Über dieses E-Book
Wahrscheinlich sollte ich froh sein, noch zu leben – als einzige Frau zwischen fünf Männern, die kaum gefährlicher sein könnten. Unseren ersten Auftrag für die Akademie haben wir nur knapp geschafft. Eines der anderen Teams ist nicht zurückgekehrt und auch unsere Gruppe hat mittlerweile ein Mitglied verloren.
Obwohl ich nicht weiß, wem ich überhaupt trauen kann, bleibt mir nichts anderes übrig, als mit den Männern zu arbeiten. Ich will die Akademie abschließen und meine Freiheit zurück. Von so kleinen Unannehmlichkeiten wie Verrat und Mord lasse ich mich bestimmt nicht aufhalten …
Dark Romance. Düstere Themen. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. »The Girl And The Mastermind« ist der zweite Teil der »Academy Of Killers«-Reihe und endet mit einem Cliffhanger. Alle Bände der Reihe sind bereits erhältlich.
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Buchvorschau
The Girl And The Mastermind - Mia Kingsley
THE GIRL AND THE MASTERMIND
ACADEMY OF KILLERS
BUCH ZWEI
MIA KINGSLEY
DARK ROMANCE
Copyright: Mia Kingsley, 2024, Deutschland.
Covergestaltung: Mia Kingsley
Korrektorat: http://www.korrekturservice-bingel.de
ISBN: 978-3-910412-55-2
Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck oder eine andere Verwertung ist nachdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin gestattet.
Sämtliche Personen in diesem Text sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig.
Black Umbrella Publishing
www.blackumbrellapublishing.com
INHALT
The Girl And The Mastermind
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40
Kapitel 41
Kapitel 42
Kapitel 43
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Über Mia Kingsley
THE GIRL AND THE MASTERMIND
Freiheit hat ihren Preis – sie könnte dich dein Leben kosten …
Wahrscheinlich sollte ich froh sein, noch zu leben – als einzige Frau zwischen fünf Männern, die kaum gefährlicher sein könnten. Unseren ersten Auftrag für die Akademie haben wir nur knapp geschafft. Eines der anderen Teams ist nicht zurückgekehrt und auch unsere Gruppe hat mittlerweile ein Mitglied verloren.
Obwohl ich nicht weiß, wem ich überhaupt trauen kann, bleibt mir nichts anderes übrig, als mit den Männern zu arbeiten. Ich will die Akademie abschließen und meine Freiheit zurück. Von so kleinen Unannehmlichkeiten wie Verrat und Mord lasse ich mich bestimmt nicht aufhalten …
Dark Romance. Düstere Themen. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. »The Girl And The Mastermind« ist der zweite Teil der »Academy Of Killers«-Reihe. Alle Bände der Reihe sind bereits erschienen.
KAPITEL 22
Kane öffnete die Tür, stützte sich mit einem Arm am Rahmen ab und ließ seinen Blick über mich schweifen. »Na, auf die Geschichte bin ich gespannt.«
Ich schluckte schwer und jetzt, da der Blutrausch nachließ, setzte die Panik ein. »Ich brauche deine Hilfe.«
Er grinste. »Dass du in dem Aufzug nicht für Sex geklopft hast, ist mir beinahe klar.« Mit einem Seufzen schüttelte er den Kopf und deutete mit der Hand in den Flur. »Nach dir.«
Ich kehrte zur Lounge zurück und ließ ihn einen Blick hineinwerfen. Er stand dicht neben mir, nah genug, dass ich die Hitze seines Oberkörpers spürte.
Kane trug lediglich die Jogginghose, die tief auf seiner Hüfte saß, und präsentierte mir seine muskulöse Brust. Obwohl ich nicht direkt bereute, was ich getan hatte, weil Murphy es nicht anders verdient hatte, nahm ich mir vor, das nächste Mal, wenn ich nicht schlafen konnte, lieber zu Kane zu gehen und ihn um Sex zu bitten.
Er rieb sich übers Kinn und nahm den Anblick in sich auf.
Beim zweiten Hinsehen wirkte das Blutbad, das ich angerichtet hatte, sogar noch schlimmer. Als Kane nach oben schaute, bemerkte ich die roten Flecken an der Zimmerdecke zum ersten Mal.
»Sorry«, sagte er und verzog das Gesicht. »Das bekommen wir beide allein nicht mal eben so geregelt.«
Bevor ich ihn hindern konnte, hatte er sich umgedreht und ging zu Pauls Tür.
