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Commissaire Marquanteur und das Internat der Mörder: Frankreich Krimi
Commissaire Marquanteur und das Internat der Mörder: Frankreich Krimi
Commissaire Marquanteur und das Internat der Mörder: Frankreich Krimi
eBook289 Seiten3 Stunden

Commissaire Marquanteur und das Internat der Mörder: Frankreich Krimi

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Über dieses E-Book

Ein neuer Fall für Commissaire Marquanteur aus Marseille.
Richard Chapelle führt ein exklusives Internat. Nur die Elite des Landes lässt ihre Kinder in seiner Schule ausbilden und erziehen. Als einer der Schüler eines Nachts bei ihm anruft, um ihm mitzuteilen, dass sein Zimmergenosse gerade an einer Überdosis Heroin gestorben ist, denkt Chapelle deshalb zuerst an den Ruf seiner Schule. Mithilfe des Anrufers bringt er den Toten in eine Bauruine. Tatsächlich wird der Schule keine Aufmerksamkeit geschenkt, aber vier Monate später gibt es wieder einen Toten, und jetzt kommt die FoPoCri ins Haus, denn es handelt sich um einen Mord.
 

SpracheDeutsch
HerausgeberBEKKERpublishing
Erscheinungsdatum17. Dez. 2024
ISBN9798230221340
Commissaire Marquanteur und das Internat der Mörder: Frankreich Krimi

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    Buchvorschau

    Commissaire Marquanteur und das Internat der Mörder - Peter Haberl

    Commissaire Marquanteur und das Internat der Mörder: Frankreich Krimi

    Krimi von Peter Haberl & Chris Heller

    ––––––––

    Ein neuer Fall für Commissaire Marquanteur aus Marseille.

    Richard Chapelle führt ein exklusives Internat. Nur die Elite des Landes lässt ihre Kinder in seiner Schule ausbilden und erziehen. Als einer der Schüler eines Nachts bei ihm anruft, um ihm mitzuteilen, dass sein Zimmergenosse gerade an einer Überdosis Heroin gestorben ist, denkt Chapelle deshalb zuerst an den Ruf seiner Schule. Mithilfe des Anrufers bringt er den Toten in eine Bauruine. Tatsächlich wird der Schule keine Aufmerksamkeit geschenkt, aber vier Monate später gibt es wieder einen Toten, und jetzt kommt die FoPoCri ins Haus, denn es handelt sich um einen Mord.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Bathranor Books, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author 

    © dieser Ausgabe 2024 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen 

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

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    Alles rund um Belletristik!

    Prolog

    Ich betrat den schäbigen Verhörraum und warf einen prüfenden Blick auf die Frau, die vor mir saß. Brigitte sah müde und verängstigt aus, ihre blonden Haare zerzaust und ihr Make-up verschmiert. Sie presste ihre zitternden Hände fest auf ihren Schoß und vermied meinen Blick, als ich mich ihr gegenüber setzte.

    »Brigitte, wir müssen über Bel Hugo sprechen«, begann ich ruhig.

    Sie schniefte und nickte, bevor sie leise antwortete: »Er war ein Schwein, aber er hat auch gut für mich gesorgt, verstehen Sie?«

    Ich nickte verständnisvoll und griff nach meiner Aufzeichnung der Befragung. »Können Sie mir bitte erzählen, was gestern Abend passiert ist? Sie waren doch mit Bel Hugo unterwegs, oder?«

    Brigitte seufzte und begann zu erzählen: »Ja, wir waren in Pointe-Rouge unterwegs, haben in ein paar Clubs gefeiert. Dann, als wir auf dem Weg nach Hause waren, hat plötzlich jemand geschossen. Ich hab mich gleich auf den Boden geworfen, aber als ich mich umgedreht habe, lag Bel Hugo blutüberströmt neben mir.«

    Mein Gesichtsausdruck blieb neutral, während ich ihre Worte aufnahm. »Haben Sie gesehen, wer geschossen hat?«

