Björn wartet vergeblich: Sophienlust 389 – Familienroman
Von Marisa Frank
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Über dieses E-Book
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
»Bis bald, Mutti! Grüß alle schön von mir.« Sascha von Schoenecker beugte sich etwas vor und küßte die noch jugendlich aussehende Frau auf beide Wangen. »Es war lieb von dir, daß du mich zum Essen eingeladen hast.« »Das tue ich doch jedesmal. Mach's gut, Sascha!« Denise von Schoenecker legte ihrem Stiefsohn für Sekunden die Hand auf die Schulter. Es verblüffte sie stets aufs neue, wie sehr dieser im Äußeren und im Wesen seinem Vater ähnelte. »Das mache ich, Mutti.« Wie seine Schwester nannte auch er Denise Mutti. »Ich büffle wie ein Irrer. Aber demnächst komme ich für ein Wochenende nach Sophienlust.« Der Student lachte. Dann stieg er in den Kleinwagen ein, den er vor kurzem von seinem Vater bekommen hatte, und fuhr davon. Denise von Schoenecker sah ihm nach. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. Es war eine schöne Stunde gewesen, die sie mit Sascha verbracht hatte. Er studierte in Heidelberg Jura, hatte aber zu ihr und zu den anderen Familienmitgliedern ein sehr gutes Verhältnis. Sie waren wirklich eine rundherum glückliche Familie, auch wenn Alexander von Schoenecker, ihr Mann, öfters in Sorge war, daß sie sich bei ihrer großen Aufgabe in Sophienlust übernehmen könnte. Doch diese Aufgabe bereitete ihr Freude.
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Buchvorschau
Björn wartet vergeblich - Marisa Frank
Sophienlust
– 389 –
Björn wartet vergeblich
Unveröffentlichter Roman
Marisa Frank
»Bis bald, Mutti! Grüß alle schön von mir.« Sascha von Schoenecker beugte sich etwas vor und küßte die noch jugendlich aussehende Frau auf beide Wangen. »Es war lieb von dir, daß du mich zum Essen eingeladen hast.«
»Das tue ich doch jedesmal. Mach’s gut, Sascha!« Denise von Schoenecker legte ihrem Stiefsohn für Sekunden die Hand auf die Schulter. Es verblüffte sie stets aufs neue, wie sehr dieser im Äußeren und im Wesen seinem Vater ähnelte.
»Das mache ich, Mutti.« Wie seine Schwester nannte auch er Denise Mutti. »Ich büffle wie ein Irrer. Aber demnächst komme ich für ein Wochenende nach Sophienlust.« Der Student lachte. Dann stieg er in den Kleinwagen ein, den er vor kurzem von seinem Vater bekommen hatte, und fuhr davon.
Denise von Schoenecker sah ihm nach. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. Es war eine schöne Stunde gewesen, die sie mit Sascha verbracht hatte. Er studierte in Heidelberg Jura, hatte aber zu ihr und zu den anderen Familienmitgliedern ein sehr gutes Verhältnis. Sie waren wirklich eine rundherum glückliche Familie, auch wenn Alexander von Schoenecker, ihr Mann, öfters in Sorge war, daß sie sich bei ihrer großen Aufgabe in Sophienlust übernehmen könnte. Doch diese Aufgabe bereitete ihr Freude. Es war schön, elternlosen oder verlassenen Kindern ein Heim bieten zu können. Denn Sophienlust war ein Kinderheim.
Saschas Auto war ihren Blicken entschwunden. Denise wandte sich ab und wollte gerade die Straße überqueren, um zu ihrem eigenen Auto zu gelangen, als sie gegrüßt wurde. Sie drehte sich zu dem Grüßenden um. Hinter ihrer Stirn begann es zu arbeiten. Gleich darauf wußte sie den Namen des Mannes, der sie gegrüßt hatte.
»Herr Rist, was führt Sie nach Heidelberg? Wie geht es Björn?« Denise reichte ihm die Hand. Ihr Gedächtnis ließ sie nicht im Stich. Ein halbes Jahr hatte Björn in Sophienlust gelebt. Damals war er erst ein Jahr alt gewesen.
