Trevellian und der Profi: Action Krimi
Von Pete Hackett
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Über dieses E-Book
Der Umfang dieses Buchs entspricht 122 Taschenbuchseiten.
Carradine ist Profikiller und hat den Auftrag eine Unterweltgröße zu töten. Kein Problem, denkt er, aber er hinterlässt einen Fingerabdruck und landet schon bald im Gefängnis. Er hat sich vorgenommen, seinen Auftraggeber nicht preiszugeben, und als sein Gefangenentransport überfallen wird, glaubt er zuerst, er solle befreit werden. Die Männer wurden aber geschickt, um ihn zum Schweigen zu bringen, und Carradine entkommt nur mit knapper Not. Jetzt will er nur noch Rache. Es dauert nicht lange, bis das FBI die erste Leiche findet.
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Trevellian und der Profi - Pete Hackett
Trevellian und der Profi: Action Krimi
Krimi von Pete Hackett
Der Umfang dieses Buchs entspricht 122 Taschenbuchseiten.
Carradine ist Profikiller und hat den Auftrag eine Unterweltgröße zu töten. Kein Problem, denkt er, aber er hinterlässt einen Fingerabdruck und landet schon bald im Gefängnis. Er hat sich vorgenommen, seinen Auftraggeber nicht preiszugeben, und als sein Gefangenentransport überfallen wird, glaubt er zuerst, er solle befreit werden. Die Männer wurden aber geschickt, um ihn zum Schweigen zu bringen, und Carredine entkommt nur mit knapper Not. Jetzt will er nur noch Rache. Es dauert nicht lange, bis das FBI die erste Leiche findet.
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Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von
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© Roman by Author / COVER FIRUZ ASKIN
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1
Es war die Stunde des Killers. Sein Auftrag war klar und deutlich formuliert: Töten Sie Stuard Dodson. Dodson war ein Gangsterboss. Er kontrollierte das Drogengeschäft und die illegale Prostitution in Turtle Bay. Er war einem anderen im Weg.
Der Killer hatte Dodsons Gewohnheiten studiert. Jeden Morgen um 9 Uhr verließ der Gangsterboss seine Wohnung in Clinton, um seine Betriebe zu kontrollieren, die mehr der Geldwäsche denn dem Broterwerb dienten. Auch am Morgen des 15. April verließ er seine Wohnung um 9 Uhr. An diesem Tag aber wartete der Killer auf ihn …
2
Wir hatten kaum den Dienst angetreten, als mein Telefon läutete. Ich hob ab und nannte meinen Namen. Es war die wohlvertraute Stimme unseres Chefs, die ich hörte. Mr. McKee sagte: »Guten Morgen, Jesse. Kommen Sie und Milo doch gleich mal zu mir.«
Eine Minute später klopfte ich gegen die Tür zum Büro des Assistant Direktors. »Treten Sie ein!«, erklang es und ich öffnete. Der Chef saß hinter seinem Schreibtisch. Ich betrat das Büro, Milo folgte mir. Der AD erhob sich, kam um den Schreibtisch herum, schüttelte jedem die Hand und forderte uns auf, am Besprechungstisch Platz zu nehmen.