    Brigitte schüttelte den Kopf und schluchzte leise. »Nein, ich hab niemanden gesehen. Es ging alles so schnell. Bitte, Monsieur Commissaire, ich hab Angst. Der Schöne Hugo war brutal, aber er hat mich beschützt. Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll.«

    Ich sah das Zittern in ihren Händen und spürte Mitleid für sie aufsteigen. Doch ich musste professionell bleiben und weiter nachhaken. »Brigitte, wissen Sie, dass Bel Hugo viele Feinde hatte? Gibt es jemanden, der ein Motiv gehabt hätte, ihn zu töten?«

    Sie blickte mich mit tränenverschleierten Augen an. »Ich weiß es nicht, Monsieur Commissaire. Er hat sich mit vielen Leuten angelegt. Vielleicht einer von den anderen Zuhältern in Pointe-Rouge. Oder einer seiner ehemaligen Geschäftspartner.«

    Ich machte mir Notizen und drückte ihre Hand. »Danke, Brigitte. Sie können jetzt gehen, ich werde mich weiter um den Fall kümmern.«

    »Sag mal, kann das sein, dass wir zusammen zur Grundschule gegangen sind?«

    »Wie?«

    »Du bist doch der Pierre!«

    Ich runzelte die Stirn.

    War das wirklich die Brigitte?

    Die Brigitte, mit der ich in der Grundschule auf der Schaukel gesessen hatte?

    »Ja, hättest du auch nicht gedacht, was? Ich meine, dass du mich auf Pointe-Rouge im Puff wiedertriffst, Pierre.«

    »Das ist in der Tat eine Überraschung.«

    »So ist das Leben.«

    »Ja.«

    Sie stand zitternd auf und verließ den Raum, während ich meine Gedanken ordnete. Der Fall des Schönen Hugo war komplizierter, als ich zunächst gedacht hatte. Ich musste tiefer graben und alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, um den Mörder zu finden. Und vielleicht konnte mir Brigitte dabei helfen, unbewusst natürlich.

    Als ich den Raum verließ, spürte ich die Last der Verantwortung auf meinen Schultern ruhen. Aber ich war entschlossen, Gerechtigkeit für Bel Hugo zu finden, koste es, was es wolle.

    *

    Meine Nachforschungen führten mich zu einem zwielichtigen Nachtclub in der Nähe von Pointe-Rouge, in dem Bel Hugo angeblich Geschäfte gemacht hatte. Ich betrat den Club unauffällig und mischte mich unter die feiernden Gäste. Schnell erfuhr ich, dass Hugo dort viele Feinde hatte, die sich an ihm rächen wollten. Aber wer von ihnen war tatsächlich bereit gewesen, zum Äußersten zu gehen und ihn zu töten? Während ich mir diese Frage stellte, fiel mein Blick plötzlich auf eine mysteriöse Gestalt am Ende der Bar, die mir auffallend bekannt vorkam. War das nicht einer von Hugos ehemaligen Kumpanen? Meine Neugierde war geweckt, und ich beschloss, dieser Spur nachzugehen. Wer weiß, vielleicht würde sie mich endlich zum Mörder des Schönen Hugo führen.

    *

    Als ich das kleine Café betrat, sah ich Brigitte bereits an einem der Tische sitzen. Sie lächelte mir schwach zu, und ich setzte mich ihr gegenüber. Die Kellnerin kam und nahm unsere Bestellung auf, während ich Brigitte mit ernstem Blick ansah.

    »Danke, dass du Zeit für mich gefunden hast, Brigitte«, begann ich und sah in ihre Augen, die erneut von Tränen benetzt waren.

    »Kein Problem, Monsieur Commissaire. Ich habe nichts zu verbergen«, antwortete sie leise.