Bernd Rist konnte einen Seufzer nicht unterdrücken. »Wegen Björn bin ich hier«, gestand er. »Ich will ihn besuchen. Es soll ihm bessergehen. Ich will mich davon überzeugen.«
»Was ist mit Björn?« fragte Denise. Sie alle hatten damals den blondhaarigen Jungen sehr gern gehabt. Der Abschied war ihnen schwergefallen, und Denise hatte versucht, zu dem Ehepaar Rist in Kontakt zu bleiben. Dies war jedoch nicht einfach gewesen, denn Herr Rist war Regisseur, seine Frau Schauspielerin. Durch ihren Beruf waren beide viel unterwegs. Schon damals war Denise der Ansicht gewesen, daß der kleine Björn es nicht leicht habe. Gern hätte sie ihn bei sich in Sophienlust behalten, aber nachdem Antje Rist ein neues Kindermädchen gefunden hatte, hatte sie darauf bestanden, ihren Sohn wieder mit auf Reisen zu nehmen.
»Richtig, Sie wissen es ja noch nicht.« Mit einer hastigen Handbewegung strich Bernd Rist sich durch das Haar. »Björn hatte Tbc. Zum Glück war es keine offene. Nun ist er hier in einem Sanatorium.«
»Oh«, sagte Denise. Im Geiste rechnete sie nach. Der Junge mußte nun fünf Jahre alt sein.
»Björn ist ein sehr liebes Kind«, erzählte Bernd Rist weiter. »Er ist auch sehr vernünftig. Er sieht ein, daß ich nicht so oft zu ihm kommen kann, wie ich möchte.«
Impulsiv sagte Denise: »Ich könnte ihn doch besuchen. Ich wohne ja nicht allzuweit von Heidelberg entfernt.«
»Das wäre schön. Sicher fühlt Björn sich oft sehr einsam. Über einen Monat ist er bereits in diesem Sanatorium.«
»Wissen Sie was«, schlug Denise vor, »ich habe noch etwas Zeit. Ich begleite Sie gleich. Mal sehen, ob Björn mich noch kennt.«
Ein dankbares Lächeln erschien auf Bernd Rists Gesicht. Er hatte stets großes Vertrauen zu Denise von Schoenecker gehabt. Gern hätte er Björn in ihrer Obhut gelassen, doch seine Frau hatte darauf bestanden, ihn bei sich zu haben.
Unwillkürlich seufzte Bernd erneut. Er dachte daran, daß Antje dies nur getan hatte, weil sie stolz auf ihren Sohn war. Sie zeigte ihn gern her. Björn war ein ausgesprochen hübsches Kind. Doch seit seiner Erkrankung brachte Antja ihm kaum noch Interesse entgegen.
»Das ist sehr nett von Ihnen, Frau von Schoenecker. Wann haben Sie Björn zum letzten Mal gesehen?«
Denise überlegte. »Zwei Jahre dürften es fast her sein.« Sie sprach nicht weiter, denn damals hatte Antje Rist ihr unmißverständlich zu verstehen gegeben, daß sie ihre Besuche als Einmischung in ihre Erziehung betrachte.
»Damals hatten wir noch in Stuttgart eine Wohnung«, sagte Bernd.
»Wo leben Sie jetzt?« fragte De-nise.
»Meine Frau lebt in München, wenn sie nicht gerade unterwegs ist«, wich Bernd aus. Dann meinte er: »Kommen Sie, Björn wartet sicher schon auf mich. Ich habe mich telefonisch angemeldet.«
Denise freute sich darauf, den Kleinen wiederzusehen. Sie konnte ihr Erschrecken beim Anblick des Jungen kaum verbergen. Die einst so fröhlichen Augen blickten stumpf, leuchteten nur kurz beim Eintritt des Vaters auf.
Denise blieb etwas abseits stehen und beobachtete die Begrüßung von Vater und Sohn.
»Ich habe dir heute jemanden mitgebracht«, sagte Bernd.
In den Kleinen kam Bewegung. »Die Mami?« fragte er erfreut.
Denise sah, daß Bernd Rist schluckte. Er fuhr seinem Sohn über das Haar. »Du weißt doch, daß die Mami nicht kommen kann. Sie spielt Theater.«
»Ich weiß«, erwiderte Björn. De-nise beobachtete, daß sein Kopf herabsank. Schnell trat sie an seine Seite.
