Gefangen in tiefster Nacht: Dr. Laurin 107 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Patricia Vandenberg ist die Begründerin von "Dr. Norden", der erfolgreichsten Arztromanserie deutscher Sprache, von "Dr. Laurin", "Sophienlust" und "Im Sonnenwinkel". Sie hat allein im Martin Kelter Verlag fast 1.300 Romane veröffentlicht, Hunderte Millionen Exemplare wurden bereits verkauft. In allen Romangenres ist sie zu Hause, ob es um Arzt, Adel, Familie oder auch Romantic Thriller geht. Ihre breitgefächerten, virtuosen Einfälle begeistern ihre Leser. Geniales Einfühlungsvermögen, der Blick in die Herzen der Menschen zeichnet Patricia Vandenberg aus. Sie kennt die Sorgen und Sehnsüchte ihrer Leser und beeindruckt immer wieder mit ihrer unnachahmlichen Erzählweise. Ohne ihre Pionierarbeit wäre der Roman nicht das geworden, was er heute ist.
Sabine Holsten sah Dr. Laurin mit leuchtenden Augen an. »Ich freue mich so sehr, Herr Doktor«, sagte sie mit schwingender Stimme. »Und wie sehr wird sich mein
Mann erst freuen, wenn er morgen von seiner Geschäftsreise zurückkommt.«
»Das glaube ich gern.« Der Klinikchef lächelte. »Wir sehen uns Anfang der Woche, wenn ich alle Befunde habe, dann bekommen Sie Ihren Mutterpass, und alles wird ganz genau eingetragen.«
Er blickte ihr noch nach, als sie mit leichten Schritten dem Ausgang zustrebte – mittelgroß, zierlich und sehr graziös. Eine glückliche Frau, dachte er.
Ja, Sabine Holsten war eine glückliche junge Frau. Seit zwei Jahren war sie mit dem Architekten Jan Holsten verheiratet, mit dem Mann ihrer Träume, der ihrem mädchenhaften Zauber nicht hatte widerstehen können, obwohl er alles andere im Kopf hatte zu dieser Zeit als Frauen und die Liebe. Er arbeitete an einem riesigen Projekt, aber er konnte Sabine nicht übersehen, denn ihr Vater war sein Auftraggeber.
Der mächtige Magnus Storck hatte allerdings auch alles andere im Sinn gehabt, als seine hübsche Tochter unter die Haube zu bringen, denn er war nicht bei bester Gesundheit.
Der Stress hatte ihn aufgezehrt, sein Herz wollte nicht mehr, und bevor das große Verwaltungsgebäude fertig war, starb er an einem Herzinfarkt. Für die, die ihm nahestanden – und auch für die Ärzte – kam das nicht unerwartet. Für seine Frau Katharina und für seine Tochter Sabine war es ein schwerer Schlag. Sein jüngerer Bruder Hans Georg übernahm die Leitung der Firma, er verstand sich ausgezeichnet mit Jan.
Dr. Laurin wusste das alles, da
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Buchvorschau
Gefangen in tiefster Nacht - Patricia Vandenberg
Dr. Laurin
– 107 –
Gefangen in tiefster Nacht
Patricia Vandenberg
Sabine Holsten sah Dr. Laurin mit leuchtenden Augen an. »Ich freue mich so sehr, Herr Doktor«, sagte sie mit schwingender Stimme. »Und wie sehr wird sich mein
Mann erst freuen, wenn er morgen von seiner Geschäftsreise zurückkommt.«
»Das glaube ich gern.« Der Klinikchef lächelte. »Wir sehen uns Anfang der Woche, wenn ich alle Befunde habe, dann bekommen Sie Ihren Mutterpass, und alles wird ganz genau eingetragen.«
Er blickte ihr noch nach, als sie mit leichten Schritten dem Ausgang zustrebte – mittelgroß, zierlich und sehr graziös. Eine glückliche Frau, dachte er.
Ja, Sabine Holsten war eine glückliche junge Frau. Seit zwei Jahren war sie mit dem Architekten Jan Holsten verheiratet, mit dem Mann ihrer Träume, der ihrem mädchenhaften Zauber nicht hatte widerstehen können, obwohl er alles andere im Kopf hatte zu dieser Zeit als Frauen und die Liebe. Er arbeitete an einem riesigen Projekt, aber er konnte Sabine nicht übersehen, denn ihr Vater war sein Auftraggeber.
