Über dieses E-Book
Schimpfend wühlte Nina Schwarz in dem Berg von Entwürfen. »Wo habe ich nur diese Skizze gelassen?« »Dein Atelier ist einfach viel zu klein«, bemerkte ihre Freundin Geli stirnrunzelnd und blickte sich in dem Kämmerchen um. »Kein Wunder, daß du nichts wiederfindest.« Nina strich sich eine Strähne ihres dunklen Haares aus der Stirn. »Du weißt doch ganz genau, daß ich mir ein größeres Atelier nicht leisten kann.« Mit einem Seufzer machte sie sich erneut auf die Suche nach der Skizze, die sie ausarbeiten wollte. Die hübsche Kunstmalerin hatte sich bereits einen Namen in einem kleinen exklusiven Kreis gemacht, so daß es ihr an Aufträgen nicht mangelte. Zwar wartete sie noch immer darauf, daß ihre Bilder einen hohen Wert erlangten, doch sie wußte, daß sie auf dem besten Weg war. So oft es Gelis freie Zeit erlaubte, besuchte sie ihre Freundin im Atelier im Dachgeschoß des Altbaues, in dem Nina auch eine Wohnung gemietet hatte. »Ach, da ist sie ja!« Triumphierend wedelte sie mit der Bleistiftzeichnung, die das Portrait einer Kundin zeigte. »Jetzt muß ich nur noch sehen, ob ich alle passende Farben habe, dann kann ich loslegen.« Geli hob erstaunt die Augenbrauen. »Mußt du sofort anfangen? Schade, ich dachte, wir könnten noch ein bißchen schwatzen, bis ich zurück ins Geschäft muß.« »Es reicht, wenn ich heute nachmittag beginne«, gab Nina nachdenklich zurück und betrachtete den Entwurf mit seitlich geneigtem Kopf. »Ich weiß allerdings noch nicht, wie ich das Doppelkinn kaschieren soll.
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Rezensionen für ier ist die Welt in Ordnung
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Buchvorschau
ier ist die Welt in Ordnung - Lisa Simon
Mami
– 1991 –
ier ist die Welt in Ordnung
Ein kleines Mädchen sucht Mutterliebe
Lisa Simon
Schimpfend wühlte Nina Schwarz in dem Berg von Entwürfen. »Wo habe ich nur diese Skizze gelassen?«
»Dein Atelier ist einfach viel zu klein«, bemerkte ihre Freundin Geli stirnrunzelnd und blickte sich in dem Kämmerchen um. »Kein Wunder, daß du nichts wiederfindest.«
Nina strich sich eine Strähne ihres dunklen Haares aus der Stirn. »Du weißt doch ganz genau, daß ich mir ein größeres Atelier nicht leisten kann.« Mit einem Seufzer machte sie sich erneut auf die Suche nach der Skizze, die sie ausarbeiten wollte.
Die hübsche Kunstmalerin hatte sich bereits einen Namen in einem kleinen exklusiven Kreis gemacht, so daß es ihr an Aufträgen nicht mangelte. Zwar wartete sie noch immer darauf, daß ihre Bilder einen hohen Wert erlangten, doch sie wußte, daß sie auf dem besten Weg war.
So oft es Gelis freie Zeit erlaubte, besuchte sie ihre Freundin im Atelier im Dachgeschoß des Altbaues, in dem Nina auch eine Wohnung gemietet hatte.
»Ach, da ist sie ja!« Triumphierend wedelte sie mit der Bleistiftzeichnung, die das Portrait einer Kundin zeigte. »Jetzt muß ich nur noch sehen, ob ich alle passende Farben habe, dann kann ich loslegen.«
Geli hob erstaunt die Augenbrauen. »Mußt du sofort anfangen? Schade, ich dachte, wir könnten noch ein bißchen schwatzen, bis ich zurück ins Geschäft muß.«
»Es reicht, wenn ich heute nachmittag beginne«, gab Nina nachdenklich zurück und betrachtete den Entwurf mit seitlich geneigtem Kopf. »Ich weiß allerdings noch nicht, wie ich das Doppelkinn kaschieren soll. Meine Auftraggeberin erwartet nämlich von mir, daß ich sie besonders schmeichelhaft porträtiere.«
Geli warf der Freundin einen prüfenden Blick über die Schulter und sagte trocken: »Dazu müßtest du Schönheitschirurgin sein.«
»Das ist gemein!« Nina lachte. »Diese Dame zahlt sehr gut für das Bild. Es soll übrigens in vier Wochen fertig sein, dann hat ihr Mann Geburtstag.«
»Ob er sich über dieses Geschenk freut?« Geli grinste respektlos. »Also, was ist? Bekomme ich nun endlich meinen Kaffee?«
Gemeinsam gingen die beiden Frauen hinunter in Ninas winzige Wohnung, in der ebenso wenig Platz war wie im Atelier. Außer einem Wohnzimmerchen mit Schlafecke gab es nur noch eine kleine Kochnische sowie ein Badezimmer, in dem man sich kaum umdrehen konnte.
»Warum suchst du dir nicht endlich eine neue Bleibe?« Geli blieb kopfschüttelnd vor dem schmalen Regal stehen, auf dem sich so viele Bücher stapelten, daß sich die einzelnen Regalböden bogen.
