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Der Diplomatenkoffer: Kriminalroman Reihe Dupont 5
Der Diplomatenkoffer: Kriminalroman Reihe Dupont 5
Der Diplomatenkoffer: Kriminalroman Reihe Dupont 5
eBook466 Seiten5 Stunden

Der Diplomatenkoffer: Kriminalroman Reihe Dupont 5

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Über dieses E-Book

Julio Martini, Lektor für italienische Sprache an einer Landwirtschaftlichen Hochschule bei Paris erlebt, als er sein Diplomatenköfferchen im Hörsaal öffnet um seine Studenten mit neuen Lehrbüchern zu versorgen, eine Überraschung, die ihn zwingt, sofort das Weite zu suchen. Begleiterin bei seiner Flucht ist eine in Julio verliebte Studentin, die sich, als er kurz darauf plötzlich verschwindet, an das Detektivbüro Dupont und Co. wendet. Zur gleichen Zeit geschieht im Archiv der Tageszeitung La voix du sud in Nizza ein Unglück, in das der Chefredakteur Barre verstrickt zu sein scheint. Aber die Polizei findet keine stichhaltigen Beweise gegen ihn. Barre beauftragt Dupont mit Ermittlungen zu seiner Entlastung, und der Detektiv, seine Geliebte und sein Kompagnon werden in einen Strudel von mörderischen Ereignissen gezogen. Am Ende wird klar, daß die Geschichte um den Diplomatenkoffer mit dem Geschehen in Nizza verknüpft ist, und eine ungeheuerliche Wendung bahnt sich an.
SpracheDeutsch
Herausgeberneobooks
Erscheinungsdatum26. Sept. 2013
ISBN9783847654988
Der Diplomatenkoffer: Kriminalroman Reihe Dupont 5

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    Buchvorschau

    Der Diplomatenkoffer - Hans W. Schumacher

    Die Hauptpersonen

    Schauplatz Nizza

    Henri Dupont, Privatdetektiv

    Alida Celentano, seine Freundin und Mitarbeiterin

    Bernard Grandville, sein Partner

    Caroline, seine Frau

    Auguste Grandville, sein Vater, Industrieller, ehemals Minister

    Die Zeitung La voix du sud

    Arthur Bétancourt, Besitzer der Zeitung

    Marius Barre, Chefredakteur

    Jason Thierry, Herausgeber

    Serge Makoulian, Lokalredakteur

    Lisette Makoulian, seine Frau, Archivleiterin

    Roger Cellier, Lokalreporter

    Miranda Farnèse, Reporterin

    Polizei von Nizza

    Cellini, Polizeipräsident

    Boulanger, Kriminalkommissar

    Meunier, Kriminalkommissar

    Honoré Barthélémy, Kriminalassistent

    Lefèvre, Staatsanwalt bzw. Untersuchungsrichter

    Sonstige

    Marc Boutroux, ehemals Söldner

    Robert Boutroux, sein Bruder, Bürgermeister von Draguignan

    Charles-Frédéric Bertrand, Besitzer einer Gocart-Bahn

    Dufour, Rechtsanwalt von Marius Barre

    Almansour, Mitarbeiter

    Schauplatz Paris und Umgebung

    Regierung

    Galland, Präsident der Republik, Sozialist

    Duclos, Premierminister, UDR

    Hugues, Innenminister

    Salomon de Villepin-Montreux, General, Direktor des BISP (Bureau d'information de sécurité publique)

    Robert Petit, Mitarbeiter des BISP

    Teissier, Mitarbeiter des BISP, Philatelist

    Polizei

    Renard, Kriminalkommissar

    Lafitte, sein Assistent

    Desailly, sein 2. Assistent

    Mirefleur, Gerichtsarzt

    Prosper Canart, Leiter der Zweigstelle Paris der Detektei Dupont

    Louise Granier

    Alain, ihr unehelicher Sohn

    Max Laurier, Zimmergenosse von Alain im Internat

    Dimitri Maisky, Hotelier

    Eric Maisky, sein Sohn

    Landwirtschaftliche Hochschule von Gersaint

    Danielle Bertrand, Studentin

    Rude, Student

    Moroni („Poil de carotte"), Student

    Barrault, Student

    Julio Martini, Lektor für Italienisch

    Monfils, Vorsteher des Postamts von Gersaint

    Jeanne Moreau, Sekretärin

    Kapitel 1

    Julio Martini hatte sich auf einer Bank unter den Bäumen des Jardin du Luxembourg niedergelassen, um die laue Frühlingsluft zu genießen, außerdem wollte er den Lehrstoff rekapitulieren, den er heute seinen Studenten vermitteln wollte. Er musterte mit kritischem Blick die Replik der bekannten Cäsarbüste, die auf einer Stele ihm gegenüber stand. Einige Schritte weiter links war der Marmorkopf des Augustus zu sehen und nicht weit von ihm tauchte Caracallas’ Gesicht auf, mit gedrehten Löckchen in Bart und Haupthaar.

