Mord nach dem letzten Akkord: Kriminalroman
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Gerhard Appelshäuser
Gerhard Appelshäuser, dessen Lebensmittelpunkt in Wien liegt, wurde durch diese facettenreiche Stadt zum Schreiben inspiriert. Viele Reisen, erworbene Erfahrungen und seine Neugier sind die Stützen seiner Fantasie. Mit Kurzgeschichten begann sein schriftstellerischer Weg. Inzwischen verfasst er auch Romane und Erzählungen. Bislang wurden sieben Kriminalromane und ein Roman aus seiner Feder veröffentlicht: • Der Tote auf Bahn 4 • Der Maler der zwei Mal starb • Auch der Tod arbeitet im Weinberg • Tod in der Puszta“, • Das versperrte Paradies • Als der Renoir aus dem Rahmen fiel • Mord beim letzten Akkord • Das Geheimnis der Mozartova Nr. 4
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Buchvorschau
Mord nach dem letzten Akkord - Gerhard Appelshäuser
Das Konzert
Der milde Abend war für Anfang April ungewöhnlich. Es war kurz nach 22:00 Uhr. Das Konzert im Josefihof in Krems hatte gerade geendet. Die beiden Freundinnen Elvira Stranzl und Karin Gschwendtner hatten nachdenklich den Konzertsaal verlassen und standen etwas unschlüssig auf dem Parkplatz vor dem im Renaissancestil erbauten Josefihof.
»Hast du gewusst, was uns da heute Abend erwartet?«, fragte Elvira ihre Freundin.
»Nein, meine Bekannte hat mir die Karten in die Hand gedrückt mit der Bemerkung, auch wenn Sie die Musik nicht mögen, der Saal ist unbeschreiblich schön. Genießen Sie ihn.«
»Stimmt, das Ambiente war schon beeindruckend. Erwartet man eigentlich nicht hinter der schmucklosen Fassade des Hauses. Aber am Schluss die Kaiserhymne.«
Mitten in dem Satz ließ ein ohrenbetäubender Knall beide Frauen erschrocken herumfahren. Keine fünfzig Meter hinter ihnen, in einer Autoreihe, war gerade ein Auto explodiert. Die Druckwelle erfasste Elvira Stranzl. Ihr kleiner Hut wurde ihr vom Kopf gerissen und verschwand in der Dunkelheit. Sie selbst wurde nach vorne gedrückt und hätte sie Karin nicht instinktiv am Arm gepackt, wäre sie wahrscheinlich auf den Schotter des Bodens gestürzt.
Einige Sekunden lang war es totenstill. Nur die prasselnden Flammen des explodierten Wagens waren zu hören. Der Platz dort war fast taghell erleuchtet. Dann setzte Geschrei ein. Männer rannten zu dem Wrack. Einige hielten Feuerlöcher in den Händen und versuchten den Brand zu löschen. Der Schaum fuhr zischend in das Inferno, Rauch stieg auf. Aus der Ferne hörte man die Sirenen der sich rasch nähernden Feuerwehr. Die beiden Frauen starrten sprachlos auf den Ort der Tragödie. Beiden kam es lange vor, bis sich bei Elvira Stranzl die Schockstarre löste. Sie fischte ihr Handy aus ihrer Handtasche, drückte den Button, unter dem die Telefonnummer ihres Mannes gespeichert war. Gleich drauf hörte Karin Gschwendtner ihre Freundin monoton sagen: »Toni komm sofort hierher. Auf dem Parkplatz vor dem Josefihof ist gerade ein Wagen in die Luft geflogen.«
Fast zeitgleich mit der Feuerwehr fuhr auch ein Streifenwagen der Polizei auf den Parkplatz. Während die beiden Polizisten den Explosionsort abzusperren versuchten, hatten die Feuerwehrleute den Brand gelöscht und den Ort mit ihren starken Scheinwerfern ausgeleuchtet. Dann summte das Handy von Karin Gschwendtner. Ihr Mann Fritz meldete sich: »Wo seid ihr? Ist alles in Ordnung? Seid ihr verletzt?«
Karin beruhigte: »Nein, nein,uns beiden geht es gut. Wir waren weiter weg. Nur Elviras Hut finden wir nicht mehr.«
»Wie? Was hat Elviras Hut mit der Explosion zu tun?«
»Naja, die Druckwelle hat ihn ihr vom Kopf gerissen und jetzt finden wir ihn nicht mehr.«
»Hört auf danach zu suchen. Schaut zu, dass ihr zum Eingang des Parkplatzes kommt. Ich hole euch dort ab. Toni ist schon auf dem Weg zum Tatort.«
Oberstleutnant Stranzl vom BKA in Wien hatte nach dem Gespräch mit seiner Frau drei kurze Telefonate geführt. Zuerst rief er seine Freund Major Gschwendtner vom LKA in St. Pölten an, der in Krems wohnte, und bat ihn, die beiden Frauen abzuholen. Dann rief er in der Einsatzzentrale des LKA Niederösterreich an. Dort war man gerade erst informiert worden und wusste nur, ein Auto sei explodiert. Als Letztes telefonierte er mit seiner Dienststelle in Wien und erklärte dem Journaldienst, er würde sich um die Sache kümmern. Von St. Pölten, seinem Wohnort, nach Krems war es näher als von Wien aus.
