrere Touristen herbei und erkundigten sich mitfühlend in verschiedenen Sprachen, ob sie verletzt sei.
„Mein … Arm." Laura biss die Zähne zusammen, weil der Schmerz unerträglich wurde.
Ein stämmiger Deutscher mittleren Alters half ihr auf, doch sie musste sich an ihn lehnen, weil ihr schwindlig war. „Wohin wollen Sie?", fragte er. Laura brachte kein Wort hervor und deutete zum Museum. Der Mann hob sie auf die Arme, ein anderer nahm das Brett, und Laura wurde durch die Menge neugieriger Menschen getragen, die ihnen den Weg frei machten.
Im Museum bedeutete Laura ihren Rettern, sie zu den Laborräumen zu bringen, in denen ihre Mitstudentinnen an langen Bänken standen und die Funde säuberten und nummerierten.
Der Aufseher eilte ihnen entgegen und übernahm als Erstes das Brett mit den unersetzlichen Funden, dann brachte er einen Stuhl für Laura. Ihre Helfer begannen zu erklären, was geschehen war, sodass sie Zeit hatte, sich wieder zu fangen. Noch etwas blass, bedankte sie sich bei den Leuten, ehe diese den Rückzug antraten. Der Zwischenfall würde ihren Besuch in Delphi noch unvergesslicher machen.
Wie sich herausstellte, hatte Laura sich das Handgelenk verstaucht. Nachdem der zuständige Arzt ihr einen Streckverband angelegt und den Arm mit einer Schlinge versehen hatte, wies er sie an: „Sie dürfen den Arm zwei Wochen nicht gebrauchen."
Laura war entsetzt. „Aber ich soll doch bei den Ausgrabungen helfen."
„Jetzt bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als in der Sonne zu liegen und auszuruhen." Wohlgefällig betrachtete der Arzt Lauras große, schlanke Gestalt und ihr dichtes rötlich braunes Haar.
Der Vorschlag hatte gewiss seinen Reiz, denn schließlich kamen die meisten Touristen genau deswegen nach Griechenland. Doch da die anderen Studenten, mit denen Laura in dem Wohnheim untergebracht war, tagsüber an der Ausgrabungsstätte arbeiteten, war sie sich selbst überlassen. Sie versuchte zwar, sich in den Laborräumen nützlich zu machen, merkte aber bald, dass sie die anderen nur aufhielt.
Nach zwei Tagen Nichtstun begann Laura, sich zu langweilen. Ihr fiel Niko ein, ein griechischer Student aus Athen, der in England mit ihr ein Jahr aufs College gegangen war, um sich auf sein Examen in Altgriechisch vorzubereiten. Er war groß und dunkelhaarig und mochte etwa zwei Jahre älter als sie sein. Niko hatte zu der Gruppe gehört, mit der Laura in jenem Sommersemester ständig zusammen gewesen war.
Bei der Abschiedsfeier hatte er ihr spontan seine Adresse und Telefonnummer gegeben und sie eingeladen, ihn zu besuchen, falls sie einmal nach Griechenland komme. Nun, jetzt war sie hier und wusste nichts mit sich anzufangen. Ohne lange zu überlegen, ging Laura in die Telefonzelle des Wohnheims und wählte Nikos Nummer.
Als eine Männerstimme sich auf Griechisch meldete, fragte sie: „Hallo? Spreche ich mit Niko?"
Der Mann antwortete auf Englisch: „Wen möchten Sie sprechen?"
„Niko. Laura versuchte, seinen Nachnamen in ihrem Adressbuch zu entziffern. „Niko Alexiakis.
„Er ist im Moment leider nicht da. Wenn Sie mir Ihren Namen und Ihre Telefonnummer hinterlassen, wird Mr. Alexiakis Sie zurückrufen." Es klang so flüssig und eingeübt, als würde er dasselbe täglich ein dutzend Mal sagen.
Laura nannte ihm Adresse und Telefonnummer des Wohnheims, verabschiedete sich und kehrte enttäuscht zu ihrem Liegestuhl in dem staubigen Garten zurück. Dabei hatte sie das Gefühl, dass sie sich den Anruf hätte sparen können.