    Im hellgrünen, noch nicht ganz dichten Laub der Linden lärmten Spatzen in Erwartung eines Tierfreunds. In der Tat setzte sich bald darauf eine alte Frau auf die Nachbarbank, kramte in ihrer Einkaufstasche, zog eine Tüte heraus und begann Brotkrumen vor sich hinzuwerfen. Kaum eine Minute später flatterten und hüpften Dutzende von Vögeln in wildem Getümmel um sie her.

    Julio hatte die Sprachlehre durchblättert, die Lektion memoriert, das Buch wieder in sein braunes Diplomatenköfferchen gesteckt und dieses neben sich an die Bank gestellt. Da noch etwas Zeit bis zur Abfahrt war, streckte er die Beine aus, verschränkte die Hände im Nacken und beobachtete, wie sich die Tiere ums Futter stritten. Fiel ein Brotstück in die Menge, schossen gleich mehrere darauf zu, bis ein Glücklicher davonflog, um die Beute in Frieden auf einem Ast zu verzehren. Doch vergeblich, mindestens einer folgte und jagte ihm das Stück ab, bis endlich nur noch Krümel herabrieselten, um die sich keiner mehr kümmerte.

    Julio hatte sich wie immer, wenn er zum Unterricht ging, in eine Art offiziellen Dress zwängen müssen, um der Etikette des Instituts genüge zu tun, an dem er seit Beginn des Studienjahres als Lektor für italienische Sprache unterrichtete. So trug er einen taubengrauen, für den heutigen Tag schon fast zu warmen Anzug mit enger Weste, darunter ein gestärktes weißes Hemd mit einer dezenten Krawatte, die ihm den Hals zuschnürte. Seine Schuhe waren blank geputzt, sein neuer Aktenkoffer war aus braunem Leder mit Messingverschlüssen.

    Er schloss die Augen im warmen Sonnenschein, der durch die Lücken im Laubwerk fiel, hörte träumerisch Sperlinge schilpen, Meisen zwitschern und dachte an seine Freundin im fernen Umbrien. Julio stammte aus Orvieto, wo sein Vater Lateinisch am Lyzeum gelehrt hatte, bevor er wegen des Fortschreitens einer multiplen Sklerose aus dem Dienst scheiden musste.

    Bei einem Ausflug hatte Julio im Herbst des vergangenen Jahres Cleopatra Neri kennengelernt, die in ihrer Heimatstadt Pitigliano eine kleine Galerie besaß, wo sie ihre eigenen Bilder und Kunsthandwerk der Region verkaufte. Pitigliano liegt auf einer Felszunge, die sich wie ein Schiffsbug in einen tiefen Canyon vorschiebt. Die schlichten ockerbraunen Bruchsteinhäuser wachsen aus der gleichfarbigen Klippe heraus und lassen die Stadt wie eine ausgedehnte Festung aussehen.

    Er hatte sich aus dem Fenster des Ausstellungsraum, in dem er völlig allein war, gebeugt und einen Blick hinabgeworfen. Tief unten am Fuß der Felsen glitzerte das Wasser des kleinen Flusses zwischen den Bäumen in herbstlichen Feuerfarben, und der süßbittere Geruch der welkenden Blätter wehte mit dem kühlen Wind hinauf. Als er sich umwandte, stand Cleopatra hinter ihm und sprach ihn an. Sie mochte etwas älter als er sein, er schätzte sie auf Ende zwanzig. Sie war nur ein wenig kleiner als er, dunkelblond und wohlproportioniert.

    Er liebte die bildende Kunst, und es zog ihn magisch in jedes Museum und in jede Galerie, nur war es ihm peinlich, dass er nicht in der Lage war, etwas zu erwerben. Die Preise lagen immer weit über dem, was er sich leisten konnte. Deswegen war er verlegen, als die hübsche Besitzerin ein Gespräch mit ihm begann. Doch sie wollte ihm nichts verkaufen, sie fühlte sich einsam, den ganzen Tag über waren nur fünf Besucher gekommen. Sie vermied es, von den Ausstellungsstücken zu sprechen, als ahnte sie, wie es um seinen Geldbeutel stand, und als er sie im Rahmen des Fensters vor der Felskulisse auf der anderen Talseite sah wie eine der von Filippo Lippi oder Leonardo gemalten Frauen, da verfluchte er seine Armut - und sagte es ihr auch. Er bekannte, dass er ihre Bilder bewunderte, die melancholische Harmonie der Stillleben von Gläsern und Flaschen, die Ausgewogenheit ihrer Komposition, die Kühnheit eines Rot oder Blau bei dem im übrigen gedämpften Farbklang und so fort. Wenn er es könnte, würde er alle mitnehmen.

