Noch einmal Glück gehabt: Der neue Landdoktor 37 – Arztroman
Von Tessa Hofreiter
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Über dieses E-Book
Die Serie zeichnet sich gegenüber dem Vorgänger durch ein völlig neues Konzept aus. Es wird noch größerer Wert auf Romantik, Spannung und sich weiterdichtende, zum Leben erwachende Romanfiguren, Charaktere und Typen gelegt.
Eines darf verraten werden: Betörend schöne Frauen machen dem attraktiven Landdoktor schon bald den Hof. Und eine wirkliche Romanze beginnt...
»Was meinst du, kannst du dir vorstellen, auf Dauer hier zu wohnen?« Ilka saß hinter Conrad im Gras, legte die Arme um ihn und schaute über seine Schulter hinweg ins Tal hinunter.
»Ich kann es mir sogar sehr gut vorstellen. Meine Großeltern und mein Lieblingscousin leben hier.«
»Und was ist mit mir?«, fragte Ilka und setzte sich neben ihn, damit sie ihn ansehen konnte.
»Ja, was ist mit dir?«, entgegnete er lächelnd.
»Willst du mich ärgern?«, neckte sie ihn und zupfte an seinem Haar.
Vor vier Wochen hatten sie ihre Verlobung gefeiert. Zuerst waren sie mit einem Ruderboot auf den Sternwolkensee hinausgefahren, hatten sich ewige Treue geschworen und sich die schmalen aus Platin gefertigten Ringe angesteckt, danach gab es ein Fest im Biergarten der Brauerei Schwartz. Ilka, die Bergführerin aus Bergmoosbach, und Conrad, der junge Hydrogeologe aus München, hatten sich vor einem halben Jahr auf der Geburtstagsfeier von Achim Baumeister, Conrads Cousin, kennengelernt. Seitdem hatten sie sich fast an jedem Wochenende gesehen. Als Conrad den Auftrag der Gemeinde erhielt, die Wasserqualität der Quellen in den Bergen zu untersuchen, quartierte er sich im Haus seiner Großeltern am Sternwolkensee ein, traf sich jeden Tag mit Ilka und kam genau wie sie zu dem Schluss, dass sie nicht mehr ohne einander sein konnten.
»Es ist wirklich schön hier«, sagte Conrad und blickte auf das Dorf mit seinen samtig grünen Hügeln. Der See mit dem weißen Sandstrand, der Bach, der an den Rapsfeldern vorbei seinen Weg ins Nachbartal fand, das prächtige Rathaus mit dem goldenen Wetterhahn auf dem Turm, der
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Buchvorschau
Noch einmal Glück gehabt - Tessa Hofreiter
Der neue Landdoktor
– 37 –
Noch einmal Glück gehabt
Wäre Ilka nicht misstrauisch geworden …
Tessa Hofreiter
»Was meinst du, kannst du dir vorstellen, auf Dauer hier zu wohnen?« Ilka saß hinter Conrad im Gras, legte die Arme um ihn und schaute über seine Schulter hinweg ins Tal hinunter.
»Ich kann es mir sogar sehr gut vorstellen. Meine Großeltern und mein Lieblingscousin leben hier.«
»Und was ist mit mir?«, fragte Ilka und setzte sich neben ihn, damit sie ihn ansehen konnte.
»Ja, was ist mit dir?«, entgegnete er lächelnd.
»Willst du mich ärgern?«, neckte sie ihn und zupfte an seinem Haar.
Vor vier Wochen hatten sie ihre Verlobung gefeiert. Zuerst waren sie mit einem Ruderboot auf den Sternwolkensee hinausgefahren, hatten sich ewige Treue geschworen und sich die schmalen aus Platin gefertigten Ringe angesteckt, danach gab es ein Fest im Biergarten der Brauerei Schwartz. Ilka, die Bergführerin aus Bergmoosbach, und Conrad, der junge Hydrogeologe aus München, hatten sich vor einem halben Jahr auf der Geburtstagsfeier von Achim Baumeister, Conrads Cousin, kennengelernt. Seitdem hatten sie sich fast an jedem Wochenende gesehen. Als Conrad den Auftrag der Gemeinde erhielt, die Wasserqualität der Quellen in den Bergen zu untersuchen, quartierte er sich im Haus seiner Großeltern am Sternwolkensee ein, traf sich jeden Tag mit Ilka und kam genau wie sie zu dem Schluss, dass sie nicht mehr ohne einander sein konnten.
