Der Zufall bringt es an den Tag: Der Bergpfarrer 395 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
()
Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
»Guten Morgen, Regina, wie war die erste Nacht, haben Sie gut geschlafen?«, erkundigte sich Ria Stubler, die Wirtin der gleichnamigen Pension in St. Johann.
Ihr neuer Gast, eine hübsche, junge Krankenschwester lächelte. »Ja, Ria, vielen Dank«, antwortete sie, »ganz wunderbar.«
Nachdem sie am gestrigen Nachmittag angekommen war und das Zimmer bezogen hatte, war Regina Wohlers durch den Ort spaziert und hatte im Biergarten eine Suppe gegessen. Anschließend war sie in die Pension zurückgekehrt und schon beizeiten schlafen gegangen. Das frühe Aufstehen und die lange Fahrt, von Celle ins Wachnertal, hatten ihren Tribut gefordert, doch jetzt war sie ausgeschlafen und freute sich auf ihren ersten richtigen Urlaubstag.
»Prima, das freut mich!« Die Wirtin deutete zur Terrassentür. »Ich hab draußen gedeckt, bei dem herrlichen Wetter wär's ja eine Sünd, drinnen zu frühstücken. Was möchten S' denn trinken, Tee oder Kaffee? Und mögen S' ein gekochtes Ei?«
Regina bat um Kaffee und bejahte die Frage nach dem Frühstücksei. Daheim machte sie sich eher selten die Mühe, eines zu kochen, aber im Urlaub ließ sie sich gerne mal verwöhnen.
Die Krankenschwester ging durch den Frühstücksraum, in dem bei schlechtem Wetter gefrühstückt wurde – was allerdings um diese Jahreszeit eher selten war – und trat auf die Terrasse hinaus.
Dort saßen bereits Gäste beim Frühstück und grüßten freundlich zurück, als Regina einen guten Morgen wünschte. Sie setzte sich an den Tisch, der für eine Person gedeckt war, und schaute sich um.
Die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel herab, und im Garten grünte und blühte es. Die Zweige der Beerensträucher hingen prallvoll
Andere Titel in Der Zufall bringt es an den Tag Reihe ( 30 )
Sagt mir, wer mein Vater ist: Der Bergpfarrer 105 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWo das Edelweiß blüht…: Der Bergpfarrer 79 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStille Tränen – neues Glück?: Der Bergpfarrer 78 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon der Liebe vergessen: Der Bergpfarrer 99 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Liebespfand: Der Bergpfarrer 145 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer unbeugsame Bergbauer: Der Bergpfarrer 104 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAus einem Traum erwacht: Der Bergpfarrer 127 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr brach ihr das Herz: Der Bergpfarrer 106 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWas kümmern uns die Leut'?: Der Bergpfarrer 112 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn sich drei Herzen finden...: Der Bergpfarrer 128 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFlorian, unser rettender Engel?: Der Bergpfarrer 122 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHochzeit mit Hindernissen: Der Bergpfarrer 123 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Tochter seines ärgsten Feindes…: Der Bergpfarrer 102 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIntrige aus Liebe: Der Bergpfarrer 107 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer andere auf die Probe stellt: Der Bergpfarrer 118 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSolang du nur zu mir hältst!: Der Bergpfarrer 108 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr fühlt sich schuldig: Der Bergpfarrer 120 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeil sie eine Fremde war: Der Bergpfarrer 117 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe auf den zweiten Blick: Der Bergpfarrer 109 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeh' nicht am Glück vorbei: Der Bergpfarrer 100 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNimm mich, wie ich bin: Der Bergpfarrer 101 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerschmähte Liebe: Der Bergpfarrer 111 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr wollte ihr eine Heimat geben: Der Bergpfarrer 114 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn aus Freundschaft Liebe wird: Der Bergpfarrer 110 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMaria - eine erfolgreiche Frau: Der Bergpfarrer 125 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Mann mit vielen Gesichtern: Der Bergpfarrer 113 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch bringe dir das Glück zurück: Der Bergpfarrer 124 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Macht der Liebe wird uns helfen: Der Bergpfarrer 116 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Aussteiger – Senn aus Berufung?: Der Bergpfarrer 129 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEndlich eine Heimat …: Der Bergpfarrer 241 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnlich wie Der Zufall bringt es an den Tag
Titel in dieser Serie (100)