    Seine Offenheit rang ihr einen resignierten Seufzer ab, sie gestand ihm, dass es schlecht um ihre Finanzen stand. Sie nannte ihm sogar die Höhe ihrer Schulden, eine Summe, die ihn schaudern ließ. Und da die Galerie zumachte, lud er sie zum Essen ein. Das war das einzige, was er tun konnte, und er tat es gern. Die Cena zog sich bis spät in den Abend hinein, er fand immer wieder eine neuen Anlass, den Abschied zu verzögern, bestellte nach dem Menü noch Espresso, Nachtisch, Eis, neue Getränke, bis es fast halb zwölf war, und ihr Gespräch wurde mit der Zeit immer vertraulicher.

    Was danach folgte, hätte er nie zu träumen gewagt. Als er die Rechnung zahlte, fragte sie ihn, ob er ihr Atelier sehen wollte. Es lag über der Galerie und war nur durch eine Außentreppe zu erreichen, über deren Geländer man in den dunklen Abgrund unter der Stadt sehen konnte. Als er mit leichtem Schwindelgefühl den Absatz vor dem Arbeitsraum erstiegen hatte, streifte sie ihn mit ihrem Oberarm, als sie an ihm vorbeiging, um die Tür zu öffnen. War das absichtlich geschehen, fragte er sich mit leisem Herzklopfen. Aber nachdem sie das Sofa von Zeitschriften, Büchern, Zeichenblöcken und Farbtuben befreit und ihn eingeladen hatte, sich neben sie zu setzen,wusste er, dass es kein Zufall gewesen war. Sie schwieg, sie hatte ihre Hand neben seiner liegen, ihre Finger berührten und schlangen sich ineinander, sie sahen sich in die Augen und dann trafen sich ihre Lippen zu einem langen Kuss.

    Danach war Julio ständig unterwegs zwischen Pitigliano und Rom, wo er studierte, oder Viterbo, wo er als Volontär in der Redaktion einer Lokalzeitung sein Geld verdiente. Seine Leidenschaft wuchs im gleichen Maß wie ihre Kreditschulden beim Banco del Santo Spirito, denn die Touristensaison hatte nicht das erhoffte Ergebnis erbracht, und im Herbst und Winter war noch weniger zu erwarten.

    Julio, seufzte sie einmal in seinen Armen, "kennst du den Film Ein Amerikaner in Paris?"

    Ja, natürlich. Von Vincente Minelli, wenn ich mich nicht irre.

    Richtig! Darin spielt doch Gene Kelly einen armen Künstler, der auf dem Montmartre unter freiem Himmel malt. Eines Tages tritt eine reiche Frau an seine Staffelei, unterhält sich mit ihm, kauft ihm ein paar Bilder ab und will später für ihn eine Ausstellung organisieren.

    Und?

    "Ich hoffe auf meinen Millionär."

    Soweit ich mich erinnere, sagte Julio, erwartete sie, dass er mit ihr ins Bett ging. Würdest du das auch tun, wenn dein Millionär auftaucht?

    Wenn er nicht zu alt und hässlich ist, warum nicht?

    Ich erwürge dich, schrie Julio und legte ihr die Hände um den Hals, führte seine Absicht jedoch nicht aus, sondern küsste sie so heftig, dass ihr fast die Lippen bluteten.

    Ich würde ihn nur wegen seines Geldes lieben, erklärte sie, als er von ihr abließ, und dich um deiner selbst willen.

    So nebenbei!

    Du könntest immer kommen, wenn er weg ist.

    Versprochen?

    Versprochen!

    Ich erwürge dich, wiederholte er, und da beider Blut in Wallung war, endete der Streit in einer wilden Kopulation, nach der sie von Seligkeit, Stolz und ein wenig Scham erfüllt nebeneinander lagen, lange gegen die Decke starrten und ihren Gedanken nachhingen.

    Julio hatte in seinem Halbschlaf einen jener Träume, an deren Inhalt man sich nicht entsinnt, deren Stimmung aber länger anhält und die nebelhafte Gestalt einer Vorahnung annimmt. In ihm zitterte mit dem Rest von Wollust in den matten Gliedern ein Glücksgefühl, das wie Aurora über rosigen Wolken daherschwebte und schließlich Gewissheit wurde.

    "Ich werde dein Millionär sein", flüsterte er.

    Wie willst du das machen?

    Ich weiß nicht, es wird einfach geschehen.

    Du spielst doch nicht im Lotto! erinnerte sie ihn.

    Das hat auch keinen Zweck.

    Warum nicht? fragte sie, stützte ihren Kopf in die Hand und sah ihn neugierig an.

