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So leuchten die Berge nur hier: 2 Heimatromane
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eBook226 Seiten2 Stunden

So leuchten die Berge nur hier: 2 Heimatromane

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Über dieses E-Book

Dieser Band enthält folgende Romane:



Heimat, ich gehör zu dir! (Anna Martach)

Wir lassen unsere Kirche nicht im Stich (Anna Martach)





Schwere Sorgen lasten auf den Schultern der Berbacher Frauen. Der Vater hat nach seinem Tod einen völlig überschuldeten Hof zurück gelassen und es steht zu fürchten, dass die Frauen ihr Zuhause verlassen müssen. Marieluise ist in ihrer Trauer um ihren Mann gefangen. Katharina glaubt, dass der Hof nur dann gehalten werden kann, wenn ihre Enkelin einen reichen Mann heiratet. Nur Renate ist voller Tatendrang und hofft mit einem neuen Kredit, den Hof retten zu können. Zielstrebig verändert sie den Hof, um ihn wirtschaftlich zu machen, und hat auch erste Erfolge, doch Katharina hat ihre Pläne noch nicht aufgegeben und stiftet dadurch viel Unheil.
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum3. Nov. 2023
ISBN9783745234695
So leuchten die Berge nur hier: 2 Heimatromane

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    Buchvorschau

    So leuchten die Berge nur hier - Anna Martach

    Anna Martach

    So leuchten die Berge nur hier: 2 Heimatromane

    UUID: 7bc73ac0-f56e-4b39-8e9b-195fc06cd992

    Dieses eBook wurde mit StreetLib Write (https://writeapp.io) erstellt.

    Inhaltsverzeichnis

    So leuchten die Berge nur hier: 2 Heimatromane

    Copyright

    Heimat, ich gehör zu dir! Bergwetter Heimatroman 14

    Prolog

    1

    2

    3

    4

    5

    6

    7

    8

    9

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    21

    22

    23

    24

    Wir lassen unsere Kirche nicht im Stich

    So leuchten die Berge nur hier: 2 Heimatromane

    Anna Martach

    Dieser Band enthält folgende Romane:

    Heimat, ich gehör zu dir! (Anna Martach)

    Wir lassen unsere Kirche nicht im Stich (Anna Martach)

    Schwere Sorgen lasten auf den Schultern der Berbacher Frauen. Der Vater hat nach seinem Tod einen völlig überschuldeten Hof zurück gelassen und es steht zu fürchten, dass die Frauen ihr Zuhause verlassen müssen. Marieluise ist in ihrer Trauer um ihren Mann gefangen. Katharina glaubt, dass der Hof nur dann gehalten werden kann, wenn ihre Enkelin einen reichen Mann heiratet. Nur Renate ist voller Tatendrang und hofft mit einem neuen Kredit, den Hof retten zu können. Zielstrebig verändert sie den Hof, um ihn wirtschaftlich zu machen, und hat auch erste Erfolge, doch Katharina hat ihre Pläne noch nicht aufgegeben und stiftet dadurch viel Unheil.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    COVER A.PANADERO

    © dieser Ausgabe 2023 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

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    Alles rund um Belletristik!

    Heimat, ich gehör zu dir! Bergwetter Heimatroman 14

    von Anna Martach

    Schwere Sorgen lasten auf den Schultern der Berbacher Frauen. Der Vater hat nach seinem Tod einen völlig überschuldeten Hof zurück gelassen und es steht zu fürchten, dass die Frauen ihr Zuhause verlassen müssen. Marieluise ist in ihrer Trauer um ihren Mann gefangen. Katharina glaubt, dass der Hof nur dann gehalten werden kann, wenn ihre Enkelin einen reichen Mann heiratet. Nur Renate ist voller Tatendrang und hofft mit einem neuen Kredit, den Hof retten zu können. Zielstrebig verändert sie den Hof, um ihn wirtschaftlich zu machen, und hat auch erste Erfolge, doch Katharina hat ihre Pläne noch nicht aufgegeben und stiftet dadurch viel Unheil.

    Prolog

    »Willst du mir nicht sagen, was dich so bedrückt?«, fragte Michael das Mädchen, das er so innig liebte.

    »Alles geht bei uns drunter und drüber«, klagt Renate seufzend. »Der Vater hat nur Schulden hinterlassen, und allein und ohne Geld kann ich den Hof kaum mehr aufwirtschaften. An der Mutter hab’ ich keine Hilfe, und die Großmutter gibt mir immer nur den einen Rat: >Such dir einen reichen Mann!< Was soll ich bloß tun?«

    Michael streichelte Renate zärtlich übers Haar »Mach dir keine Sorgen«, sagte er dann. »Es wird alles gut, ich verspreche es dir.« Aber daran konnte Renate nicht recht glauben. Wie sollte Michael, der ein einfacher Forstarbeiter ist, ihr den Hof erhalten und sie auch noch vor einer unausweichlichen Geldheirat bewahren?