Als die beiden Freundinnen am Parkplatzeingang ankamen, wies der dort postierte Polizist die beiden Frauen an, die Zufahrt zu räumen und zu warten, bis man sie einvernommen habe. »Wir haben nichts mitbekommen, bis es gekracht hat«, sagte Karin. »Wenn nötig, kommen wir morgen aufs Revier für eine Aussage.«
»Nix da. Ihr bleibt hier und fügt euch unseren Anordnungen!«
Ein anderer Polizist kam hinzu und unterbrach die Diskussion. »Was gibt’s Kollege?«
»Die beiden wollen den Tatort verlassen.«
»Lass sie gehen. Das ist die Gattin vom Major Gschwendtner. Die kenne ich. Die können wir auch noch morgen vernehmen.«
Und an Karin Gschwendtner gewandt: »Verzeihung, Frau Major, Sie können natürlich passieren.«
»Das ist nett von Ihnen. Aber wir sollen hier auf meinen Mann warten. Der wird sowieso gleich da sein.«
Der Freundliche salutierte und sagte: »In Ordnung«, und ging wieder zum Explosionsort.
Fünf Minuten später bog der Opel der Gschwendtners um die Ecke. Fritz stieg aus und sagte: »Fahrt ihr allein nach Hause, ich muss zum Tatort und komme dann später nach.« Und schon eilte er davon und die beiden Frauen stiegen ein.
Unterwegs sagte Karin:« Willst du nicht über Nacht bei uns bleiben? Toni wird bestimmt die halbe Nacht hier zu tun haben.«
Im Haus der Gschwendtners machten es sich die beiden Freundinnen bequem und genehmigten sich einen Marillenlikör auf den Schreck. »Also, das war schon ein verrückter Abend«, begann Elvira, »sind wir da etwa in eine Gesellschaft von Monarchisten geraten?«
»Sieht fast so aus. Ich war ja noch nie im Josefihof. Hab nur gehört, der Saal soll sehr schön sein, ein Gewölbe mit vielen Fresken an den Wänden. Und die vielen Kerzen haben ein fantastisches Licht abgegeben, besser, als du das je mit elektrischen Lampen erzeugen kannst«, antwortete Karin.
»Stimmt und die Akustik war auch nicht schlecht.«
»Meine Bekannte, die mir die Karten überließ, geht da regelmäßig zu den Hauskonzerten. Aber von Monarchisten hat sie mir nichts erzählt. Als überzeugte Rote hat sie mit dem alten Kaiserhaus sicher nichts am Hut.«
Beide tranken ihre Gläser leer und starrten eine Weile vor sich hin. Dann nahm Karin das Gespräch wieder auf: »Mir ist das Publikum schon etwas komisch vorgekommen. Lauter alte Leute, aber stinkvornehm. Irgendwie hatte ich das Gefühl, die kannten sich alle untereinander.«
»Stimmt«, erwiderte Elvira, »ich bin mir in der Runde unpassend und nicht dazugehörig vorgekommen. Und als dann bei der Ankündigung der Zugabe der Hausherr bat, alle mögen sich erheben, war ich auch nicht überrascht, dass dann alle voller Inbrunst die Kaiserhymne sangen.«
»Mir hat es dabei fast die Schuhe ausgezogen. Ich dachte mir, ich bin in einer Verschwörerbande gelandet. Ist die Hymne nicht verboten?«, empörte sich Karin.
