Tardelli und die Falschgeld-Haie: Ein Roberto Tardelli Thriller #37
Von A. F. Morland
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Ein Roberto Tardelli Thriller #37
von A. F. Morland
Der Umfang dieses Buchs entspricht 130 Taschenbuchseiten.
Colonel Myer von COUNTER-CRIME - Schaltzentrale einer geheimen Abteilung des Justizministeriums gegen das organisierte Verbrechen - hat einen neuen Auftrag für den mutigen Mafiajäger Roberto Tardelli. Er soll herausfinden, wer der "Neue" der Cosa Nostra in Washington ist, und verhindern, dass dieser ein Geschäft mit Falschgeld auf die Beine stellt. Die Mafia versucht, die besten Fachleute aus der Branche anzuheuern; als der erste sich weigert mitzumachen, wird er Opfer einer Autobombe. Weitere Spezialisten für die Herstellung von Druckplatten sind nun in Lebensgefahr und Tardelli will ihren Tod verhindern. Dabei gerät er selbst in die Fänge eines brutalen Killers ...
A. F. Morland
A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.
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Tardelli und die Falschgeld-Haie - A. F. Morland
Tardelli und die Falschgeld-Haie
Ein Roberto Tardelli Thriller #37
von A. F. Morland
Der Umfang dieses Buchs entspricht 130Taschenbuchseiten.
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Copyright
Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker
© by Author
© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.
Alle Rechte vorbehalten.
www.AlfredBekker.de
postmaster@alfredbekker.de
Die Hauptpersonen des Romans:
Ivy Cirrenni — Er will für die Mafia das Geschäft des Jahres einfädeln, aber die Rechnung geht nicht auf.
Kango Ray — Wo er auftaucht, gibt es Tote. Aber bei seinem letzten Auftrag ist er selbst an der Reihe.
Nick Radley — Man benutzt seine Tochter als Druckmittel, als er sich den Wünschen der Mafia widersetzt.
Carmilla Radley — Ein hübsches Mädchen, das gar nicht ahnt, in was für einer Gefahr sie schwebt.
Roberto Tardelli — Er bekommt den Auftrag, ein Millionengeschäft zu verhindern. Als die Drahtzieher ihn bemerken, hängt sein Leben nur noch an einem seidenen Faden.
1
Orson Peppard hatte schweren Ärger. Seit Wochen schlief der alte grauhaarige Mann schlecht. Und alles nur deshalb, weil er zu einem Vorschlag der Mafia nein gesagt hatte und dabei geblieben war.
Er hätte sich denken können, dass so etwas böse Folgen haben würde. Aber er war mit nichts zu bewegen, von seinem Nein abzugehen, und das war der Grund, weshalb Orson Peppard an diesem milden Herbsttag nur noch wenige Minuten zu leben hatte.
Er überquerte den Lafayette Square in Washington, der unmittelbar nördlich des Weißen Hauses liegt und nach dem französischen Marquis de Lafayette benannt ist, der im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg ein Kampfgefährte Washingtons war.
Die Sonne stand schon tief und blendete Peppard. Er griff in die Außentasche seines Trenchcoats und holte die Wagenschlüssel heraus.
Sein weißer Buick LeSabre war in der Nähe des Denkmals von Rochambeau geparkt. Er erreichte ihn und schloss die Tür auf. Kurzatmig rutschte er hinter das Steuer.
Bevor er den Motor startete, schaltete er das Autoradio ein. Er wusste, dass das ein vernünftiger Autofahrer niemals tun würde, um beim Starten die Batterie zu schonen, aber es war Zeit für die Sechzehn-Uhr-Nachrichten. Die wollte Orson Peppard nicht versäumen.
„... hat ein etwa dreißigjähriger Mann die Filiale der Chase Manhattan Bank überfallen ...", sagte der Sprecher gerade, aber das interessierte Orson Peppard nicht, denn Banküberfälle waren überall in Amerika auf der Tagesordnung.
Mit gelassener Miene schob Peppard den Zündschlüssel ins Schloss und drehte ihn herum. Mit dieser simplen Bewegung stieß er, ohne es zu ahnen, das Tor zur Hölle auf.
Es gab einen ohrenbetäubenden Knall. Der LeSabre verwandelte sich urplötzlich in einen grellen Glutball, und flog auseinander.
Eine rote Flammensäule schoss zum blauen Himmel empor, während sich eine heiße Druckwelle nach allen Seiten hin ausbreitete.
2
Roberto Tardelli fuhr sich mit den schlanken Fingern durchs schwarze Haar und schenkte den Videokameras, die ihn starr betrachteten, ein freundliches Lächeln.