Der mächtige Magnus Storck hatte allerdings auch alles andere im Sinn gehabt, als seine hübsche Tochter unter die Haube zu bringen, denn er war nicht bei bester Gesundheit.
Der Stress hatte ihn aufgezehrt, sein Herz wollte nicht mehr, und bevor das große Verwaltungsgebäude fertig war, starb er an einem Herzinfarkt. Für die, die ihm nahestanden – und auch für die Ärzte – kam das nicht unerwartet. Für seine Frau Katharina und für seine Tochter Sabine war es ein schwerer Schlag. Sein jüngerer Bruder Hans Georg übernahm die Leitung der Firma, er verstand sich ausgezeichnet mit Jan.
Dr. Laurin wusste das alles, da er die Familie Storck recht gut kannte. Katharina Storck war in der Prof.-Kayser-Klinik operiert worden, und Magnus Storck war hier gestorben.
Er war zwei Monate vor seinem Tod zur Generaluntersuchung in der Klinik gewesen, aber er hatte alle Warnungen und Warnzeichen nicht beachtet, weil es ihm dann kurzfristig wieder gutging.
Dr. Laurin hatte sich dann doppelt gefreut, als Sabine Jan Holstens Frau wurde. Sie brauchte einen Halt, eine starke Schulter, an die sie sich anlehnen konnte.
Und sie war schon lange heimlich verliebt gewesen in den attraktiven Jan.
Nun erwartete sie ein Baby, ein heiß ersehntes Baby, wie Dr. Laurin wusste, denn Sabine hatte immer ein bisschen Angst gehabt, dass sie keine Kinder bekommen könne, weil sie eine Spätentwicklerin war.
Sabine war jetzt auf dem Weg zu ihrer Freundin Caroline Recken, um ihr gleich zu erzählen, was sie eben von Dr. Laurin bestätigt bekommen hatte. Sie wusste, dass Caroline allein im Haus war, ihre Eltern waren zurzeit verreist. Sie wohnten im gleichen Viertel, nur zwei Straßen voneinander entfernt.
Die junge Frau hielt vor der großen Landhausvilla. Es war in dieser Straße sehr ruhig, da es hier keine Kinder gab. Ja, so etwas kam tatsächlich vor, für Familien mit kleinen Kindern war die Wohngegend einfach zu teuer, und so wurde die Straße von Caroline Recken scherzhaft das ›Greisenviertel‹ genannt. Ihre Eltern durften das allerdings nicht hören.
Da die Gartentür offenstand, läutete Sabine nicht. Es war ein schöner Tag, und sie vermutete, dass Caroline auf der Terrasse zu finden sein würde.
Völlig arglos ging sie um das Haus herum, aber auf der Terrasse war Caroline auch nicht.
Komisch, dachte Sabine, die Tür steht auch offen, und nichts rührt sich. Aber Carolines Wagen hatte vor der Garage gestanden.
Es war ihr jetzt unheimlich. Die Stille war beklemmend.
»Caroline, bist du da?«, rief sie, als sie langsam die Stufen zur Terrasse hinaufging. Es kam keine Antwort. Sabines Herz begann ängstlich zu pochen.
Sie rief nach der Haushälterin. »Luise, hallo!« Ihre Stimme bebte schon ein wenig. Da vernahm sie etwas, das wie ein Stöhnen klang. Sie nahm allen Mut zusammen und betrat den Wohnraum.
Entsetzt blieb sie stehen, denn hier herrschte Chaos.
Sabine konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Von Angst getrieben, lief sie in die Diele, um zum Telefon zu kommen. Aber als sie dort angelangt war, stieß sie einen gellenden Schrei aus.
Am Boden, in einer Blutlache, lag Caroline.
Sabine war einer Ohnmacht nahe, aber sie nahm alle Kraft zusammen und nahm mit zitternder Hand den Telefonhörer auf. Ganz mechanisch wählte sie die Nummer der Prof.-Kayser-Klinik.
»Sabine Holsten«, sagte sie schluchzend. »Ein Überfall im Hause Recken, Fasanenstraße zwölf. Bitte, schicken Sie den Notarzt! Schnell!«
»Ja, sofort«, erwiderte die Stimme, die sie momentan gar nicht als die von Moni Hillenberg erkannte, rasch.
