Bon Voyage: Meine schönsten Reisegeschichten
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Katharina Rosenplenter
Geboren 1950, Studium an der FU, Tätigkeit im Berliner Schuldienst, lebt nach der Pensionierung im Land Brandenburg
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Buchvorschau
Bon Voyage - Katharina Rosenplenter
Inhalt
Bon Voyage
Morgens Fango
Aber bitte ohne Sahne!
Würzburg
Die Schweiz
Lofer
Lofer- die Zweite
Alt-Nürnberg
Auf nach Österreich
Ich war gar nicht da
Wir gehen ins Einkaufen
Das ist das letzte Mal!
Wallgau
Ein Dorffest mit schlimmen Folgen
Reisebekanntschaften
Warnemünde
Reisen alternativ
Menschen im Hotel
Monsieur Jacques
Bon Voyage
Ja, wir sind mit ihr auch verreist. Auch mit beiden. Einfach war es nie, zumal sie über Reisen felsenfeste Grundsätze hatten. Als junge Leute haben wir darüber noch gelacht, aber einmal hat sie mir einen Sommerurlaub so versaut, dass ich mich wegen Depressionen in ärztliche Behandlung begeben musste. Unser Hausarzt hatte ein ähnliches Exemplar von Schwiegermutter und war deswegen voller Verständnis. Er hat die Sache auch mit einem milden rezeptfreien pflanzlichen Mittel wieder hingekriegt.
Ihr beider Grundsatz war: Wenn man ein Haus hat, verreist man nicht. Entweder – oder! Wir besaßen die Frechheit, trotz Haus zu verreisen. Wir sind nicht am Bettelstab gelandet.
Aber ganz früher hatten sie wirklich nicht die Möglichkeit, zu verreisen, und wenn, dann ganz bescheiden: Die Frühstückspension, mit mehr als bescheidenen Zimmern – wir sind ja sowieso nur zu Schlafen da – sowie dem berüchtigten Aufenthaltsraum, in dem Totenstille zu herrschen hatte, mit einem Haufen zerlesener Illustrierten; aber die meisten Gäste nahmen sich sowieso ihre eigenen Bücher mit. Ein paar Mutige spielten Canasta oder Doppelkopf, auch gab es Gesellschaftsspiele wie „Mensch ärgere dich nicht oder irgendwelche Quartettkarten. Man wanderte den ganzen Tag. Viel später lief auch ein Fernseher, aber da man sich selten auf ein Programm einigen konnte, oder ob er überhaupt laufen sollte, war das auch nicht so toll. Da war dann die Alternative, abends auf ein Glas Wein wegzugehen, dorthin, „wo die Einheimischen auch hingehen.
Die Einheimischen gingen aber nicht in die Kneipen, sondern verdienten Geld mit den Touristen. Ansonsten bestand der Urlaub nur aus Wanderungen. Man ging nach dem Frühstück los, und dann war man stundenlang unterwegs. Über Mittag kehrte man ein in einem Landgasthof, da gab es dann irgendein Essen, was nicht allzu viel kosten durfte. Und der Weg dorthin ging durch die heiße Sonne, die Wanderwege waren ohne Schatten. Aber das machte ihnen nichts aus. Man lief „die Chaussee entlang, wenn man die Landstraße benutzen musste, Merkwürdigerweise gingen sie immer an der Straße entlang, Wanderwege benutzten sie selten, vielleicht weil sie sich da zu weit weg von der Zivilisation fühlten, obwohl der Weg durch den Wald höchstens eine Stunde dauerte und man immer in der Nähe von irgendwelchen Behausungen war. Aber sie taten so als ob sie auf einer Urwaldexpedition wären, „die Chaussee
war da eben sicherer. Abends „hielten sie sich ihr Abendbrot selbst, das heißt, sie hatten Butter und Aufschnitt im Gästekühlschrank. Die Frühstückspensionen waren darauf eingerichtet. Und abends weggehen, das war absolut nicht drin. Man saß höchstens im Aufenthaltsraum und sah sich einen langweiligen Film an. Das war übrigens ein ewiger Zankapfel zwischen uns weil sie meinten, wir „schmissen unser Geld zum Fenster raus
, wenn wir abends auf ein Glas Wein irgendwo einkehrten. Dass wir mittags so gut wie nie eine volle Mahlzeit zu uns nahmen, höchstens eine Kleinigkeit und unsere Hauptspeisezeit das Abendbrot war, das war ein weiterer Punkt, der ihre Missbilligung fand. Es war also nicht so einfach, mit ihnen zu verreisen. Sie machten uns ständig Vorschriften, wie wir uns zu verhalten hatten, und wehe, es war nicht genauso wie sie es taten.