    Wir schwiegen einen Moment, bis ich das Schweigen brach und sagte: »Es tut mir leid, was dir passiert ist. Der Schöne Hugo war kein einfacher Mensch, aber niemand hat es verdient, ermordet zu werden.«

    Brigitte nickte zustimmend und drehte nervös an ihrem Kaffeelöffel. Dann begann sie plötzlich zu sprechen: »Pierre, ich erinnere mich an früher, als wir zusammen in der Grundschule waren. Du warst immer so ernsthaft und klug. Ich habe nie gedacht, dass du mal ein Polizist wirst.«

    Ich lächelte bei der Erinnerung an unsere gemeinsame Schulzeit und nickte zustimmend. »Ja, das Leben nimmt manchmal unerwartete Wege. Und jetzt stehe ich hier und versuche herauszufinden, wer deinen Beschützer umgebracht hat.«

    Brigitte schluckte schwer und faltete ihre Hände auf dem Tisch. »Ich will ihm Gerechtigkeit verschaffen, Commissaire. Er war hart zu mir, aber er hat auch auf seine Art gut auf mich geschaut.«

    Ich legte meine Hand beruhigend auf ihre und sagte: »Ich werde alles tun, um den Fall aufzuklären, Brigitte. Aber dafür brauche ich deine volle Kooperation. Hast du irgendwelche Informationen, die mir helfen könnten?«

    Sie schüttelte den Kopf und seufzte leise. »Nein, ich weiß nichts, Commissaire. Ich wünschte, ich könnte dir mehr helfen.«

    Ich stand auf, legte einen Geldschein auf den Tisch und sagte: »Danke, Brigitte. Ich werde weiter ermitteln und dich auf dem Laufenden halten. Pass gut auf dich auf.«

    Wir verabschiedeten uns, und ich verließ das Café mit dem Gefühl, dass der Fall des Schönen Hugo noch viele Geheimnisse barg. Doch ich war entschlossen, Licht ins Dunkel zu bringen. Und vielleicht konnte ich sogar Brigitte dabei helfen, aus ihrem gefährlichen Leben auszusteigen und einen neuen Weg einzuschlagen.

    Brigitte zeigte eine komplexe emotionale Verbindung zum Opfer, Bel Hugo. Obwohl sie zugab, dass er brutal war, betonte sie auch, dass er gut zu ihr war und sie auf seine eigene Art und Weise beschützt hat. Diese ambivalente Beziehung zeigt, dass Brigitte eine tiefe Verbindung zu Bel Hugo hatte, die über die rein geschäftliche Beziehung hinausging.

    Es war möglich, dass Brigitte eine Art Stockholm-Syndrom entwickelt hatte, bei dem Opfer positive Gefühle gegenüber ihren Peinigern entwickeln. Sie fühlte sich möglicherweise abhängig von ihrer Beziehung zu Bel Hugo, trotz seiner grausamen Behandlung. Dies könnte erklären, warum sie nicht bereit war, Informationen preiszugeben, die zur Aufklärung seines Mordes beitragen könnten.

    Es war auch möglich, dass Brigitte eine gewisse Loyalität zu Bel Hugo empfand, da er sie vor der Gewalt anderer Zuhälter geschützt hatte und ihr eine gewisse Sicherheit geboten hatte. Diese Loyalität könnte ihre Bereitschaft beeinflussen, mit der Polizei zu kooperieren und Informationen preiszugeben.

    Insgesamt zeigte Brigittes emotionale Bindung zum Opfer, dass die Beziehung zwischen Täter und Opfer oft komplex und weitreichend sein kann. Es kann eine Mischung aus Angst, Abhängigkeit, Loyalität und sogar Zuneigung geben, die es schwierig macht, klare Entscheidungen zu treffen und mit der Realität konfrontiert zu werden.

    *

    Ich saß gerade in meinem Büro und ging die neuesten Ermittlungsergebnisse durch, als mein Telefon klingelte. Ich nahm ab und hörte die verzerrte Stimme eines Mannes, der sich als Zeuge aus dem Milieu vorstellte.

    »Commissaire Marquanteur, ich weiß, wer hinter dem Mord am Schönen Hugo steckt«, sagte er mit gehetzter Stimme.

    Ich spitzte die Ohren und fragte: »Wer soll es sein, und was wissen Sie?«

    »Es ist Ahmad der Kurde. Er ist ein anderer Zuhälter aus Pointe-Rouge. Er hat Brigitte zehntausend Euro gegeben, damit sie Bel Hugo umbringt. Das war sein Plan, um sich an ihm zu rächen«, erklärte der Zeuge aufgeregt.