    Weil das Glück nicht kommt, wenn man es erzwingen will.

    Hm, machte sie und lehnte sich wieder ins Kissen zurück, kennst du den Witz vom alten Mütterchen?

    Nein.

    "Also ein altes Mütterchen kommt ein ganzes Jahr lang jeden Montag in die Lotto-Anahmestelle und studiert die Gewinnliste. Schließlich fällt das dem Besitzer auf, und er fragt sie: 'Liebe Frau, sagen Sie, was machen Sie da eigentlich?'

    'Ich will wissen, ob ich gewonnen habe.'

    'Aber Sie haben doch noch nie ein Los gekauft!'

    Und sie antwortet: 'Bei Gott ist nichts unmöglich.'"

    Du meinst, ich bin das alte Mütterchen? sagte er nach einer Weile versonnen.

    Sie kicherte. Und du?

    Könnte schon sein, murmelte er,schloss die Augen und flog wieder auf rosafarbenen Wolken, könnte sein.... Seine Hand suchte ihren Lieblingsaufenthalt auf ihrer Brust, und er schlummerte wieder ein, während Cleo zärtlich erstaunt seine entspannten Gesichtszüge betrachtete und dachte: Er ist ein Kind, er glaubt noch an Träume.

    Die Frühlingsluft, das monotone Rauschen des Verkehrs und das Spatzengeschilp wirkten wie Schlafmittel auf Julio, er döste ein und in ihm purzelten die Erinnerungen wie in einem sich drehenden Kaleidoskop umeinander. Sein Vater alt und krank, in eine Decke gehüllt, auf dem Balkon des abgenutzten Mietshauses, in dem seine Familie wohnte, seit er denken konnte, der Prüfer im Doktorexamen, der ihn durch seine dicke Brille beobachtet wie ein hässliches Insekt, seine Schwester in ihrem weißen Medizinermantel, die den Vater sorgenvoll untersucht, seine grauhaarige Mutter, die schwer atmend die Treppe hinaufsteigt, beladen mit Einkaufstaschen, und Cleo, die ihn lachend und weinend umarmt, als er ihr mitteilt, dass er eine Lektorenstelle bei Paris bekommen hat. Und wieder Cleo zwischen ihren Bildern im Atelier, Cleo nackt auf dem Sofa, wo sie sich zum ersten Mal geliebt hatten, Cleo, Cleo, Cleopatra....

    Julio hatte nicht bemerkt, dass sich inzwischen ein älterer Mann im Trenchcoat, der einen Aktenkoffer mit sich trug, auf die Nachbarbank gesetzt hatte, nachdem er einen scharfen Blick auf die Cäsarbüste und Julio, seinen Anzug und seinen Diplomatenkoffer geworfen hatte. Er nickte wie zur Bestätigung für sich selbst, setzte das Köfferchen, das dem von Julio glich wie ein Ei dem anderen neben das seines Banknachbarn und flüsterte, halb zu Julios linkem Ohr hinübergeneigt: Cäsar. Julio klappte im Halbschlaf die Lider einmal auf, einmal zu, stammelte hingerissen: Cleopatra und dämmerte weiter vor sich hin.

    Der Mann im Trenchcoat stand auf, bückte sich, ergriff den Diplomatenkoffer und schritt davon, ohne sich nach Julio umzusehen. Der hatte aus dem Augenwinkel mitbekommen, was geschehen war, sah den Mann im Trenchcoat mit seinem Besitz davongehen und wollte gerade rufen: Hören Sie mal, was soll....., da fiel sein Blick auf den neben ihm stehenden Koffer. Er biss sich auf die Zunge, beinahe hätte er ärgerliches Aufsehen erregt. Dann schüttelte er den Kopf, besann sich, wo er war, schaute auf die Armbanduhr, stellte fest, dass er eine Viertelstunde im Verzug war, ergriff sein Köfferchen und lief zu seinem Wagen hinüber, den er an der Ecke der Rue Soufflot geparkt hatte. Er startete und reihte sich in den Verkehr ein. 

    Kapitel 2

    Julio hatte zwei Routen erkundet, auf denen er je nach Tageszeit und Verkehrslage, ohne Stunden im Stau zu verbringen, zu seinem Arbeitsplatz hinter Versailles gelangen konnte. Die eine führte an den Seine-Quais entlang zum Autobahnzubringer in Boulogne-Billancourt, die andere über einen wenig befahrenen Schleichweg parallel zum Boul’ Mich’ nach Süden und hinter Malakoff auf der Route Nationale Nr. 12 Richtung Petit-Clamart. Gegen elf Uhr war die erste günstiger. Hatte er den Tunnel von St. Cloud erreicht, dann war er in einer halben Stunde am Ziel. Auf der Autobahn ging es zwanzig Kilometer nach Westen, dann verließ er sie und fuhr auf einer Landstraße durch ein Hügelland nach Gersaint, einem Dörfchen an einer Sackgasse, die auf das Tor eines umfangreichen Schlossgeländes zuführte.