»Nicht«, bat ich. »Es ist schon schlimm genug, dass ich dich fragen musste. Ich will Paul nicht auch noch mit in die Sache reinziehen.«
»Dann hättest du Murphy vielleicht netterweise in deinem Zimmer und nicht in unserer Lounge umbringen sollen. Aber schön, dass du kein Problem damit hast, mich in die Scheiße zu reiten.«
»Ich dachte lediglich, dass du stark genug bist, die Leiche ohne Hilfe hochzuheben«, zischte ich.
Kane schnaubte und klopfte leise an Pauls Tür, während mein Puls in schwindelerregende Höhen stieg.
Es dauerte einen Moment, bis Paul angeschlurft kam. Er blinzelte verschlafen und rieb sich mit beiden Händen übers Gesicht. Doch als sein Blick von Kane zu mir glitt, schien er schlagartig wach zu werden.
»Ist das dein Blut?« Er klang ehrlich besorgt.
Ich schüttelte knapp den Kopf. »Nein.«
»Komm mit«, bat Kane und führte Paul zur Lounge.
»Oh«, machte Paul bloß, als wäre Murphys Leiche nicht mehr als eine minimale Unannehmlichkeit. Kaum der Rede wert. Er drehte sich zu mir. »Aber dir geht es gut?«
»Ja, wirklich«, gab ich zurück.
»Ich helfe euch selbstverständlich, allerdings fürchte ich, dass drei Paar Hände nicht genug sind.«
Ich kam nicht einmal dazu, etwas zu sagen, bevor Paul zurück in die Flur trat und sowohl an Joes als auch Ashs Tür klopfte.
Meine Kehle schnürte sich zu, weil ich nicht wusste, ob ich von ihrer Hilfsbereitschaft gerührt sein sollte oder mich selbst hasste, da sie nun alle mit drinhingen.
Ashs Tür blieb zu, doch das war damit zu erklären, dass er hinter Joe stand, als dieser uns öffnete. Offenbar hatte Ash die Nacht in Joes Bett verbracht, was ich zu jedem anderen Zeitpunkt wahrscheinlich irgendwie niedlich gefunden hätte. Doch jetzt gerade zitterte ich wie Espenlaub und musste mich davon abhalten, mit den Zähnen zu klappern. Der letzte Rest Adrenalin rauschte durch meine Adern.
»Was ist passiert?« Joes Stimme klang leicht rau.
Kane grinste ihn an. »Einer von uns dreien hat Murphy gekillt. Errätst du, wer es war?«
Joe seufzte und rieb sich über die Augen, ehe er fragte: »Wo?«
»In der Lounge. Sieht übel aus.« Paul zuckte mit den Achseln. »Wir müssen alle mit anpacken, wenn wir die Spuren beseitigen wollen.«
»Ich kann mich auch stellen«, bot ich an. »Es war nie meine Absicht, euch mit in die Sache zu ziehen.«
»Unsinn.« Ash schob sich an Joe vorbei. »Du weißt nicht, was du da redest. Außerdem hast du gerade erst bewiesen, wie dringend wir dich in unserem Team brauchen. Zeig uns mal den Tatort.«
So mussten sich Reiseführer fühlen, wenn sie die dritte Touristengruppe am Tag zu den Attraktionen brachten.
Ash pfiff leise durch die Zähne und Joe gab ein nicht näher definierbares Geräusch von sich.
Ich schaute nach unten auf meine Hände und stellte fest, dass ich nicht mehr ganz so schlimm zitterte. Dass ich hier mit den Männern stand, die bereit waren, mir zu helfen, hatte die ärgste Panik gelindert. Ich wollte bloß nicht erwischt werden und zurück in den Knast müssen. Das war meine größte Sorge.
»Okay«, sagte Joe nach einem Moment. »Kane und ich kümmern uns darum, dass die Leiche verschwindet. Paul steckt Junie unter die Dusche und hilft ihr, das Blut abzuwaschen, ehe die beiden die Lounge schrubben. Ordentlich schrubben.«
Kane und Paul nickten, während Ash den Kopf schräg legte. »Was ist mit mir?«
Joe lächelte, aber er wirkte alles andere als glücklich. »Du bist exakt genauso groß wie Murphy. Wenn du deinen Jogginganzug auspolsterst, um schwerer zu wirken, siehst du von hinten, mit Kapuze auf, wahrscheinlich wie er aus.«
Ich runzelte die Stirn, weil ich nicht wusste, worauf er hinauswollte, doch Ash schaltete schneller.