Sagt mir, wer mein Vater ist: Der Bergpfarrer 105 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWo das Edelweiß blüht…: Der Bergpfarrer 79 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStille Tränen – neues Glück?: Der Bergpfarrer 78 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon der Liebe vergessen: Der Bergpfarrer 99 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Liebespfand: Der Bergpfarrer 145 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer unbeugsame Bergbauer: Der Bergpfarrer 104 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAus einem Traum erwacht: Der Bergpfarrer 127 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr brach ihr das Herz: Der Bergpfarrer 106 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWas kümmern uns die Leut'?: Der Bergpfarrer 112 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn sich drei Herzen finden...: Der Bergpfarrer 128 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFlorian, unser rettender Engel?: Der Bergpfarrer 122 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHochzeit mit Hindernissen: Der Bergpfarrer 123 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Tochter seines ärgsten Feindes…: Der Bergpfarrer 102 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIntrige aus Liebe: Der Bergpfarrer 107 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer andere auf die Probe stellt: Der Bergpfarrer 118 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSolang du nur zu mir hältst!: Der Bergpfarrer 108 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr fühlt sich schuldig: Der Bergpfarrer 120 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeil sie eine Fremde war: Der Bergpfarrer 117 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe auf den zweiten Blick: Der Bergpfarrer 109 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeh' nicht am Glück vorbei: Der Bergpfarrer 100 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNimm mich, wie ich bin: Der Bergpfarrer 101 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerschmähte Liebe: Der Bergpfarrer 111 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr wollte ihr eine Heimat geben: Der Bergpfarrer 114 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn aus Freundschaft Liebe wird: Der Bergpfarrer 110 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMaria - eine erfolgreiche Frau: Der Bergpfarrer 125 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Mann mit vielen Gesichtern: Der Bergpfarrer 113 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch bringe dir das Glück zurück: Der Bergpfarrer 124 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Macht der Liebe wird uns helfen: Der Bergpfarrer 116 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Aussteiger – Senn aus Berufung?: Der Bergpfarrer 129 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEndlich eine Heimat …: Der Bergpfarrer 241 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Von der Liebe vergessen: Der Bergpfarrer 99 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIm Schein der Hexenfeuer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHanna lebt - Zwischen Krieg, Sehnsucht und Realität Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch liebe dich, du Ekel!: Der neue Dr. Laurin 50 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEnde gut, alles gut Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMutters Wahn: Ein Jahrhundertpanorama – Roman einer Familie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKettenreaktion: Der Arzt vom Tegernsee 66 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPlötzlich sah die Welt ganz anders aus: Schlüsselerlebnisse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDeichgrab: Kriminalroman Bewertung: 2 von 5 Sternen2/5Meine Liebe hat nie aufgehört: Der Arzt vom Tegernsee 11 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas erste Busserl...: Der Bergpfarrer 393 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeinbergsommer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Himmel ist die Grenze Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas kleine und große Liebesglück der Familie Silberstein Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPink Christmas 7: Andere Weihnachtsgeschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeidelbeerfrau: Historischer Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTotentrank: Kriminalroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSieben Tage: Der Hof Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGebt diesem Mädchen eine Chance: Dr. Norden Bestseller 95 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFrauenschneider Gutschmidt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLeichen im Dörpskrog: Inspektor Herdenbein frisst sich durch Band IV Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeimkehr der Herzen: Toni der Hüttenwirt 197 – Heimatroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTod im Morgengrauen: Ein Salzkammergut-Krimi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFremde Menschen an meinem Bett: 12 Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLebendige Vergangenheit der Familie meiner Großmutter 5. Buch: Großvaters Sehnsucht Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Frauenschicksal erfüllt sich: Karin Bucha Classic 39 – Liebesroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEinmal so umsorgt zu werden: Der Arzt vom Tegernsee 39 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDumm gelaufen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRuhm der frühen Jahre: Der Arzt vom Tegernsee 52 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine zweite Chance für die Liebe: Der Arzt vom Tegernsee 36 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Zeitgenössische Romantik für Sie
Mr. Wrong (Küsse nicht den Falschen) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeiße Nächte: Aus den Memoiren eines Träumers (Ein empfindsamer Roman) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Milliardär gekauft Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Eine gefährliche Frau: Ein Milliardär Liebesromane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGefährliches Vorspiel: Black Light Roulette: Chicago Bratwa, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPopstar Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Geheimnisse der Sehnsucht: Milliardär Liebesromane: Die Assistentin des Milliardärs, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEgotistical Puckboy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKüssen nach Rezept: Kurzroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStrand im Herz: Romantische Komödie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verbotene Babysitterin: Ein Milliardär - Liebesroman: Nachtclub-Sünden, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMafia Daddy: Vom Silberlöffel zur Silberschnalle: Unterwelt von Las Vegas, #2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer verbotene Vertrag des Alphas: Eine Werwolf-Romanze voller Macht und Verlangen: Buch der Rebellen, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebesheirat nur zum Schein? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Hitzkopf Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Ein besonderes Praktikum Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlphas Versuchung: Bad-Boy-Alphas-Serie, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWohin das Schicksal führt: Sophienlust - Die nächste Generation 67 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Milliardär für Cinderella? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Romana Gold Band 53 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Rettung des Dr. Marian: Das Vermächtnis der Marians, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein zärtlicher Verführer: Die Rinucci Brüder 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine heiße Nacht mit süßen Folgen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFalscher Bräutigam - wahre Liebe? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMehr Hart als Zart | 32 | Erotikroman: 10 erotische Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSei mein: Milliardär Liebesromane: Unwiderstehliche Brüder, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Liebesromane der Welt - Best of Julia Extra 2023 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFeurige Rache, hauchzarte Küsse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für Der Zufall bringt es an den Tag
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Der Zufall bringt es an den Tag - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 395 –
Der Zufall bringt es an den Tag
Bist du wirklich Beatrice?
Toni Waidacher
»Guten Morgen, Regina, wie war die erste Nacht, haben Sie gut geschlafen?«, erkundigte sich Ria Stubler, die Wirtin der gleichnamigen Pension in St. Johann.
Ihr neuer Gast, eine hübsche, junge Krankenschwester lächelte. »Ja, Ria, vielen Dank«, antwortete sie, »ganz wunderbar.«
Nachdem sie am gestrigen Nachmittag angekommen war und das Zimmer bezogen hatte, war Regina Wohlers durch den Ort spaziert und hatte im Biergarten eine Suppe gegessen. Anschließend war sie in die Pension zurückgekehrt und schon beizeiten schlafen gegangen. Das frühe Aufstehen und die lange Fahrt, von Celle ins Wachnertal, hatten ihren Tribut gefordert, doch jetzt war sie ausgeschlafen und freute sich auf ihren ersten richtigen Urlaubstag.
»Prima, das freut mich!« Die Wirtin deutete zur Terrassentür. »Ich hab draußen gedeckt, bei dem herrlichen Wetter wär’s ja eine Sünd, drinnen zu frühstücken. Was möchten S’ denn trinken, Tee oder Kaffee? Und mögen S’ ein gekochtes Ei?«
Regina bat um Kaffee und bejahte die Frage nach dem Frühstücksei. Daheim machte sie sich eher selten die Mühe, eines zu kochen, aber im Urlaub ließ sie sich gerne mal verwöhnen.