Am Abend kehrten die anderen Studenten müde, aber guter Dinge von der Ausgrabungsstätte zurück. Sie kamen aus verschiedenen Ländern, studierten jedoch alle Altgriechisch und hatten sich für einen Teil der Sommerferien als freiwillige Helfer bei den Ausgrabungsarbeiten in Delphi gemeldet. Beim Abendessen saßen sie an langen Tischen und machten sich hungrig über den griechischen Bauernsalat mit Schafskäse und die Schüsseln mit Moussaka her. Hier ging es alles andere als luxuriös zu, aber das Essen war gut und reichlich, und mehr brauchten sie nicht.
Während der Mahlzeit steckte der Herbergsleiter den Kopf durch den Türspalt und verkündete, Laura werde am Telefon verlangt. „Hallo?"
„Laura? Hier ist Niko."
„Oh, hallo. Erinnerst du dich überhaupt noch am mich?"
„Natürlich. Wir waren in England zusammen auf dem College. Laura freute sich. „Es überrascht mich, dass du das noch weißt. Schließlich musst du dein Studium doch schon vor über einem Jahr abgeschlossen haben.
Niko ging darauf nicht ein. „Bist du auf Urlaub in Griechenland?"
„Nein. Ich helfe hier in Delphi während der Sommerferien freiwillig bei den Ausgrabungen. Laura lachte. „Aber im Augenblick tue ich nicht mal das, weil ich mir bei einem Sturz das Handgelenk verstaucht habe und deshalb zu nichts zu gebrauchen bin.
„Und da dachtest du, du rufst mich mal an."
„Nun ja, du hattest doch gesagt, ich solle mich melden, falls ich mal in Griechenland sei."
„Und ich finde es prima, dass du es getan hast. Nur bin ich in Athen und kann heute Abend leider nicht mehr zu dir kommen. Aber wie wär’s, wenn ich dich morgen Früh abhole und wir den Tag zusammen verbringen?"
„Klingt wunderbar. Aber kannst du dir denn beruflich einfach so frei nehmen?"
„Kein Problem, versicherte Niko unbekümmert. „Sag mir, wo ich dich in Delphi finde.
Laura beschrieb ihm die Lage des Wohnheims, und er versprach, sie gegen elf abzuholen. Scherzhaft fügte sie hinzu: „Du wirst mich mühelos erkennen. Ich bin die mit dem Arm in der Schlinge."
Niko lachte. „Ich freue mich schon auf morgen. Kalinichta, Laura."
Als Niko etwas verspätet ankam, saß Laura vor dem Wohnheim im Schatten eines Olivenbaums. Verwundert stellte sie fest, dass Niko in einem offenen weißen Mercedes vorfuhr. Niko hatte dunkles lockiges Haar, war groß und so gut aussehend, wie sie ihn in Erinnerung hatte. Seine olivfarbene Haut war tiefgebräunt. Doch schien er sehr viel wohlhabender zu sein, als sie geglaubt hatte. Er trug sportliche Designerkleidung, eine goldene Armbanduhr und unter dem offenen Hemd glänzte ein goldenes Medaillon an einem Halskettchen. Da er eine Sonnenbrille aufhatte, konnte sie den Ausdruck in seinen Augen nicht sehen. Sein bewunderndes „Ah" jedoch und die Art, wie er sie beim Aussteigen musterte, verrieten Laura, dass sie ihm gefiel.
Sie stand auf und ging ihm entgegen. „Nun gesteh’s schon, du hattest völlig vergessen, wer ich bin", neckte sie ihn, als er ihre Hand ergriff.
Niko lächelte selbstbewusst. „Ich war mir nicht mehr ganz sicher, wie du aussiehst, aber an deine Stimme erinnerte ich mich. Sie klingt so aufregend rauchig."
Das hörte Laura nicht zum ersten Mal. Sie entzog Niko ihre Hand und deutete auf das Wohnheim hinter sich. „Möchtest du etwas trinken? Es gibt hier kaltes Bier und Cola."
Niko warf einen abschätzigen Blick auf das Haus und winkte ab. „Nein, danke. Fahren wir gleich los."
