Manchmal kann Glück eben stinken: Klartext in Sachen Hundehaltung
Von Silvia Dober
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Über dieses E-Book
Liebreiz ist. Aber, so kommt sie zu dem Schluss, das Leben ist nunmal eine Mischkalkulation. Und so bleiben neben glücklichen Momenten auch so
manche Diskussion im Dickschädeldialog und auch die unvermeidliche Seite des Abschiednehmens nicht aus. Das ganze Leben eben.
Der geprüften Hundetrainerin und Tierverhaltensberaterin geht es aber nicht nur ums humorvolle Erzählen, was sie auf ihre schnoddrig-direkte Art
ganz hervorragend kann, sondern auch um die Vermittlung der Erkenntnis, dass der zweibeinige Part in der Pflicht ist, sich durchaus etwas mehr Mühe
in der Verbesserung der Kommunikation im Mensch-Hund-Dialog zu geben. Schließlich sind wir diejenigen mit der (hoffentlich) größeren Übersicht.
Ein Buch zum Sich-Wiedererkennen, Lachen, Lernen, Tränchen verdrücken, Spaß haben und Verschenken an alle, die sich mit ganzem Herzen auf das
Abenteuer Hund einlassen möchten!
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Buchvorschau
Manchmal kann Glück eben stinken - Silvia Dober
1. Diskussionen im Dickschädeldialog
Nach absolviertem Tagwerk bekommen die Untertanen gerne als Abendbrot ein variierendes Kaudingsbums wie Kopfhaut, Rindernasen, Hühnerfüße, Ochsenziemer et cetera. Es muss oecotrophologisch nicht immer unbedingt ausgewogen sein. Das sind Chips und Schokolade für Menschen auch nicht.
Das Trio darf sich al gusto etwas aus der Futterschatzkiste wählen und mampfend das Nickerchen einläuten.
Oft sind die Futtermittel dieser Kategorie zur längerfristigen Beschäftigung ausgelegt. Jedoch kann der Verdauungsprozess in den Hintergrund rücken, wenn das Spiel „Schnall es endlich" revitalisiert wird.
Dem Chef des Rudels geht es simpel um ein Statement. Die Kurze (aktuell ein Jahr und erst seit sechs Monaten im Haushalt) hat den Kabelbrand im eigenen Sicherungskasten im Blick.
Jeder hat sein eigenes Teil. Selber ausgesucht (weil: für am besten befunden).
Aaaaber, irgendwie haben die anderen … etwas anderes.
Was’n wohl?
Wie schmeckt das?
Und wie komme ich da sowohl unauffällig als auch kurzfristig dran?
Während Ellie, alias die Kurze, auf Paddys Büffelhautkleinod schielt, sinniert er schon, wann er ihre Portion kassieren wird. Es geht lediglich um das Wann, nicht um das Ob. Elf Jahre länger leben bringt durchaus Vorteile bei Taktik und Umsetzung.
Die Kurze denkt sich: ich glaub, ich geh jetzt ma los.
Sein Blick sagt souverän: brauchste nicht mehr.
Dann folgen jammernde Winselchen, mit Mini-Seufzern garniert. Sie leidet in Unverständnis und aufwallendem Frust. Wieso will er zwei, wenn er keins frisst? Der spinnt doch!
Er liegt mit seinem Beutepaar in Reichweite und genießt die Show des sich windenden Wurms. Das kann sich schon eine Weile hinziehen, mit diversen Versuchen der Akquise ihrerseits. Antäuschen, vorbeischlängeln, direkter Zugriff, Theater machen, Unruhe ins Rudel bringen, um durch Ablenkung ans Ziel zu gelangen. Doof isse nicht, ihm dennoch nicht gewachsen. Irgendwann geht der Kurzen ein wenig die Luft aus und sie kommt zur Ruhe. Ein Moment der Stille. Für die einen ist es Resignation, für die anderen ein klarer Sieg nach Punkten.
Dann steht er auf und geht lässig weg. Haben ist eben besser als brauchen.
Wollen wollte er es die ganze Zeit nicht.
Ihm ging es lediglich um die Verteilung des besitzanzeigenden Fürwortes. Das ist meins.
Ellies Bemühungen, an die Beute zu kommen, verliehen derselben nur eine erhöhte Wertigkeit. Davon wächst nicht der Kohldampf des Besitzers, aber dessen Stellung. Dazu der entspannte Körper, die teilnahmslose Mimik. Noch weniger Spannung und er würde ausgasen.
Und ich profitiere als amtierende Regierung auch.
Der Lernerfolg Ellies: Ruhe bewahren, abartige Hartnäckigkeit reduzieren und dann lösen sich die Probleme von selbst. Terz machen und einem auf den Sack gehen bringt nichts.
So wird ein neues Familienmitglied in der Kooperative erzogen. Alle machen mit.
Ein gutes Gefühl.
Selber sitze ich in erster Reihe und finde es immer wieder spannend, zu beobachten, wie Hunde untereinander kommunizieren. Man achtet auf den Körper, die Atmung, die Mimik, die Energie der Situation. Und ich muss zum Teil dennoch aufpassen, weil ich mich vor Lachen manchmal nicht halten kann.