    Vor dem Eingang parkte er, ging zu dem winzigen Postamt, das in der ehemaligen Pförtnerwohnung untergebracht war, und hob bei Monsieur Monfils 600 Euro von seinem Postsparkonto ab. Weil er etwas spät dran war, ließ er sich nicht auf den gewöhnlichen Schwatz mit dem Beamten ein, stieg wieder ins Auto, fuhr hinter dem Tor die Allee zum Renaissance-Schlösschen hinüber, in dem Verwaltung und Mensa der Hochschule untergebracht waren, und von dort nach rechts an den Studentenwohnheimen vorbei zu den Hörsälen. Das einstöckige Gebäude war durch lange Gänge mit Laboratorien und Gewächshäusern verbunden. Dahinter breiteten sich Versuchsfelder bis an den Rand des etwa zwei Kilometer breiten Talkessels aus, dessen Mitte der Wald des Schlossparks einnahm.

    Julio begrüßte auf der Freitreppe zwei Studenten seines Kurses, den Libanesen Mohammed Bonnard und den Bretonen Pierre Rude, die auf ihn gewartet hatten, weil sie ihm besonders zugetan waren. Gemeinsam gingen sie zum Hörsaal, in dem zwanzig weitere Kursmitglieder in die höheren Geheimnisse der italienischen Sprache eingeweiht werden wollten. Bonnard schloss die Tür hinter Julio und setzte sich in die erste Reihe zu seinen Füßen. Julio erstieg das Podium, begrüßte seine Hörer im neuen Quartal und verkündete ihnen, dass er die Lehrbücher Italienisch für Fortgeschrittene bei sich habe und nun verteilen würde. Die Studenten, junge Leute, deren gesunde Gesichtsfarbe verriet, dass sie sich viel an frischer Luft bewegten, schauten erwartungsvoll zu ihm auf.

    Julio hob den Aktenkoffer auf den langen Tisch neben dem Lesepult, schob mit beiden Daumen die Riegel beiseite und klappte den Deckel zurück. Mohammed, der zu ihm aufsah, hatte den Eindruck, Julio stünde plötzlich kurz vorm Schlaganfall. Sein Sprachlehrer hielt mit ausgestreckten Armen den Kofferdeckel fest und starrte mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund auf den Inhalt hinunter. Erschreckt schlug er den Deckel zu.

    Der Libanese rief besorgt: Signor Martini, was ist los? Ist Ihnen nicht wohl?

    Julio schüttelte den Kopf, aber nicht als Antwort auf die Frage, die er gar nicht vernommen hatte. Was er gesehen hatte, war das Unglaublichste, Unvorstellbarste, Verrückteste, Hirnverbrannteste, es war......es war mehr, als er vertragen konnte. Zum Glück stand ein Stuhl hinter ihm, auf den er sich fallen lassen konnte, als seine Knie nachgaben.

    Ich habe die Bücher vergessen, stammelte er nach kurzer Verschnaufpause, und seine Gesichtsfarbe wechselte zwischen rot und weiß, ich habe die falsche Tasche mitgenommen.

    Aber das ist doch nicht so schlimm, beruhigte ihn Rude, das kann doch jedem mal passieren. Wir fürchteten schon, Sie würden tot umfallen.

    Nein, nein, es ist... stotterte Julio weiter, es ist wirklich....also sehr peinlich ist mir das. Und in seinem Innern flammte das Fanal: Ich bin Millionär wie mit einem Riesenfeuerwerk in einen pechschwarzen Nachthimmel geschrieben.

    Er legte beide Hände auf den Schatz vor sich, der in braunes Leder mit Messingbeschlägen verpackt und so vor den Blicken der verdutzten Schüler verborgen war, und wusste nicht, was er nun tun sollte. Und vor seinem inneren Auge sah er wieder die Reihen gebündelter Banknoten vor sich, die den Diplomatenkoffer bis zum Rand anfüllten. Und die Zahlen darauf, die vielen Nullen hinter der eins.

    Ja, was machen wir nun? fragte er, versuchte auf den weichen Beinen zu stehen, merkte, dass es ihm gelang, und beugte sich vor, um die Schnappschlösser zu schließen. Jetzt ist es passiert, dachte er, ich hatte es geahnt, und er versuchte, des Schwindels Herr zu werden, der ihn schwanken ließ.

    Es tut mir echt leid....wir hätten sonst...., fuhr er kläglich fort, stellte den Koffer hinter das Pult und fühlte sich bereits in der Lage, seinen Opfern etwas vorzuspielen. Dabei spekulierte er auf die angeborene Arbeitsunlust junger Leute bei schönem Frühlingswetter.