    1

    »Kommt, wir gehen!«, forderte Katharina Aumeyer energisch Tochter und Enkelin auf.

    Gehorsam setzte sich Marieluise, Witwe des verstorbenen Alois Berbacher, in Bewegung, schritt fast mechanisch den mit rotem Kies bestreuten Weg zwischen den Grabreihen entlang. Hinter dem Schleier, der Marieluises Gesicht verbarg, konnte Katharina nichts erkennen, doch sie wusste, dass ihre Tochter sich das Herz aus dem Leib weinte.

    Ganz anders dagegen Renate, die Tochter von Marieluise. Sie hatte das starke, kämpferische Herz der Großmutter geerbt. Stumm, wie vor Trauer versteinert, hatte sie am Grab gestanden und dem mitleidigen Blick des Pfarrers nur trotzig entgegen gestarrt.

    »Kommst du endlich!«, rief Katharina etwas lauter, denn Renate stand noch immer vor dem Grab, wo die Totengräber bereits anfingen, die Erdklumpen in die Grube zu schaufeln.

    Katharina sah, wie Renate noch etwas in das Loch warf, sich dann aufrichtete, den Rücken sehr gerade, und mit festen Schritten auf sie zukam.

    »Es ist vorbei«, sagte das Madl leise. »Jetzt muss ich noch der Mutter helfen. Es ist sehr schwer für sie.«

    »Sie soll sich ein bissel zusammenreißen«, erwiderte die Großmutter. »Auch ich hab’ meinen Mann früh verloren. Und diesem Berbacher hab’ ich eh net über den Weg getraut.«

    »Du bist ungerecht«, warf Renate ihr vor. »Die Mutter hat den Vater sehr geliebt.«

    »Von Liebe allein kann man net leben«, sagte die Ältere hart. »Sie hat meinem Kind nix weiter eingebracht als viel Arbeit und noch mehr Kummer. Was hat sie jetzt an dem Hof? Soll sie ihn vielleicht allein bewirtschaften?«

    Die Stimme der alten Frau klang bitter. Renate fragte sich unwillkürlich, ob die Großmutter vielleicht nur neidisch auf das Glück der Tochter gewesen war. Denn zwischen dem Alois und der Marieluise hat es die ganz große Liebe gegeben, die durch den plötzlichen Tod zerstört worden war.

    »Ich werd’ meine Stellung aufgeben und den Hof mit der Mutter gemeinsam übernehmen. Und sicher kannst du auch noch manches machen. Würd’ dir das net gefallen?«, schmeichelte Renate.

    »So ein Schmarren!«, fuhr Katharina ihre Enkelin an. »Glaubst du am End’ gar, wir drei Frauen würden das schaffen? Nein, da muss ein Mann her! Am besten wär’s, du würdest heiraten.«

    »Niemals«, begehrte das Madl auf. »Ich hab’ net vor, mich einem Burschen an den Hals zu werfen, nur um versorgt zu sein. Das war vielleicht zu deiner Zeit so. Heut gibt’s das net mehr. Und ich wär’ die letzte, die so was tät’.«

    Ohne noch ein Wort zu erwidern, ging Katharina schneller, ohne darauf zu achten, ob Renate und Marieluise ihr folgten. Ihre ganze Körperhaltung drückte Wut und Abwehr aus. Renate bemerkte es, schüttelte mit einem traurigen Lächeln den Kopf und schritt hinter ihrer Großmutter her. Sie verstand die alte Frau, doch das Leben konnte nicht daraus bestehen, an einen Mann gefesselt zu sein, der sie zwar versorgte, aber sonst nichts. Nein! Niemals! Wir werden’s schon schaffen, dachte das Madl.