»Es ist wirklich schön hier«, sagte Conrad und blickte auf das Dorf mit seinen samtig grünen Hügeln. Der See mit dem weißen Sandstrand, der Bach, der an den Rapsfeldern vorbei seinen Weg ins Nachbartal fand, das prächtige Rathaus mit dem goldenen Wetterhahn auf dem Turm, der Marktplatz mit den hübsch restaurierten Häusern. »Aber du bist der schönste Anblick«, erklärte er mit einem liebevollen Lächeln und nahm Ilka in den Arm.
»Schön genug, um mit mir hier zu leben?«
»Ich weiß, dass du hier glücklich bist, und deshalb werde ich hier auch glücklich sein.«
»Das heißt, wir werden hier wohnen?«, fragte sie und spielte mit ihrem blonden Haar, das sie zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte.
»Ich freue mich darauf«, sagte er und küsste sie zärtlich.
»Nachdem das geklärt ist, sollten wir wieder an die Arbeit gehen.« Ilka stand auf, ordnete die Kapuze ihrer violetten Wetterjacke, die sie zu ihrer hellen Stoffhose und den Wanderschuhen trug, und setzte den Rucksack auf, der sie schon seit vielen Jahren auf allen Bergtouren begleitete.
»Ich beuge mich selbstverständlich deiner Anordnung. Du bist die Bergführerin, du hast das Sagen hier oben«, antwortete Conrad und erhob sich ebenfalls. Er war zwar ein recht guter Kletterer, aber im Hochgebirge hatte er stets auf die Erfahrung einheimischer Bergführer vertraut. Dieses Mal war es Ilka, die ihn begleitete, was aus der Arbeit ein echtes Vergnügen machte.
»Wenn wir noch ein Stück höher gehen, wird es gleich kühler werden. Du solltest deine Jacke anziehen«, bat sie ihn.
»In Ordnung.« Conrad zog die gelbe Daunenjacke über den leichten grauen Pullover, den er zu seiner Jeans trug, und band die Schnürsenkel seiner Wanderschuhe ein wenig fester, was ihm während eines Anstiegs ein sichereres Gefühl gab.
Ihr Ziel war der Bergsee, der im Quellgebiet lag, das Bergmoosbach und die Nachbargemeinden mit Trinkwasser versorgte.
»So lange ich denken kann, haben die Leute das Wasser aus dem See getrunken. Er wird direkt aus der Quelle gespeist, die hier oben aus einer Höhle sprudelt. Bisher hat es nie Beanstandungen gegeben und die wird es auch dieses Mal nicht geben«, versicherte Ilka Conrad, während sie den schmalen Pfad hinaufstiegen.
»Er sieht beinahe unberührt aus«, stellte Conrad beeindruckt fest, als sie den See schließlich erreichten.
Er lag oberhalb der Baumgrenze eingebettet zwischen kahlen Felsen, die wie Zinnen in den blauen Himmel ragten.
»Ich war gerade in die Schule gekommen, als ich das erste Mal mit meinem Vater hier oben war. Ich nannte den See den Smaragd, der vom Himmel gefallen ist«, erzählte Ilka, als sie sich auf einen Felsvorsprung setzte.
»Eine romantische Beschreibung«, sagte Conrad und schaute auf das smaragdgrüne Wasser.
»Stimmt, du würdest die Farbe sicher unter anderem dem Planktongehalt des Wassers und dem Lichteinfall der Sonne zuschreiben.«
»Wenn ich irgendwann an diesen Tag zurückdenke, dann werde ich mich an einen himmlischen Smaragd erinnern«, versprach er ihr und küsste sie zärtlich auf die Wange.