Die Krankenschwester ging durch den Frühstücksraum, in dem bei schlechtem Wetter gefrühstückt wurde – was allerdings um diese Jahreszeit eher selten war – und trat auf die Terrasse hinaus.
Dort saßen bereits Gäste beim Frühstück und grüßten freundlich zurück, als Regina einen guten Morgen wünschte. Sie setzte sich an den Tisch, der für eine Person gedeckt war, und schaute sich um.
Die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel herab, und im Garten grünte und blühte es. Die Zweige der Beerensträucher hingen prallvoll herab, und an den Obstbäumen, Zwetschge, Kirsche, Apfel und Birne, reiften die herrlichsten Früchte heran.
Nach ein paar Minuten trat Ria Stubler auf die Terrasse hinaus, sie hielt ein Tablett in beiden Händen, das sie auf den Tisch stellte.
Regina fielen vor Staunen beinahe die Augen aus dem Kopf, als sie sah, was ihr alles serviert wurde; auf einer Porzellanplatte waren Wurst- Käse- und Schinkenscheiben arrangiert und hübsch mit Tomaten, Gurken und Petersilie garniert. Ferner standen kleine Schüsseln auf dem Tablett, gefüllt mit Joghurt, Honig und Marmelade, dazu angemachter Kräuterquark, Müsli und eine Karaffe mit frischer Milch.
Ria stellte eine große Kanne Kaffee dazu und einen Brotkorb, mit frischen Semmeln und Laugenstangerln.
»Um Himmels willen – das ist doch wohl nicht alles für mich?«, fragte Regina. »Das kann ich doch gar nicht alles schaffen.«
Die Wirtin schmunzelte. »Langen S’ nur tüchtig zu, Regina«, meinte sie, »der Hunger kommt beim Essen, das macht unsre gute Landluft. Und wenn S’ satt sind, dann können S’ sich gern noch was für später machen und brauchen net so oft zum Essen ins Wirtshaus gehen, das schont die Reisekasse. Papier zum Einwickeln bring ich Ihnen dann.« Ria wünschte einen guten Appetit und ging ins Haus zurück.
Regina Wohlers hingegen zückte erst einmal ihr Smartphone und schoss ein paar Fotos von all der Pracht, die vor ihr stand. Dann nahm sie eine Semmel und schnitt sie auf. Herrlich!
Die resche Semmel, der Belag, der Kaffee, das Ei, das genau auf den Punkt gekocht war, alles schmeckte so lecker, dass Regina gar nicht aufhören konnte zu essen. Zwischendurch löffelte sie ein paar von den frischen Früchten, die die Wirtin hergerichtet und in kleine Würfel geschnitten hatte, unter den Joghurt und genoss jeden Happen.
Beatrice würde staunen, wenn sie erfuhr, wie gut es sich die Freundin gehen ließ. Dabei hatte Regina es ihr zu verdanken, dass sie überhaupt nach St. Johann gefahren war. Beatrice Burger hatte Regina nämlich vorgeschlagen, ihren Urlaub diesmal im Wachnertal zu verbringen, der Heimat ihres Vaters. Franz Burger war hier geboren, während des Wehrdienstes hatte es ihn allerdings nach Norddeutschland verschlagen, und dort gefiel es ihm so gut, dass er, der Zeitsoldat geworden war, für immer blieb. Er lernte Marion kennen, seine spätere Frau, baute ein Haus und gründete eine Familie.
»Nur einmal ist er wieder zurückgekehrt«, hatte Beatrice erzählt, »das war, als sein Vater verstarb. Zur Beerdigung sind wir hinuntergefahren, aber daran kann ich mich natürlich nicht erinnern, ich war damals erst ein paar Monate alt.«
Eine Tante ihres Vaters würde noch in St. Johann leben, doch der Kontakt zu ihr sei im Laufe der Jahre immer weniger geworden und schließlich ganz abgebrochen.