    Wir könnten ein paar Übungen machen, den Konjunktiv wiederholen oder die unregelmäßigen Verben, regte er an. Das wirkte Wunder.

    Lassen wir doch die Sitzung einfach ausfallen, schlug Barrault vor. Auf ihn hatte Julio gerechnet, er war der Faulste von allen, seine Noten bewegten sich hart am Rand von mangelhaft.

    Bonnard, Rude und die vier weiblichen Hörer protestierten, aber Barraults Suggestion fiel auf fruchtbaren Boden.

    Stimmen wir ab, rief ein Rothaariger in der letzten Reihe, von dem Julio glaubte, dass er an dem Kurs, der übrigens freiwillig war, nur teilnahm, weil in ihm sämtliche Mädchen versammelt waren, die an der Landwirtschaftlichen Hochschule studierten.

    Einverstanden, sagte Julio. Er zählte die für den Abbruch der Veranstaltung ausgestreckten Arme ab und stellte erleichtert fest, es war die Mehrheit.

    Auf Freitag also, rief er in den geräuschvollen Aufbruch hinein, dann habe ich aber die Bücher wirklich mit. Das passiert mir nicht ein zweites Mal.

    Nachsichtiges Gelächter kommentierte seinen Ausruf. Dabei überfiel ihn der Gedanke, dass er vielleicht geschwindelt hatte. Er würde natürlich auf der Stelle den Dienst quittieren und zu Cleo zurückkehren.

    Es zog ihn in sein Zimmer im Studentenwohnheim, wo er sich sammeln und seinen Schatz inspizieren könnte, aber Rude, Bonnard und eines der Mädchen traten herzu, um ihn zu begleiten. Rude nahm Julio sogar mit schnellem Griff den Diplomatenkoffer ab, um ihn zu tragen. Julio hätte sich beinahe mit ihm darum gestritten, aber er ließ es bleiben, um keine Aufmerksamkeit auf das Objekt zu lenken.

    Ist der aber schwer, juxte der Bretone, sind da Goldbarren drin?

    Julio begnügte sich mit einem schwachen Grinsen und trottete einsilbig und im inneren Aufruhr zwischen den Studenten daher.

    Non possiamo fare un piccolo esercizio di conversazione, soltanto noi tre con Voi? (Können wir nicht eine kleine Konversationsübung machen, nur wir drei mit Ihnen) fragte ihn das Mädchen, qui al sole (hier in der Sonne). Und sie wies auf eine Bank zwischen den Blumenrabatten vor dem Hörsaalgebäude.

    Julio hätte sie schlagen mögen, aber er konnte sich kaum seiner Verpflichtung entziehen, schließlich wurde er für sechs Stunden Unterricht in der Woche bezahlt. Sie setzten sich also, Julio erklärte ihr, dass die Form Voi seit einigen Jahrzehnten nicht mehr benutzt würde, weil sie im Faschismus gebräuchlich gewesen sei. Man habe sie durch die Form Lei mit der dritten Person Singular ersetzt. Das habe er Ihnen doch schon mehrmals erklärt.

    Da muss ich gefehlt haben, erklärte sie, Voi wäre wirklich bequemer für uns.

    Das glaube ich gern, sagte er, aber wir Italiener wollen schließlich auch etwas Eigenes haben und sah mißtrauisch zu Rude hinüber, der sein Köfferchen auf die Knie gelegt hatte und mit den Fingern an den Schlössern herumspielte.

    Warum soll denn die zweite Person Plural faschistisch sein? fragte sich Rude, ließ ein Schloss aufschnappen und drückte es wieder zu, um es gleich wieder hochschnellen zu lassen. Dunque noi altri francesi siamo dei fascisti? (Dann sind wir Franzosen also Faschisten)?

    Julio erklärte geduldig, wie sich Sprachgewohnheiten entwickelten. La lingua è la fisionomia intellettuale ma anche emozionale di un popolo, (die Sprache ist die intellektuelle, aber auch emotionale Physiognomie eines Volkes) seiner Vorurteile, seiner Ideologien, seiner idées fixes. Nimm zum Beispiel das Wort Neger. Bis Menschenrechtler in Amerika in den sechziger Jahren behaupteten, das Wort sei rassistisch, wurde es überall wertneutral benutzt, genau wie das Wort Weißer. Neger wurde plötzlich als Schimpfwort angesehen, man musste aus den Europäern unerfindlichen Gründen Schwarzer sagen, obwohl Neger, vom lateinischen niger abgeleitet, die gleiche Bedeutung hat.