Er kam mit einem dünnen Schnellhefter ebenfalls zum Tisch und ließ sich nieder. »Das Police Departement hat einen Fall an uns abgegeben. Stuard Dodson wurde vorgestern vor seiner Wohnung in der 58th Street erschossen. Man vermutet, dass das organisierte Verbrechen dahinter steckt. Dodson kontrollierte den Rauschgifthandel in Turtle Bay. Der Name ist Ihnen sicher nicht unbekannt.«
Ich hatte schon von Dodson gehört. Das sagte ich Mr. McKee. Dann fragte ich: »Gibt es irgendwelche Hinweise auf den Täter? Wie geschah der Mord?«
»Der Mörder schoss mit einem Gewehr. Er verschaffte sich Zugtritt zu einer Wohnung auf der anderen Straßenseite. Die Wohnungsinhaber überwältigte und fesselte er. Vom Wohnzimmerfenster aus hatte er das Gebäude im Auge, in dem Dodson wohnte. Als Dodson ins Freie trat, verpasste er ihm einen Kopfschuss.« Nach einer kurzen Pause endete der AD mit den Worten: »Es kann sich nur um einen Profikiller handeln.«
»Konnte das Ehepaar den Täter beschreiben?«
»Nein. Er war mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert. Aufgetaucht ist er gegen 4 Uhr morgens. Er läutete an der Wohnungstür. Als Ben Conway, der Wohnungsinhaber, öffnete, drang der Kerl in die Wohnung ein. Das Gewehr beförderte er in einem Koffer. Er setzte es in der Wohnung zusammen.«
»Gibt es sonst irgendwelche Augenzeugen des Mordes?«, fragte Milo.
»Einige Passanten sahen Dodson zusammenbrechen. Sie dachten zunächst an eine Kreislaufschwäche oder einen Herzinfarkt.«
»Und die Spurensicherung hat nichts gefunden, was einen Hinweis auf den Täter zulässt?«
»Er trug Handschuhe, sodass er keine Fingerabdrücke hinterließ. Was seine DNA betrifft, so sind die Analysen noch nicht abgeschlossen.«
»Hat er Spuren hinterlassen, die auf seine DNA schließen lassen?«, erkundigte ich mich.
»Das weiß ich nicht«, antwortete der AD. »Wir werden das Ergebnis der Spurensicherung abwarten müssen.«
Nachdem wir den Chef verlassen hatten, machten wir uns auf den Weg in die 58th Street. Wir suchten das Ehepaar Conway auf, das den Täter gesehen hatte. Der Mann war ungefähr fünfundsechzig und hatte fast weiße Haare, seine Frau war nicht viel jünger. Ben Conway ließ uns in die Wohnung und bot uns Sitzplätze im Wohnzimmer an.
»Ihre Kollegen von der Mordkommission haben uns schon befragt«, erklärte er. Unruhig knetete er seine Hände. Das Erlebte wirkte bei ihm noch nach. »Wir können ihnen kaum etwas sagen. Der Kerl war maskiert. Ich konnte nur seine Augen sehen. Sie waren von blauer Farbe. Ansonsten war der Verbrecher etwa eins fünfundachtzig groß und schlank. Er war mit einer blauen Jeans und einer schwarzen Windjacke bekleidet.«
»Wie konnte er sie überwältigen?«, fragte ich.
»Als ich die Tür einen Spalt öffnete, rammte er sie auf. Ich kam gar nicht zum Denken. Er hatte eine Pistole und zwang meine Gattin, mir die Hände zu binden, dann fesselte er meine Frau. Er drohte, uns zu töten, wenn wir schreien. Wir mussten uns im Schlafzimmer aufs Bett legen.«
»Wie sprach er? Wies seine Sprache irgendwelche Besonderheiten auf?«
»Er sprach fließend englisch. Seine Stimme klang ein wenig heiser. Ich konnte den Kerl vom Schlafzimmer aus durch die geöffnete Tür beobachten. Er baute ein Gewehr zusammen und postierte sich gegen 9 Uhr am Wohnzimmerfenster. Dann hörte ich den Schuss.«
Es war nicht viel, was wir ins Field Office mit zurücknahmen. Wir kannten die ungefähre Größe des Täters und seine Augenfarbe, wir wussten, dass er schlank war und dass seine Stimme etwas heiser klang.
Damit ließ sich nichts anfangen.
Wir mussten das Ergebnis der DNA-Analyse abwarten. Es war nicht auszuschließen, dass der Killer Hautschuppen oder Haare am Tatort zurückgelassen hatte und dass sein genetischer Fingerabdruck zugeordnet werden konnte.