Nina setzte die Kaffeemaschine in Gang. »Ach, du weißt doch, wie schwierig es ist, in München eine bezahlbare Wohnung zu bekommen. Die Leute stehen Schlange, sowie ein relativ günstiges Angebot in der Zeitung steht. Außerdem brauche ich ein Atelier zum Arbeiten, so etwas kann ich hier lange suchen.«
»Hm«, nickte Geli. »Und wenn du eines gefunden hast, ist es zu teuer.«
»So sieht es aus.« Nina stellte Kaffeetassen auf den Couchtisch. »Jetzt erzähle mir aber, welche Nagellackfarben in der kommenden Saison angesagt sind.«
Geli arbeitete in der Kosmetikabteilung einer Drogerie und kannte sich mit den neuesten Trends aus. Überschwenglich schilderte sie, welch farbenfrohe Palette von Lippenstiften und Nagellacken der neueste Schrei war.
Ihre sprudelnden Ausführungen wurden durch das durchdringende Schrillen des Telefons abrupt unterbrochen.
Am Apparat war Ninas Mutter aus Hamburg, die ihrer Tochter mitteilte, daß Großtante Mathilde im Alter von fünfundachtzig Jahren sanft entschlafen war.
Nina hatte die Tante immer sehr gerne gemocht und sie hin und wieder besucht. »Das tut mir sehr leid. Ich habe geradezu ein schlechtes Gewissen, daß ich sie schon so lange nicht mehr besucht habe.«
»Das kann dir doch keiner verdenken«, gab die Mutter zurück. »Tante Mathilde hat sehr gut verstanden, daß du seit der Beendigung deines Studiums alle Hände voll zu tun hattest, um dir eine Existenz aufzubauen.«
»Ich bin immer sehr gern bei Tante Mathilde auf dem Lande gewesen«, sagte Nina leise, als sie ihrer Freundin wieder gegenüber saß. »Sie besaß ein wunderschönes altes Fachwerkhaus mit einem riesigen verwilderten Garten. Jetzt wird es wohl verkauft werden müssen.«
Geli hatte inzwischen den fertigen Kaffee aus der Kochnische geholt und füllte die Tassen. »Nun, deine Tante hat ein schönes Alter erreicht, dafür solltest du dankbar sein.«
»Natürlich«, gab Nina zurück. »Man mußte mit ihrem Tod rechnen, denn sie hatte bereits seit Jahren Herzprobleme. Und trotzdem ist es nicht leicht, ihn zu akzeptieren.«
Die Beerdigung war für den kommenden Freitag angesetzt, und Nina dachte mit gemischten Gefühlen daran.
*
Sechs Wochen später erfuhr Nina, daß sie das Haus der Tante geerbt hatte. Im Testament stand, daß Mathildes Lieblings-Großnichte dieses alte Haus immer geliebt hatte und somit niemand sonst in der Verwandtschaft in Frage kam, um dieses Erbe anzutreten.
Geli machte große Augen, als ihr die Freundin von dem Fachwerkhaus erzählte. »Wirst du es verkaufen?«
»Wo denkst du hin? Ich werde dort einziehen!«
»Das kann doch nicht dein Ernst sein. Niederkirch liegt über fünfzig Kilometer von hier entfernt. Eine Menge Kunden werden den langen Weg dorthin scheuen, und du mußt Gewinneinbußen in Kauf nehmen.«
Nina winkte ab. »Die meisten besitzen ein Auto, und damit ist es nur ein Katzensprung bis nach Niederkirch. Überleg doch mal: Endlich habe ich genügend Platz – nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Leben.« Dabei machte sie eine umfassende Handbewegung. »Du selbst hast mir immer wieder geraten, eine größere Wohnung zu suchen.«
»Ja, schon.« Geli war noch immer nicht ganz überzeugt. »Aber doch nicht so weit draußen.« An Ninas Gesichtszügen konnte sie allerdings erkennen, daß diese sich längst zum Umzug aufs Land entschlossen hatte.
»Am Wochenende werde ich mir meinen Besitz erst einmal anschauen«, sagte Nina. »Bevor ich einziehe, gibt es bestimmt einiges zu renovieren. Wenn du magst, kannst du mich ja begleiten.«
Geli nickte widerstrebend. Es war nicht so, daß sie der Freundin das Erbe nicht gönnte, doch sie befürchtete, Nina kaum noch zu Gesicht zu bekommen, wenn sie erst einmal in Niederkirch wohnte.
*
Das Haus lag am Ortsrand, man gelangte nur dorthin, wenn man einem staubigen, nicht befestigten Pfad folgte. Andächtig blieb Nina vor dem Gartenzaun mit der abgeblätterten Farbe stehen und sagte: »Es sieht noch genauso aus wie früher. Dort hinten, in diesem kleinen Holzstall, hielt sich Tante Mathilde eine Ziege und einige Kaninchen.«
»Beeindruckend«, murmelte Geli und schlug nach einer Mücke, die es in Niederkirch zu Tausenden zu geben schien. »Wollen wir nicht hinein gehen?«
Im Inneren des Hauses war es angenehm kühl. Nina jubelte vor Begeisterung, als sie den Schaukelstuhl entdeckte, in dem die Tante oft gesessen und ihrer Nichte als Kind Geschichten vorgelesen hatte.
Die Räume entpuppten sich als weniger renovierungsbedürftig, als Nina befürchtet hatte. Ein neuer Anstrich würde genügen, um den leicht vergilbten Tapeten zu einem freundlichen Aussehen zu verhelfen. Einige Türen schleiften etwas, doch darum wollte sich Nina kümmern, wenn sie eingezogen war.
»Weißt du, was