    Mein Herz begann schneller zu schlagen, als sich die mögliche Lösung des Falls vor meinen Augen abzeichnete. Ich bedankte mich beim Zeugen und legte auf.

    Sofort griff ich nach meinem Notizblock und begann, alle Informationen aufzuschreiben. Ahmad der Kurde, ein Zuhälter mit einer möglichen Racheaktion gegen Bel Hugo. Brigitte als mögliche Auftragsmörderin. Die Puzzlestücke begannen langsam zusammenzufügen.

    Ich beschloss, sofort weitere Ermittlungen in die Wege zu leiten. Ahmad musste verhört und Brigitte genauer unter die Lupe genommen werden. Vielleicht konnte ich den Fall wirklich lösen und Gerechtigkeit für Bel Hugo finden.

    Mein Adrenalinspiegel stieg, während ich mich auf den Weg machte, um der Spur zu folgen, die mich möglicherweise zum Mörder des Schönen Hugo führen würde. Die Ermittlungen nahmen eine völlig neue Wendung, und ich war entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, koste es, was es wolle.

    Ich saß gerade in meinem Büro und ging die neuesten Ermittlungsergebnisse durch, als mein Telefon klingelte. Ich nahm ab und hörte die verzerrte Stimme eines Mannes, der sich als Zeuge aus dem Milieu vorstellte. »Commissaire Marquanteur, ich weiß, wer hinter dem Mord am Schönen Hugo steckt«, sagte er mit gehetzter Stimme. Ich spitzte die Ohren und fragte: »Wer soll es sein und was wissen Sie?«

    »Es ist Ahmad der Kurde. Er ist ein anderer Zuhälter aus Pointe-Rouge. Er hat Brigitte 10.000 Euro gegeben, damit sie Bel Hugo absticht. Das war sein Plan, um sich an ihm zu rächen«, erklärte der Zeuge aufgeregt. Mein Herz begann schneller zu schlagen, als sich die mögliche Lösung des Falls vor meinen Augen abzeichnete. Ich bedankte mich beim Zeugen und legte auf.

    Sofort griff ich nach meinem Notizblock und begann, alle Informationen aufzuschreiben. Ahmad der Kurde, ein Zuhälter mit einer möglichen Racheaktion gegen Bel Hugo. Brigitte als mögliche Auftragsmörderin. Die Puzzlestücke begannen langsam zusammenzufügen. Ich beschloss, sofort weitere Ermittlungen in die Wege zu leiten. Ahmad musste verhört und Brigitte genauer unter die Lupe genommen werden. Vielleicht konnte ich den Fall wirklich lösen und Gerechtigkeit für Bel Hugo finden.

    Mein Adrenalinspiegel stieg, während ich mich auf den Weg machte, um der Spur zu folgen, die mich möglicherweise zum Mörder des Schönen Hugo führen würde. Die Ermittlungen nahmen eine völlig neue Wendung, und ich war entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, koste es, was es wolle.

    Die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchung, die endlich vorlagen, waren eindeutig und schockierend. Brigitte war tatsächlich die Mörderin des Schönen Hugo. Die Beweise waren erdrückend: Ihre Fingerabdrücke wurden auf der Tatwaffe gefunden, und forensische Spuren wiesen eindeutig darauf hin, dass sie diejenige war, die den tödlichen Schuss abgegeben hatte.

    Mein Herz sank, als ich die Ergebnisse las. Brigitte, die ich aus meiner Kindheit kannte, war eine Mörderin. Trotz all der Empathie, die ich für sie empfand, konnte ich nicht zulassen, dass sie ungestraft davonkam. Als Commissaire der FoPoCri Marseille hatte ich die Pflicht, das Gesetz durchzusetzen, unabhängig von persönlichen Verbindungen.