Er stand vor einer mehrfach gesicherten Tür, die sich für ihn nur dann auftat, wenn er seinen Plastikausweis in einen hierfür vorgesehenen Schlitz schob.
Hyperempfindliche Sensoren registrierten währenddessen jeden metallischen Gegenstand, den er bei sich trug. Erst als die Identifikation des jungen COUNTER-CRIME-Agenten abgeschlossen war, öffnete sich die Tür und er durfte passieren.
Endlose Gänge. Neonlicht. Abermals gesicherte Fahrstühle. Und endlich die Tür, die in Colonel Myers Büro führte. Roberto klopfte.
„Herein!" Eine metallische Stimme antwortete.
Roberto betrat einen spartanisch eingerichteten Raum. Colonel Myer, der Chef von COUNTER CRIME, saß an einem Metallschreibtisch, auf dem es wie auf einem Schlachtfeld aussah.
Dies hier war die Schaltzentrale jener geheimen Abteilung im Justizministerium - ihr voller Name lautete Counter Organized Crime Department -, deren Aufgabe es war, das organisierte Verbrechen zu bekämpfen.
Ein Team harter Männer arbeitete für COUNTER CRIME. Und Colonel Myer, der seinen Leuten ein makelloses Vorbild war.
Ein großer Mann mit kantigen Gesichtszügen und kurz geschnittenem silbergrauem Haar. Unermüdlich und unerbittlich, wenn es darum ging, Verbrechern das Handwerk zu legen.
Myer streckte Roberto die Hand entgegen. „Freut mich, Sie gesund wiederzusehen. Wie war es in Chicago?"
Roberto hatte in der Metropole am Michigansee einen Rauschgiftring zerschlagen. „Es war mal wieder Schwerarbeit, antwortete Roberto. „Aber ich bin mit ein paar blauen Flecken davongekommen. Alles Weitere steht in meinem Bericht.
Colonel Myer nickte mit ernster Miene. „Ich kann Ihnen leider keine Verschnaufpause gönnen. Sie sind zwar erst seit einer Stunde in Washington, aber ich brauche bereits wieder Ihre Hilfe."
Roberto lächelte verschmitzt. „Wie gehabt. Langsam gewöhne ich mich an den gesunden Stress. Wohin soll ich mich diesmal verfügen? Ich lebe seit Monaten nur noch aus dem Koffer. Er ist noch gepackt ..."
„Zur Abwechslung können Sie mal hierbleiben. Hier in Washington D.C."
„Das ist ja mehr, als man im Allgemeinen von COUNTER CRIME verlangen kann. Worum geht es, Sir?" Myer wies auf den Besucherstuhl. Roberto setzte sich.
Der Colonel sagte: „Die Cosa Nostra spinnt mal wieder neue Fäden. Wir haben davon Wind bekommen, dass ein neuer Mann nach Washington gekommen ist."
„Ein Mafioso?"
„Mit Sicherheit."
„Woher kommt der Kerl?", fragte Roberto.
„Das entzieht sich vorläufig noch unserer Kenntnis, aber es gibt eine vage Vermutung, dass der Mann aus New York zu uns gekommen ist."
„Was will er in Washington?", erkundigte sich Roberto.
„Er scheint von der hiesigen Ehrenwerten Gesellschaft das erforderliche Okay bekommen zu haben ..."
„Wofür?"
„Wir nehmen an, dass er etwas Großes auf dem Blütenmarkt vorzubereiten gedenkt. Natürlich bekommt er von der Mafia die dafür nötige Unterstützung." Colonel Myer drückte auf einen Knopf, der seitlich am Schreibtisch angebracht war.
Auf diese Weise konnte er beinahe zaubern. An den Fenstern rasselten die Rollläden hinunter. Das Deckenlicht flammte auf. Aus einem Schrank, dessen Tür sich öffnete, als würde sie von Geisterhand bewegt, fuhr summend ein Lichtbildprojektor.
Das Deckenlicht erlosch. Der Projektor begann zu arbeiten. Er warf das erste Farbbild auf die gegenüberliegende weiße Wand. Roberto sah einen etwa fünfundsechzigjährigen, grauhaarigen Mann. Zunächst allein. Dann mit einem älteren Mädchen.
„Orson Peppard", erklärte Colonel Myer. „Das ältliche Girl ist seine Schwester. Sie lebt in Australien. War für ein halbes Jahr auf Urlaub hier. Hat bei Peppard gewohnt. Zu Peppard ist zu sagen, dass er sich in seinem Leben noch nichts zuschulden kommen ließ. Ein