    2

    »Ich verlese nun das Testament des verstorbenen Alois Gustav Berbacher und stelle fest, dass alle Angehörigen des teuren Verblichenen anwesend sind«, begann Notar Schmidgruber aus der Stadt mit seiner leiernden Stimme. Er war ein kleiner, dürrer Mann mit einer auffällig großen Nase, die wie ein Adlerschnabel aus dem Gesicht ragte. Darauf saß eine dicke Hornbrille, hinter der die hellen, unruhigen Augen hin und her huschten. Schmidgruber knisterte mit den Blättern des Dokuments, räusperte sich kurz, warf nochmals einen Blick auf die drei Frauen, die ihn anstarrten, und las dann: »Meinen ganzen Besitz hinterlasse ich meiner Frau Marieluise, abzüglich aller auf dem Besitz lastenden Schulden. Meine Tochter Renate hat eine gute Ausbildung erhalten, und ich

    hoffe, dass sie ihr Leben ganz nach ihren Wünschen gestalten kann. Meine Schwiegermutter Katharina erhält Wohnrecht, solange meine Frau es erlaubt.

    Die Stute Franzi, an der Renate stets gehangen hat, soll sie zu ihrer Verfügung erhalten.

    Es tut mir leid, dass nicht so viel geblieben ist, wie es wünschenswert wäre, doch es war immer mein Bestreben, meiner Frau das Leben so leicht wie möglich zu machen. Sollte es ihr nicht möglich sein, das Erbe allein zu bewirtschaften, so wird es von Vorteil sein, wenn meine Tochter Renate den Hof übernimmt und versucht, das Beste daraus zu machen.«

    In diesem Augenblick schluchzte Renate hemmungslos auf. Schmidgruber faltete die Papiere zusammen und nahm aus seiner Aktentasche ein amtliches Dokument.

    »Meine Damen«, sagte er, »es ist schmerzlich für mich, Ihnen mitteilen zu müssen, dass auf dem Besitz, bestehend aus dem Hof, einhundertzwanzig Hektar Wald und zweihundert Hektar Ackerland beträchtliche Hypotheken lasten, die von der hiesigen Bank grundbuchamtlich eingetragen wurden. Barvermögen ist in nur geringem Maß vorhanden. Ich würde Ihnen empfehlen, alles zu verkaufen und von dem verbleibenden Erlös ein kleines Häuschen zu erwerben. Aber darüber sollten Sie in etwas ruhigerer Atmosphäre nachdenken. Das war dann für heute alles. Ich empfehle mich.«

    Er nahm seine Brille ab, verstaute die Papiere wieder in seiner Tasche und warf einen sehnsüchtigen Blick auf die große Anrichte, in der die Flaschen mit dem selbst aufgesetzten Obstler standen, wie er wusste.

    Fassungslos saßen Renate und Katharina auf ihren Plätzen, nur langsam sickerte bei ihnen die Erkenntnis durch, dass sie wahrscheinlich gerade ihr Heim verloren hatten.

    »Alles voller Schulden!«, stieß Katharina schließlich heraus. »Er hat alles verschleudert! Ich hab’s ja immer gesagt, der Kerl war ein Blender! Er hat meine arme Tochter unglücklich gemacht! Und jetzt stehen wir alle vor dem Nichts.«

    »Du redest von meinem Vater, Großmutter«, sagte Renate plötzlich scharf. »Ich wünsche nicht, dass du dich so benimmst. Du bist eine erwachsene Frau, kein kleines Mädchen. Wir werden es schaffen, alle gemeinsam. Herr Notar, wie hoch belaufen sich die Schulden, was alles ist verpfändet, worauf liegen die Hypotheken?«, fragte sie mit ruhiger Stimme.

    Schmidgruber schaute sie interessiert an.

    »Darf ich fragen, wozu Sie diese Angaben benötigen?«

    »Ich hab’ vor, den Besitz zu bewirtschaften. Ich werd’ meine Stellung aufgeben und den Hof wieder ertragsfähig machen. Also, was können Sie mir sagen?«

    »Du bist ja net gescheit!«, mischte sich Katharina ein. »Das ist keine Aufgabe für ein Madl wie dich! Da hätt’ selbst ein Mann schwer zu arbeiten. Und du, du hast ja keine Ahnung von alldem!«

    »Ich hab’ meinen Beruf, und der ist schwer genug. Da werd’ ich doch noch einen Hof aufbauen können«, widersprach Renate. »Du wirst schon sehen. Es sieht schlimmer aus, als es ist.«

    »Sie sind sehr mutig, mein Kind. Aber ich glaube, mit Mut allein werden Sie diese Aufgabe nicht schaffen. Ich lasse Ihnen eine Aufstellung da, aus der Sie ersehen können, dass es außer dem Waldbestand nicht viel gibt, was noch nicht verpfändet ist.«

    »Vielen Dank. Möchten Sie vielleicht etwas trinken? Wir haben einen guten Obstler da«, erkundigte sich das Madl endlich zur großen Befriedigung des Notars.

    Nachdem der Mann dann gegangen war, wandte sich Katharina wütend an ihre Enkelin.