»Hallo, Björn!«
Der Kleine wandte sich ihr zu. »Kommst du mich besuchen?« fragte er. Plötzlich lächelte er. »Ich glaube, ich habe dich schon einmal gesehen.«
»Richtig!« Denise nahm die kleine Kinderhand in ihre Hand. »Es ist aber schon einige Zeit her. Ich bin Tante Isi. Ich habe dich einmal in Stuttgart besucht.«
»Tante Isi«, wiederholte Björn. Der Name weckte Erinnerungen in ihm. »Du hast doch viele Kinder, oder?« fragte er.
»Ich habe ein Haus, in dem viele Kinder wohnen«, korrigierte Denise.
Bernd Rist schaltete sich ein. »Als du ganz klein warst, hast du auch einmal dort gewohnt.«
»Wie klein?« fragte Björn. Interessiert sah er von seinem Vater auf Denise. Seine Wangen hatten Farbe bekommen.
»Ein Jahr warst du alt«, antwortete Denise.
»Das ist doch schon sehr lange her?« Diese Frage kam mit gerunzelter Stirn von Björn.
»Vier Jahre.«
»Ich kann schon bis zehn zählen«, verkündete der Junge. Gleich darauf sank er wieder in sich zusammen. »Damals war ich sicher noch nicht krank«, meinte er leise.
Bernd Rist sah Denise an. Es fiel ihm schwer, tröstende Worte zu finden. Die Verzweiflung seines Sohnes tat ihm weh.
»Nein, das warst du nicht«, meinte Denise. »Damals bist du mit den Kindern von Sophienlust herumgesprungen. An Pünktchens Hand hast du die ersten Schritte gemacht, bald danach bist du ihr davongelaufen.«
»Ich kann mich nicht erinnern.«
»Das ist verständlich. Die größeren Kinder von Sophienlust können sich aber noch an dich erinnern. Sie würden dich sicher gern wiedersehen. Weißt du was? Wenn du gesund bist, dann kommst du uns besuchen.«
»Oh, Papi, darf ich das?« fragte Björn seinen Vater.
Bernd Rist nickte.
»Der Onkel Doktor hat gesagt, ich werde wieder gesund. Ich darf auch schon jeden Tag aufstehen und mit der Schwester im Park spazierengehen. Darf ich auch wieder einmal mit den Kindern von der Tante etwas spielen?«
»Natürlich darfst du das«, sagte Denise.
Ein Lächeln erschien auf Björns Gesicht. »Der Onkel Doktor hat gesagt, ich bin sehr brav. Wenn ich brav bin, kann ich auch bald wieder laufen und springen.«
»Ich weiß.« Bernd beugte sich über seinen Sohn und zog ihn liebevoll an sich. »Du mußt nicht mehr lange hierbleiben. Bald bist du wieder zu Hause.«
»Ist Mami dann auch da?«
Darauf wußte Bernd Rist keine Antwort. Schließlich sagte er: »Ich finde es ganz toll, daß du schon in den Park gehen kannst.«
»Ich werde dabei auch nicht mehr müde. Das mußt du Mami sagen.«
Björn gab sich damit nicht zufrieden. »Sehr lange war ich gestern im Park. Du mußt Mami sagen, daß ich sie wieder begleiten kann. Ich werde auch artig meinen Diener machen, wenn sie es will.«
»Ich werde es ihr sagen«, versicherte Bernd. Seine Stimme klang dabei rauh.
»Glaubst du, daß Mami mich wieder liebhat, wenn ich gesund bin?« Bei dieser Frage zuckte es um Björns Mundwinkel.
»Mami hat dich sicher lieb«, erwiderte Bernd, aber er brachte es nicht fertig, seinen Sohn bei diesen Worten anzusehen.
»Das ist nicht wahr«, widersprach Björn ihm. »Mami mag mich nicht mehr. Sie kann kein krankes Kind brauchen.«
Bernd wich zurück, als habe er einen Schlag erhalten. Er hatte nicht geahnt, daß Björn so hellsichtig war. Auch Denise war bestürzt. Offensichtlich hatten sich ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Sie hatte Antje Rist nie für eine gute Mutter gehalten.
Denise sah Bernd an, aber dieser hielt den Kopf gesenkt. Vergebens suchte er nach einer Antwort für seinen Sohn. In diesem Moment