    Mit einem schweren Herzen machte ich mich auf den Weg zur Wohnung, in der Brigitte sich versteckt hielt. Als ich vor der Tür stand, spürte ich einen Stich der Traurigkeit, bevor ich entschlossen klopfte und die Tür geöffnet wurde.

    *

    Brigitte sah mich mit Tränen in den Augen an, als sie meine Handschellen sah. »Pierre! Monsieur Commissaire, bitte verstehen Sie mich«, flehte sie. »Ich musste es tun, er hat mich gequält und unter Druck gesetzt. Bitte glauben Sie mir.«

    Ich schwieg und legte ihr sanft die Handschellen an. »Brigitte, das Gesetz ist das Gesetz. Ich muss dich wegen des Mordes an Bel Hugo verhaften.«

    Sie brach in Tränen aus und ließ sich widerstandslos festnehmen. Der Anblick ihres gebrochenen Gesichtsausdrucks brach mir das Herz, aber ich wusste, dass Gerechtigkeit geschehen musste.

    Als ich sie aus der Wohnung führte, spürte ich eine Mischung aus Trauer und Pflichtbewusstsein. Brigitte war nicht nur eine Mörderin, sondern auch ein Opfer in dieser düsteren Welt, in der wir beide aufgewachsen waren. Doch das Gesetz kannte kein Mitleid, und ich hatte meine Pflicht erfüllt. Die Wahrheit hatte gesiegt, auch wenn sie schmerzhaft war.

    Nach der Verhaftung von Brigitte als der Mörderin des Schönen Hugo und der nun dringenden Notwendigkeit, Beweise gegen Ahmad, den vermeintlichen Auftraggeber, zu sammeln, nahm ich die Ermittlungen mit erhöhter Intensität wieder auf.

    Ich koordinierte ein Team von erfahrenen Ermittlern und Kriminaltechnikern, um Beweise gegen Ahmad zu sammeln. Wir durchsuchten seine Clubs, überwachten seine Kommunikation und befragten Zeugen aus seinem Umfeld. Die Beweise begannen langsam zusammenzufügen und ein klares Bild von Ahmads Beteiligung am Mord am Schönen Hugo zu ergeben.

    Nach tagelangen intensiven Ermittlungen konnte ich endlich genügend Beweise gegen Ahmad sammeln. Seine Fingerabdrücke waren auf einem potenziellen Fluchtfahrzeug gefunden worden, und Zeugen berichteten von verdächtigen Begegnungen zwischen ihm und Brigitte kurz vor dem Mord. Ein Informant bestätigte auch, dass Ahmad tatsächlich den Auftrag gegeben hatte, Bel Hugo zu töten.

    Mit den Beweisen in der Hand machte ich mich sofort auf den Weg, um Ahmad zu verhaften. Seine Festnahme verlief nicht ohne Widerstand, doch mit der Unterstützung meines Teams konnten wir ihn schließlich in Gewahrsam nehmen.

    Ahmad wurde verhört und gab letztendlich zu, den Auftrag für den Mord am Schönen Hugo erteilt zu haben. Er gestand, dass er versucht hatte, sich an seinem Rivalen zu rächen und Brigitte lediglich ein Werkzeug in seinem Plan gewesen war.

    *

    Mit der Verhaftung von Ahmad war der Fall endlich gelöst. Gerechtigkeit war geschehen für Bel Hugo, und die Wahrheit war ans Licht gekommen. Als ich das Präsidium verließ, spürte ich eine Mischung aus Erleichterung und Genugtuung. Ein weiterer Fall war erfolgreich abgeschlossen, und die Stadt Marseille konnte wieder ein Stück sicherer sein.

    Ich klopfte an die Tür des Büros von Monsieur Jean-Claude Marteau, Commissaire général de police und trat ein, um mit ihm über den aufsehenerregenden Fall des Schönen Hugo zu sprechen. Monsieur Marteau saß hinter seinem Schreibtisch, mit einem ernsten Ausdruck auf dem Gesicht.

    »Commissaire Marquanteur, setz dich bitte«, sagte Monsieur Jean-Claude Marteau, Commissaire général de police und deutete auf den Stuhl gegenüber seinem Schreibtisch.

