Über dieses E-Book
Scott ist überzeugt, dass mit Entschlossenheit und göttlicher Hilfe das scheinbar Unmögliche gelingen kann. Doch war es wirklich sein Schicksal, als Erster den Südpol zu erobern?
Diese fesselnde Geschichte nimmt den Leser mit auf eine der dramatischsten Expeditionen der Geschichte – ein Abenteuer voller Mut, Tragik und unerschütterlichem Willen.
Helmut Ludwig
Helmut Ludwig (* 6. März 1930 in Marburg/Lahn; † 3. Januar 1999 in Niederaula) war ein deutscher protestantischer Geistlicher und Schriftsteller. Ludwig, der auch in der evangelischen Pressearbeit und im Pfarrerverein aktiv war, unternahm zahlreiche Reisen ins europäische Ausland und nach Afrika. Helmut Ludwig veröffentlichte neben theologischen Schriften zahlreiche Erzählungen für Jugendliche und Erwachsene.
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Rezensionen für Kampf um den Südpol
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Buchvorschau
Kampf um den Südpol - Helmut Ludwig
Kampf um den Südpol
Zwei spannende Tatsachenberichte
Helmut Ludwig
Impressum
© 2017 Folgen Verlag, Langerwehe
Autor: Helmut Ludwig
Cover: Caspar Kaufmann
ISBN: 978-3-95893-061-2
Verlags-Seite: www.folgenverlag.de
Kontakt: info@folgenverlag.de
Shop: www.ceBooks.de
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Autor
Helmut Ludwig (* 6. März 1930 in Marburg/Lahn; † 3. Januar 1999 in Niederaula) war ein deutscher protestantischer Geistlicher und Schriftsteller. Ludwig, der auch in der evangelischen Pressearbeit und im Pfarrerverein aktiv war, unternahm zahlreiche Reisen ins europäische Ausland und nach Afrika. Helmut Ludwig veröffentlichte neben theologischen Schriften zahlreiche Erzählungen für Jugendliche und Erwachsene.¹
¹ https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Ludwig
Inhalt
Titelblatt
Impressum
Autor
KAMPF UM DEN SÜDPOL
1. Im Wochenendhaus am Wald
2. Todesfälle Gletscherspalte
3. Gottesdienstbesuch in Waldhausen
4. Am Ziel
5. Wie es ausging
6. Nachwort
DER MANN MIT DEM SCHLAGRING
Im Zimmer des Hospitals
Eine der berühmtesten Alleen der Welt
Eine folgenschwere Sache
Die Operation
Die Clochards am Seine-Ufer
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KAMPF UM DEN SÜDPOL
1. Im Wochenendhaus am Wald
Sie saßen im Wochenendhaus in großer Runde und planten schon für die Sommerferien voraus. Sie wollten auf Großfahrt gehen. Und da gab es noch vieles zu besprechen und zu überlegen.
Die Gruppe hielt prächtig zusammen. Das Betriebsklima sei gut, sagte Gerhard immer. Und er musste es wissen, denn er war der Boss.
Dass sie in den Osterferien das Wochenendhaus am Wald benutzen durften, verdankten sie den Eltern ihres Gruppenmitglieds Dickus. »Dickus« war sein gruppeninterner Name. Eigentlich hieß er ganz bürgerlich Heinrich. Er hatte wohlhabende Eltern und war »gut im Futter«, wie Gerhard es einmal ausgedrückt hatte. Und in der Tat war Dickus ein wenig zu rundlich für sein Alter geraten.
Sein Vater war ein selbständiger Geschäftsmann, hatte ein gutgehendes Lebensmittelgeschäft, das unter anderem auch das Wochenendhaus der Familie »abgeworfen« hatte. Das Holzhaus stand am Wald und glich einem Forsthaus; es war zweistöckig und hatte eine große Holzveranda mit wunderschönem Weitblick ins Tal.
Dass Dickus' Eltern es der Gruppe in den Osterferien überlassen wollten, zeugte von dem großen Vertrauen, das sie der Gruppe und ihrem Boss, Gerhard Erbe, entgegenbrachten. Wer würde schon so ohne weiteres ein ganzes Wochenendhaus mit Inventar und Geschirr einer Gruppe von Jungen zur Verfügung stellen?
Aber bei Gerhard durfte man Vertrauen haben. Und seine Gruppe war ebenfalls durch und durch in Ordnung.