»Ich glaub nicht. Irgendwo habe ich gelesen, in Bad Ischl singen sie die regelmäßig beim Geburtstag vom Franz Josef. Aber in Krems hätte ich das nicht vermutet.« Karin konnte sich gar nicht beruhigen: »Besonders krass fand ich es, als der Hausherr am Ende der Hymne ausrief: ›Lang lebe der Kaiser! Lang lebe Österreich!‹«
»Das find ich auch. Ist dir aufgefallen: erst der Kaiser, dann Österreich. Wo leben wir hier eigentlich?«
Dann unterhielten sich die beiden noch über das Konzert. Das italienische Sextett spielte Stücke des Barocks, die an die einzelnen Instrumente angepasst worden waren. Sie fanden es gewöhnungsbedürftig. Inzwischen war es ein Uhr morgens, die Likörflasche war leer und die beiden Freundinnen auf dem Sofa eingeschlafen. So wurden sie von Toni Stranzl und Fritz Gschwendtner vorgefunden, als die beiden im Hause Gschwendtner eintrafen. Toni wollte seinen Freund Fritz eigentlich nur nach Hause bringen, weil Fritz Gschwendtner ohne Auto unterwegs war. Aber als sie auf den Hof fuhren, entdeckten sie Elvira Stranzls kleinen Toyota und deshalb ging Stranzl noch mit ins Haus. Fritz deutete auf die leere Likörflasche und flüsterte: »Lass sie schlafen und fahr allein heim. Morgen nach dem Frühstück hast du deine Elvira wieder.«
Am nächsten Morgen gegen halb sieben Uhr wurde Karin munter. Ihr Kopf fühlte sich an wie ein summender und brummender Bienenstock. Ihre Freundin Elvira hatte sich auf der Couch zusammengerollt und schnarchte leise vor sich hin. Sie hörte die Dusche im Bad laufen und wusste, ihr Fritz ist schon munter. In der Küche warf sie die Kaffeemaschine an und bald verbreitete sich in der ganzen Wohnung ein angenehmer Kaffeegeruch. Davon wurde Elvira Stranzl wach. Karin hörte ein »Oh Gott, mein Schädel …« aus dem Wohnzimmer. Ein paar Minuten später schlurfte sie in die Küche, gähnte und stöhnte: »Du bist ja schon munter. Wie machst du das nur?«
»Sie verträgt halt mehr als du.« Das sagte Fritz Gschwendtner, der im Bademantel zu den Frauen getreten war. »Aber zunächst einmal einen guten Morgen die Damen.«
»Wann bist du heimgekommen?«, fragte Karin ihren Mann.
»So um zwei Uhr herum. Elvira, dein Mann wollte dich noch in der Nacht mit nach Hause nehmen, aber ich hab ihm gesagt, er soll dich schlafen lassen.«
Inzwischen hatte Karin jedem eine Tasse Kaffee eingeschenkt. Sie fragte ihren Mann: »Was ist da auf dem Parkplatz passiert?«
»Viel wissen wir noch nicht. Ein Auto ist explodiert. So wie es aussieht, nicht von selbst. Ja und dann gibt es einen Toten oder eine Tote. Im Wrack fand die Feuerwehr eine völlig verbrannte Leiche. Toni meint, so wie die verbrannt ist, kann sie nicht allein durch das Feuer verbrannt sein. Die Feuerlöscher der Passanten hatten das Feuer ziemlich reduziert und dann war die Feuerwehr schnell zur Stelle. Also alles in allem maximal zehn Minuten nach dem Knall. Da verkohlt ein menschlicher Körper nicht so schnell.«
Während er das sagte, musste sich Elvira übergeben. Sie stellte sich die Szene zu bildhaft vor.
»Weiß man schon, wer es war?«, wollte Karin wissen.
»Meinst du die Leiche?«
»Ja.«
»Nein. Wir haben ein Stück des Nummernschilds des Autos gefunden. Sie ist zwanzig Meter weit geflogen und steckte im Fetzendach eines Cabrios. Außerdem muss