Er half Laura beim Einsteigen und vergewisserte sich, dass sie bequem saß. Nachdem er den Motor angelassen hatte, erkundigte er sich, wie sie sich den Arm verletzt habe. Als er losfuhr, begann Laura, ihm humorvoll von ihrem Unfall zu berichten. Sie genoss den Wind in ihrem Haar und sah zurück. Delphi lag jetzt hinter ihnen, und sie hatte einen einmaligen Blick auf die weißen Mauerreste der Ausgrabungsstätte an den grauen Berghängen und die steilen Felsen der Phaedriaden, die die Heilige Quelle hüteten. Seit Laura als Schulmädchen hier gewesen war, hatte dieses Bild sie nicht mehr losgelassen und sie zu dem Entschluss gebracht, Altgriechisch zu studieren.
Sie fuhren um eine Kurve, und auch Niko blickte kurz zurück. „Eindrucksvoll, nicht wahr?"
„Mehr als das, begeisterte Laura sich. „Über Delphi liegt etwas geheimnisvoll Magisches. Hast du das noch nicht gefühlt?
„Doch, natürlich. Wir Griechen spüren immer die magische Atmosphäre antiker Orte. Er zuckte die Schultern. „Aber bei so vielen Touristen …
„Da hast du sicher recht. Aber sollte nicht jeder die Möglichkeit haben, diese historischen Stätten zu sehen?"
Wieder zuckte Niko die Schultern und wich der Frage aus. „Wie lange bleibst du in Griechenland?"
„In Delphi noch fünf Wochen. Danach möchte ich vierzehn Tage lang eine Inselrundreise machen. Laura blickte auf die Straße. „Wohin fahren wir?
„Nach Athen."
„Wirklich? Wohnst du dort?"
„Die meiste Zeit. Niko sah sie kurz amüsiert von der Seite an. „Ich reise ziemlich viel.
„Beruflich?"
„So könnte man sagen."
„Was machst du?"
Wieder lächelte Niko belustigt. „Nun, ich arbeite für die Firma unserer Familie."
„Dann hast du dein Studium in Altgriechisch also nicht abgeschlossen?"
Niko wurde einen Moment lang nachdenklich, dann sagte er: „Nein. Man hielt das nicht für notwendig."
Laura wartete darauf, dass er weitersprach, als er es nicht tat, blickte sie aus dem Fenster. Sie kannte Niko nicht gut genug, um weiter mit Fragen in ihn zu dringen.
Die Straße von Delphi nach Athen war Laura vertraut, doch bisher war sie hier stets im überfüllten Linienbus gefahren, in dem die Einheimischen nicht nur ihre Markteinkäufe, sondern auch lebende Tiere transportierten. Jetzt lehnte Laura sich in dem bequemen Ledersitz zurück und genoss die Fahrt in dem schnittigen Sportwagen. Niko war ein rasanter Fahrer, der die Kurven etwas zu schnell nahm, vermutlich um sie, Laura, zu beeindrucken. Die meiste Zeit sprach Laura. Sie erzählte ihm von den Leuten, die am College geblieben waren.
„Hast du mit niemandem von der alten Clique Verbindung gehalten?", fragte sie, weil sie wusste, dass er mit einem Mädchen eine engere Beziehung gehabt hatte.
Niko schüttelte den Kopf. „Das hatte ich vorgehabt, aber du weißt ja, wie das so ist. Nachdem ich nach Griechenland zurückgekehrt war, belegten meine alten Freunde mich wieder mit Beschlag, und ich war ständig mit irgendetwas beschäftigt."
„Aber warst du nicht mit … wie hieß das Mädchen doch gleich noch, mit dem du damals gegangen bist? Carol?"
„Du meinst Kathy. Niko presste die Lippen zusammen. „Nein. Der Kontakt ist abgerissen
, erwiderte er kurz angebunden.
Er schien über die Vergangenheit nicht sprechen zu wollen, denn er wechselte erneut das Thema und erkundigte sich nach Lauras Arbeit in Delphi.
In Athen fuhr Niko zu einem Restaurant in einer der besten Gegenden der Stadt, in dem die Kellner sich ehrerbietig vor ihm verbeugten und ihn mit Namen begrüßten. Laura war eher überrascht als beeindruckt. „Du scheinst oft hierher zu kommen", meinte sie.
Niko bejahte dies. „Es ist eins meiner Lieblingsrestaurants." Er schien also tatsächlich wohlhabend zu sein. Die Erkenntnis machte Laura vorsichtig. Sie hielt nichts von Männern, die ihr mit Geld imponieren wollten.
