Die Liebe findet einen Weg …: Der Bergpfarrer 490 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Heike Schönig war das, was man eine Frau nennt, die mit beiden Beinen im Leben steht. Sie und ihr zehnjähriger Sohn Fabian lebten in Straubing, Niederbayern, in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung. Heikes Ehemann war vor vier Monaten ausgezogen und hatte seinen Lebensmittelpunkt nach Deggendorf zu seiner Geliebten verlegt. Zwar zahlte er Unterhalt für Fabian, doch Heike musste, um sich und den Jungen finanziell über Wasser halten zu können, ganztags arbeiten gehen und war in einem Supermarkt als Kassiererin tätig. Ihr Sohn besuchte vormittags die Schule, nachmittags beaufsichtigten ihn Heikes Eltern, die in der Nähe wohnten. Der Vater war Frührentner, die Mutter arbeitete an den Vormittagen ebenfalls in einem Supermarkt, aber nicht in jenem, in dem Heike beschäftigt war. Samstags betreute der Großvater den Jungen. Eigentlich gehörte nur der Sonntag ihr und Fabian, dem Sohn, den sie über alles liebte. Dass sie nicht intensiver für ihn da sein konnte, belastete Heike zwar, andererseits war sie jedoch stolz darauf, durch ihrer Hände Arbeit dem Jungen einiges bieten zu können. Da sie ihn bei ihren Eltern gut aufgehoben wusste, hielten sich ihre Gewissensbisse in Grenzen. Es war an einem Donnerstag, als sie nach zwanzig Uhr den Supermarkt, bei dem sie angestellt war, verließ, sich auf ihr Fahrrad schwang und zur Wohnung ihrer Eltern radelte. Da die Sommersonnenwende erst zwei Wochen zurücklag, war es um diese Zeit noch hell. Bei der Wohnung angekommen, stellte sie ihr Fahrrad neben das ihres Sohnes und schloss es an. Obwohl die Haustür nur angelehnt war, läutete Heike, betrat das Haus und stieg in die zweite Etage hinauf. Ihre Mutter erwartete sie unter der Korridortür. Gerlinde Hallmeier war Mitte fünfzig und sah etwas verbraucht aus. Auch sie war ihr Leben lang arbeiten gegangen und hatte daneben drei Kinder großgezogen. Der Familie war es nie schlecht gegangen, Reichtümer hatten sie aber auch nicht anhäufen können. Gerlinde und ihr Mann waren jedoch mit ihrem Leben vollauf zufrieden. »Guten Abend, Mama«
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Rezensionen für Die Liebe findet einen Weg …
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Buchvorschau
Die Liebe findet einen Weg … - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 490 –
Die Liebe findet einen Weg …
Gelingt Heike und Fabian der Neuanfang?
Toni Waidacher
Heike Schönig war das, was man eine Frau nennt, die mit beiden Beinen im Leben steht. Sie und ihr zehnjähriger Sohn Fabian lebten in Straubing, Niederbayern, in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung. Heikes Ehemann war vor vier Monaten ausgezogen und hatte seinen Lebensmittelpunkt nach Deggendorf zu seiner Geliebten verlegt. Zwar zahlte er Unterhalt für Fabian, doch Heike musste, um sich und den Jungen finanziell über Wasser halten zu können, ganztags arbeiten gehen und war in einem Supermarkt als Kassiererin tätig.
Ihr Sohn besuchte vormittags die Schule, nachmittags beaufsichtigten ihn Heikes Eltern, die in der Nähe wohnten. Der Vater war Frührentner, die Mutter arbeitete an den Vormittagen ebenfalls in einem Supermarkt, aber nicht in jenem, in dem Heike beschäftigt war. Samstags betreute der Großvater den Jungen.
Eigentlich gehörte nur der Sonntag ihr und Fabian, dem Sohn, den sie über alles liebte. Dass sie nicht intensiver für ihn da sein konnte, belastete Heike zwar, andererseits war sie jedoch stolz darauf, durch ihrer Hände Arbeit dem Jungen einiges bieten zu können. Da sie ihn bei ihren Eltern gut aufgehoben wusste, hielten sich ihre Gewissensbisse in Grenzen.