»Ich soll über die Mauer klettern, damit es für die Überwachungskameras aussieht, als wäre Murphy abgehauen.«
»Genau.« Joe nickte. »Und danach wieder hier einbrechen.«
»Alles klar«, erwiderte Ash, als wäre die Idee nicht vollkommen irrsinnig und dazu noch lebensgefährlich.
»Nein.« Ich schüttelte den Kopf. »Es ist die eine Sache, wenn ihr mir beim Putzen helft, aber ein Fluchtversuch? Das geht nicht. Wenn sie ihn erwischen, erschießen sie ihn!«
»Da gibt es eine simple Lösung.« Ash lächelte mich an. »Ich lasse mich einfach nicht erwischen.«
»Nein, nein, nein. Das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Ihr habt gesehen, dass sie den beiden Kerlen in der Eingangshalle eiskalt in den Rücken geschossen haben.«
»Wir wissen nicht, ob die beiden flüchten wollten oder etwas anderes gemacht haben.« Joe sah mich eindringlich an.
Kane lachte bloß trocken. »Und außerdem … welches Gewissen?«
Ich zeigte ihm den Mittelfinger und ertappte mich dabei, dass ich mit den Tränen kämpfte. Was zur Hölle war hier los? Erst wollte ich unter keinen Umständen Freundschaften knüpfen und jetzt würde Ash im wahrsten Sinne des Wortes seinen Hals für mich riskieren? Wie war ich hier gelandet?
Ich ignorierte das Blut an meinen Händen und legte die Finger an die Schläfen, um sie zu massieren. »Nein. Nein, ich will das nicht.«
»Nichts für ungut.« Ash schnalzte mit der Zunge. »Aber es ist ja nicht so, als könntest du mich hindern.«
»Wir sollten uns beeilen«, sagte Kane. »Je früher wir die Leiche weggeschafft haben, umso besser.«
»Warum fragt ihr nicht einmal?« Ich musterte die vier Männer und blickte in vollkommen verständnislose Gesichter.
»Was sollen wir fragen?« Paul schien mir die Hand auf die Schulter legen zu wollen, zögerte allerdings, weil ich über und über mit Blut besudelt war.
»Ich habe jemandem umgebracht«, stieß ich hervor.
»Ja, hast du. Ich habe übrigens auch schon mal jemanden umgebracht. Das gilt für alle hier Anwesenden, Junie.« Kane tauschte einen Blick mit Joe, als würden sie sich Sorgen machen, dass ich nun jede Sekunde den Verstand verlieren könnte.
Ich nahm einen tiefen Atemzug und riss mich zusammen. »Ihr habt nicht einmal gefragt, warum ich Murphy umgebracht habe. Ihr akzeptiert es einfach.«
»Weil wir nicht fragen müssen«, erwiderte Joe. »Du bist von uns allen die Ruhigste und lässt dich kaum provozieren. Du bist rational.«
»Und klug«, sagte Kane.
»Und zuverlässig«, ergänzte Paul.
Ash zuckte mit den Achseln. »Außerdem bist du nicht übermäßig gewaltbereit. Du wolltest nicht einmal, dass Kane die Typen zusammenschlägt, die dich gefoltert haben.«
Joe nickte. »Was wir damit eigentlich sagen wollen, ist, dass wir dir – bis zu einem gewissen Grad – vertrauen. Du wirst deinen Grund gehabt haben. Und wir reden hier über Murphy, den keiner von uns leiden konnte, ohne dass wir hätten benennen können, woran es lag.«
»Ich nehme an, dass es dir besser geht, wenn wir fragen – also: Was ist passiert?« Paul lächelte mich aufmunternd an.
Ich wischte mir mit dem Handrücken über die Stirn, weil das Blut langsam trocknete und ein widerliches Jucken verursachte. »Ich konnte nicht schlafen und wollte mir ein Buch holen. Murphy war schon hier und hat allein Billard gespielt. Da er mich zum ersten Mal gefragt hat, ob ich mich ihm anschließen will, habe ich zugestimmt. Ich dachte, ich könnte ihm ein bisschen auf den Zahn fühlen. Herausfinden, warum er so merkwürdig ist.«
Joe lachte trocken auf. »Ich nehme an, du hast es herausgefunden?«
Ich nickte. »Ich habe gefragt, ob er vor dem Sex verschwunden ist, weil ihm Gruppenszenarien nicht so liegen, und er hat bloß erwidert, dass es nichts Persönliches gegen mich ist, ich wäre nur eben nicht sein Typ. Dass ich ihm mindestens zwanzig Jahre zu alt bin, ist ihm eher versehentlich rausgerutscht.«
»Fuck.« Paul starrte mich aus großen Augen an.