Morgens Fango
Es gab allerdings eine Möglichkeit, „mal rauszukommen". Man konnte sich eine Kur verordnen lassen. Mein Schwiegervater, der bei der AOK arbeitete, kannte sich da bestens aus, und der Sozialstaat warf den Leuten Kuraufenthalte förmlich hinterher. Allerdings konnte es passieren, dass sie getrennt zur Kur mussten, und ganz früher musste man sogar mit einer fremden Person das Zimmer teilen. Wehe, man erwischte einen Schnarcher.
Besonders Sie genoss die Kuren. Wovon sie sich erholen musste, ist mir nie ganz klar geworden. Sie arbeitete nicht, und wenn sie sich in eine Dreizimmerwohnung kaputt schuftete, war das ihr Problem. Alle zwei Jahre musste es sein. Natürlich hatte sie dann über alles zu meckern, die Zimmer, die schlechte Verpflegung, die unaufmerksamen Ärzte, kurz, alles. Die Umgebung war eine einzige Enttäuschung. „Ich glaube, da fahr ich nie wieder hin!" Aber zwei Jahre später ging es wieder los, nur eben woandershin. Was sie am jeweiligen Ort eigentlich außer Massagen oder Gymnastik so interessant fand, wissen wir nicht. Sie lernte Leute kennen, mit denen sie spazieren ging und sich auch noch nach der Kur Briefen schrieb. Nur einmal…
„Er war Oberfinanzdirektor und er hat mich sehr verehrt….Es stellte sich heraus, dass er zwar bei der Oberfinanzdirektion beschäftigt war, aber „nur
Inspektor. Da die Oberfinanzdirektion eine Berliner Behörde war, wohnte er logischerweise in Berlin. Und er kam eines Tages tatsächlich an und stand bei ihr auf der Matte. Bloß gut, dass mein Schwiegervater an diese Tag unterwegs war zum Briefmarkensammlertreff und damit den ganzen Tag außer Haus. Der hat die Sache nicht mitgekriegt.
Aber bitte ohne Sahne!
Es gab noch eine andere Möglichkeit, umsonst zu verreisen. Oma war Kriegerwitwe und hatte eine behinderte Tochter, die schon erwähnte Tante Pauline. Deswegen hatte sie jedes Jahr Anspruch auf eine Urlaubsreise in die Fränkische Schweiz. Meine Schwiegermutter moserte zwar, weil sie der Auffassung war, eigentlich stünde nur ihr das zu. Das ist aber eine andere Sache. Jedenfalls waren wir mal in Bamberg, und da wir mit dem Auto unterwegs waren, kamen wir auf die Idee, wir könnten doch mal die beiden besuchen. Der Weg dorthin war recht abenteuerlich, kurvig und eng, so dass wir erst mal im Straßengraben landeten. Ein netter Bauer zog uns mit seinem Traktor wieder raus und überschüttete uns mit einem Wortschwall, von dem wir kein Wort verstanden. Geld wollte er jedenfalls keins. Endlich kamen wir an. Die Gegend heißt nicht umsonst Fränkische Schweiz. Man bewegte sich am besten mit einem längeren und mit einem kürzeren Bein, wegen der steilen Hänge. Was Oma und Tante Pauline dort eigentlich wollten, war uns schleierhaft. Tante Pauline war schwer gehbehindert, sie bewegte sich nur vom Bett an den Tisch zum Essen oder auf die Terrasse. Oma war zwar nicht gehbehindert, aber verließ ihre Berliner Wohnung so gut wie nie, nicht mal zum Einkaufen. Das machte mein Mann, jede Woche, und bekam dafür eine Mark und ein Bier, und Später, als er nicht mehr kommen konnte, weil er verheiratet