Es war an einem Donnerstag, als sie nach zwanzig Uhr den Supermarkt, bei dem sie angestellt war, verließ, sich auf ihr Fahrrad schwang und zur Wohnung ihrer Eltern radelte. Da die Sommersonnenwende erst zwei Wochen zurücklag, war es um diese Zeit noch hell.
Bei der Wohnung angekommen, stellte sie ihr Fahrrad neben das ihres Sohnes und schloss es an. Obwohl die Haustür nur angelehnt war, läutete Heike, betrat das Haus und stieg in die zweite Etage hinauf.
Ihre Mutter erwartete sie unter der Korridortür. Gerlinde Hallmeier war Mitte fünfzig und sah etwas verbraucht aus. Auch sie war ihr Leben lang arbeiten gegangen und hatte daneben drei Kinder großgezogen. Der Familie war es nie schlecht gegangen, Reichtümer hatten sie aber auch nicht anhäufen können. Gerlinde und ihr Mann waren jedoch mit ihrem Leben vollauf zufrieden.
»Guten Abend, Mama«, grüßte Heike und atmete durch. »Das war wieder ein Tag, sag‘ ich dir«, beschwerte sie sich dann. »Die Leut‘ kaufen ein, als würd‘ morgen der Krieg ausbrechen.«
»Das wird wieder ruhiger, wenn’s auf die Monatsmitte zugeht«, erwiderte Gerlinde. »Und zum Monatsende hin wirds ganz ruhig. Ich kenn‘ das, schließlich war ich selber über zwanzig Jahre lang ganztags beim Discounter tätig. – Komm‘ herein, Heike, und iss einen Teller Gemüse. Den Buben hab‘ ich schon abgefüttert. Er sitzt mit dem Papa im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Seine Hausaufgaben hat er ohne zu motzen und recht ordentlich gemacht.«
Gerlinde trat zur Seite, und nachdem ihre Tochter die Wohnung betreten hatte, drückte sie die Tür zu und folgte Heike ins Wohnzimmer. »Grüß dich, Papa, hallo, Fabi!«
»Servus, Heike«, erwiderte ihr Vater den Gruß.
Fabian sprang auf, lief zu seiner Mutter hin, und die beiden umarmten sich. Heike drückte ihn fest an sich und gab ihm schließlich einen Kuss auf die Stirn.
»Wie wars in der Schule?«, fragte sie.
»Wir haben den Mathetest wiedergekriegt«, antwortete der Junge. »Ich hab‘ eine Drei.« Er sagte es nicht ohne Stolz in der Stimme.
Heike strich ihm über den Blondschopf. »Super«, lobte sie. »Da muss ich mir ja direkt eine Belohnung ausdenken.«
»Du musst ihn net belohnen«, mischte sich ihr Vater ein, »nur weil er eine einigermaßen passable Note nach Hause gebracht hat. Es kommt ihm doch nur selbst zugute, wenn er lernt. Er will doch auch, dass mal was Vernünftiges aus ihm wird.«
»Eine kleine Belohnung muss sein, Papa«, widersprach Heike. »Meinst du net auch, dass sich das motivierend auswirkt? Ich kann mir auch beim besten Willen net vorstellen, dass ein Zehnjähriger schon seine berufliche Zukunft im Auge hat.«
»Motivation hin – Motivation her …« Heikes Vater zuckte mit den Schultern. »Mir hat keiner was geschenkt, net mal, wenn ich mit einer wirklich guten Note heimgekommen bin.«
»Eine Drei ist Durchschnitt, Papa. Ich wollt‘, der Fabi würd‘ mir lauter Dreien heimbringen.« Nach einer kurzen Pause fügte Heike hinzu: »Ich handhabe das so, weil ich es für richtig halte.«
Konrad Hallmeier ersparte sich einen Kommentar und zuckte lediglich ein weiteres Mal mit den hageren Schultern.
»Gehen wir in die Küche«, mischte sich Heikes Mutter ein. »Im Übrigen bin auch ich der Auffassung, dass kleine Belohnungen net schaden«, ergriff sie mit etwas erhobener Stimme Heikes Partei. Konrad murmelte etwas Unverständliches vor sich hin.
Fabian hatte sich wieder gesetzt.