    »Wie redest du eigentlich mit mir?«, fauchte sie das Madl an. »Du hast mit mir net in diesem Ton zu reden, schon gar net in Gegenwart anderer Leute! Tu das net noch einmal!«

    »Ach, Großmutter, sei net bös’! Ich hab’s doch net so gemeint. Aber du musst auch vernünftig bleiben. Der Vater hat jedoch alles nur aus Liebe für die Mutter getan«, erwiderte Renate ruhig.

    »Dafür steht deine Mutter jetzt vor dem Nichts. Und wir mit ihr.«

    »Ich glaub’ noch net dran. Schau, ich hab’ eine gute Ausbildung, ich bin Betriebswirtschaftlerin und kann eine ganze Firma führen. Da werd’ ich doch auch den Hof halten können«, meinte das Madl überlegen.

    »Und wo nimmst du das Geld her, um die Wirtschaft erst einmal in Ordnung bringen zu können? Und leben müssen wir auch von irgendwas! Wie stellst du dir das vor?«

    »Ich werd’ mit der Bank reden. Es müsst’ schon mit dem Teufel zugehen, wenn die net stillhalten würden. Schau, wenn sie den Hof zwangsversteigern, bekommen sie dafür net so viel, wie wenn wir nach und nach unsere Schulden zurückzahlen. Da machen sie das große Geschäft.«

    Katharina schaute ihre Enkelin zweifelnd an, die hoch aufgerichtet mit blitzenden Augen vor ihr stand. Das Madl strahlte Tatkraft und Zuversicht aus.

    »Ich werd’s auf jeden Fall versuchen«, schwor Renate und kümmerte sich um ihre Mutter, die scheinbar nichts von all den Vorgängen verstanden hatte. Zu tief war in ihr die Trauer, nichts konnte sie vorerst aus ihrem Schmerz herausreißen.

    3

    »Wie stellen Sie sich das vor?«, fragte der Bankdirektor fassungslos, als Renate ihm erklärt hatte, dass sie den Hof bewirtschaften und die Hypotheken zurückzahlen würde, wenn die Bank sich bereit erkläre, stillzuhalten und ihr noch zusätzlich eine Summe als Darlehen gebe.

    Renate wusste, dass sie ein gewagtes Spiel spielte. Nicht nur, dass die Bank sich ihrem Wunsch versagen konnte, nein, sie konnte auch auf einer sofortigen Zahlung bestehen, was eine Zwangsversteigerung unweigerlich zur Folge hätte.

    Doch sie hatte es sich in den Kopf gesetzt, den Hof zu halten und die Bank zu überzeugen. Also setzte sie sich mit dem Direktor in die abgeschirmte ruhige Ecke und unterbreitete ihre Pläne, die sie auch bereits kostenmäßig errechnet hatte. Es war ein vollständiges Konzept zur Reorganisierung des Betriebs. Bankdirektor Lutters ließ sich alles genau erläutern.

    »Wir haben einen großen Waldbestand, der nicht mit einer Hypothek belastet ist. Das heißt, ich könnte ihn auf der Stelle zu Geld machen«, begann Renate mit ihrer Erklärung. »Aber es würde niemandem helfen. Ich stelle mir eher vor, dass ich den Wald durchforsten lasse, schlagfähige Bäume werden abgeholzt. Ich habe bereits mit mehreren Firmen Kontakt aufgenommen, die bereit sind, das Holz abzunehmen und gute Preise zu zahlen. Doch um die Forstwirtschaft richtig in Schwung zu bringen, benötigen wir mindestens hunderttausend Mark. Es müssen Arbeiter eingestellt und bezahlt werden. Außerdem gedenken wir, auf dem Hof selbst einige Umbauten vorzunehmen und eine Schweinemast einzurichten. Das bringt in relativ kurzer Zeit recht gute Renditen. Ich habe Ihnen hier eine detaillierte Aufstellung mitgebracht, aus der Sie ersehen können, wie ich Kosten und Nutzen ausgerechnet habe. Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, bin ich ausgebildete Betriebswirtschaftlerin und durchaus in der Lage, diese Pläne in die Realität umzusetzen.«

    Der Direktor studierte lange Zeit die vorliegenden Unterlagen, dann nahm er sich ein Blatt Papier, begann zu rechnen, seufzte zwischendurch einmal unterdrückt und hob schließlich wieder den Kopf.

    »Ich werde diese Pläne durch den Vorstand absegnen lassen müssen. Doch aus meiner Sicht kann ich Ihnen sagen, ist es für uns zu verantworten, Ihnen einen

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