Gerhard studierte Pädagogik und wollte Lehrer werden. Er war der Star der Sippschaft: sportlich, musikalisch, ein Erzählertalent, humorbegabt, kameradschaftlich. Er war unparteiisch und konnte zuhören, wenn einer Rat suchte. Dickus' Vater pflegte zu sagen: Er kann richtige wilde Jungen zähmen. Sie »fressen ihm aus der Hand«. Das war natürlich übertrieben, aber immerhin hatte Gerhard in seiner Gruppe Ordnung. Und man hielt auf Stil in der Gruppe!
Überhaupt: Die Gruppe! Hier sind sie, die »Männer« der Gruppe: Volker, Manfred, kurz Mani genannt, Hartmut, Hans, Rainer, Stephan, Siegfried, Dickus, Rolf, Bernd, Christoph und eben Gerhard Erbe, der Boss. Zusammen eine große Zahl richtiger Jungen.
Sie waren also am Planen, Überlegen und Diskutieren über die bevorstehende Sommerferien-Großfahrt.
Irgendwann kamen sie dann dabei ins »Blödeln«. Und da hatte Stephan, der einen Stich ins Abenteuerliche entwickelte, so nebenbei gesagt: Zur Atlantis müsste man einmal fahren können. Und nach dem untergegangenen Erdteil tauchen.
Und dann hatten sie ein bisschen über die untergegangene Insel Atlantis phantasiert.
Gerhard erklärte: Die meisten Forscher sind sich wohl einig darin, dass die Atlantis eine sagenhafte Insel mitten im Atlantischen Ozean gewesen sein muss. Plato, der alte griechische Philosoph, hat Atlantis als ein mächtiges Reich mit hoher Kultur beschrieben. Er hat überliefert, dass das ganze große Reich rund 9 000 Jahre vor seiner Geburt durch eine gewaltige Naturkatastrophe vom Meer verschlungen wurde. Die ganze Insel war dabei! Die Schilderungen von Plato dürften es gewesen sein, die einige Forscher dazu bewegt haben, die untergegangene Insel Atlantis im Mittelmeer zu vermuten. Sie sagen, dass das Mittelmeer einst Land gewesen sei, das vom Wasser überschwemmt worden war. Danach waren Korsika, Sardinien und die andern Inseln die höchsten Bergteile gewesen, die den Wassereinbruch überragten. Hier hat man ja auch alte Kultreste und Gräberhügel gefunden. Nach der Ansicht dieser Forscher läge weit unter dem Spiegel des Mittelmeeres der übrige Erdteil begraben und ertrunken. Aber das sind Vermutungen, Spekulationen.
Andere Forscher vermuten Atlantis vor der Nordsee-Küste. Dort sind auch Echolot- und Tauchversuche unternommen worden. Nach dieser Theorie wäre die Nordsee, die ja auch in alten Schriften Mordsee genannt wird, Schuld am Untergang eines ganzen Kontinents. Wieder andere vermuten den geheimnisvollen, versunkenen Erdteil unter der riesigen Eiskappe des Südpols. Aber da sind heute noch immer riesige Gebiete unerforscht …
Volker sagte: »Ich habe mal gelesen, dass unter dem Eis des Südpols riesige Ölvorkommen vermutet werden. Auch Kohle, Uran und Gold sollen unter den Walfanggebieten der Antarktis versteckt sein.«
Gerhard ging darauf ein: »Stimmt, jedenfalls wird das von Forschern in Ost und West vermutet. Darum ist der Südpol mit der ganzen Antarktis so in das Interesse der Großmächte geraten. Der eigentliche Südpol liegt 2765 m hoch mitten im antarktischen Hochmassiv. Die großen Gebirge dort sollen unter der Eisdecke mit dem Hochmassiv der Anden verbunden sein. Darum vermuten dort einige den untergegangenen Erdteil Atlantis.« Gerhard machte eine Pause.
»Aber außer dem geographischen Südpol gibt es noch den magnetischen Südpol in der Antarktis-Eiswüste. Der magnetische Südpol«, fuhr Gerhard dozierend fort, »ist vom englischen Wissenschaftler Sir Ernest Shackleton entdeckt worden. Er hat in den Jahren 1900 bis 1904 an der ersten Entdeckungsfahrt von Kapitän Scott, dem Engländer,