    Ich glaube, man wittert hinter jedem alten Sprachgebrauch irgendeine schlechte Gesinnung, meinte Danielle, und dann will man mit neuen Wörtern die Leute in die Falle locken: wer nicht Schwarzer sagt oder besser noch Farbiger, den hat man als Rassisten entlarvt, hurra!

    So einfach ist das, meinte auch Rude, und ließ das Schnappschloss wieder aufspringen. dasselbe Spiel betreibt man mit dem Wort Kapitalist, das eigentlich nichts weiter bedeutet als ein Mensch, der Geld besitzt. Solange er Geld in der Tasche hat, ist jeder Mensch Kapitalist. Aber seit Marx entdeckte, dass Kapital böse ist, sind alle moralisch minderwertig, die auch nur einen Pfennig ihr eigen nennen.

    Julio stimmte ihm begeistert zu, aber als plötzlich beide Schlösser aufsprangen und Rude den Kofferdeckel leise mit den Daumenspitzen anhob, riss er ihm sein Spielzeug vom Knie: Du machst einen ganz nervös. Jetzt ist aber Schluss damit!

    Diese Aktion war so ruckartig geschehen, dass ein Banknotenpäckchen hochsprang und zwischen den Deckel und den Kofferrand geriet. Julio merkte es nicht und versuchte vergeblich, den Deckel zu schließen. Der Bretone zog es blitzschnell hervor, hielt es lachend in die Höhe und rief: Kapitalistenschwein! Julio schlug verzweifelt den Deckel zu und drückte die Verschlüsse ein.

    Das nenne ich wirklich schizophren, tadelte das Mädchen, das Danielle Bertrand hieß, den Bretonen, der Julio reumütig das Päckchen zurückgab, erst erklärst du das Wort Kapitalist für wertneutral, und dann ist Herr Martini auf einmal ein Kapitalistenschwein.

    Hai ragione (du hast recht), gab Rude zu, während Julio das Päckchen mit zitternder Hand in seine Rocktasche steckte, la parola era soltanto dettato dall'invidia (das Wort war nur vom Neid diktiert). Aber sag mal, Julio, was machst du mit all dem Zaster, da ist doch noch mehr drin?

    Not macht erfinderisch. Ich muss heute Abend ein Appartment anzahlen. 90.000 NF. Der Besitzer will es in bar haben, log Julio kurz und knapp. Lange Erklärungen wirken nicht überzeugend.

    Na, das ist doch wieder mal so ein Steuerbetrüger, vermutete Bonnard, und deswegen musst du das ganze Geld mitschleppen und riskierst, dass dir jemand in einer dunklen Ecke eins über den Schädel gibt.

    So ist das Leben! murmelte der Sprachlehrer, der von seinem Abenteuer so mitgenommen war, dass ihm alle Gliedmaßen schmerzten, sagte mal, wärt ihr mir sehr böse, wenn wir uns jetzt trennten. Ich bin todmüde, hatte eine schlaflose Nacht.

    „Durchgemacht, eh?" meinte Rude.

    Nein, ich machte mir Sorgen wegen des Bankkredits, den ich aufnehmen musste. Weiß noch nicht, wie ich ihn zurückzahlen soll. Aber ich brauche eine Wohnung.

    Aber du hast doch hier ein kostenloses Zimmer, erinnerte ihn Rude.

    Muss man euch denn alles auf die Nase binden, ich habe eine Verlobte, wir wollen zusammenziehen.

    Das Mädchen machte ein Gesicht, als wäre ihr das gar nicht recht. Die Jungen stießen sich in die Rippen und kicherten.

    Toujours la sessualité, zitierte Bonnard aus Zazie dans le métro.

    Sie gingen zusammen zum Wohnheim II hinüber, einem ungemütlichen dreistöckigen Betonbau. Vor seiner Tür verabschiedeten sie sich voneinander

    Wir sehen uns vielleicht nach dem Abendessen zum Billard, sagte Julio und klopfte Rude freundschaftlich auf die Schulter, um wieder einen Eindruck von Normalität entstehen zu lassen. Im Grunde aber hatte er das Gefühl, dass sie ihn alle bohrend betrachteten, als wüssten sie um sein Geheimnis. Als er in der Tür einen Blick hinter ihnen herwarf, sah er, wie sie die Köpfe zusammensteckten, während sie zur Cafeteria hinüberschlenderten. Danielle lachte auf, und der Libanese drehte sich ruckartig um, als wollte er sich vergewissern, ob Julio etwas von ihren Reden mitbekommen hatte. Der spielte den Gleichgültigen, wandte sich um, schloss die Tür auf und betrat sein Zimmer.