»Conrad, sieh dir das an.«
»Merkwürdig«, sagte er leise, als er Ilkas Blick folgte.
Vor ihnen im Wasser trieben mehrere tote Fische.
»Es könnte durchaus eine natürliche Ursache haben.« Ilka war aufgestanden und lief ein paar Schritte am See entlang.
»Ehrlich gesagt, glaube ich das nicht, nicht bei dieser Vielzahl der Fische«, entgegnete Conrad, der seinen Blick über den See schweifen ließ und noch weitere verendete Tiere entdeckte. Er nahm den kleinen Laborkoffer aus seinem Rucksack, mit dem er eine erste Messung vor Ort vornehmen konnte, und hockte sich ans Ufer des Sees. Behutsam klappte er den Koffer auf und nahm eines der Glasröhrchen heraus, das zu seiner Ausrüstung gehörte.
»Was hast du entdeckt?«, fragte Ilka erschrocken.
Conrad starrte ungläubig auf die Anzeige seines Messgerätes, nachdem er die Probe, die er aus dem See entnommen hatte, untersucht hatte. »Pestizide, und zwar in hoher Konzentration.«
»Aber wie kann das sein? Hier oben gibt es doch keine Landwirtschaft und auch sonst nichts.«
»Auch vor Gebirgsseen macht die Umweltverschmutzung nicht Halt. Alles, was wir in die Luft pusten, fällt irgendwann auch wieder auf uns herunter. In einer derart hohen Konzentration habe ich es allerdings bisher nicht beobachtet.«
»Das heißt, das Wasser des Sees ist vergiftet?«
»Ich würde niemandem raten, es zu trinken.«
»Dann sollten wir die Leute warnen.«
»Auf jeden Fall.« Conrad reichte ihr eines der selbstklebenden Hinweisschilder, die er immer bei sich hatte und die er an Wasserstellen anbrachte, die eine Gefährdung für Mensch und Tier darstellten.
»Wir müssen die Gemeinde informieren. Es liegt in ihrer Verantwortung, wie sie das Verbot durchsetzen und wie sie es wieder aufheben«, sagte Conrad, während Ilka das Schild über den Wegweiser klebte, der nur ein paar Meter vom Ufer des Sees entfernt stand.
»Der Bach, der durch Bergmoosbach fließt, ist auch ein Teil dieses Wassersystems. Der See und der Bach werden aus denselben unterirdischen Quellen gespeist.«
»Ich weiß, deshalb müssen wir auch Proben aus dem Bach entnehmen und zwar aus verschiedenen Abschnitten. Auch wenn wir nichts finden, werden wir die Proben im Labor zur Sicherheit noch einmal analysieren lassen.«
»Ich dachte, wir machen einen gemütlichen Ausflug, stattdessen haben wir jetzt eine Art Notfall.« Ilka schaute gebannt zu, wie Conrad noch weitere Proben aus dem See entnahm und sie in seinem Koffer verstaute.
»Ich hoffe, wir können den Notfall noch vermeiden. Wir sollten deshalb schnell handeln«, sagte Conrad und verschloss den Koffer.
»Was kann ich tun?«
»Sobald wir wieder in Bergmoosbach sind, nimmst du die Wasserproben und bringst sie ins Labor. Ich werde mit Sebastian Seefeld sprechen, um ihn vorzuwarnen, sollten Patienten mit vergiftungsähnlichen Symptomen in seiner Praxis auftauchen.«
»Sollten wir nicht dafür sorgen, dass die Bergmoosbacher kein Wasser aus der Leitung mehr trinken, bis das Ergebnis aus dem Labor vorliegt?«
»Das werde ich mit Sebastian besprechen.«
»Gut, dann gehen wir zurück ins Tal«, erklärte Ilka und setzte ihren Rucksack wieder auf, als auch Conrad seinen aufsetzte und den schwarzen Koffer für die Wasserproben in die Hand nahm. »Wir sind doch schon seit vier Wochen hier in der Gegend unterwegs, bisher war