Heike schenkte ihm ein liebevolles Lächeln, dann folgte sie ihrer Mutter in die Küche. Gerlinde schöpfte aus einem Topf Gemüse in einen tiefen Teller und stellte ihn in die Mikrowelle. Zwei Minuten später konnte sich Heike über das Essen hermachen. Gerlinde sagte:
»Du kennst den Papa. Er kommt aus einer Familie mit vielen Kindern, und das Geld reichte mit Ach und Krach von einem Monatsersten bis zum nächsten. Da konnt‘ natürlich keines der Kinder für eine gute Note belohnt werden.«
»Ich belohn‘ den Buben, weil ich ihn anspornen möcht‘«, erwiderte Heike. »Er hat in seinen Leistungen rapide nachgelassen, seit uns der Richard verlassen hat. Das hat der Bub net verkraftet. In der ersten Zeit nach der Trennung hat der Fabi viel geweint. Die Trennung hat bei dem Kind tiefe Spuren hinterlassen.« Heikes Blick verlor sich irgendwo im Raum. »Der Richard weiß gar net, was er dem Buben angetan hat.« Heike hatte mit den Tränen zu kämpfen.
»Stimmt«, pflichtete Gerlinde ihrer Tochter bei. »Der Kleine ist nimmer so, wie er einmal war. Uns ist es natürlich net entgangen, dass seine schulischen Leistungen nachgelassen haben. Der Dreier heut‘ ist eine erfreuliche Ausnahme. Aber es sind ja net nur die schulischen Leistungen, die dem Papa und mir zu denken geben. Der Bub hat sich auch von seinem ganzen Verhalten her verändert. Er hat seine Unbekümmertheit verloren, geht nimmer aus sich heraus und ist fast ein bissel verstockt, lacht nimmer und schaut auch tatsächlich krank aus. Am liebsten sitzt er vor dem Fernsehapparat. Wobei ich ihm vielleicht ein bissel unrecht tu‘. Seine Hausaufgaben macht er, ohne zu murren. Zu mehr aber ist er net bereit. Wie oft leg‘ ich ihm ans Herz, ein Buch zu lesen. Gerade Lesen find‘ ich sehr wichtig. Er würd‘ den Umgang mit der Sprache lernen. Doch ich kann ihm predigen, was ich will …«, Gerlinde seufzte, »… er will einfach net. Der Papa meint, dass ein Hund, der zur Jagd getragen werden muss, nie ein guter Jagdhund wird. Und wenn der Bub net lernen will …« Gerlinde hob die Hände und ließ sie wieder sinken. Eine Geste, die zum Ausdruck bringen sollte, dass man in einem solchen Fall machtlos war.
»Am Monatsende beginnen die großen Ferien«, murmelte Heike, nachdem sie einige Löffel von dem Gemüse gegessen hatte. »Ich hab‘ für die ersten drei Augustwochen meinen Urlaub eingetragen. Vielleicht sollt‘ ich mit dem Fabi ein paar Tage in die Berge fahren. Möglicherweise bringt ihn ein Urlaub auf andere Gedanken. Eine andere Umgebung kann viel bewirken, Mama. Und mir, denk‘ ich, könnt‘ ein Urlaub auch net schaden. Was meinst du?«
»Du wirst es mir jetzt net glauben, Heike«, erwiderte Gerlinde, »aber ich hab‘ auch schon daran gedacht, dass du zusammen mit deinem Buben einfach mal für ein paar Tage all dem Stress und dem Ärger, dem du hier tagtäglich ausgesetzt bist, ade sagen solltest. Ihr müsst ja net mal weit fahren. Berchtesgaden, Garmisch, das Zillertal, das Salzburger Land … Das sind doch wunderbare Gegenden, die man von Straubing aus ohne großen Aufwand erreichen kann.«
»Ich muss das mal durchrechnen«, antwortete Heike. »Wahrscheinlich kann ich es mir aber gar net leisten.«
»Ich red‘ mal mit dem Papa über eine kleine Finanzspritze. Er sagt sicher net Nein, denn er weiß genau, wie sehr du eingespannt bist, und er erkennt es an, dass du nach dem Ehe-Aus mit dem Richard net resigniert, sondern dein Leben und das des