    Viel Einrichtung war zwischen den weißgestrichenen Betonwänden nicht anzutreffen. Es gab nur drei bewegliche Möbel, einen Stuhl, einen Tisch und ein Metallbett, dazu ein Waschbecken mit Spiegel, einen großen Wandschrank und ein in die Wand eingelassenes Bücherregal. Eine Gefängniszelle hatte mehr Komfort. Vor dem Fenster hing ein zweiteiliger Vorhang aus gelbem Plastikmaterial. An den Wänden hatte er mit Klebestreifen ein paar Plakate mit italienischen Motiven befestigt, damit der Raum nicht allzu kahl und ungemütlich aussah. Nachdem er die Tür mit vor Aufregung zitternder Hand von innen abgeschlossen hatte, vergewisserte er sich, dass niemand durch einen Spalt im Vorhang sehen konnte, denn sein Zimmer lag im Erdgeschoss, warf das Köfferchen aufs quietschende Bett, und setzte sich daneben.

    Beinahe versagten ihm die Arme den Dienst, so bebten sie, als die Verschlüsse aufsprangen, als er den Deckel lüftete und endlich seinen Schatz in Ruhe betrachten konnte. Wie in Trance verloren, nahm er ein Päckchen nach dem anderen heraus, wobei er sich ständig verrechnete, weil ihm tausend Gedanken durch den Kopf schossen. Nach mühsamen Kampf mit dem Einmaleins kam er auf die Summe von drei Millionen Euro. Er packte den Haufen und drückte ihn gegen seine Brust.

    Er musste es Cleo sagen, sofort, sie musste wissen, dass alles Elend mit der Bank des Heiligen Geistes vorbei war, dass ein neues Leben ohne Sorgen für sie begann, nur der Kunst und der Liebe gewidmet. Aber wo sollte er telefonieren? Ein Mobiltelefon besaß er nicht, bisher hatte es seine Finanzlage nicht zugelassen. Der Apparat vor der Cafeteria hing unter einer Plexiglashaube an der Korridorwand, jeder konnte mitbekommen, was er sagte. In der Post war es das gleiche. Er hatte den Verdacht, dass Monfils aus Langeweile alle Gespräche mithörte. Er lächelte immer so verständnisvoll, wenn Julio nach dem Telefonat mit Cleo seine Rechnung beglich.

    Der Mann im Trenchcoat hatte sich geirrt. Er hatte das Geld dem Falschen übergeben und zwar für eine Ware, die er in Julios Diplomatenkoffer vermutete. Julio hatte genügend Zeitung gelesen, um zu wissen, worum es sich handelte. Rauschgift! Die kleinen Plastikpäckchen mit Heroin oder Kokain, die der Experte mit seinem Taschenmesser ansticht, um eine Probe auf die feuchte Finger- und Zungenspitze zu nehmen, was der Mann im Trenchcoat aber versäumt hatte.

    Aber wie konnte es zu dieser Verwechslung kommen? Er hatte eine verworrene Vorstellung, wie es geschehen sein konnte. Er war wohl eine Zeitlang eingenickt. Jetzt erinnerte er sich, er hatte von Cleo geträumt, wie sie sich auf dem Sofa dehnte, ihre bunten Ketten am Hals und die mit Reifen geschmückten Arme nach hinten über die Lehne ausgestreckt. Er hatte gedacht: Wenn ich sie doch so malen könnte, wie Delacroix Cleopatra, die Königin von Ägypten gemalt hätte, halbnackt in den Armen von Cäsar in seiner römischen Rüstung. Cäsar? Hatte nicht jemand Cäsar geflüstert? Ja, das war es, und er hatte in seinem Dämmerzustand Cleopatra geantwortet. Das Passwort für den Austausch.

    Cleopatra hatte das Glück gebracht. Ah, wenn sie jetzt hier wäre und er könnte die Geldscheine über ihren nackten Leib regnen lassen, wie es einer Königin gebührt!

    Aber plötzlich machte sein Herz einen Sprung. Statt Heroinsäckchen abzuwiegen, blätterten nun Hände, die geübt waren, mit scharfen Dolchen Hoden ab- und Herzen herauszuschneiden, in zwanzig Bänden Italienisch für Fortgeschrittene auf der Suche nach dem Namen ihres Besitzers.

    Kalter Schweiß trat auf seine Stirn, er wischte ihn mit der Hand fort und begann fieberhaft nachzudenken. War noch irgendetwas in und an seinem Diplomatenkoffer, was einen Hinweis auf ihn geben konnte? Wenn er sich bloß erinnern könnte? Steckte etwa sein Taschenkalender darin? Er betastete sein Jackett, und ein Stein fiel ihm vom Herzen, das Büchlein war in der linken Brusttasche, seine Brieftasche in der rechten. Sonst gab es nichts Auffälliges, weder hatte er seinen Namen in die Aktenmappe geschrieben, noch war ein Firmenlogo des Verkäufers darin eingeklebt.

    Blieben nur die Bücher, und die waren Hinweis genug. Er sprang auf und lief im Zimmer

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