Nachdenklich ließ Regina den Löffel sinken und blickte vor sich hin. Seltsam, dass sie erst jetzt wieder an die Begebenheit dachte …
Hatte sie es sich nur eingebildet, oder saßen da gestern tatsächlich Jessica Schröder und Jannik Winter im Biergarten des Hotels?
Inzwischen war Regina sicher, in der Frau im Lokal hatte sie die ehemalige Freundin und Arbeitskollegin erkannt, jedoch bei dem Mann kamen ihr jetzt Zweifel. Klar war Jessy leichtsinnig, aber dass sie sich wieder von diesem Mann hatte einwickeln lassen, das mochte Regina nun wirklich nicht glauben.
Und wenn doch, dann stellte sich ihr die Frage, was machten die beiden hier, in St. Johann?
*
In seinem Krankenzimmer, in der Bergklinik auf der Nonnenhöhe, saß Franz Birkner auf der Bettkante und lächelte breit, als Walburga Birkner durch die Tür kam. »Endlich!« Der Bauer rutschte vom Bett herunter und wollte seine Reisetasche aufnehmen, die neben dem Nachtkästchen stand.
Doch seine Frau kam ihm zuvor. »Lass das«, sagte sie, »ich mach das schon.« Sie bückte sich und nahm die Tasche auf, stellte sie aber gleich wieder auf dem Bett ab und umarmte erst einmal ihren Mann. »Du sollst doch net so schwer tragen«, tadelte sie seinen Versuch, die Reisetasche selbst schleppen zu wollen.
Prompt verfinsterte sich seine Miene, und Franz setzte zu einer herrischen Erwiderung an. »Du kannst mir ruhig was zutrauen«, sagte er heftig, »schließlich lebe ich ja noch.«
Walburga Birkner erwiderte nichts darauf, sondern tätschelte ihm die Wange und nickte nur.
›Das kann ja noch was werden‹, dachte die Bäuerin, während sie zur Tür ging.
Erst hatte sie ihn unterhaken wollen, doch dann ließ sie es lieber bleiben. Wer weiß, wie er darauf reagiert hätte …
Franz nahm den großen Briefumschlag vom Bett und folgte seiner Frau mit raschen Schritten.
Sie gingen über den Krankenhausflur und kamen am Schwesternzimmer vorbei.
»Alles Gute, Herr Birkner«, winkte die Oberschwester ihm zu.
Der Bauer grinste schief und nickte. »Danke schön«, entgegnete er, »für alles.«
Im selben Moment kam Dr. Carpenter aus einem der Patientenzimmer, als er den Bauern sah, winkte er ihm zu. »Ist es also soweit, es geht nach Hause«, lächelte der Chefarzt der Herzchirurgie.
James Carpenter begrüßte erst Walburga, bevor er Franz die Hand schüttelte. »Auch von mir alles Gute, Herr Birkner, und denken Sie daran, was ich Ihnen gesagt habe: Kürzertreten, in den nächsten vier Wochen keine körperlich anstrengende Arbeiten verrichten, und bei den geringsten Anzeichen, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte, suchen Sie den nächsten Arzt auf.« Der Amerikaner schaute den Bauern durchdringend an. »Aber in der nächsten Zeit sind Sie ja ohnehin gut versorgt«, setzte er hinzu. »Haben Sie schon Nachricht, in welcher Klinik Sie die Reha machen werden?«
»Heut Morgen ist ein Schreiben der Rentenversicherung gekommen«, erklärte die Bäuerin, »da steht vermutlich alles drin, ich hab’s bloß noch net aufgemacht.«
Dr. James Carpenter nickte verstehend und verabschiedete sich von ihnen.
»Was für ein Schreiben ist gekommen?«, wollte Franz Birkner wissen, als sie mit