Jeder noch so niedliche Hund kann auch eiskalt und fies sein. Wenn es das Gegenüber mit sich machen lässt.
2. Verräter und andere Helden
Normalerweise sprudeln meine Untertanen devot und ausgelassen auf mich zu, wenn ich nach Hause komme. Unsere Omi hüpft mit den Vorderläufen auf einem imaginären Pogostab, der Rudelchef winselt und kriegt beim tiefen Wedeln freudig Schlagseite und der Belgier rotiert standesgemäß unter der Decke. Anspringen fällt aus, wegen is nich. Normalerweise.
Und dann kommt man nach Hause und das Einzige, was einen begrüßt, ist die am Briefkasten liegende Post. Gähnende Leere im Eingangsbereich. Man hört keinen Mucks, man sieht keine Nase, das ist nicht nur bei kleinen Kindern verräterisch. Vorsichtiges Schnüffeln meinerseits, soweit alles gut, niemand hat einen in die Bude gebrummt.
Erstmal alles so wie immer, Schuhe aus, Tasche wegstellen, Schlüssel ans Brett. Noch immer nichts.
Ok, offensichtlich ist da etwas faul. Nicht nur die Monster sind zu faul zum Aufstehen.
Der investigative Teil der Hundehaltung beschäftigt sich nicht nur mit den Fragen, warum ein Hund was macht, sondern auch, warum er etwas nicht macht.
Durch den Flur in die Küche. Der Rudelchef fläzt lässig in der Wohnzimmertür.
Guckt mich an, den Chillmodus cool beibehaltend, blickt wieder gen Wohnzimmer. Jedoch hat es einen Beigeschmack von unauffällig bleiben. Er guckt mich wieder an, dann ins Wohnzimmer, guckt mich an, dann ins Wohnzimmer.
Ok, was es auch ist, so cool ist er bei Kollaboration nicht, also scheint er unbeteiligt zu sein.
Nachtigall, ick hör dir trapsen.
Ich folge seinem Blick, sehe die Omi. Selbige ist nicht ganz so entspannt wie der sich aalende Hunde-Cheffi, aber das gehört bei ihr zur Werkseinstellung. Dennoch adressiert sie mich, guckt weg, schluckt, leckt sich die Lefzen, guckt wieder weg. Astreine Beschwichtigung, also muss irgendwas passiert sein. Immer in die gleiche Richtung.
Na fein, bei zwei Souffleusen lasse ich meinen Blick mal in die anvisierte Richtung schweifen. Und siehe da, ich weiß immer noch nicht, worum es geht, aber zumindest habe ich eine lauwarme Ahnung, wer es war.
Im Korb zwischen Ohrensessel und Hauswand pumpt ein Maikäfer. Und was für einer. Der hellbraune Maikäfer mit schwarzer Maske und den samtigsten Stehohren kann nicht fliegen, wiegt 23 kg und ihr geht ordentlich die Flatter. Meine Belgierin sitzt angenagelt im Korb und schaut mich an wie eine Kuh, wenn es blitzt. Über ihre Stirn läuft in Leuchtbuchstaben AU BACKE, JETZT ISSE DA.
Ich freue mich ja immer, wenn ich bei meinem Fußvolk eine Reaktion auslöse, aber Ungemach ist nicht vorsätzlich dabei. Zudem weiß ich immer noch nicht, was denn nun der Grund für das emotionale Hoch der beiden Petzen ist.
Nach einem Streifzug durch den vermeintlichen Ort des Geschehens kam der Stein des Anstoßes zum Vorschein. Vom Wohnzimmertisch war ein Stoff-Haargummi gefallen.
Auch Hunde können aus einer Mücke einen Elefanten machen. Der Couchtisch ist niedrig, da reicht es, wenn im Vorbeigehen die Rute ihr Ding durchzieht. Ein Wisch plus Schwerkraft und da haben wir den Salat.
Es ist nichts Schlimmes und selbst wenn, es ist passiert. Und die Reaktion sollte darauf auch entsprechend sein.
Man legt das Objekt zurück, schnauft beruhigend ab, entspannt die Mimik (auch, wenn man sich eigentlich amüsiert) und lädt die Hunde zu sich ein. An den Tatorttisch des Geschehens, in die Nähe des Stoffkollateralschadens.
Brutus und Brutine, das pelzige Verrätergespann, werden genauso dazu gebeten wie der Malinois, der sich am liebsten in Luft aufgelöst hätte. Eine stressige Situation wird gemeinschaftlich und ruhig aufgelöst, der Mensch zeigt, dass alles halb so wild ist. Wegen eines Haarbandes sauer werden ist zum einen nicht der Rede wert, zum anderen habe ich das gar nicht nötig.
Wenn mich eine Haarbandlappalie aus der Reserve lockt, was bin ich dann im Ernstfall für eine Niete?
Man hätte sich wegen des Gefallenen aufregen können, den Hunden das Teil erzürnt präsentieren können, allen den gleichen Anranzer verpassen können. Schließlich gilt es doch landläufig als respektlos, sich an den Sachen des anderen zu vergreifen. Aber warum?
Etwas fällt runter, man hebt es auf. Einer baut Mist, es wird korrigiert.