    Ich nahm Platz und begann mit einem Bericht über die neuesten Entwicklungen im Fall. Ich erzählte ihm von Brigittes Verhaftung als Mörderin, von Ahmads Verwicklung als Auftraggeber und von den Beweisen, die unser Team gesammelt hatte.

    Monsieur Jean-Claude Marteau, Commissaire général de police hörte aufmerksam zu, bevor er nickte und sagte: »Das sind großartige Neuigkeiten, Pierre. Ich bin stolz auf die hervorragende Arbeit, die du und dein Team geleistet haben. Der Fall des Bel Hugo war kompliziert und heikel, aber ihr habt ihn erfolgreich gelöst.«

    Ich spürte eine Welle der Erleichterung über das Lob meines Vorgesetzten und antwortete: »Vielen Dank, Monsieur Marteau. Es war ein schwieriger Fall, aber wir haben alle unser Bestes gegeben, um Gerechtigkeit für Bel Hugo zu finden.«

    Monsieur Jean-Claude Marteau, Commissaire général de police lächelte und fügte hinzu: »Ich werde sicherstellen, dass die entsprechenden Schritte eingeleitet werden, um Brigitte und Ahmad vor Gericht zu bringen. Es ist wichtig, dass sie für ihre Verbrechen verantwortlich gemacht werden.«

    Wir besprachen noch einige weitere Details des Falles, bevor ich mich verabschiedete und das Büro verließ. Ich fühlte mich stolz auf die erfolgreiche Lösung des Falls und dankbar für die Unterstützung meines Teams und meines Vorgesetzten. Die Gerechtigkeit war geschehen, und ich konnte mit einem Gefühl der Zufriedenheit zurück in den Ermittlungsalltag kehren.

    *

    Jean-Pierre Trudeau war der glücklichste Mensch auf Erden. Er hatte seinen Kick. Er fühlte sich wohl, war frei von allen Schmerzen, das Heroin, das er zu sich genommen hatte, verlieh ihm das Gefühl, beschützt zu sein. Es war der Zustand einer grenzenlosen Euphorie, in dem er sich befand.

    Er warf sich auf sein Bett. Er schien auf einer rosaroten Wolke zu schweben. Auf der anderen Seite des Zimmers schlief Yves Berteuil. Yves war sein Freund. Er verschaffte ihm die Drogen. Auch Bertrand Dumas und Franck Davide waren seine Freunde. Denn auch an sie konnte er sich wenden, wenn der Stoff knapp wurde oder ausging.

    Plötzlich wurde Jean-Pierre Trudeau der Hals eng. In seiner Brust krampfte sich etwas zusammen. Er würgte, und unvermittelt atmete er nicht mehr. Seine Lippen klafften auseinander. Die Lungen des Jungen schrien nach Sauerstoff. Aber es gelang ihm nicht, den befreienden Atemzug zu machen. Er bäumte sich auf, gurgelte, fiel zurück ...

    Yves Berteuil war wach geworden.

    »Jean-Pierre, was hast du?«, rief Yves schlaftrunken. Das Gurgeln Jean-Pierre Trudeaus hatte ihn aus dem Schlaf gerissen. Es war ein erstickendes, ein qualvolles Röcheln. »Jean-Pierre, he, was ist los?«

    Das gequälte Stöhnen war erloschen. Dort, wo Jean-Pierre Trudeau auf seinem Bett lag, war es still.

    Yves Berteuil war aus seinem Bett gesprungen. Einen Augenblick fragte er sich, ob er schlecht geträumt hatte, ob ihm vielleicht der Stoff, den er geraucht hatte, eine Halluzination verschafft hatte. Er lauschte. Auf dem Bett an der anderen Wand rührte sich nichts. Gar nichts!

    Yves Berteuil bemühte sich, mit seinem Blick die Dunkelheit zu durchdringen. Er konnte Jean-Pierre Trudeaus Gesicht als hellen Klecks ausmachen. Jean-Pierre hatte die Augen geöffnet. Ja, deutlich

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