Am nächsten Tag erhielt ich einen Anruf von der SRD. Der Kollege sagte: »Wir konnte eine DNA in der Wohnung des Ehepaars Conway sichern. Wahrscheinlich hat der Killer irgendwann mal seine Maske abgenommen oder die Handschuhe ausgezogen und dabei einige Hautschuppen verloren. Es handelt sich um einen Mann namens John Carradine. Carradine ist sechsunddreißig Jahre alt und wohnt West 39th Street Nummer 294.«
Wir suchten noch einmal das Ehepaar Conway auf und fragten, ob den beiden John Carradine bekannt und gegebenenfalls irgendwann mal zu Besuch in ihrer Wohnung war. Er war den beiden alten Leuten unbekannt.
Das verlieh uns die Gewissheit, dass es sich bei dem Killer um John Carradine handelte. Wir beantragten einen Haftbefehl und erhielten am folgenden Tag schon den Gerichtsbeschluss. Nachdem wir ihn im Criminal Courts Building abgeholt hatten, machten wir uns auf den Weg in die 39th Street.
Bei dem Gebäude Nummer 294 handelte es sich um ein Hochhaus, in dem sich einige Anwaltskanzleien und Arztpraxen befanden. Carradines Wohnung lag in der zwölften Etage. Wir fuhren mit dem Aufzug nach oben. Milo läutete. Gleich darauf ertönte es durch die geschlossene Tür. »Wer ist draußen?«
»Die Special Agents Tucker und Trevellian vom FBI«, erwiderte ich. »Öffnen Sie die Tür, Mister Carradine.«
»Was wollt ihr von mir?«
»Wir haben einen Haftbefehl. Es geht um Mord – den Mord an Stuard Dodson.«
In der Wohnung blieb es ruhig.
Wir standen zu beiden Seiten der Tür im Schutz der Wand. Ich schlug mit den Knöcheln meiner Linken gegen die Tür. »Öffnen Sie, Carradine.«
»Ihr müsst mich schon aus der Wohnung holen!«
»Rechnen Sie sich wirklich eine Chance aus?«
»Lebend kriegt ihr mich nicht!«
Milo schaute mich fragend an. Ich nickte. Mein Partner trat vor die Tür hin und warf sich dagegen. Krachend flog sie auf. Milo glitt sofort wieder in den Schutz der Wand. Da knallte es in der Wohnung auch schon. Die Kugel pfiff durch die offene Tür und hämmerte ein handtellergroßes Loch aus der gegenüberliegenden Wand. Ein Querschläger jaulte.
»Ein SWAT-Team wird Sie aus der Wohnung holen, Carradine«, drohte ich. »Wollen Sie es darauf ankommen lassen?«
»Einige von euch nehme ich mit!«, prophezeite der Killer. Seine Stimme klang ein wenig schrill. Es verriet seine Nervosität.
Ich ging davon aus, dass er reagieren würde wie ein in die Enge getriebenes Raubtier. Er war unberechenbar und gefährlich. Daher wollte ich kein Risiko eingehen und sagte zu Milo: »Wir fordern ein Spezialistenteam an. Die Leute vom Emergency Service Unit sind entsprechend ausgerüstet. Niemand verlangt von uns, dass wir hier unsere Haut zu Markte tragen.«
Ich folgte mit dieser Entscheidung der Vernunft.
Milo zog sein Handy aus der Jackentasche und tippte eine Nummer, dann stellte er eine Verbindung her. Schließlich sprach er mit klarer und sachlicher Stimme: »Hier spricht Special Agent Milo Tucker vom FBI New York. ASAC Trevellian und ich befinden uns in der 39th Straße Nummer 294, zwölfte Etage. Unser Auftrag lautet, John Carradine wegen des Verdachts des Mordes zu verhaften. Carradine hat sich bewaffnet in seiner Wohnung verschanzt und