Moni, Dr. Laurins versierte Sekretärin, verständigte gleich die Ambulanz und auch die Polizei. Der Krankenwagen fuhr los, während sie Dr. Laurin Bericht erstattete, der sekundenlang völlig konsterniert war.
»Frau Holsten war doch gerade noch hier«, stammelte er. »Was ist ihr passiert?«
»Ich weiß sonst nichts, sie hat aber geschluchzt«, stammelte Moni. »Caroline Recken ist ihre Freundin, das weiß ich.«
Indessen kniete Sabine, alle Kraft zusammennehmend, bei Caroline nieder. Sie fühlte den Puls. Das Herz schlug nur noch schwach.
Tränen rannen über Sabines Gesicht. »Lieber Gott, lass sie leben«, betete sie, da vernahm sie wieder ein Stöhnen, es kam aus der Küche.
Sabine ging mit weichen Knien dorthin. Der nächste Schock folgte: Luise lag am Boden, gefesselt an Händen und Füßen und im Mund einen Knebel.
So kraftlos Sabines Hände auch waren, denn sie stand unter einem furchtbaren Schock – den Knebel konnte sie zitternd entfernen.
»Caroline, was ist mit Caroline?«, stöhnte Luise.
»Ich habe schon den Notarzt verständigt«, sagte Sabine gepresst. »Mein Gott, was ist geschehen, Luise?«
»Zwei Kerle – oder waren es drei? Ach, ich kann gar nicht denken. Mein Kopf schmerzt, und bewegen kann ich mich auch nicht.« Und die Stimme wollte ihr auch nicht so recht gehorchen.
Aber da läutete es schon. Sabine hatte gerade noch Kraft, die Haustür zu öffnen, sah die Polizisten, dann drehte sich alles um sie, und sie sank ohnmächtig zu Boden.
Über die Terrasse kamen zwei Polizisten ins Haus gestürmt, der Notarzt war auch da, aber davon merkte Sabine nichts.
Drei Patientinnen wurden in die Prof.-Kayser-Klinik gebracht. Caroline Recken, die in höchster
Lebensgefahr schwebte, Sabine Holsten, die noch bewusstlos war, und Luise, die Haushälterin, die ei-
nen Nervenzusammenbruch erlitten hatte, nachdem sie von den Fesseln befreit worden war.
Aber was da im Haus vor sich gegangen war, konnte jetzt noch niemand sagen.
Die Ärzte hatten alle Hände voll zu tun, um die drei Frauen zu versorgen. Zum Glück kam Sabine bald wieder zu sich.
Verwirrt blickte sie Dr. Laurin an, als sie die Augen aufschlug.
»Ich bin ja noch bei Ihnen«, stammelte sie verwirrt. »Habe ich etwa geträumt? Was ist mit mir?«
»Sie waren ohnmächtig, Frau Holsten, und Sie haben nicht geträumt. Sie haben etwas Schlimmes erlebt, aber es wäre gut, wenn Sie den Polizeibeamten bald Auskunft geben könnten, da die völlig im Dunkeln tappen.«
Sabine stieß einen kleinen Schrei aus, dann schluchzte sie auf. »Caroline, was ist mit Caroline? Helfen Sie ihr!«
»Das wird bereits getan. Sie kann uns noch nichts sagen, aber Sie können das vielleicht.«
»Und Luise?«
»Sie hat einen Nervenzusammenbruch. Wir mussten sie ruhig stellen.«
Sabine schlug die Hände vor das Gesicht. »Es ist so schrecklich, ich habe Angst«, flüsterte sie. »Caroline wird doch nicht sterben?«
»Wir tun alles für sie, Frau Holsten. Beruhigen Sie sich. Versuchen Sie bitte, sich zu erinnern. Helfen Sie der Polizei, damit die Beamten sich ein Bild machen können.«
Sie nickte ganz mechanisch. »Ich will es versuchen«, murmelte sie.
Kommissar Holzhauer kam, der Dr. Laurin schon seit Jahren wohlbekannt war. Schon als Inspektor hatte er häufiger in der Prof.-Kayser-Klinik recherchieren müssen. Er hatte das nötige Fingerspitzengefühl, auch