»Ja. Fuck. Ich habe mir zusammengereimt, dass die fünf Leute, die Murphy vermeintlich umgebracht hat, wahrscheinlich Kinder waren. Ich meine, er kann nicht kämpfen, nicht schießen, kaum den einfachsten Anweisungen folgen – ich habe mich schon mehrfach gefragt, wie er überhaupt jemanden getötet haben soll.«
»Weil er sich an wehrlosen Kindern vergriffen hat«, presste Kane zwischen den Zähnen hervor und ballte die Fäuste.
»Ich habe ihn ›Kinderschänder‹ genannt, als ich den Verdacht laut formuliert habe, und er ist ernsthaft sauer geworden. Andere Leute wären bei dem Thema immer so empfindlich, hat er gesagt. Da bin ich ausgeflippt.«
»Ich hätte ihn auch umgebracht«, knurrte Kane. »Aber wahrscheinlich hätte ich mir mehr Zeit gelassen.«
Ash musterte Murphys Leiche voller Abscheu. »Es ist gut, dass er tot ist und wir ihn los sind, allerdings ändert das nichts an unserem Plan, richtig?« Sein Blick glitt zu Joe.
»Ändert es nicht. Wir bleiben dabei. Kane und ich kümmern uns um die Leiche, Junie muss duschen und dann mit Paul ordentlich putzen. Ash gibt sich als Murphy aus und fingiert die vermeintliche Flucht, damit sie Murphy draußen suchen und nicht hier drinnen nach seiner Leiche.« Joe rieb sich mit der Hand über den Nacken. »Und noch eine Sache: Wir werden nicht wieder über Murphy reden. Irgendwann morgen werden wir sicher zu Professor Vega zitiert und wir werden uns unwissend stellen. Paul war mit ihm verabredet, um vor dem Frühstück ins Gym zu gehen. Murphy ist nicht aufgetaucht und wir dachten, er hätte verschlafen. Das letzte Mal gesehen haben wir ihn heute Abend, aber er hat sich – wie so oft – früher verabschiedet und ist verschwunden. Wir dachten, er wäre in seinem Zimmer. Wir wissen von nichts.«
»In Ordnung.« Kane sah mich an und deutete dann zur Tür. »Los geht’s. Und du solltest duschen gehen. Wirklich dringend duschen gehen.«
KAPITEL 23
»Ich glaube, ich sollte sauber sein«, sagte ich und hob das Gesicht dem Wasserstrahl entgegen. Inzwischen hatte ich mich halbwegs beruhigt und fühlte mich wieder wie ich selbst – solange ich nicht an Ash dachte, der vielleicht sogar in dieser Sekunde bereits über den Rasen in Richtung Mauer lief.
»Okay, zeig her«, verlangte Paul und trat näher.
Ich drehte mich zu ihm und hielt still, während er mich inspizierte.
»Hier ist noch Blut.« Er hielt seine Hand unters Wasser und rieb dann an meinem linken Ohr herum, oben an der Muschel und unterhalb des Ohrläppchens. »Was ist mit deinen Händen?«
Ich streckte sie ihm entgegen und bemerkte in diesem Moment, dass ich noch Blutreste unter den Nägeln hatte.
Mit einem tadelnden Blick reichte Paul mir die Nagelbürste vom Waschbeckenrand.
»Sorry«, murmelte ich und wusste selbst nicht so richtig, warum ich mich überhaupt entschuldigte.
»Ich bin auch so gut wie fertig.« Er deutete auf meinen Schlafanzug, den er im Waschbecken eingeweicht und ausgespült hatte. »Du kannst von Glück sagen, dass sie uns schwarze Sachen gegeben haben, darauf würde man Blutflecken, die wir eventuell übersehen haben, ohnehin nicht erkennen.«
Ich nickte abwesend, drehte das Wasser ab und wickelte mich in das Handtuch ein, das Paul mir angab.
»Wusstest du, dass viele Kämpfer im Mittelalter Schwarz getragen haben, um zu vertuschen, falls sie verletzt werden? Wenn sich schwarzer Stoff mit Blut vollsaugt, sieht man es ja nur
